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VroniPlag Wiki

Cmg/Fragment 100 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 01-13
Quelle: Roxin 2007
Seite(n): 351, 352, Zeilen: 27-35; 01-02
[Insoweit erscheint es nicht möglich, einen Verstoß gegen] die Menschenwürde zu erkennen, wenn ein Sterbewilliger in dem Wunsch, unerträglichem Leiden ein Ende zu setzen, den Tod wünscht. Er würde dann selbst seine Menschenwürde preisgeben – dies kann jedoch keinen Strafgrund rechtfertigen. Selbst einem Beihilfe leistenden Arzt kann in dieser Hinsicht keine Verletzung der Menschenwürde vorgeworfen werden, da es schon daran fehlt, dass er niemanden für fremde Zwecke instrumentalisiert. In diesem Zusammenhang deshalb allein auf religiöse bzw. theologische Argumente abzustellen, überzeugt nicht, zumal auch auf diesen in der heutigen Zeit nicht allein eine Strafbarkeit gründen kann. Selbst wenn man allein auf diese Motive abstellt, ist es schwer vorstellbar, dass Gott einem kranken Menschen unerträgliche Qualen zumuten will – so auch Schreiber: „Gott kann ich mir nicht anders vorstellen, als dass er dafür Verständnis haben wird, wenn ich ihm das mir gegebene Leben in hoffnungsloser Leidenssituation vorzeitig zurückgebe, mich zu ihm flüchte, wenn meine Krankheit unerträglich wird.“329

329 Roxin, S. 351 f.

[...]Zudem würde ein Verstoß gegen die eigene Menschenwürde noch keinen Bestrafungsgrund (auch nicht für Außenstehende) abgeben. Auch dem Arzt könnte man keinen Menschenwürdeverstoß vorwerfen. Denn er instrumentalisiert niemanden für fremde Zwecke. Auch theologische Argumente haben in diesem Zusammenhang keinen Raum. Abgesehen davon, dass sie in einem laizistischen Staat ohnehin zur Strafbegründung untauglich sind, kann man nicht annehmen, dass Gott einem kranken Menschen unerträgliche Qualen zumuten will. Mit Recht sagt Schreiber:97 „Gott kann ich mir nicht anders vorstellen, als dass er dafür Verständnis haben wird, wenn ich ihm das mir gegebene Leben in hoffnungsloser Leidenssituation vorzeitig zurückgebe, mich zu ihm flüchte, wenn meine Krankheit unerträglich wird."

97 Schreiber, in: FS für Rudolphi, S. 543, 550.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 99: Flächige Übernahme einer Passage, die in der Fußnote zwar angegeben, aber inhaltlich sehr ähnlich wiedergegeben wird. Die Fußnote erweckt den Eindruck, durch sie würde nur das wörtliche Zitat abgedeckt. Tatsächlich ist der Wortlaut Roxins in der Arbeit mehr als deutlich zu erkennen. Allein das "f." hinter der Seitenangabe könnte als Indiz gedeutet werden, dass hier mehr übernommen worden ist als das Zitat. Zudem wird Schreiber hier nicht aus der Urquelle zitiert, sondern über den Verweis auf Roxin.

Sichter
SleepyHollow02

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