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11 ungesichtete Fragmente: Plagiat

[1.] Cmg/Fragment 155 01 - Diskussion
Bearbeitet: 10. January 2013, 23:11 (Plagin Hood)
Erstellt: 26. December 2012, 22:53 SleepyHollow02
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Nationaler Ethikrat 2006, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02, Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 01-02
Quelle: Nationaler Ethikrat 2006
Seite(n): 79, Zeilen: -
[Auch liebevolle Zuwendung und umfassende] Versorgung werden an dem Entschluss eines solchen Patienten, sterben zu wollen, nicht notwendigerweise etwas ändern. Dies dürfte als „Bilanzsuizid“ einzustufen sein.483

483 Nationaler Ethikrat, S. 79.

[Auch liebevolle Zuwendung und umfassende] Versorgung werden an dem Entschluss eines solchen Patienten, sterben zu wollen, nicht notwendigerweise etwas ändern. Der Suizid eines unheilbar Kranken dürfte nahe bei dem liegen, was als „Bilanzsuizid“ bezeichnet wird, also ein Handeln darstellen, bei dem jemand in freier Verantwortung und nach ernsthafter Erwägung seiner Perspektiven den Entschluss fasst, nicht mehr leben zu wollen.
Anmerkungen

Fortsetzung von Cmg 154. Quelle ist in Fn.483 genannt. Die Übernahme beginnt auf S. 78 der Quelle und erstreckt sich über den gesamten Absatz, was aus der Fn. ebensowenig hervorgeht wie die wortlautnahe Anlehnung.

Sichter

[2.] Cmg/Fragment 087 01 - Diskussion
Bearbeitet: 5. January 2013, 20:39 (Klicken)
Erstellt: 27. December 2012, 16:11 TaBi
BauernOpfer, Böckenförde 2008, Cmg, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi, Klicken
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 87, Zeilen: 01-28
Quelle: Böckenförde 2008
Seite(n): 251, 246, 247, Zeilen: 23-34
[Als Ausgangspunkt ist zunächst festzuhalten, dass das Lebensrecht eines jeden Menschen bis zum Lebensende besteht und von der Menschenwürde getragen ist. In Konsequenz ist dies festgeschrieben im Tötungsverbot und der ärztlichen Pflicht zur Heilung und der Lebenserhaltung. Umstritten ist aber, ob dies auch das Aufhalten des] natürlichen Lebensendes erfasst, ob die Lebenserhaltungspflicht mit der Menschenwürde kollidieren kann. Es stellt sich dabei die Frage, ob es ein Recht zu Sterben in Würde gibt und wann dieses einsetzt. Daran anschließend ist zu untersuchen, ob auch eine Lebenspflicht oder ein Verfügungsrecht über das eigene Leben besteht, und in welchem Verhältnis ein solches zur Menschenwürde steht.280




Um eine Verletzung der Menschenwürde durch die Zulassung der Sterbehilfe feststellen zu können, ist es zunächst erforderlich zu klären, was die Garantie der Menschenwürde als Rechtsbegriff und Teil unserer rechtlichen Ordnung bedeutet. Hierzu ist sie näher zu präzisieren, um sie als Rechtsbegriff handhabbar zu machen und so konkrete von ihr ausgehende Ge- und Verbote auszumachen. Vielfach wird vertreten, die Menschenwürdegarantie als Leerformel zu verstehen, in die jeder Mensch „hineinlesen könne, was er aus ihr herauslesen möchte“.281 Zweifellos ist die Menschenwürde als offener Begriff zu werten. Trotzdem aber kann durch bestimmte Kriterien der Kerngehalt festgelegt werden.



