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27 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Ctr/Fragment 005 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 19:31 Schumann
Erstellt: 4. September 2014, 06:52 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 1-25
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 1, Zeilen: 1ff
1. Einleitung

1.1. Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine der Hauptursachen für Tod oder Behinderung in den Industrieländern (1.) und belegt in der Bundesrepublik Deutschland in der Todesursachenstatistik den 3. Platz (2.).

Laut der World Health Organisation (WHO) ist der Schlaganfall als ein Krankheitsbild definiert, bei dem sich die klinischen Zeichen einer fokalen oder globalen Störung zerebraler Funktionen rasch bemerkbar machen, mindestens 24 Stunden anhalten oder zum Tode führen und offensichtlich nicht auf andere als vaskuläre Ursachen zurückgeführt werden können. In der Literatur wird diese Definition insofern erweitert, als dass es sich hierbei um ein akut einsetzendes fokales oder globales neurologisches Defizit aufgrund einer umschriebenen oder globalen Durchblutungsstörung im Gehirn handelt, wobei die Durchblutungsstörung sowohl durch einen Durchblutungsmangel als auch durch eine Blutung auftreten kann. Generell kann beim Schlaganfall zwischen ischämischen Schlaganfällen, spontanen intrazerebralen Hämatomen, Subarachnoidalblutungen sowie Hirnvenen- und Sinusvenenthrombosen unterschieden werden (3.).

Der ischämische Schlaganfall, für den in Deutschland eine Inzidenz von 137 Fällen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von 1994-1996 kalkuliert wurde (4.), entsteht durch ein abruptes Sistieren der zerebralen Blutversorgung infolge des Verschlusses eines versorgenden Gefäßes. Als Ursache für einen ischämischen Hirninsult führt die Deutsche Schlaganfalldatenbank in der Reihenfolge sinkender Häufigkeit Gerinnungsthromben infolge kardialer Embolien, gefolgt von durch Makroangiopathien bedingte arterioarteriellen Embolien und Mikroangiopathien, welche zu lakunären Infarzierungen führen, auf (5.). Gemessen an der Gesamtzahl sind 90% aller Schlaganfälle auf eine ischämische Genese zurückzuführen (1.).


1. Thom T, Haase N, Rosamond W, Howard VJ, Rumsfeld J, Manolio T, Zheng ZJ, Flegal K, O'Donnell C, Kittner S, Lloyd-Jones D, Goff DC Jr, Hong Y, Adams R, Friday G, Furie K, Gorelick P, Kissela B, Marler J, Meigs J, Roger V, Sidney S, Sorlie P, Steinberger J, Wasserthiel-Smoller S, Wilson M, Wolf P; American Heart Association Statistics Committee and Stroke Statistics Subcommittee. Heart disease and stroke statistics--2006 update: a report from the American Heart Association Statistics Committee and Stroke Statistics Subcommittee. Circulation. 2006;113(6):e85-151.

2. Statistisches Bundesamt 2010. Gesundheit. Todesursachen in Deutschland. Fachserie 12, Reihe 4. Artikelnummer: 2120400097004.

3. Eschenfelder CC, Zeller JA, Stingele R. Schlaganfall: Ursachen und Klassifikation. Hamostaseologie. 2006;26(4):298-308.

4. Kolominsky-Rabas PL, Heuschmann PU. Incidence, etiology and long-term prognosis of stroke. Fortschr Neurol Psychiatr. 2002;70(12):657-62.

5. Grau AJ, Weimar C, Buggle F, Heinrich A, Goertler M, Neumaier S, Glahn J, Brandt T, Hacke W, Diener HC. Risk factors, outcome, and treatment in subtypes of ischemic stroke: the Germanstroke data bank. Stroke. 2001;32(11):2559-66.

1. Einleitung

1.1. Schlaganfall

Der Schlaganfall ist eine der Hauptursachen für Tod oder Behinderung in den Industrieländern (Thom 2006) und belegt in der Bundesrepublik Deutschland in der Todesursachenstatistik den 3. Platz (Statistisches Jahrbuch 2003).

Laut der World Health Organisation (WHO) ist der Schlaganfall als ein Krankheitsbild definiert, bei dem sich die klinischen Zeichen einer fokalen oder globalen Störung zerebraler Funktionen rasch bemerkbar machen, mindestens 24 Stunden anhalten oder zum Tode führen und offensichtlich nicht auf andere als vaskuläre Ursachen zurückgeführt werden können. In der Literatur wird diese Definition insofern erweitert, als dass es sich hierbei um ein akut einsetzendes fokales oder globales neurologisches Defizit aufgrund einer umschriebenen oder globalen Durchblutungsstörung im Gehirn handelt, wobei die Durchblutungsstörung sowohl durch einen Durchblutungsmangel als auch durch eine Blutung auftreten kann. Generell kann beim Schlaganfall zwischen ischämischen Schlaganfällen, spontanen intrazerebralen Hämatomen, Subarachnoidalblutungen sowie Hirnvenen- und Sinusvenenthrombosen unterschieden werden (Eschenfelder 2006).

Der ischämische Schlaganfall, für den in Deutschland eine Inzidenz von 137 Fällen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von 1994-1996 kalkuliert wurde (Kolominsky-Rabas 2002), entsteht durch ein abruptes Sistieren der zerebralen Blutversorgung infolge des Verschlusses eines versorgenden Gefäßes. Als Ursache für einen ischämischen Hirninsult führt die Deutsche Schlaganfalldatenbank in der Reihenfolge sinkender Häufigkeit Gerinnungsthromben infolge kardialer Embolien, gefolgt von durch Makroangiopathien bedingte arterioarteriellen Embolien und Mikroangiopathien, welche zu lakunären Infarzierungen führen, auf (Grau 2001). Gemessen an der Gesamtzahl sind 90% aller Schlaganfälle auf eine ischämische Genese zurückzuführen (Thom 2006).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[2.] Ctr/Fragment 005 26 - Diskussion
Bearbeitet: 14. September 2014, 20:26 Singulus
Erstellt: 2. September 2014, 23:27 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 5, Zeilen: 26-36
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 3, Zeilen: 5ff
Epidemiologisch gilt der Schlaganfall nicht nur als Hauptursache für Behinderung im Erwachsenenalter (6.; 7.), sondern repräsentiert auch den häufigsten Grund einer erworbenen Epilepsie im fortgeschrittenen Alter und bedingt am zweithäufigsten die Entwicklung einer Demenz (8.). Generell lässt sich eine Altersabhängigkeit für das Auftreten eines Schlaganfalls feststellen. So sind mehr als 70-75 % der Patienten älter als 65 Jahre (7.; 9.). Im Jahr 2005 waren weltweit 6 Millionen (Mio.) Todesfälle auf einen Schlaganfall zurückzuführen, was einen relativen Anteil von ca. 10 % aller Todesfälle bedeutet (6.). Im zeitlichen Verlauf versterben weltweit ein Viertel der Patienten nach einem Monat, ein Drittel nach 6 Monaten und die Hälfte innerhalb eines Jahres (10.). In Deutschland sterben rund 15 % der Patienten innerhalb von 3 Monaten an den Folgen eines Schlaganfalls. Diese können in direktem Zusammenhang mit dem Infarkt stehen, insbesondere als vom Infarkt [hervorgerufene ödematöse Raumforderung, oder sekundär zum Tode führen.]

6. Maher P. Salgado KF, Zivin JA, Lapchak PA. A novel approach to screening for new neuroprotective compounds for the treatment of stroke. Brain Res. 2007: 1173:117-125.

7. Lakhan SE, Kirchgessner A, Hofer M. Inflammatory mechanism in ischemic stroke: therapeutic approaches. J Transl Med 2009; 7:97.

8. Guidelines for management of ischemic stroke and transient ischemic attack 2008. Cerebrovasc. Dis. 2008; 25(5):457-507

9. Rothwell PM. Incidence, risk factors and prognosis of stroke and TIA: the need for high-quality, large-scale epidemiological studies and meta-analyses. Cerebrovasc. Dis. 2003;16 Suppl 3:2-10.

10. Donnan GA, Fisher M, Macleod M, Davis SM. Stroke. Lancet 2008; 371(9624):1612- 1623.

Epidemiologisch gilt der Schlaganfall nicht nur als Hauptursache für Behinderung im Erwachsenenalter (5, 6), sondern repräsentiert auch den häufigsten Grund einer erworbenen Epilepsie im fortgeschrittenen Alter und bedingt am zweithäufigsten die Entwicklung einer Demenz (7). [...] Generell lässt sich eine Altersabhängigkeit für das Auftreten eines Schlaganfalls feststellen. So sind mehr als 70-75 % der Patienten älter als 65 Jahre (6, 10). Im Jahr 2005 waren weltweit 6 Millionen (Mio.) Todesfälle auf einen Schlaganfall zurückzuführen, was einen relativen Anteil von ca. 10 % aller Todesfälle bedeutet (5). [...] Im zeitlichen Verlauf versterben weltweit ein Viertel der Patienten nach einem Monat, ein Drittel nach 6 Monaten und die Hälfte innerhalb eines Jahres (9). In Deutschland sterben rund 15 % der Patienten innerhalb von 3 Monaten an den Folgen eines Schlaganfalls. Diese können in direktem Zusammenhang mit dem Infarkt stehen, insbesondere als vom Infarkt hervorgerufene ödematöse Raumforderung, oder sekundär zum Tode führen.

5. Maher P, Salgado KF, Zivin JA, Lapchak PA. A novel approach to screening for new neuroprotective compounds for the treatment of stroke. Brain Res 2007 Okt;1173:117-125.

6. Lakhan SE, Kirchgessner A, Hofer M. Inflammatory mechanisms in ischemic stroke: therapeutic approaches. J Transl Med 2009;7:97.

7. Guidelines for management of ischaemic stroke and transient ischaemic attack 2008. Cerebrovasc. Dis 2008;25(5):457-507.

