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Die Eingliederung der ehemaligen DDR in die Europäische Gemeinschaft unter dem Aspekt der staatlichen Beihilfen

von Dr. Charlotte Schütz [Prof. Dr. Charlotte Gaitanides]:

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[1.] Csc/Fragment 079 02 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-03-11 15:41:10 Schumann
BauernOpfer, Csc, Fragment, Gesichtet, Lipps 1991, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 79, Zeilen: 2-15
Quelle: Lipps 1991
Seite(n): 1, Zeilen: r.Sp. Fn. 4
Die historischen Ursachen der standortbedingten Nachteile des Beitrittsgebiets liegen im sozialistischen Wirtschaftssystem mit seinem Mangel an Wettbewerb in einer abgeschotteten Wirtschaftsumgebung und einer ungünstigen Kostenstruktur, verursacht durch Versorgungsengpässe, hohe Fertigungstiefe, technologischen Rückstand, hohe Teil- und Materialkosten, geringe Produktivität, überhöhten Personalbestand sowie in der Verkümmerung der Infrastruktur. Hinzu traten nach der "Wende" Probleme, die auf den abrupten Übergang von einer Zentralverwaltungs- zu einer Marktwirtschaft und den Zusammenbruch der Absatzmärkte im gesamten traditionellen Markt der ostdeutschen Wirtschaft198 zurückzuführen sind199.

198 Die einseitige Ausrichtung der Exportaktivitäten Ostdeutschlands auf den mittel- und osteuropäischen Raum resultierte aus der Einbindung in den RGW; noch 1991 gingen 60% der Gesamtexporte aus der ehemaligen DDR in die mittel- und osteuropäischen Staaten. Die Umorientierung der Exportwirtschaft ist kurzfristig kaum zu bewältigen. Besonderer Bedeutung kommt deshalb der Entscheidung der Bundesregierung vom 22.1.1992 zu, für das mittel- und langfristig finanzierte Kreditgeschäft im Jahre 1992 Hermes-Deckungen für die GUS-Staaten bis zu einem Gesamtbetrag von 5 Milliarden DM zu übernehmen. Deckungen werden vorrangig für existentiell notwendige Exporte ostdeutscher Unternehmen gewährt, die eine ausreichende Perspektive für die Erlangung der Wettbewerbsfähigkeit unter Marktbedingungen erkennen lassen (siehe WiRO 1992, 11 f.). Vgl. dazu Dörr, WiRO 1992, 105 (106) sowie den Bericht über die Treuhand-Expertenrunde zum Handel mit den GUS-Staaten in WiRO 1992, 29 (30).

199 Lipps, BB 1991, Beil. 9 Zu Heft 12/1991, 1 Fußn. 4; Busche, in: Brunner, B 200, § 2 TreuhandG Rdnr. 27.

[...]

4 Die allgemein historischen Ursachen liegen im sozialistischen Wirtschaftssystem mit dem Mangel an Wettbewerb in einer abgeschotteten Wirtschaftsumgebung und der schlechten Kostenposition, verursacht durch Versorgungsengpässe, hohe Fertigungstiefe, technologischen Rückstand, hohe Teile- und Materialkosten, zu geringe Produktivität, überhöhter Personalbestand und erhebliche Zusatzkosten. Hinzu treten Probleme zufolge der Wende, in [der der abrupte Übergang von der Kommando- zur Marktwirtschaft im gesamten traditionellen Markt der ostdeutschen Wirtschaft zum Zusammenbruch der Absatzmärkte geführt hat.]

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 199 genannt.

Aus "Teilekosten" werden "Teilkosten".

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20170311141600

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