Einer (christlichen) Ansicht nach ist in der Ähnlichkeit des Menschen mit Gott die Grundlage der Menschenwürde zu sehen. Dies wird schon im Schöpfungsbericht des Alten Testaments (Gen. 1, 27) deutlich: „Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ Nach anderer Theorie wurzelt die Menschenwürde im Humanismus, dem Denken der Aufklärung und insbesondere dem Kants. Das menschliche Dasein ist, um das Bundesverfassungsgericht zu zitieren, „Dasein um seiner selbst Willen“. Der Mensch darf niemals lediglich Objekt sein, ist vielmehr geschützt gegen Erniedrigung und totale „Verzweckung“, er hat ein Recht auf Rechte. „Aus der Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Achtungs- und Schutzpflicht nach Art. 1 Abs. 1 S. 2, folgt ihre "Abwägungsresistenz": Dies bedeutet, dass die Achtung der Menschenwürde mehr ist als ein bloßer Gesichtspunkt, der bei der Gestaltung der Rechtsordnung zu berücksichtigen ist und gegenüber gewichtigeren Faktoren zurücktreten muss. Die Menschenwürdegarantie ist vielmehr das „unabdingbare Fundament, das stets zu beachten, nicht einschränkbar und nicht aufgebbar ist.“282


280 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 251.

281 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 251.

282 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 251.

[S. 251]

Als Ausgangspunkt gilt der Grundsatz: Das Lebensrecht jedes Menschen, getragen von der Menschenwürde, besteht bis zum Lebensende. Dies findet seinen Niederschlag im generellen Tötungsverbot und der Pflicht des Arztes zur Krankheitsheilung und Lebenserhaltung. Wie weit ist darin auch das Aufhalten des natürlichen Lebensendes eingeschlossen? Im Hinblick auf die gegenwärtige Diskussion ergeben sich vor allem zwei Fragen. Zum einen: Kann die Pflicht zur Lebenserhaltung mit dem Würdeanspruch in Konflikt geraten; gibt es ein Recht auf Sterben in Würde, und wann setzt es ein? Zum andern: Besteht neben dem Lebensrecht auch eine Lebenspflicht oder besteht ein Verfügungsrecht, sei es des Patienten, des Kranken oder jedes Menschen über das eigene Leben? Wenn ja, in welchem Umfang, unter welchen Bedingungen, ab wann und in welchem Verhältnis steht es zur Würde des Menschen14?

[S. 246]

Hierzu bedarf es, wie bei jedem Rechtsbegriff, einer näheren Präzisierung und Umgrenzung, damit er in der Praxis des Rechtslebens handhabbar ist, von ihm konkrete Wirkungen im Sinn eines Gebots oder Verbots ausgehen können, er sich also nicht in einem allgemeinen Appell verliert. Das ist nicht so einfach, wie es zunächst den Anschein hat. Der Begriff der Menschenwürde hat ja keine eigene Rechtstradition; als normativ verbindlicher Rechtsbegriff wird er erstmals im Grundgesetz gebraucht.

In der gegenwärtigen Diskussion heißt es zuweilen, der Begriff der Menschenwürde sei eine Leerformel, in die jeder das hineinlesen könne, was er aus ihr herauslesen wolle. Das ist gewiß zu weit gegriffen. Fraglos aber ist der Begriff der Menschenwürde ein sogenannter offener Begriff, [...]

[S. 247]

Die eine Vorstellung sah die Grundlage der Menschenwürde in der Gottebenbildlichkeit des Menschen, wie sie im Schöpfungsbericht des Alten Testaments (Gen 1, 27) niedergelegt ist: "Gott schuf also den Menschen als sein Abbild; als Abbild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie."

[...]

Die andere Vorstellung war im Humanismus, im Denken und der Philosophie der Aufklärung, insbesondere Immanuel Kants fundiert.

[...]

Sein Dasein ist, um das Bundesverfassungsgericht zu zitieren, "Dasein um seiner selbst willen". Niemals darf der Mensch lediglich Objekt sein, er ist geschützt gegen Erniedrigung und totale Verzweckung. Er hat, von Grund auf, ein Recht auf Rechte.

Zweitens: Aus der Unantastbarkeit der Menschenwürde und der Achtungs- und Schutzpflicht, die Satz 2 des Art. 1 Abs. 1 festlegt, ergibt sich das, was die Juristen "Abwägungsresistenz" 6 nennen. Die Achtung der Menschenwürde ist mehr als nur ein Gesichtspunkt oder Faktor, der bei der Gestaltung der Rechtsordnung zu berücksichtigen ist, aber auch gegenüber anderen gewichtigen Faktoren möglicherweise zurücktreten kann; sie ist vielmehr das unabdingbare Fundament, das stets zu beachten, nicht einschränkbar und nicht aufgebbar ist 7.


