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Cmg/Fragment 231 17

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Typus
KeineWertung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 231, Zeilen: 17-31
Quelle: NEK-CNE Stellungnahme 13 2006
Seite(n): 6, Zeilen: 15-31
Auf die besondere Missbrauchsgefahr in diesem sensiblen Bereich wurde schon hingewiesen. Folgende Maßnahmen bieten sich an, um Missbräuche der generell straffreien Suizidbeihilfe einzuschränken: Eine Regelung, dass nicht um direkter oder lediglich indirekter finanzieller Vorteile gehandelt werden darf, erscheint unverzichtbar. Generell gesehen, kann das Motiv, Sterbebegleitung anzubieten, vom Standpunkt der Allgemeinheit aus als ethisch heikel erscheinen. Wichtig ist, dass klar herausgestellt wird, dass etwa das Ausnutzen einer Notlage, die Befriedigung am Tod (sog. Thanatophilie) oder ideologische Gründe ethisch keinesfalls vertretbar sind.

Neben diesen Aspekten kann Missbrauchsgefahr aus mangelndem de-briefing oder schlicht aus der Überforderung der Sterbehelfer etwa durch zu viele Begleitungen resultieren.

Missbrauchspotential birgt aber auch die mangelnde Transparenz von Organisation und Management (inklusive Buchhaltung) einer Suizidhilfeorganisation oder mangelnde Kontrolle durch organisationsinterne und -externe Personen, respektive Sachverständige. Die Gefahr besteht vor allem dann, wenn es sich bei der Organisation [um einen nicht-demokratisch organisierten Verein mit dominanter Führungsperson oder einen Kreis handelt, der einer bestimmten Ideologie nahe steht.652]


652 Nationale Ethikkommission, Stellungnahme Nr. 13/2006 S. 6.

Neben den Empfehlungen macht die NEK-CNE Hinweise auf weitere Bereiche, die aus ihrer Sicht eine besondere Missbrauchgefahr beinhalten. In diesen besonders sensiblen Bereichen gilt es, vorbeugende Massnahmen zu treffen, um Missbräuche der straffreien Suizidbeihilfe in entsprechenden Organisationen einzuschränken.

- Es darf nicht um direkter oder indirekter finanzieller Vorteile willen gehandelt werden

- Das Motiv zur Suizidbegleitung kann ethisch heikel sein. Ethisch nicht vertretbar sind das Ausnützen einer Notlage, die Befriedigung am Tod (Thanatophilie) oder ideologische Gründe.

- Suizidbeihilfe kann Suizidbegleiter überfordern, beispielsweise durch zu viele Begleitungen oder mangelndes de-briefing.

- Mangelnde Transparenz von Organisation und Management (inkl. Buchhaltung) einer Suizidhilfeorganisation oder mangelnde Kontrolle durch organisationsinterne und –externe Personen, resp. Sachverständige können die Missbrauchsgefahr erhöhen. Die Gefahr besteht vor allem, wenn es sich bei der Organisation um einen nicht-demokratisch organisierten Verein mit dominanter Führungsperson oder einen Kreis handelt, der einer bestimmten Ideologie nahe steht.

Anmerkungen

Leicht abgewandelte Stelle, die nicht als Zitat gekennzeichnet ist.

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