9. Donnan GA, Fisher M, Macleod M, Davis SM. Stroke. Lancet 2008 Mai;371(9624):1612- 1623.

10. Rothwell PM. Incidence, risk factors and prognosis of stroke and TIA: the need for high-quality, large-scale epidemiological studies and meta-analyses. Cerebrovasc. Dis 2003;16 Suppl 3:2-10.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[3.] Ctr/Fragment 006 01 - Diskussion
Bearbeitet: 14. September 2014, 19:46 Singulus
Erstellt: 2. September 2014, 23:43 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 3, 4, 5, Zeilen: 3: 30-32; 4: 14ff; 5: 1ff
Als sekundäre Ursachen hervorzuheben sind v. a. Pneumonie, Lungenarterienembolie, Einblutung und ein zweiter Schlaganfall (3.).

1.2. Schlaganfall und Risikofaktoren

Der wichtigste Risikofaktor, unabhängig vom Typ des Schlaganfalls, ist der arterielle Bluthochdruck (11.; 12). Zwischen dem Anstieg des arteriellen Drucks und der Risikoerhöhung besteht ein linearer Zusammenhang. So bedingt eine Erhöhung des Blutdrucks um 10 mmHg je nach Literatur eine Risikoerhöhung von 10-30 %. Liegt der Blutdruck dauerhaft über 120/80 mmHg, verdoppelt sich das Lebenszeitrisiko für das Auftreten eines Schlaganfalls (11.; 12.). Darüber hinaus spielen auch andere Herz-Kreislauf- Erkrankungen eine wichtige Rolle. Leidet ein Patient an einer Koronaren Herzkrankheit (KHK), ist das Risiko für einen Schlaganfall 2-fach erhöht (8.). Besteht dagegen ein Vorhofflimmern (VHF), verfünffacht sich das Risiko (8.; 11.). Ferner kann eine hochgradige Karotisstenose das Risiko einer Minderperfusion des Gehirns erhöhen (11.). Weitere Faktoren, die nachweislich einen Schlaganfall begünstigen sind: Diabetes mellitus (D. m.) mit einer 1,8- bis 6-fachen Risikoerhöhung (8.; 11.; 12.), Body Mass Index (BMI) über 25 (13.; 14.), abdominelle Adipositas, metabolisches Syndrom (11.; 15.), Hypercholesterinämie (16.), niedriges high density lipoprotein (HDL) bei Männern (17.) und geringe Einnahme von Vitamin D (18.). Demgegenüber senken körperliche Aktivität (8.; 15.; 19.) und eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Schlaganfallrisiko (20.). Eine besondere Stellung hat in kürzerer Zeit die transitorisch ischämische Attacke (TIA) als eigenständiger Risikofaktor eingenommen. TIAs sind kurze, nicht länger als 24 h dauernde, Episoden, die durch ein neurologisches Defizit als Ergebnis einer fokalen zerebralen oder retinalen Ischämie gekennzeichnet sind. 85-95 % der Episoden halten weniger als 60 min an. Der übrige Anteil bildet sich innerhalb von 24 h zurück (11.). Man geht davon aus, dass ca. 8 % der Patienten mit einer TIA in den folgenden 8-15 Tagen einen Schlaganfall erleiden, Innerhalb von 3 Monaten sind es 20 % (21.). Jährlich ist das relative Risiko für einen Insult nach einer TIA 2-5-fach erhöht (22.). Analog zur TIA repräsentiert auch ein bereits überlebter Schlaganfall einen eigenständigen Risikofaktor. Nach einem Jahr erleiden 8-15 % der Überlebenden einen erneuten Schlaganfall, nach 5 Jahren sind es 30-40 %, nach 10 Jahren bereits 55 % (12.).


3. Eschenfelder CC, Zeller JA, Stingele R. Schlaganfall: Ursachen und Klassifikation. Hamostaseologie. 2006;26(4):298-308.

8. Guidelines for management of ischemic stroke and transient ischemic attack 2008. Cerebrovasc. Dis. 2008; 25(5):457-507

11. Fischer M. Stroke and TIA:epidemiology, risk factors, and the need for early intervention. Am J Manag Care 2008; 14(6 Suppl 2):204-211.

12. Lüders S, Schrader J. [Prevention of stroke: What is evidence based?]. Internist 2009; 50(12):1337-1344.

13. Kurth T, Gaziano JM, Berger K et al. Body mass index and the risk of stroke in men. Arch Intern. Med. 2002; 162(22):2557-2562.

14. KurthT, Gaziano JM, Rexrode KM et al. Prospective study of body mass index and risk of stroke in apparently healthy women. Circulation 2005; 111(15):1992-1998.

15. Rundek T, Sacco RL. Risk factors management to prevent first stroke. Neurol Clin 2008;26(4):1007-1045.

16. Leppälä JM, Virtamo J, Fogelholm R, Albanes D, Heinonen OP: Different risk factors for different stroke subtypes: association of blood pressure, cholesterol, and antioxidants. Stroke 1999; 30(12):2535-2540.

17. Lüders. Drug therapy for the secondary prevention of stroke in hypertensive patients:current issues and options. Drugs 2007; 67(7):955-963.

18. Marniemi J, Alanen E, Impivaara O et al. Dietary and serum vitamis and minerals as predictors of myocardial infarction and stroke in elderly subjects. Nutr Metab Cardiovasc Dis 2005; 15(3):188-197.

19. Lee CD, Folsom AR, Blair SN. Physical activity and stroke risk: a meta-analysis. Stroke 2003; 34(10):2475-2481.

20. Joshipura KJ, Ascherio A, Manson JE, et al. Fruit and vegetable intake in relation to risk of ischemic stroke. JAMA 1999; 282(13):1233-1239.

21. Streifler Jy. Early stroke risk after a transient ischemic attack: can it be minimized? Stroke 2008; 39(6):1655-1656.

22. Sacco RL. Risk factors for TIA and TIA as a risk factor for stroke. Neurology 2004; 62(8Suppl 6):7-11.

Als sekundäre Ursachen hervorzuheben sind v. a. Pneumonie, Lungenarterienembolie, Einblutung und ein zweiter Schlaganfall (2).

[Seite 4]

Der wichtigste Risikofaktor, unabhängig vom Typ des Schlaganfalls, ist der arterielle Bluthochdruck (3, 7, 13, 14). Zwischen dem Anstieg des arteriellen Drucks und der Risikoerhöhung besteht ein linearer Zusammenhang. So bedingt eine Erhöhung des Blutdrucks um 10 mmHg je nach Literatur eine Risikoerhöhung von 10-30 %. Liegt der Blutdruck dauerhaft über 120/80 mmHg, verdoppelt sich das Lebenszeitrisiko für das Auftreten eines Schlaganfalls (3, 13). Darüber hinaus spielen auch andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle. Leidet ein Patient an einer KHK, ist das Risiko für einen Schlaganfall 2-fach erhöht (3). Besteht dagegen ein VHF, verfünffacht sich das Risiko (3, 7, 14). Ferner kann eine hochgradige Karotisstenose das Risiko einer Minderperfusion des Gehirns erhöhen (3). [...] Weitere Faktoren, die nachweislich einen Schlaganfall begünstigen sind: Diabetes mellitus (D. m.) mit einer 1,8- bis 6-fachen Risikoerhöhung (3, 7, 13, 14), Body Mass Index (BMI) über 25 (21, 22), abdominelle Adipositas, metabolisches Syndrom (3, 14), Hypercholesterinämie (23), niedriges high density lipoprotein (HDL) bei Männern (24), geringe Einnahme von Vitamin D (25) und eine

[Seite 5]

Hyperhomocysteinämie (26). Demgegenüber senken körperliche Aktivität (7, 14. 27) und eine Ernährung mit viel Obst und Gemüse das Schlaganfallrisiko (28). Eine besondere Stellung hat in kürzerer Zeit die transitorisch ischämische Attacke (TIA) als eigenständiger Risikofaktor eingenommen. TIAs sind kurze, nicht länger als 24 h dauernde, Episoden, die durch ein neurologisches Defizit als Ergebnis einer fokalen zerebralen oder retinalen Ischämie gekennzeichnet sind. 85-95 % der Episoden halten weniger als 60 min an. Der übrige Anteil bildet sich innerhalb von 24 h zurück (3). Man geht davon aus, dass ca. 8 % der Patienten mit einer TIA in den folgenden 8-15 Tagen einen Schlaganfall erleiden, Innerhalb von 3 Monaten sind es 20 % (29). Umgekehrt geht 25 % aller Schlaganfälle innerhalb von 3 Monaten eine TIA voraus (30). Jährlich ist das relative Risiko für einen Insult nach einer TIA 2-5-fach erhöht (31). Analog zur TIA repräsentiert auch ein bereits überlebter Schlaganfall einen eigenständigen Risikofaktor. Nach einem Jahr erleiden 8-15 % der Überlebenden einen erneuten Schlaganfall, nach 5 Jahren sind es 30-40 %, nach 10 Jahren bereits 55 % (13).


2. Eschenfelder CC, Zeller JA, Stingele R. [Stroke: causes and classification]. Hamostaseologie 2006 Nov;26(4):298-308.

3. Fisher M. Stroke and TIA: epidemiology, risk factors, and the need for early intervention. Am J Manag Care 2008 Juni;14(6 Suppl 2):S204-211.

7. Guidelines for management of ischaemic stroke and transient ischaemic attack 2008. Cerebrovasc. Dis 2008;25(5):457-507.

13. Lüders S, Schrader J. [Prevention of stroke: What is evidence based?]. Internist (Berl) 2009 Dez;50(12):1337-1344.

14. Rundek T, Sacco RL. Risk factor management to prevent first stroke. Neurol Clin 2008 Nov;26(4):1007-1045, ix.

21. Kurth T, Gaziano JM, Berger K, et al. Body mass index and the risk of stroke in men. Arch. Intern. Med 2002 Dez;162(22):2557-2562.

22. Kurth T, Gaziano JM, Rexrode KM, et al. Prospective study of body mass index and risk of stroke in apparently healthy women. Circulation 2005 Apr;111(15):1992-1998.

23. Leppälä JM, Virtamo J, Fogelholm R, Albanes D, Heinonen OP. Different risk factors for different stroke subtypes: association of blood pressure, cholesterol, and antioxidants. Stroke 1999 Dez;30(12):2535-2540.

24. Lüders S. Drug therapy for the secondary prevention of stroke in hypertensive patients: current issues and options. Drugs 2007;67(7):955-963.