6 BVerfGE 88, 203 (252).

7 Statt anderer H. Dreier, in: Grundgesetz. Kommentar, hg. v. dems., Bd. 1 (Tübingen 22004) Art. 1 Abs. 1 Rdn. 132–134, m. w. Nachw.

14 Eine verläßliche Orientierung bietet immer noch R. Schlund, Der manipulierte Tod u. das menschliche Sterben (Freiburg 1987); ferner O. W. Lembcke, Sterben in Würde. Zur institutionellen Vermittlung von Selbstbestimmung u. Fürsorgepflicht, in: Jahrbuch für Recht und Ethik 15 (2007) 501–523.

Anmerkungen

Dass die ganze Seite von oben bis Zeile 28 unabgelöst die Quelle inhaltlich wiedergibt, ist nicht aus den drei Fußnoten herzuleiten.

Sichter

[3.] Cmg/Fragment 016 01 - Diskussion
Bearbeitet: 19. March 2013, 21:32 (SleepyHollow02)
Erstellt: 27. December 2012, 16:28 TaBi
BauernOpfer, Böckenförde 2008, Cmg, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 01-03
Quelle: Böckenförde 2008
Seite(n): 251-252, Zeilen: 37-40; 01-03
[Im Kontext der vorliegenden Untersuchung ist unter „Sterbebegleitung“ ein Anrecht auf eine Begleitung in der letzten Lebensphase zum Tod zu sehen, die mehr ist als medizinische Versorgung oder bloße Verwahrung. Dabei soll sie der Anerkennung und] Achtung der Menschenwürde verbunden sein und Hilfe zum Sterben in Würde leisten.

„Denn nicht von der Hand eines Dritten, sondern an der Hand eines Dritten solle der Mensch sterben.“47


47 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 252; Sporken, Die Sorge um den kranken Menschen, S. 242; Schockenhoff, S. 112.

Sterbebegleitung meint ein Anrecht auf eine Begleitung in der letzten Lebensphase zum Tod hin, die mehr ist als medizinische Versorgung oder bloße Verwahrung. Sie steht in Beziehung zur Anerkennung und Achtung der menschlichen Würde und beinhaltet eine Hilfe zum Sterben in Würde. Nicht von der Hand eines Dritten, sondern an dessen Hand soll der Mensch sterben, wie es Bundespräsident Horst Köhler eindrucksvoll formuliert hat.
Anmerkungen

Leicht abgewandelt übernommen. So, wie es dargestellt ist, sieht es aus, als bezöge sich die Fußnote nur auf das vermeintlich einzige wörtliche Zitat.

Das wörtliche Zitat wird ungewöhnlicherweise mit drei Fundstellen verschiedener Verfasser belegt; merkwürdigerweise ist der Zitattext in indirekte Rede gefaßt.

Sichter
Hood

[4.] Cmg/Fragment 217 02 - Diskussion
Bearbeitet: 1. January 2013, 21:51 (SleepyHollow02)
Erstellt: 27. December 2012, 18:42 TaBi
Böckenförde 2008, Cmg, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 02-09
Quelle: Böckenförde 2008
Seite(n): 252, Zeilen: 14-23
Generell ist vorab klarzustellen, dass eine Inpflichtnahme der Angehörigen rechtlich nicht wirksam durchgesetzt werden kann. Denn sie trifft – wenn sie möglich wäre – auf die eigenen Rechte und Belange der Angehörigen und Mitmenschen, auf Opfergrenzen, die nicht überschritten werden können, und unterliegt generell der Verhältnismäßigkeitskontrolle.

