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Cr/178

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[1.] Cr/Fragment 178 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-26 18:15:02 Guckar
Cr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Stintzing 1992, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 11-30
Quelle: Stintzing 1992
Seite(n): 99, Zeilen: 4-21
Die Ehe war zur Zeit der Entstehung des Grundgesetzes die einzig sozial anerkannte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau und als absoluter Regelfall in der Gesellschaft am häufigsten verbreitet. Eine andere Entwicklung zeichnete sich zum damaligen Zeitpunkt nicht ab. Die nichteheliche Lebensgemeinschaft wurde hingegen gesellschaftlich als unmoralisch verworfen und stellte keinen anerkannten Wert der sozialen Wirklichkeit dar.621

Vor diesem Hintergrund stellten die Verfassungsväter die Ehe als Normalfall des Zusammenlebens von Mann und Frau unter den Schutz der Verfassung. Entscheidend ist nun für die Festlegung des Normbereichs, ob der Gesetzgeber lediglich den Schutz desjenigen sozialen Sachverhaltes beabsichtigte, der zur damaligen Zeit als gesellschaftliche Regelform in Gestalt der Ehe ausgefüllt wurde oder ob es den Verfassungsvätern auch darauf ankam den Schutz der Ehe als formal geschlossener Gemeinschaft festzuschreiben, ob somit für den Parlamentarischen Rat die Form des Zusammenlebens von Bedeutung war. War dem nicht so, so stellte Art. 6 Abs. 1 GG eine Regelung des Sachverhaltes „Lebensgemeinschaft“ im übergeordneten Sinne dar und enthielt nur deswegen eine Regelung ausschließlich zur Ehe, weil diese zum damaligen Zeitpunkt die nahezu einzige Form des Zusammenlebens war.


621 Teil 2, B. II. lb).

Die Ehe war 1948/49 die einzige, sozial anerkannte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau und als Regelfall in der Gesellschaft am häufigsten verbreitet. So verhielt es sich schon seit Jahrhunderten, und eine andere Entwicklung zeichnete sich nicht ab. Die nichteheliche Lebensform dagegen wurde gesellschaftlich als unmoralisch verworfen. Sie stellte keinen anerkannten Wert der sozialen Wirklichkeit dar.

Vor diesem Hintergrund muß die Entstehungsgeschichte des Art. 6 I GG so gedeutet werden, daß der Parlamentarische Rat die Ehe als den Normalfall des Zusammenlebens von Mann und Frau zur damaligen Zeit unter den besonderen Schutz der Verfassung stellte. Dem Verfassungsgeber kam es dabei gerade nicht auf den Schutz der Ehe als formal geschlossener Gemeinschaft an; sonst hätte er diese als einzig rechtmäßige Zusammenlebensform festschreiben können. Es ist daher erkennbar, daß der Verfassungsgeber den Schutz des sozialen Sachverhaltes beabsichtigte, der zur damaligen Zeit als gesellschaftlicher Regelfall in Form der Ehe ausgefüllt wurde. Insofern war für den Parlamentarischen Rat die Form des Zusammenlebens grundsätzlich ohne Bedeutung. Daraus läßt sich ablesen, daß Art. 6 I GG eine Regelung des Sachverhaltes "Lebensgemeinschaft" im übergeordneten Sinne darstellt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20131126181522

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