25. Marniemi J, Alanen E, Impivaara O, et al. Dietary and serum vitamins and minerals as predictors of myocardial infarction and stroke in elderly subjects. Nutr Metab Cardiovasc Dis 2005 Juni;15(3):188-197.

26. Homocysteine and risk of ischemic heart disease and stroke: a meta-analysis. JAMA 2002 Okt;288(16):2015-2022.

27. Lee CD, Folsom AR, Blair SN. Physical activity and stroke risk: a meta-analysis. Stroke 2003 Okt;34(10):2475-2481.

28. Joshipura KJ, Ascherio A, Manson JE, et al. Fruit and vegetable intake in relation to risk of ischemic stroke. JAMA 1999 Okt;282(13):1233-1239.

29. Streifler JY. Early stroke risk after a transient ischemic attack: can it be minimized? Stroke 2008 Juni;39(6):1655-1656.

30. Amarenco P, Benavente O. EXPRESS transient ischemic attack study: speed the process! Stroke 2008 Aug;39(8):2400-2401.

31. Sacco RL. Risk factors for TIA and TIA as a risk factor for stroke. Neurology 2004

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[4.] Ctr/Fragment 007 02 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 17:58 Graf Isolan
Erstellt: 3. September 2014, 19:45 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 7, Zeilen: 2-7, 8-24
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 3, 4, 5, Zeilen: 3: 28 ff.; 4: letzte Zeilen; 5: 1 ff.
Die ischämische Hirnschädigung ist Resultat einer komplexen Abfolge von pathophysiologischen Ereignissen, die sich über Raum und Zeit erstrecken und nur schwer voneinander abzugrenzen sind, da sie sich gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängen. Wesentliche Mechanismen dieser biochemischen Kaskade sind Exzitotoxizität (Zellschädigung durch Übererregung), Periinfarkt Depolarisationen, Azidotoxizität, Inflammation, programmierter Zelltod und Nekrose (23.; 24).

[...]

Im Folgenden werden die wichtigsten Vorgänge nach einem ischämischen Schlaganfall kurz erklärt.

Exzitotoxizität: Das Gehirn ist essentiell von Glukose und Sauerstoff abhängig (20% des totalen Sauerstoffverbrauchs), um durch oxidative Phosphorilierung die nötige Energie zu gewinnen (25.; 26.). Bereits kurze Unterbrechungen des Blutkreislaufs und der damit verbundenen Energieversorgung führen im Gehirn zu einem Verlust des notwendigen Membranpotentials in Neuronen und Gliazellen. Die Repolarisation der Zellen bleibt aus, Kalium tritt aus während Natrium einströmt. Es kommt zur Depolarisation der Zellen mit anschließender Aktivierung der spannungsabhängigen Kalziumkanäle; Kalzium strömt in die Zellen, während Aminosäuren ausströmen, insbesondere Glutamat, in den extrazellulären Raum (25.). In der Zelle werden durch Kalzium abhängige Proteasen, Lipasen und DNasen aktiviert (26.). Außerhalb der Zelle führt die Akkumulation von Glutamat im extrazellulären Raum aufgrund seiner exzitatorischer Wirkung zu einem Einstrom von Natrium und Chlor in die Zelle. Als Folge strömt H2O passiv in die Neuronen, weil der Einstrom von Na+- und Cl—-Ionen erheblich größer ist als der Ausstrom von Kalium. Die nachfolgende Entstehung eines zytotoxischen Ödems führt schließlich zum Tod der Zelle, zur Nekrose. Da die Nekrose auf eine Übererregung der Zelle zurückzuführen ist spricht man hier von Exzitotoxizität.


23. Gonzalez, RG, Hirsch JA, Koroshetz WJ, Lev MH und Schäfer P. Acute Ischemic Stroke. Imaging and Intervention. 2006 Springer

24. Dirnagl U, Iadecola C, Moskowitz MA. Pathobiology of ischemic stroke: an integrated view. Trends Neurosci. 1999;22(9):391-397

25. Doyle EP, Simon RP, Stenzel-Poore MP. Mechanisms of ischemic brain damage. Neuropharmacology. 2008; 55:310-318.

26. Edvinsson L and Krause D. Cerebral Blood Flow and Metabolism. 2002; Lippincott Williams and Wilkins.

Die ischämische Hirnschädigung ist Resultat einer komplexen Abfolge von pathophysiologischen Ereignissen, die sich über Raum und Zeit erstrecken und nur schwer voneinander abzugrenzen sind, da sie sich zum Teil gegenseitig beeinflussen und voneinander abhängen. Wesentliche Mechanismen dieser Kaskade sind Exzitotoxizität (Zellschädigung durch Übererregung), Peri-Infarkt Depolarisationen, Azidotoxizität, Inflammation, programmierter Zelltod (Apoptose) und Nekrose (Gonzalez et al., 2006).

[Seite 4]

Im Folgenden werden die wichtigsten Vorgänge (Exzitotoxizität, Peri-Infarkt Depolarisation, Azidotoxizität und Inflammation) nach einem ischämischen Schlaganfall kurz erklärt.

[Seite 5]

Exotoxizität: Das Gehirn hat einen sehr hohen Verbrauch von Glukose und Sauerstoff (20% des totalen Sauerstoffverbrauchs), um so die nötige Energie durch oxidative Phosphorilierung zu gewinnen (Doyle et al., 2008, Edvinsson and Krause, 2002). Bereits kurze Unterbrechungen des Blutkreislaufs und damit der Energieversorgung, führen im Gehirn zu einem Verlust des notwendigen Membranpotentials. Aufgrund des Energiemangels kann keine Repolarisierung der Zellen stattfinden; Kalium verlässt die Zelle, während gleichzeitig Natrium einströmt. Es kommt zu einer Depolarisierung der Neuronen und Gliazellen und damit zu einer Aktivierung der spannungsabhängigen Kalziumkanäle; Kalzium strömt weiter in die Zelle ein, bei gleichzeitigem Ausstrom von Aminosäuren, insbesondere Glutamat, in den extrazellulären Raum (Doyle et al., 2008). In der Zelle werden dadurch Kalzium abhängige Proteasen, Lipasen und DNasen aktiviert (Edvinsson and Krause, 2002). Außerhalb der Zelle führt die Akkumulation von Glutamat im extrazellulären Raum aufgrund dessen exzitatorischer Wirkung zu einem Einstrom von Natrium und Chlor in die Zelle (Caplan, 2000). Weiterhin werden durch Glutamat noch mehr spannungsabhängige Kalziumkanäle geöffnet, so dass die durch Kalzium vermittelten, schädlichen Prozesse noch gesteigert werden (Olney, 1969). Da im Austausch weniger Kalium die Zelle verlässt als Kalzium, Natrium und Chlor in die Zelle einströmen, wird, um die Isoosmose aufrecht zu erhalten, Wasser passiv in die Zelle nachströmen. Das so entstehende Zellödem führt schließlich zum Tod der Zelle, zur Nekrose. Da die Nekrose auf eine Übererregung der Zelle zurückgeführt werden kann, spricht man hier von Exzitotoxizität.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[5.] Ctr/Fragment 008 22 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:01 Graf Isolan
Erstellt: 3. September 2014, 20:09 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 8, Zeilen: 22-34
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 7, Zeilen: 11 ff.
So wird durch Interleukin-1 nicht nur die Exzitoxizität durch die NMDA-Rezeptoren gesteigert (30.), sondern gleichzeitig die neutrophile Infiltration (30.; 31). Durch den Tumor-Nekrose- Faktor-α (TNFα) wird die Aggregation der neutrophilen Granulozyten stimuliert und der Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke (25.). Nach einem Schlaganfall wurden im Serum hohe Konzentrationen von TNFα nachgewiesen, die mit der Größe des Infarkts korrelieren (30.; 32.). Durch die Gabe eines TNFα neutralisierenden Antikörpers konnte die Gehirnschädigung verringert werden (33.; 34). Auch die nach einem Schlaganfall erhöhten Plasmakonzentrationen von Interleukin-6 korrelieren mit der Größe des Infarkts und den neurologischen Schäden (30.; 35.). Andererseits hat Interleukin-6 eine positive Wirkung und aktiviert einen Interleukin-1 Antagonisten (36.).

Dem TGF-β1 konnten bisher nur positive Eigenschaften zugeordnet werden. So wirkt er nach einer Ischämie neuroprotektiv (30.; 37.), reduziert zirkulierende neutrophile Granulozyten (38.) und wirkt protektiv gegen die durch Glutamat vermittelte Exzitoxizität (30.; [39.).]


25. Doyle EP, Simon RP, Stenzel-Poore MP. Mechanisms of ischemic brain damage. Neuropharmacology. 2008; 55:310-318.

30. Huang J, Upadhyay UM and Tamarogo RJ. Inflammation in stroke and focal cerebral ischemia. Surg. Neurol; 2006; 66:232-245.

31. Yamasaki Y, Matsuo Y, Zagorski J, Matsuura N, Ondodera H, Itoyama Y, Kogure K. New therapeutic possibility of blocking cytokine-induced neutrophil chemoattractant on transient ischemic brain damage in rats. Brain Res. 1997; 759:103-111.

32. Zaremba J, Skrobanski P, Losy J. Tumor necrosis factor-alpha is increased in the cerebrospinal fluid and serum of ischaemic stroke patients and correlates with the volume of evolving brain infarct. Biomed. Pharmacother. 2001; 55:258-263.

33. Nawashiro H, Martin D, Hallenbeck JM. Inhibition of tumor necrosis factor and amelioration of brain infarction in mice. J Cereb Blood Flow Metab. 1997a; 17: 229- 232.

34. Nawashiro H, Martin D, Hallenbeck JM. Neuroprotective effects of TNF binding protein in focal cerebral ischemia. Brain Res. 1997b; 778:265-271.

35. Tarkowski E, Rosengren L, Blomstrand C, Wikelso C, Jensen C, Ekholm S, Tarkowski A. Early intrathecal production of interleukin-6 predicts the size of brain lesion in stroke. Stroke 1995; 26:1393-1398.