Gerade wenn man die Zukunftsprognose betrachtet – eine Zunahme des Umfangs und der Nachfrage nach der Sterbebegleitung gegenüber schwindenden personalen Kräften – scheint dies einer reellen Alternative entgegenzustehen.611


611 Böckenförde, Stimmen der Zeit, 4/2008, S. 252.

Ein rechtsförmiger Anspruch auf Sterbebegleitung scheitert an den Grenzen der Inpflichtnahme zu Solidarleistungen. Eine solche Inpflichtnahme, soweit sie überhaupt möglich ist, trifft auf die eigenen Rechte und Belange der Angehörigen und Mitmenschen, trifft auf Opfergrenzen, die nicht überschritten werden können, und unterliegt generell einer Verhältnismäßigkeit. Zieht man die demographische Entwicklung in Betracht, kommt hier in der voraussehbaren Zukunft eine große Herausforderung auf uns zu. Der Umfang angezeigter und erhoffter Sterbebegleitung wird stetig zunehmen, die verfügbaren personalen Kräfte sowohl der mittleren und auch bald der älteren Generation, selbst jenseits der Arbeitswelt, werden abnehmen.
Anmerkungen

Leicht abgewandelt übernommen.

Sichter

[5.] Cmg/Fragment 144 01 - Diskussion
Bearbeitet: 28. December 2012, 13:22 (SleepyHollow02)
Erstellt: 27. December 2012, 23:13 SleepyHollow02
Cmg, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, Zimmermann-Acklin 2004, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 144, Zeilen: 01-02
Quelle: Zimmermann-Acklin 2004
Seite(n): 31, Zeilen: r. Sp.
[...] Hintergrundtheorien, die sich mit Sinn- und Deutungsphänomenen beschäftigen und zunächst nicht zum eigentlichen ethischen Disput zu gehören scheinen.“455

455 Baer-Henney, S. 190.

[...] Fragen der kulturellen Hermeneutik des Sterbens und damit auf Hintergrundtheorien,

die sich mit Sinn- und Deutungsphänomenen beschäftigen und zunächst nicht zum eigentlichen ethischen Disput zu gehören scheinen.3


3 Erläutert im Zusammenhang mit verschiedenen Modellen der Arzt-Patient-Beziehung bei Marli Huijer/Guy Widdershoven, Desires in Palliative Medicine. Five Models of the Physician-Patient Interaction on Palliative Treatments Related to Hellenistic Therapies of Desire, in: Ethical Theory and Moral Practice, 4 (2001), S. 143–159.

Anmerkungen

Fortsetzung von Cmg 143.

Sichter

[6.] Cmg/Fragment 117 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. May 2013, 08:50 (TaBi)
Erstellt: 30. December 2012, 19:38 TaBi
BauernOpfer, Cmg, Fragment, Kusch 2006, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 07-25
Quelle: Kusch 2006
Seite(n): 261-262, Zeilen: 0
Dennoch darf nicht unberücksichtigt bleiben, dass eine Pflicht zum Einschreiten und zur Einleitung lebensrettender Maßnahmen ein enges Pflichtverhältnis voraussetzt, wie dies etwa bei Ehepartnern oder zwischen dem sterbewilligen Patienten und seinem behandelnden Arzt gegeben ist. Anders ist dies lediglich dann zu beurteilen, wenn der Selbsttötungswille des Suizidenten den Garanten von dieser Pflicht befreien kann. Speziell für die Konstellation, dass Ärzte etwa gegen den Willen des Patienten untätig bleiben, hat der BGH eine auf berufsspezifischen Zumutbarkeitserwägungen beruhende Sonderdogmatik entwickelt. Dies resultiert daraus, dass Ärzte generell verpflichtet sind, nach Eintritt der Bewusstlosigkeit lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen – dennoch gibt es keine Pflicht zur Rettung eines Lebens um jeden Preis. Bei diesem Konflikt zwischen dem Schutz des Lebens und der Achtung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten sollen Ärzte angemessen nach den Regeln des Gesetzes und der Standesethik entscheiden. Selbst wenn der Arzt hierbei zu der Überzeugung gelangt, dass das Selbstbestimmungsrecht des Patienten überwiegt und ein Eingreifen nicht geboten ist, soll nach einer Einzelfallbetrachtung kein Strafvorwurf erhoben werden. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dennoch keine verlässliche Grundlage gegeben ist, dergestalt, dass vorgegeben ist, welche Zumutbarkeitserwägungen im konkreten Fall entscheidend sind. Die einzelfallorientierte Rechtsprechung hinterlässt somit eine große Unklarheit.384

384 Kusch, NJW 2006, S. 261 f.

Eine Pflicht zum Einschreiten, das heißt zur Einleitung lebensrettender Maßnahmen, setze ein enges Pflichtverhältnis voraus. Eine solche Pflicht könne etwa den Ehepartner oder den behandelnden Arzt treffen12. Sie entfalle ausnahmsweise dann, wenn der Selbsttötungswille des Sterbewilligen den Garanten von seiner Fürsorgepflicht befreie13. Speziell für die Fälle des Untätigbleibens von Ärzten im Verhältnis zum sterbewilligen Patienten hat der BGH eine auf berufsspezifischen Zumutbarkeitserwägungen beruhende Sonderdogmatik entwickelt14. Grundsätzlich sei auch der Arzt als Lebensschutzgarant gehalten, nach Eintritt der Bewusstlosigkeit lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen. Andererseits gebe es keine ärztliche Rechtspflicht zur Erhaltung verlöschenden Lebens um jeden Preis. Im Konflikt zwischen der Verpflichtung zum Lebensschutz einerseits und der Achtung des Selbstbestimmungsrechts des Patienten andererseits habe der Arzt eine an den Regeln des Rechts und der Standesethik ausgerichtete Entscheidung über sein Eingreifen zu treffen 15. Kommt der Arzt bei Beachtung dieser Maßstäbe zu der Überzeugung, dass ein Eingreifen nicht geboten ist, so wird gegen diese eigenverantwortliche Entscheidung im Einzelfall kein Strafvorwurf erhoben. Wie aber will der Arzt derart komplexe Maßstäbe beachten? Von welchen „Zumutbarkeitserwägungen” soll er sich in der konkreten Konfliktsituation leiten lassen? Die einzelfallorientierte Rechtsprechung des BGH lässt Ärzte, Eheleute und andere Lebensschutzgaranten in einer unzumutbaren Unklarheit.

12 BGHSt 2, 150 (153) = NJW 1952, 552; BGHSt 32, 367 (373) = NJW 1984, 2639.

13 BGHSt 2, 150 (154) = NJW 1952, 552.

14 Schneider, in: MünchKomm-StGB (o. Fußn. 4), Vorb. §§ 211 ff. Rdnr. 69.

15 BGHSt 32, 367 (373, 379 f.) = NJW 1984, 2639.

Anmerkungen

Der Text von Kusch wurde leicht verändert übernommen und dadurch inhaltlich falsch: Wo die Urquelle vom "sterbewilligen Patienten" spricht, heißt es in der Dissertation nun "etwa gegen den Willen des Patienten" - dies ergibt keinen Sinn. Die Fußnote am Ende deckt den Inhalt der Passage nicht ab, sondern erweckt eher den Eindruck, es werde nur der letzte Satz dadurch belegt.

Sichter

[7.] Cmg/Fragment 211 21 - Diskussion
Bearbeitet: 11. January 2013, 00:00 (Plagin Hood)
Erstellt: 3. January 2013, 04:35 Sotho Tal Ker
BauernOpfer, Cmg, Fragment, NEK-CNE Stellungnahme 13 2006, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Sotho Tal Ker, Hood
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 211, Zeilen: 21-30
Quelle: NEK-CNE Stellungnahme 13 2006
Seite(n): 2, Zeilen: 2-10, 17-19, 24-26
Die Nationale Ethikkommission empfahl in ihrer Stellungnahme Nr. 9/2005 dem Schweizer Gesetzgeber unter anderem, Suizidhilfeorganisationen einer staatlichen Aufsicht zu unterstellen. Hierdurch sollte sichergestellt werden, dass in der Anwendung von Art. 115 StGB neben dem Respekt vor der Selbstbestimmung auch die Fürsorge für selbstmordgefährdete Menschen gleichwertig berücksichtigt wird. Konkret bedeutet dies, dass Sorgfaltskriterien für die Praxis der organisierten Suizidbeihilfe vorgeschrieben werden sollten. Diese Kriterien sind als notwendige Minimalstandards zu verstehen, die den Organisationen keine Verantwortung entziehen. Wichtig ist dabei, dass man diese Minimalanforderungen nicht einmalig festschreibt, sondern einer fortlaufenden Kontrolle nach den jeweiligen Praxiserfahrungen unterzieht.602