36. Schindler R, Mancilla J, Endres S; GhorbaniR, Clarks SC and Dinarello CA. Correlations and interactions in te production of interleukin-6 (IL-6), IL-1 and tumor necrosis factor (TNF) in human blood mononuclear cells. IL-6 suppresses IL-1 and TNF. Blood1990; 75:40-47.

37. McNeill H. Williams C, Guan J, Dragunow M, Lawlor P, Sirimanne E, NikolicsK, Gluckmann P. Neuronal rescue with transforming groth factor-beta 1 after hypoxicischaemic brain injury. Neuroreport 1994; 5: 901-904.

38. Mori E, Del Zoppo GJ, Chambers JD, Copeland BR, Arfors KE. Inhibition of polymorphonuclear leukocyte adherence suppresses no-reflow after focal cerebral ischemia in baboons. Stroke 1992; 23:712-718.

39. Ruocco A, Nicole O; Docagne F, Ali C; Chazalviel L, Momesli S, Yablosnsky F, Roussel S, Mackenzie ET, Vivien D and Boussion A. A transforming growth factorbeta agonist unmasks the neuroprotective role of this endogenous cytokine in excitotoxic and ischemic brain injury. J. Cereb Blood Flow Metab. 1999; 19:1345- 1353.

So wird durch Interleukin – 1 nicht nur die Exzitotoxizität durch die NMDA –

Rezeptoren gesteigert (Huang et al., 2006), sondern gleichzeitig die neutrophile Infiltration (Huang et al., 2006, Yamasaki et al., 1997).

Durch den Tumor – Nekrose Faktor - α wird die Aggregation der neutrophilen Granulozyten stimuliert und der Zusammenbruch der Blut – Hirn – Schranke (Doyle et al., 2008). Nach einem Schlaganfall konnten hohe Konzentrationen von TNF-α im Serum nachgewiesen werden (Huang et al., 2006), die mit der Größe des Infarkts korrelierten (Zaremba et al., 2001). Durch die Gabe eine TNF-α neutralisierenden Antikörpers konnte die Gehirnschädigung verringert werden (Nawashiro et al., 1997b, Nawashiro et al., 1997a).

Bei Interleukin – 6 konnten nach einem Schlaganfall ebenfalls höhere Plasmakonzentrationen gemessen werden, die mit der Größe des Infarkts und den neurologischen Schäden nach einem Schlaganfall korrelierten (Huang et al., 2006, Tarkowski et al., 1995). Andererseits hat Interleukin – 6 eine positive Wirkung und aktiviert einen Interleukin – 1 Antagonisten (Relton et al., 1996, Schindler et al., 1990).

Dem transforming growth factor TGF-β1 konnten bisher nur positive Eigenschaften zugeordnet werden. So wirkt er nach einer Ischämie neuroprotektiv (Huang et al., 2006, McNeill et al., 1994), reduziert zirkulierende neutrophile Granulozyten (Mori et al., 1992) und wirkt protektiv gegen die Glutamat vermittelte Exzitotoxizität (Huang et al., 2006, Ruocco et al., 1999).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[6.] Ctr/Fragment 009 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:03 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 05:16 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 1-2, 8-11
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 4, 6, 7, Zeilen: 4: Abbildung; 6: 29 ff.; 7: 30 ff.
Weiterhin kommt es zu einer Freisetzung von freien Radikalen und proteolytischen Enzymen durch die neutrophilen Granulozyten (25.).

[...]

Abschließend kann festgestellt werden, dass inflammationsbedingte Vorgänge wesentlich zur Gehirnschädigung beitragen, obwohl auch positive Effekte nachgewiesen werden können, abhängig von der schon bestehenden Gewebezerstörung und der Stärke der Immunantwort oder direkt über verschiedene neuroprotektive Signalwege (40.; 41. Nawash).

Abbildung 2: Das Konzept der Penumbra

Ctr 09a diss.png


25. Doyle EP, Simon RP, Stenzel-Poore MP. Mechanisms of ischemic brain damage. Neuropharmacology. 2008; 55:310-318.

40. Nawashiro H, Brenner M, Fukui S, Shima K, Hallenbeck JM. High susceptibility to cerebral ischemia in GFAP-null mice. J Cereb Blood Flow Metab. 2000; 20:1040- 1044.

41. Zhang ZG, Zhang L, Jiang Q, Zhang R, Davies K, Powers C, Bruggen N, Chopp M. VEGF enhances angiogenesis and promotes blood brain barrier leakage in the ischemic brain. J Clin Invest. 2000; 106:829-838

Ctr 09a source.png

Abbildung 1: Core zone und Penumbra

[Seite 6]

Zusätzlich kommt es zu einer Freisetzung von freien Radikalen und proteolytischen Enzymen durch die neutrophilen Granulozyten (Doyle et al., 2008).

[Seite 7]

Abschließend kann man sagen, dass inflammationsbedingte Vorgänge wesentlich zur Gehirnschädigung beitragen, es konnten jedoch auch einige positive Effekte nachgewiesen werden, abhängig von der schon bestehenden Gewebezerstörung und der Stärke der Immunantwort oder direkt über verschiedene neuroprotektive Signalwege (Nawashiro et al., 2000, Zhang et al., 2000).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[7.] Ctr/Fragment 009 12 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:16 Singulus
Erstellt: 4. September 2014, 06:56 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 12-25
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 2, 3, Zeilen: 2: letzter Absatz - 3: 1-11
Topographisch-pathologisch lassen sich in den geschädigten Gebieten verschiedene Zonen unterscheiden, deren Vorhandensein sich mit den regionalen Versorgungsverhältnissen erklären lassen. In der Kernzone (core zone) eines Schlaganfalls, wo die Perfusion lang anhaltend unterbrochen wurde und nicht durch Kollateralkreisläufe zumindest teilweise aufrechterhalten werden konnte, finden sich die schwersten strukturellen Schäden aufgrund des Untergangs ganzer Zellpopulationen. Dieser Bereich wird als eigentliches Infarktgebiet bezeichnet. In der Randzone, wo durch Kollateralen eine, wenn auch reduzierte, Durchblutung gewährleistet werden kann, finden sich dagegen noch funktionsfähige Gliazellen und Neuronen. In dieser auch als Penumbra bezeichneten Randzone kommt es zu zeitabhängigen Schadensmustern an den Zellen, welche letztlich einen Einfluss auf die Infarktgröße und das Ausmaß an klinischen Defiziten haben (42.; 43.). Um die Penumbra herum, und damit noch distaler von der Kernzone, kann dann noch das Gebiet der benignen Oligämie benannt werden, im welchen die zellulären Funktionen über eine suffiziente Versorgung mittels Kollateralen so gesichert sind, dass sich die Zellen nach Reperfusion [spontan erholen (44.).]

42. Astrup J, Siesjo BK, Symon L. Thresholds in cerebral ischemia-the ischemic penumbra. Stroke. 1981;12(6):723-5.

43. Heiss WD. Ischemic penumbra: evidence from functional imaging in man. J Cereb Blood Flow Metab. 2000;20(9):1276-93

44. Bandera E, Botteri M, Minelli C, Sutton A, Abrams KR, Latronico N. Cerebral blood flow threshold of ischemic penumbra and infarct core in acute ischemic stroke: a systematic review. Stroke. 2006;37(5):1334-9.

Topographisch-pathologisch lassen sich in den geschädigten Gebieten verschiedene Zonen unterscheiden, deren Vorhandensein sich mit den regionalen Versorgungsverhältnissen erklären lassen. In der Kernzone eines Schlaganfalls, wo die Perfusion langanhaltend unterbrochen wurde und nicht durch Kollateralkreisläufe zumindest teilweise aufrechterhalten

[Seite 3]

werden konnte, finden sich die schwersten strukturellen Schäden aufgrund des Untergangs ganzer Zellpopulationen. Dieser Bereich wird als eigentliches Infarktgebiet bezeichnet. In der Randzone, wo durch Kollateralen eine, wenn auch reduzierte, Durchblutung gewährleistet werden kann, finden sich dagegen noch funktionsfähige Gliazellen und Neuronen. In dieser auch als Penumbra bezeichneten Randzone kommt es zu zeitabhängigen Schadensmustern an den Zellen, welche letztlich einen Einfluss auf die Infarktgröße und das Ausmaß an klinischen Defiziten haben (Astrup 1981; Heiss 2000). Um die Penumbra herum, und damit noch distaler von der Kernzone, kann dann noch das Gebiet der benignen Oligämie benannt werden, im welchen die zellulären Funktionen über eine suffiziente Versorgung mittels Kollateralen so gesichert sind, dass sich die Zellen nach Reperfusion spontan erholen (Bandera 2006).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[8.] Ctr/Fragment 010 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:18 Singulus
Erstellt: 4. September 2014, 06:59 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 10, Zeilen: 1-6
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 3, Zeilen: 11-16
Aus diesem Drei-Zonen-Modell des Infarktgebietes resultiert auch die therapeutische Rationale für die Akuttherapie des Schlaganfalls, welche die Penumbra in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Kann die Reperfusion vor dem Untergang der Zellen in der Penumbra wiederhergestellt werden, resultiert daraus eine geringere Infarktgröße und damit unter Umständen auch ein geringer ausgeprägtes klinisches Bild der entsprechenden neurologischen Störung. Aus diesem Drei-Zonen-Modell des Infarktgebietes resultiert auch die therapeutische Rationale für die Akuttherapie des Schlaganfalls, welche die Penumbra in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Kann die Reperfusion vor dem Untergang der Zellen in der Penumbra wiederhergestellt werden, resultiert daraus eine geringere Infarktgröße und damit unter Umständen auch ein geringer ausgeprägtes klinisches Bild der entsprechenden neurologischen Störung.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[9.] Ctr/Fragment 011 04 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 17:53 Graf Isolan
Erstellt: 3. September 2014, 07:40 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 11, Zeilen: 4-14
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 23, 24, 25, Zeilen: 23: 2 ff.; 24: letzte Zeilen; 25: 1
Ang II spielt durch seine blutdrucksteigernden Wirkungen eine wesentliche Rolle in der Schlaganfallentstehung. Neben der Bedeutung des arteriellen Hypertonus als Risikofaktor allgemein (63.), vermittelt Ang II über den AT1-R negative und über den AT-2 R positive Wirkungen s. Abb 3.