602 Nationale Ethikkommission, Stellungnahme Nr. 13/2006, S. 4.

In ihrer Stellungnahme Nr. 9/2005 hat die Nationale Ethikkommission dem Gesetzgeber unter anderem empfohlen, Organisationen, die in der Schweiz im Schutz von Art. 115 StGB Beihilfe zum Suizid anbieten und durchführen, einer staatlichen Aufsicht zu unterstellen. Rechtliche Vorgaben sollen sicherstellen, dass in der Anwendung von Art. 115 StGB neben dem Respekt vor der Selbstbestimmung auch die Fürsorge für suizidgefährdete Menschen im Sinn des Schutzes ihres Lebens gleichgewichtige Berücksichtigung findet.

Konkret sollen nach Auffassung der Ethikkommission eine Reihe von minimalen Sorgfaltskriterien für die Praxis der organisierten Suizidbeihilfe vorgeschrieben werden.[...]

Die Kriterien verstehen sich vielmehr als notwendige Minimalstandards, die keine Verantwortung von den Organisationen wegnehmen.[...]

Die Empfehlungen wollen keine zeitlose Gültigkeit beanspruchen. Nach Vorliegen von Erfahrungen aus der Praxis sollen sie vielmehr neu diskutiert und gegebenenfalls revidiert werden können.

Anmerkungen

Hier wird die Einleitung der Stellungnahme der NEK verkürzt wiedergegeben. Die Fußnote führt zu den Empfehlungen, allerdings zur falsche Seite (S.4 statt S.2). Wörtliche und sinngemäße Übereinstimmungen sind nicht in ihrem Umfang als solche kenntlich gemacht.

Sichter
Hood (Kat. geändert)

[8.] Cmg/Fragment 097 06 - Diskussion
Bearbeitet: 5. January 2013, 22:32 (SleepyHollow02)
Erstellt: 5. January 2013, 22:24 SleepyHollow02
Antoine 2004, BauernOpfer, Cmg, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 097, Zeilen: 06-21
Quelle: Antoine 2004
Seite(n): 169, Zeilen: 12-25
Eine verfassungsrechtliche Grundpflicht zum Leben ist nach einhelliger Meinung aber ebenfalls abzulehnen. Dem steht auch das Urteil des VG Karlsruhe nicht entgegen: trotz der Anerkennung einer Schutzpflicht des Staates für das Leben gegen das Interesse des Suizidenten darf nicht zugleich auf eine Postulierung einer Grundpflicht zum Leben

geschlossen werden. Dies resultiert schon daraus, dass sich das VG Karlsruhe nur auf die objektive Wertordnung des Grundgesetzes beruft. Diese allein kann möglicherweise eine staatliche Pflicht zum Einschreiten begründen, enthält aber keine Verpflichtung des Bürgers, sich die Pflicht des Staates gegenüber sich selbst zu eigen zu machen.319 Deutlich wird dies weiter im Verfassungstext selbst, der nur von einem „Recht auf Leben“, nicht aber von einer „Pflicht zum Leben“ spricht. Verallgemeinernd bedeutet dies, dass aus einem Grundrecht allein nicht sofort auf eine Grundpflicht zu schließen ist, da sich Rechte und Pflichten nicht entsprechen müssen und Freiheitsrechte generell auch das Recht zum Nichtgebrauch beinhalten.320 Dies allein spricht aber noch nicht zwingend gegen eine Grundpflicht zum Leben.


319 Dolderer, Objektive Grundrechtsgehalte, S. 170 ff.; a.A. Klinkenberg, JR 1978, S. 443 f., Schmidhäuser, in: FS Welzel, 1974, S. 817 f.; Antoine, S. 169.

320 Stober, NVwZ 1982, S. 474; Isensee, DÖV 1982, S. 614 f.; Antoine, S. 169 f.

Auch das VG Karlsruhe527 postuliert keine Grundpflicht zum Leben, wenn es zwar eine Schutzpflicht des Staates für das Leben gegen das Interesse des Suizidenten bejaht, sich hierzu aber nur auf die objektive Wertordnung des Grundgesetzes beruft. Die objektive Wertordnung kann vielleicht eine Pflicht des Staates zum Einschreiten begründen, aus ihr allein folgt aber noch nicht eine Pflicht des Bürgers, sich die staatliche Schutzpflicht gegenüber sich selbst zu eigen zu machen. 528

Die Beurteilung einer Grundpflicht hat bei der sachlich einschlägigen Verfassungsnorm, hier dem Art. 2 Abs. 2 GG anzusetzen. Auf dieser Ebene zeigt sich zunächst, daß der Normtext der Verfassung die Postulierung einer Grundpflicht zum Leben nicht unterstützt, da darin jedem ein „Recht auf Leben“, aber nicht die „Pflicht zum Leben“ zugesprochen wird.529 Aus einem Grundrecht allein kann im freiheitlichen Verfassungsstaat nicht auf eine Grundpflicht geschlossen werden,530 da Rechte und Pflichten sich nicht entsprechen müssen531 und die Freiheitsrechte

[170] im allgemeinen auch das Recht zum Nichtgebrauch einschließen.532 Es besteht mithin eine Rechte- und Pflichten-Asymmetrie in der Verfassung der Freiheit. Das allein spricht jedoch noch nicht zwingend gegen eine Grundpflicht zum Leben.


527 VG Karlsruhe JZ 1988, S. 208 (209).

528 Dagegen folgern Klinkenberg, JR 1978, S. 441 (443 f.) und Schmidhäuser, 1974, S. 801 (817 f.) aus dem Recht der Polizei, den Selbstmord verhindern zu dürfen, also durch die Eingriffsermächtigung den Suizidenten zum Weiterleben zwingen zu dürfen, auch die Rechtspflicht des Bürgers zum Weiterleben. A. A. Dolderer, 2000, S. 170 ff., der allein den Staat und nicht den Bürger als verpflichtet ansieht, die objektiven Grundrechtsgehalte und damit die Schutzpflicht zu verwirklichen.

529 Anders dagegen in Art. 5 Abs. 3 S. 2, 6 Abs. 2 S. 1, 12a, 14 Abs. 2, 15, 17a, 18 GG, in denen der Normtext selbst Grundpflichten statuiert.

530 Stober, NVwZ 1982, S. 473 (474).

531 Stober, NVwZ 1982, S. 473(474).

532 Isensee, DÖV 1982, S. 609(614 f.).

533 Die Asymmetrie zwischen verfassungsrechüichen Grundrechten und Grundpflichten als Charakteristikum des freiheitlichen Verfassungsstaates ist allgemein anerkannt, siehe Hofmann, HStR V., § 114 Rn. 38 ff., ders., VVDStRL 1983, S. 42 (49 ff.); Götz, VVDStRL 41 (1983), S. 7 (13 f.); Stober, NVwZ 1982, S. 473 (474); Isensee, DÖV 1982, S. 609(614 f.); Saladin, 1984. S. 213; T. I. Schmidt. 1999, S. 47 ff.

Anmerkungen

Leicht umformuliert übernommen

Sichter

[9.] Cmg/Fragment 160 18 - Diskussion
Bearbeitet: 5. January 2013, 22:59 (TaBi)
Erstellt: 5. January 2013, 22:54 TaBi
BauernOpfer, Cmg, Ebner 2005, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 18
Quelle: Ebner 2005
Seite(n): 880, Zeilen: 0
Die Unterscheidung zwischen somatischen und psychischen Krankheiten ist insbesondere in diesem Kontext wichtig: zur Beurteilung von Kausalität hinsichtlich Diagnostik und Prognostik müssten wesentliche Unterschiede zwischen somatischen und psychischen Krankheiten berücksichtigt werden. Nicht vergessen werden darf, dass psychiatrische Beurteilungen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit in viel höherem Maß von persönlichen Wertvorstellungen des Gutachters abhängig sind als im Bereich der Somatik.506

506 Ebner/Kurt, SAeZ 2005, S. 880.

– aus wissenschaftstheoretischer Sicht zur Beurteilung von Kausalität hinsichtlich Diagnostik und Prognostik wesentliche Unterschiede zwischen somatischen und psychischen

Krankheiten berücksichtigt werden müssten, was für die Beurteilung der Informiertheit, und damit der «Wohlerwogenheit », folgenschwer ist; - psychiatrische Beurteilungen hinsichtlich ihrer Zuverlässigkeit in viel höherem Mass von persönlichen Wertvorstellungen des Gutachters abhängig sind als im Bereich der Somatik;

Anmerkungen

Wortgleich übernommen ohne als Zitat zu kennzeichnen; Fußnote umfasst nicht die ganze Passage.