In der Klinik findet die pharmakologische Blockierung des RAS derzeit über 3 Mechanismen Anwendung. Die Hemmung des ACE durch ACE-Inhibitoren, die Blockierung von AT1-R. durch ARBs und die Renin-Inhibition (64.).

ACE-Inhibitoren wie Ramipril reduzieren durch Hemmung der Ang I-Konversion in Ang II dessen Effekte, können sie aber nicht aufheben. Ursächlich sind lokale RAS, die unabhängig Ang II bilden können und von ACE-Inhibitoren nicht erfasst werden. Dieser Umstand wird auch als Escape-Mechanismus beschrieben.


63. Schrader J. Schlaganfall und Hypertonie. Internist 50,423-432 (2009).

64. Fyhrquist F, Saijonmaa O. Renin-angiotensin system revisited. J. Intern. Med 2008 Sep;264(3):224-236.

In der klinischen Praxis findet die pharmakologische Blockierung des RAS derzeit über 3 Mechanismen Anwendung. Dazu gehören die Hemmung des ACE durch ACE-Inhibitoren, die Blockierung von AT1-R. durch ARBs und die Renin-Inhibition (92).

Die älteste Substanzgruppe bilden die ACE-Inhibitoren, deren erster Vertreter Captopril war. ACE-Inhibitoren wie Ramipril reduzieren durch Hemmung der Ang I-Konversion in Ang II dessen Effekte, können sie aber nicht aufheben. Ursache sind lokale RAS, die unabhängig Ang II bilden können und von ACE-Inhibitoren nicht erfasst werden. Dieser Umstand wird auch als Escape-Mechanismus beschrieben.

[Seite 24]

Ang II spielt durch seine Blutdruck-steigernden Wirkungen eine wesentliche Rolle in der Schlaganfallentstehung. Neben der Bedeutung des arteriellen Hypertonus als Risikofaktor allge-

[Seite 25]

mein, vermittelt Ang II Störungen der Gefäßregulation und Permeabilität.


92. Fyhrquist F, Saijonmaa O. Renin-angiotensin system revisited. J. Intern. Med 2008 Sep;264(3):224-236.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[10.] Ctr/Fragment 012 01 - Diskussion
Bearbeitet: 6. October 2014, 08:09 Hindemith
Erstellt: 3. September 2014, 09:54 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 1-12
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 23, Zeilen: 9-20
[Ein weiterer Escape-Mechanismus führt zu] einer gesteigerten Aldosteron-Produktion im Rahmen einer Therapie mit ACE-Inhibitoren. Des Weiteren fungiert das ACE als Kininase II. Infolge der Hemmung durch ACE-Inhibitoren verringert sich somit der Abbau von Bradykinin BK, welches über seinen Rezeptor und der nachgeschalteten Aktivierung des NO-Systems zusätzlich zu einer Vasodilatation führt und folglich zu den antihypertensiven Eigenschaften der ACE-Inhibitoren beiträgt. Demgegenüber steht die Gefahr eines Angioödems und Hustens, welche bei dispositionierten Patienten durch BK ausgelöst werden können. Dieser Nachteil wird durch die anderen RAS-blockierenden Substanzgruppen umgangen (65.). Studien belegen die gute Wirksamkeit der ACE-Inhibitoren als Antihypertensiva. Daneben werden dieser Substanzgruppe auch weitere Wirkungen zugeschrieben, z. B. Verbesserung der Endothelfunktion, Renoprotektion bei Diabetikern, Rückbildung einer linksventrikulären Hypertrophie und weitere kardioprotektive Effekte (64).

64. Fyhrquist F, Saijonmaa O. Renin-angiotensin system revisited. J. Intern. Med 2008 Sep;264(3):224-236.

65. Unger T, Jakobsen A, Heroys J, Ralph A, Rees T, Shaw M. Targeting cardiovascular protection: the concept of dual renin-angiotensin system control. Medscape J Med 2008;10 Suppl:S4.

Ein weiterer Escape-Mechanismus führt zu einer gesteigerten Aldosteron-Produktion im Rahmen einer Therapie mit ACE-Inhibitoren. Des Weiteren fungiert das ACE als Kininase II. Infolge der Hemmung durch ACE-Inhibitoren verringert sich somit der Abbau von BK, welches über seinen Rezeptor und der nachgeschalteten Aktivierung des NO-Systems zusätzlich zu einer Vasodilatation führt und folglich zu den antihypertensiven Eigenschaften der ACE-Inhibitoren beiträgt. Demgegenüber steht die Gefahr eines Angioödems und Hustens, welche bei dispositionierten Patienten durch BK ausgelöst werden können. Dieser Nachteil wird durch die anderen RAS-blockierenden Substanzgruppen umgangen (140). Studien belegen die gute Wirksamkeit der ACE-Inhibitoren als Antihypertensiva. Daneben werden dieser Substanzgruppe auch weitere Wirkungen zugeschrieben, z. B. Verbesserung der Endothelfunktion, Renoprotektion bei Diabetikern, Rückbildung einer linksventrikulären Hypertrophie und weitere kardioprotektive Effekte (119).

119. Kaschina E, Unger T. Angiotensin AT1/AT2 receptors: regulation, signalling and function. Blood Press 2003;12(2):70-88.

140. Unger T, Jakobsen A, Heroys J, Ralph A, Rees T, Shaw M. Targeting cardiovascular protection: the concept of dual renin-angiotensin system control. Medscape J Med 2008;10 Suppl:S4.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[11.] Ctr/Fragment 012 19 - Diskussion
Bearbeitet: 14. September 2014, 20:31 Singulus
Erstellt: 3. September 2014, 10:21 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 12, Zeilen: 19-34
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 23, 24, Zeilen: 23: 26ff - 24: 1ff
Mitte der 90-er Jahre wurde mit Irbesartan der erste, nicht auf Peptidstruktur-basierte, Angiotensin-Rezeptor-Blocker (ARB) zugelassen. Darauf folgten weitere, z. B. Candesartan, Eprosartan, Valsartan oder Telmisartan. Diese neueren ARBs bieten im Vergleich zu ACEInhibitoren den Vorteil, selektiv den AT1-R. kompetitiv und reversibel zu blockieren. In der Folge kann Ang II den nicht besetzten AT2-R. aktivieren. Darüber hinaus können die oben beschriebenen Escape-Mechanismen umgangen werden, da die Blockierung des RAS direkt am Rezeptor erfolgt. Welche klinische Relevanz diese Effekte haben, muss durch weitere Studien untersucht werden (46.). Neben der Blutdruck-senkenden Wirkung werden den Sartanen auch Blutdruck-unabhängige pleiotrope Effekte zugeschrieben. So konnten antiinflammatorische (69.) und, im Rahmen der diabetischen Nephropathie, renoprotektive Wirkungen gezeigt werden (70.; 71.). Ebenso wurde ein Inzidenzrückgang von neu aufgetretenem Typ-2-Diabetes in hypertensiven Patienten beobachtet (72.; 73). Ursache dieses Phänomens könnte die Eigenschaft der Aktivierung von Peroxisom-Proliferatoraktivieren γ-Rezeptoren (PPAR-γ) einiger Sartane sein. Von allen Sartanen zeigt Telmisartan die größte Potenz der PPAR-γ-Aktivierung (74). Folge dieser Aktivierung ist die vermehrte Bildung von Adiponektin, welches die periphere Insulinsensitivität verbessert (74.; 75).

46. Kaschina E and Unger T. Angiotensin AT1/AT2 Receptor: Regulation, Signalling and Function. Blood Pressure, 2003, 12: 70-88.

69. Schieffer B, Bünte C, Witte J, et al. Comparative effects of AT1-antagonism and angiotensin-converting enzyme inhibition on markers of inflammation and platelet aggregation in patients with coronary artery disease. J. Am. Coll. Cardiol 2004 Juli;44(2):362-368.

70. Brenner BM, Cooper ME, de Zeeuw D, et al. Effects of losartan on renal and cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes and nephropathy. N. Engl. J. Med 2001 Sep;345(12):861-869.

71. Lewis EJ, Hunsicker LG, Clarke WR, et al. Renoprotective effect of the angiotensinreceptor antagonist irbesartan in patients with nephropathy due to type 2 diabetes. N. Engl. J. Med 2001 Sep;345(12):851-860.

72. Dahlöf B, Devereux RB, Kjeldsen SE, et al. Cardiovascular morbidity and mortality in the Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002 März;359(9311):995-1003.

73. Elliott WJ, Meyer PM. Incident diabetes in clinical trials of antihypertensive drugs: a network meta-analysis. Lancet 2007 Jan;369(9557):201-207.

74. Schupp M, Janke J, Clasen R, Unger T, Kintscher U. Angiotensin type 1 receptor blockers induce peroxisome proliferator-activated receptor-gamma activity. Circulation 2004 Mai;109(17):2054-2057.

75. Clasen R, Schupp M, Foryst-Ludwig A, et al. PPARgamma-activating angiotensin type-1 receptor blockers induce adiponectin. Hypertension 2005 Juli;46(1):137-143

Mitte der 90-er Jahre wurde mit Irbesartan der erste, nicht auf Peptidstruktur-basierte, ARB zugelassen. Darauf folgten weitere, z. B. Candesartan, Eprosartan, Valsartan oder Telmisartan. Diese neueren ARBs bieten im Vergleich zu ACEInhibitoren den Vorteil, selektiv den AT1-R. kompetitiv und reversibel zu blockieren. In der Folge kann Ang II den nicht besetzten AT2-R. aktivieren. Darüber hinaus können die oben beschriebenen Escape-Mechanismen umgangen werden, da die Blockierung des RAS direkt am Rezeptor erfolgt. Welche klinische Relevanz diese Effekte haben, muss durch weitere Studien untersucht werden (142). Neben der Blutdruck-senkenden Wirkung werden den Sartanen auch Blutdruck

[Seite 24]

unabhängige pleiotrope Effekte zugeschrieben. So konnten antiinflammatorische (143) und, im Rahmen der diabetischen Nephropathie, renoprotektive (144, 145) Wirkungen gezeigt werden. Ebenso wurde ein Inzidenzrückgang von neu aufgetretenem Typ-2-Diabetes in hypertensiven Patienten beobachtet (146, 147). Ursache dieses Phänomens könnte die Eigenschaft der Aktivierung von Peroxisom-Proliferator-aktivieren γ-Rezeptoren (PPAR-γ) einiger Sartane sein. Von allen Sartanan zeigt Telmisartan die größte Potenz der PPAR-γ-Aktivierung. Folge dieser Aktivierung ist die vermehrte Bildung von Adiponektin, welches die periphere Insulinsensitivität verbessert (148, 149).