Sichter

[10.] Cmg/Fragment 157 29 - Diskussion
Bearbeitet: 5. January 2013, 23:12 (TaBi)
Erstellt: 5. January 2013, 23:12 TaBi
Cmg, Ebner 2005, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, Verschleierung, ZuSichten

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 29-34
Quelle: Ebner 2005
Seite(n): 880, Zeilen: 0
Ausgehend von dem Standpunkt, dass Suizid generell ein Freiheitsrecht ist, muss seine Einschränkung begründet werden. Bei Psychischkranken, deren Sterbewunsch Folge ihrer Krankheit ist, lässt sich die Einschränkung dieses Freiheitsrechts mit fürsorglichen Argumenten begründen. Dies zeigt aber schon, dass in den Fällen, in denen der Suizidwunsch keine kausale Folge der Krankheit ist, eine Einschränkung in Anbetracht der Autonomie des Suizidwilligen nur schwer zu rechtfertigen ist. - Da Selbsttötung ein Freiheitsrecht ist, ist eine Einschränkung dieses Rechts aus ethischer Sicht begründungspflichtig.

– Bei Psychischkranken, deren Sterbewunsch Folge ihrer Krankheit ist, lässt sich die Einschränkung dieses Freiheitsrechts mit fürsorgerischen Argumenten begründen. – Daraus folgt, dass in Fällen, in welchen der Suizidwunsch keine kausale Folge der Krankheit ist, eine Einschränkung des Rechts auf Selbsttötung hinsichtlich des Respekts der Autonomie des Sterbewilligen schwer zu rechtfertigen ist.

Anmerkungen

Leicht abgewandelte Übernahme (aus "fürsorgerischen" wird "fürsorglichen") ohne Quellenangabe. Fußnote folgt erst auf der nächsten Seite.

Sichter

[11.] Cmg/Fragment 011 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. May 2013, 08:38 (TaBi)
Erstellt: 6. January 2013, 16:22 TaBi
BauernOpfer, Cmg, Ehl 2008, Fragment, SMWFragment, Schutzlevel, ZuSichten

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
TaBi
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 011, Zeilen: 04
Quelle: Ehl 2008
Seite(n): 0, Zeilen: 0
„Töten gehört nicht zum Handwerk des Arztes, und Beihilfe auch nicht, das ist seit Hippokrates so.“ Mit diesem Argument beschreibt Ernst-Dietrich Hoppe, Präsident der

Bundesärztekammer und Ehrenvorsitzender des Marburger Bundes, im Kern die Position der deutschen Ärzteschaft zur Problematik. Menschliches Leben stehe nicht zur Disposition anderer Menschen. Dies beruhe nicht allein auf dem Schutz des Lebens durch das Grundgesetz, sondern auch darauf, dass die Werteordnung unserer Gesellschaft auf der Unantastbarkeit des Lebens aufbaue.33


33 Ehl, MAZ vom 10.01.2008, V2.

Töten gehört nicht zum Handwerk des Arztes, und Beihilfe auch nicht, das ist seit Hippokrates so“, sagte Ernst-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer und Ehrenvorsitzender des Marburger Bundes kürzlich. Das ist im Kern die Position der deutschen Ärzteschaft. Menschliches Leben steht nicht zur Disposition anderer Menschen – nicht etwa allein, weil unser Grundgesetz es schützt; sondern weil die Werteordnung unserer Gesellschaft auf der Unantastbarkeit von Leben aufbaut.
Anmerkungen

Leicht abgewandelt und in indirekte Rede gesetzt, sodass der Eindruck entsteht, Hoppe habe die folgenden Aussagen getätigt - dies ist allerdings nicht der Fall.

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