142. Unger T, Schupp M. Telmisartan: from lowering blood pressure to end-organ protection. Future Cardiol 2005 Jan;1(1):7-15.

143. Schieffer B, Bünte C, Witte J, et al. Comparative effects of AT1-antagonism and angiotensin-converting enzyme inhibition on markers of inflammation and platelet aggregation in patients with coronary artery disease. J. Am. Coll. Cardiol 2004 Juli;44(2):362-368.

144. Brenner BM, Cooper ME, de Zeeuw D, et al. Effects of losartan on renal and cardiovascular outcomes in patients with type 2 diabetes and nephropathy. N. Engl. J. Med 2001 Sep;345(12):861-869.

145. Lewis EJ, Hunsicker LG, Clarke WR, et al. Renoprotective effect of the angiotensinreceptor antagonist irbesartan in patients with nephropathy due to type 2 diabetes. N. Engl. J. Med 2001 Sep;345(12):851-860.

146. Dahlöf B, Devereux RB, Kjeldsen SE, et al. Cardiovascular morbidity and mortality in the Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002 März;359(9311):995-1003.

147. Elliott WJ, Meyer PM. Incident diabetes in clinical trials of antihypertensive drugs: a network meta-analysis. Lancet 2007 Jan;369(9557):201-207.

148. Schupp M, Janke J, Clasen R, Unger T, Kintscher U. Angiotensin type 1 receptor blockers induce peroxisome proliferator-activated receptor-gamma activity. Circulation 2004 Mai;109(17):2054-2057.

149. Clasen R, Schupp M, Foryst-Ludwig A, et al. PPARgamma-activating angiotensin type-1 receptor blockers induce adiponectin. Hypertension 2005 Juli;46(1):137-143.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[12.] Ctr/Fragment 013 06 - Diskussion
Bearbeitet: 14. September 2014, 20:33 Singulus
Erstellt: 3. September 2014, 10:32 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 6-10
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 24, Zeilen: 9-13
Ein weiteres Behandlungskonzept stellt die Kombination von ACE-Inhibitoren und ARBs dar. Durch die Kombination sollen sich die Vorteile beider Substanzgruppen addieren bzw. Nachteile wie das Escape-Phänomen kompensiert werden. So konnte die Val-HeFT-Studie zeigen, dass die Aldosteronspiegel im Plasma in der Kombinationsgruppe signifikant geringer waren als in der Standardmedikationsgruppe (87.).

87. Krum H, Carson P, Farsang C, et al. Effect of valsartan added to background ACE inhibitor therapy in patients with heart failure: results from Val-HeFT. Eur. J. Heart Fail 2004 Dez;6(7):937-945.

Ein weiteres Behandlungskonzept stellt die Kombination von ACE-Inhibitoren und ARBs dar. Durch die Kombination sollen sich die Vorteile beider Substanzgruppen addieren bzw. Nachteile wie das Escape-Phänomen kompensiert werden. So konnte die Val-HeFT-Studie zeigen, dass die Aldosteronspiegel im Plasma in der Kombinationsgruppe signifikant geringer waren als in der Standardmedikationsgruppe (150).

150. Krum H, Carson P, Farsang C, et al. Effect of valsartan added to background ACE inhibitor therapy in patients with heart failure: results from Val-HeFT. Eur. J. Heart Fail 2004 Dez;6(7):937-945.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Die angegebene Quelle ist auf Englisch verfasst und enthält den Wortlaut nicht.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[13.] Ctr/Fragment 014 03 - Diskussion
Bearbeitet: 14. September 2014, 20:34 Singulus
Erstellt: 3. September 2014, 11:51 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 14, Zeilen: 3-17
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 23, Zeilen: 14ff
Die dritte mit dem RAS interferierende Substanzgruppe stellen die Renin-Inhibitoren dar, deren einziger bisher zugelassene Vertreter Aliskiren ist. Durch die Hemmung der Reninaktivität ist es möglich die Umsetzung von Angiotensinogen zu Ang I und damit den limitierenden Schritt der Ang II-Produktion zu blockieren. Mehrere Studien über die Wirksamkeit Aliskirens bei arterieller Hypertonie zeigten im Vergleich zu anderen Antihypertensiva vergleichbare Wirkungen (89.-96.). Inwieweit Aliskiren Endorganschäden verhindern kann und ob eine Kombination mit anderen RAS-blockierenden Medikamenten zusätzlichen Nutzen bringt sowie die Frage nach pleiotropen Effekten werden zukünftige Studien beantworten (89.). In Schlaganfallstudien wurde Aliskiren bisher nicht untersucht.

Vielversprechende Ergebnisse konnten bisher mit dem selektiven AT2-R-Agonisten Compound 21 (C21) erzielt werden. Diese nicht auf Peptidstruktur-basierende Substanz bietet die Möglichkeit einer oralen Applikation. In Tier- und Zellkulturmodellen konnte gezeigt werden, dass die selektive Aktivierung durch C21 das Auswachsen von Neuriten bewirkt. Zudem wurden Studien durchgeführt, die C21-vermittelte kardioprotektive, neuroprotektive, antiinflammatorische und protektive Wirkungen zeigen (97.; 98.).


89. Verdecchia P, Angeli F, Mazzotta G, Gentile G, Reboldi G. The renin angiotensin system in the development of cardiovascular disease: role of aliskiren in risk reduction. Vasc Health Risk Manag 2008;4(5):971-981.

90. Stanton A, Jensen C, Nussberger J, O'Brien E. Blood pressure lowering in essential hypertension with an oral renin inhibitor, aliskiren. Hypertension 2003 Dez;42(6):1137-1143.

91. Gradman AH, Schmieder RE, Lins RL, Nussberger J, Chiang Y, Bedigian MP. Aliskiren, a novel orally effective renin inhibitor, provides dose-dependent antihypertensive efficacy and placebo-like tolerability in hypertensive patients. Circulation 2005 März;111(8):1012-1018.

92. Uresin Y, Taylor AA, Kilo C, et al. Efficacy and safety of the direct renin inhibitor aliskiren and ramipril alone or in combination in patients with diabetes and hypertension. J Renin Angiotensin Aldosterone Syst 2007 Dez;8(4):190-198.

93. Andersen K, Weinberger MH, Egan B, et al. Comparative efficacy and safety of aliskiren, an oral direct renin inhibitor, and ramipril in hypertension: a 6-month, randomized, double-blind trial. J. Hypertens 2008 März;26(3):589-599. 94. Oparil S, Yarows SA, Patel S, Fang H, Zhang J, Satlin A. Efficacy and safety of combined use of aliskiren and valsartan in patients with hypertension: a randomised, double-blind trial. Lancet 2007 Juli;370(9583):221-229.

95. Strasser RH, Puig JG, Farsang C, Croket M, Li J, van Ingen H. A comparison of the tolerability of the direct renin inhibitor aliskiren and lisinopril in patients with severe hypertension. J Hum Hypertens 2007 Okt;21(10):780-787.

96. Villamil A, Chrysant SG, Calhoun D, et al. Renin inhibition with aliskiren provides additive antihypertensive efficacy when used in combination with hydrochlorothiazide. J. Hypertens 2007 Jan;25(1):217-226.

97. Steckelings UM, Rompe F, Kaschina E, et al. The past, present and future of angiotensin II type 2 receptor stimulation,” Journal of the Renin-Angiotensin- Aldosterone System: JRAAS, 2010, 11: 67-73.

98. McCarthy CA, Vinh A, Callaway JK, Widdop RE. Angiotensin AT2 receptor stimulation causes neuroprotection in a conscious rat model of stroke. Stroke. 2009; 40(4):1482- 9.

Die dritte mit dem RAS interferierende Substanzgruppe stellen die Renin-Inhibitoren dar, deren einziger bisher zugelassene Vertreter Aliskiren ist. Durch die Hemmung der Reninaktivität ist es möglich die Umsetzung von Angiotensinogen zu Ang I und damit den limitierenden Schritt der Ang II-Produktion zu blockieren (151). Mehrere Studien über die Wirksamkeit Aliskirens bei arterieller Hypertonie zeigten im Vergleich zu anderen Antihypertensiva vergleichbare Wirkungen (152, 153, 154, 155, 156, 157, 158). Inwieweit Aliskiren Endorganschäden verhindern kann und ob eine Kombination mit anderen RAS-blockierenden Medikamenten zusätzlichen Nutzen bringt sowie die Frage nach pleiotropen Effekten werden zukünftige Studien beantworten (151).

Vielversprechende Ergebnisse konnten bisher mit dem selektiven AT2-R.-Agonisten Compound 21 (C21) erzielt werden. Diese nicht auf Peptidstruktur-basierende Substanz bietet die Möglichkeit einer oralen Applikation. In Tier-und Zellkulturmodellen konnte gezeigt werden, dass die selektive Aktivierung des AT2-R. durch C21 das Auswachsen von Neuriten bewirkt. Zudem wurden Studien durchgeführt, die C21-vermittelte kardioprotektive, neuroprotektive, antiinflammatorische und protektive Wirkungen hinsichtlich des Gastrointestinaltraktes zeigen (159).


151. Verdecchia P, Angeli F, Mazzotta G, Gentile G, Reboldi G. The renin angiotensin system in the development of cardiovascular disease: role of aliskiren in risk reduction. Vasc Health Risk Manag 2008;4(5):971-981.

152. Stanton A, Jensen C, Nussberger J, O'Brien E. Blood pressure lowering in essential hypertension with an oral renin inhibitor, aliskiren. Hypertension 2003 Dez;42(6):1137-1143.

153. Gradman AH, Schmieder RE, Lins RL, Nussberger J, Chiang Y, Bedigian MP. Aliskiren, a novel orally effective renin inhibitor, provides dose-dependent antihypertensive efficacy and placebo-like tolerability in hypertensive patients. Circulation 2005 März;111(8):1012- 1018.

154. Uresin Y, Taylor AA, Kilo C, et al. Efficacy and safety of the direct renin inhibitor aliskiren and ramipril alone or in combination in patients with diabetes and hypertension. J Renin Angiotensin Aldosterone Syst 2007 Dez;8(4):190-198.

155. Andersen K, Weinberger MH, Egan B, et al. Comparative efficacy and safety of aliskiren, an oral direct renin inhibitor, and ramipril in hypertension: a 6-month, randomized, doubleblind trial. J. Hypertens 2008 März;26(3):589-599. Literaturverzeichnis 138

156. Oparil S, Yarows SA, Patel S, Fang H, Zhang J, Satlin A. Efficacy and safety of combined use of aliskiren and valsartan in patients with hypertension: a randomised, double-blind trial. Lancet 2007 Juli;370(9583):221-229.

157. Strasser RH, Puig JG, Farsang C, Croket M, Li J, van Ingen H. A comparison of the tolerability of the direct renin inhibitor aliskiren and lisinopril in patients with severe hypertension. J Hum Hypertens 2007 Okt;21(10):780-787.

158. Villamil A, Chrysant SG, Calhoun D, et al. Renin inhibition with aliskiren provides additive antihypertensive efficacy when used in combination with hydrochlorothiazide. J. Hypertens 2007 Jan;25(1):217-226.

159. Steckelings UM, Rompe F, Kaschina E, et al. The past, present and future of angiotensin II type 2 receptor stimulation,” Journal of the Renin-Angiotensin-Aldosterone System: JRAAS, vol. 11, März. 2010, S. 67-73.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[14.] Ctr/Fragment 015 25 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:06 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 05:21 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 25-35
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 12, Zeilen: 7 ff.
Stenman et al. konnten nachweisen, dass ET-B Rezeptoren nach einem Schlaganfall vermehrt auf der betroffenen Seite in glatten Muskelzellen exprimiert werden (112.), wodurch es zu einer verstärkten Kontraktion der Gefäße und zu einer verminderten Durchblutung des versorgenden Hirnareals kommt. Die Ursachen für die Vermehrte Expression der ET-B Rezeptoren kann einerseits die bei einem Schlaganfall entstehende Inflammation (112.; 113.) sein und/oder die Dehnung der Gefäße aufgrund des entstehenden Ödems (114.).

Die Blockade der ETA- oder ETB Rezeptoren führt zu einer Verringerung des neurologischen Schaden nach einem akuten Schlaganfall (115.-117.). Durch die Blockade der Rezeptoren kann der Abfall des cerebralen Blutflusses nach einem Schlaganfall verringert und damit die Reperfusion der ischämischen Gebiete verbessert werden (105.; 117.).


105. Barone FC, Ohlstein EH, Hunter AJ, Campbell CA, Hadingham SH, Parsons AA, Yang Y, Shohami E. Selective antagonism of endothelin-A-receptors improves outcome in both head trauma and focal stroke in rat. J Cardiovasc Pharmacol. 2000 Nov;36(5 Suppl 1):S357-61.

112. Stenman E, Malmsjö M, Uddman E, Gidö G, Wieloch T, Edvinsson L. Cerebral ischemia upregulates vascular endothelin ET(B) receptors in rat. Stroke. 2002 Sep;33(9):2311-6.

113. Leseth KH, Adner M, Berg HK, White LR, Aasly J, Edvinsson L. Cytokines increase endothelin ETB receptor contractile activity in rat cerebral artery. Neuroreport. 1999 Aug 2;10(11):2355-9.

114. Cattaruzza M, Dimigen C, Ehrenreich H, Hecier M. Stretch-induced endothelin B receptor-mediated apaptosis in vascular smooth muscle cell. Faseb J 2000; 14: 991-8.

115. Dawson DA, Sugano H, McCarron RM, Hallenbeck JM, Spatz M. Endothelin receptor antagonist preserves microvascular perfusion and reduces ischemic brain damage following permanent focal ischemia. Neurochem Res. 1999 Dec;24(12):1499-505.

116. Zhang Y, Belayev L, Zaho W, Irving EA, Busto R, Ginsberg MD. A selective endothelin ET (A) receptor antagonist, SB 234551, improves cerebral perfusion following permanent focal cerebral sichemia in rats. Brain Res. 2005; 1045:150-156.

117. Matsuo Y, Mihara S, Ninomiya M, Fujimoto M. Protective effect of endthelin type A receptor antagonist on brain edema and injury after transient middle cerebral artery occlusion in rats. Stroke 2001; 32: 2143-8.

Stenman et al. konnten nachweisen, dass ETB-Rezeptoren nach einem Schlaganfall vermehrt auf der betroffenen Seite in glatten Muskelzellen exprimiert werden (Stenman et al., 2002), wodurch es zu einer verstärkten Kontraktion der Gefäße und damit auch zu verminderter Durchblutung kommt. Diese vermehrte Expression kann verschiedene Ursachen haben, einerseits kann die bei einem Schlaganfall entstehende Inflammation (Leseth et al., 1999, Stenman et al., 2002) Auslöser sein und/ oder die Dehnung der Gefäße aufgrund des Ödems (Cattaruzza et al., 2000).

Auf jeden Fall wurde in verschiedenen Versuchen gezeigt, dass eine Blockade der ETA- oder der ETB- Rezeptoren zu einer Verringerung der neurologischen Schäden nach einem akuten Schlaganfall führt (Dawson et al., 1999, Zhang et al., 2005, Matsuo et al., 2001). Durch die Blockade der Rezeptoren kann der Abfall des zerebralen Blutflusses nach einem Schlaganfall verringert und damit die Reperfusion der ischämischen Gebiete verbessert werden (Barone et al., 2000, Roux et al., 1995).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[15.] Ctr/Fragment 016 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 19:35 Schumann
Erstellt: 4. September 2014, 05:39 (Hindemith)
BauernOpfer, Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wengenmayer 2009

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 12-16, Zeilen: 12: 19 ff.; 13: 1 ff.; 14: 10 ff.; 15: 1 ff., 16: 1 ff.
[Durch die kombinierte ETA- und ET-B-Rezeptor Blockade konnten die Schädigungen] des Gehirns nach einem Schlaganfall um 30% reduziert werden (106.). Da der ET-B Rezeptor auch an dem Abbau von ET-1 beteiligt ist, führt eine Blockade dieses Rezeptors auch immer zu einem Anstieg der ET-1 Plasma Konzentration, was eine Erklärung sein könnte warum bei einer Hemmung nur dieses Rezeptors oft die gewünschte Wirkung ausblieb (119., 120).

Da ET-1 in die Schadenskaskade nach Ischämie involviert ist und man durch Blockade dieses Systems das Vorkommen und die Schäden eines Schlaganfalls positiv beeinflussen kann, erscheint es sinnvoll durch Blockierung des ECE die ET-1 Produktion zu verringern, ohne die abbauende Wirkung des ETB-Rezeptors zu beeinflussen (121.). Es steht hierfür ein Medikament mit einer solchen Wirkung zur Verfügung SLV338 (122.).

1.7 Schlaganfall und neutrale Endopeptidase

Die neutrale Endopeptidase (NEP) ist ein membranständiges extrazellulär ausgerichtetes Enzym, das die Ringsturktur der natriuretischen Peptide zerstört und so diese abbaut (123.). Sie gehört ebenso wie das ECE zur Familie M 13 der Metalloendopeptidasen, deren Gemeinsamkeit ist, dass sie als Co-Faktor Zink binden (124.). Damit ist auch die NEP am Abbau von ET-1 beteiligt (125.). Über negative Rückkopplung wird die NEP-Expression durch cGMP gesteigert und somit auch der Abbau natriuretischer Peptide.

Natriuretische Peptide sind eine Gruppe von verschiedenen Peptidhormonen atriales natriuretisches Peptid (ANP), brain natriuretisches Peptid (BNP), dem C-Typ natriuretisches Peptid (CNP), dem dendroaspis natriuretisches Peptid (DNP) und Urodalatin, die große Ähnlichkeit in Struktur und Wirkung aufweisen. Die Ringstruktur aus 17 Aminosäuren ist bei den unterschiedlichen natriuretischen Peptiden zu großen Teilen identisch und wurde als der Teil identifiziert, der für die Rezeptorerkennung und dadurch für die Wirkung verantwortlich ist (123.; 126.; 127). Die Bildung der natriuretischen Peptide erfolgt hauptsächlich in den Kardiomyozyten, bei ANP in denen des Atriums, bei BNP auch in Kardiomyozyten des Ventrikels (127.-129.). Zu einem geringen Teil wird ANP auch in den Nieren, dem Nebennierenmark und dem ZNS synthetisiert (130.; 131.). BNP zusätzlich in kardialen Fibroblasten und obwohl es dort entdeckt wurde nur zu einem sehr geringen Teil im ZNS (131.). Die Freisetzung der natriuretischen Peptide wird hauptsächlich durch eine erhöhte Dehnung des Vorhofes bzw. der linken Kammer ausgelöst (123.; 132), aber auch durch verschiedene Stimuli, z.B. Ischämie und Hypoxie, ET-1, Ang II und Interleukine (133.), gehemmt wird die Freisetzung durch NO und Adrenomedullin (134.). Die Wirkungen, Natriurese, Diurese und Vasodilatation werden über zwei Rezeptoren vermittelt, den natriuretischen Peptid Rezeptor-A (NRP-A) und den natriuretischen Peptid Rezeptor-B (NRP-B). Beide Rezeptoren werden in Niere, Herz, Gehirn, dem Endothel, der Lunge, den Augen, den Nebennieren, der Plazenta und dem Gastrointestinaltrakt exprimiert (123.; 135).


106. Barone FC, White RF, Elliott JD, Feuerstein GZ, Ohlstein EH. The endothelin receptor antagonist SB 217242 reduces cerebral focal ischemic brain injury. J Cardiovasc Pharmacol. 1995;26 Suppl 3:S404-7.

119. Chuquet J, Benchenane K, Toutain J, Mackenzie ET, Roussel S, Touzani O. Selective blockade of endothelin-B receptors exacerbates ischemic brain damage in the rat. Stroke 2002; 33: 3019-25.

120. Patel TR, McCulloch J. Failure of an endothelin antagonist to modify hypoperfusionj after transient global ischaemia in the rat. J Cereb Blood Flow Metab. 1996; 16:490-9.

121. Dhaun N, Goddard J, Kohan DE, Pollock DM, Schiffrin EL, Webb DJ. Role of endothelin-1 in clinical hypertension: 20 years on. Hypertension 2008; 52:452-9.

122. Dissertation Christina Wengenmayer. Interventions- und Päventionsstudien mit kombinierten ECE/NEP-Hemmern an Schlaganfallmodellen in Ratten. 2009; FU Berlin; Journal-Nr.: 3360

123. Mair J. Review: Biochemistry of B-type natriuretic peptide-where are we now? Cin Chem Lab Med 2008;

124. Devault A, Sales V, Nault C, Beaumont A, Roques B, Crine P, Boileau G.. Exploration of the catalytic site of endopeptidase 24.11 by site-directed mutagenesis. Histidine residues 583 and 587 are essential for catalysis. FEBS Lett. 1988; 231: 54- 8.

125. Abassi ZA, Golomb E, Bridenbaugh R, Keiser HR. Metabosim of endothelin-1 and big endothelin-1 by recombinant neutral endopeptidase EC.3.4.24.11. Br J Pharmacol. 1993; 109: 1024-8.

126. Inagami T, Misono KS, Fukumi H, Maki M, Tanaka I Takayanagi R, Imada T, Grammer RT, Naruse M, Naruse K, Et AL. Structure and physiological actions of rat natriuretic factor. Hypertension 1987; 10:113-7.

127. Suzuki T, Yamazaki T, Yazaki Y. The role of the natriuretic peptides in the cardiovascular system. Cardiovasc Res. 2001; 51:489-94.

128. Currie MG, Geller DM, Cole BR, Boylan JG, Yusheng W, Holmberg SW, Needleman P. Bioactive cardiac substances:potent vasorelaxant activity in mammalian atria. Science 1983; 221: 71-3.

129. Hasegawa K, Fujiwara H, Doyama K, Miyamae M, Fujiwara T, Suga S,Mukoyama M, Nakao K, Imura H, Sasayama S. Ventricular expression of brain natriuretic peptide in hypertrophic cardiomyopathy. Circulation 1993; 88:372-80.

130. Forssmann WG, Richter R, Meyer M. The endocrine heart and natriuretic peptides: histochemistry, cell biology, and functional aspects of the renal urodilatin system. Histochem Cell Biol 1998; 110:335-57.

131. Saper CB, Standaert DG, Currie MG, Schwartz D, Geller DM, Needleman P. Atriopeptin-immunoreactive neurons in the brain: presence in cardiovascular regulatory areas. Science 1985; 227:1047-9.

132. Levin ER, Gardner DG, Samson WK. Natriuretic peptides. N Engl J 1998; 339:321-8.

133. LaPointe MC. Molecular regulation of the brain natriuretic peptide gene. Peptides 2005; 26:944-56.

134. Sato A, Canny BJ, Autelitano DJ. Adrenomedullin stimulates cAMP accumulation and inhibits atrial natriuretic peptide gene expression in cardiomyocytes. Biochem Biophys Res Commun 1997; 230:311-4.

135. Hollister AS, Rodeheffer RJ, White FJ, Potts JR, Imada T, Inagami T. Clearance of atriuretic factor by lung, liver, and kidney in human subjects and the dog. J Clin Invest 1989; 83:623-8.

Durch eine kombinierte ETA- und ETBRezeptor Blockade konnten die Schädigungen des Gehirns nach einem Schlaganfall um 30% reduziert werden (Barone et al., 1995). [...]

Da der ETB-Rezeptor jedoch auch an dem Abbau von Endothelin-1 beteiligt ist, führt eine Blockade dieses Rezeptors auch immer zu einem Anstieg der Endothelin-1 Plasma Konzentration, was eine Erklärung sein könnte, warum bei einer Hemmung nur dieses Rezeptors oft die gewünschte Wirkung ausblieb (Chuquet et al., 2002, Patel and McCulloch, 1996).

Da das Endothelinsystem also offensichtlich eine wichtige Rolle bei den einer Ischämie folgenden Prozessen spielt und man durch eine Blockade dieses Systems das Vorkommen und die Schäden eines Schlaganfalls positiv beeinflussen könnte, muss nach anderen Möglichkeiten gesucht werden, um dieses System zu unterbrechen. Ein neuer, viel versprechender Ansatz könnte die Blockade des Endothelin-converting-enzymes sein, da es so zu einer Verringerung der Endothelin-1 Produktion kommt, ohne die abbauende Wirkung

[Seite 13]

des ETB-Rezeptor zu beeinflussen (Dhaun et al., 2008). Ein Medikament mit einer solchen Wirkung wäre SLV338.

2.3 Die natriuretischen Peptide

Die natriuretischen Peptide sind eine Gruppe von verschiedenen Peptidhormonen, dem atrialen natriuretischen Peptid (ANP), dem brain natriuretischen Peptid (BNP), dem C-Typ natriuretischen Peptid (CNP), dem Dendroaspis natriuretischen Peptid (DNP) und dem Urodilatin, die große Ähnlichkeiten in Struktur und Wirkung aufweisen.

[...]

[...] Die Ringstruktur aus 17 Aminosäuren ist bei den unterschiedlichen natriuretischen Peptiden zu großen Teilen identisch und wurde als der Teil identifiziert, der für die Rezeptorerkennung und dadurch auch für die Wirkung verantwortlich ist (Inagami et al., 1987, Mair, 2008, Suzuki et al., 2001).

[Seite 14]

Die Bildung der natriuretischen Peptide erfolgt hauptsächlich in den Kardiomyozyten, bei ANP in denen des Atriums, bei BNP auch in Kardiomyozyten des Ventrikels (Currie et al., 1983, Suzuki et al., 2001, Hasegawa et al., 1993). Zu einem geringen Anteil wird ANP auch in den Nieren, dem Nebennierenmark und dem ZNS synthetisiert (Forssmann et al., 1998, Saper et al., 1985), BNP auch in kardialen Fibroblasten (Tsuruda et al., 2002) und, obwohl es dort entdeckt wurde, nur zu einem sehr geringen Anteil im ZNS (Saper et al., 1985).

[Seite 15]

Die Freisetzung der natriuretischen Peptide wird hauptsächlich durch eine erhöhte Dehnung des Vorhofes, bzw. der linken Kammer ausgelöst (Mair, 2008, Levin et al., 1998), aber auch durch verschiedene andere Stimuli, z.B. Ischämie und Hypoxie, Endothelin-1, Angiotensin II und Interleukine (LaPointe, 2005). Gehemmt wird die Freisetzung durch NO und Adrenomedullin (Sato et al., 1997).

Die Wirkungen, Natriurese, Diurese und Vasodilatation, der natriuretischen Peptide werden über zwei Rezeptoren vermittelt, den natriuretischen Peptid Rezeptor - A (NRP-A) und den natriuretischen Peptid Rezeptor - B (NRP-B). Beide Rezeptoren sind in einer Vielzahl von Organen zu finden: der Niere, dem Herzen, dem Gehirn, dem Endothel, der Lunge, den Augen, den Nebennieren, der Plazenta und dem Gastrointestinaltrakt (Hollister et al., 1989, Matsukawa et al., 1999, Mair, 2008).

Der Abbau der natriuretischen Peptide erfolgt nicht nur über den NPR-C, sondern auch über die neutrale Endopeptidase (NEP), einem membranständigen, extrazellulär ausgerichtetem Enzym, das die Ringstruktur der natriuretischen Peptide zerstört (Mair, 2008). Sie gehört,

[Seite 16]

ebenso wie das Endothelin-converting enzyme (ECE) zur Familie M13 der Metalloendopeptidasen, deren Gemeinsamkeit ist, dass sie als Co-Faktor Zink binden (Devault et al., 1988). Damit ist auch die NEP am Abbau von Endothelin-1 beteiligt (Abassi et al., 1993). [...] Über negative Rückkopplung wird die NEP-Expression durch cGMP gesteigert und somit auch der Abbau natriuretischer Peptide (Ardaillou et al., 1992).

Anmerkungen

Die Quelle ist genannt in einem von vielen (zumeist übernommenen) Literaturverweisen [122.]. Das lässt jedoch Art und Umfang der Übernahme nicht erkennen.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[16.] Ctr/Fragment 017 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:09 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 05:49 (Hindemith)
BauernOpfer, Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wengenmayer 2009

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 1-26
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 15-17, Zeilen: 15: 11 ff.; 16: 29 ff.; 17: 1 ff.
Es sind transmembranöse Guanylatzyklase-Rezeptoren, die bei Aktivierung die Synthese von cGMP steigern. Die Bindung zwischen Ligand und Rezeptor wird durch eine Dephosphorilierung des Rezeptors wieder gelöst, dies kann durch den Ligand selbst ausgelöst werden oder durch Ang II oder ET-1 provoziert werden, was eine Wirkungsabschwächung der natriuretischen Peptide zur Folge hat (136.). Besonders bei Krankheiten, bei denen diese Substanzen erhöht sind z.B. bei Herzinsuffizienz oder Schlaganfall spielt dieser Vorgang eine wichtige Rolle. Die Wirkung der natriuretischen Peptide ist vielfältig. Sie sind an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt und dementsprechend auch an Krankheiten, die mit hohem Blutdruck einhergehen oder durch ihn bedingt sind. Bei Herzinsuffizienz kommt es z.B. durch die erhöhte Wandspannung zu einer deutlich vermehrten Freisetzung der natriuretischen Peptide. BNP ist einer der wichtigsten prognostischen Faktoren bei dieser Krankheit, da seine Plasma Konzentration mit dem Schweregrad der Erkrankung korreliert (137.; 138.). Hohe BNP Konzentrationen sind Anzeichen für ein Myokardinfarkt, linksventrikuläres Herzversagen und sogar Mortalität (139.). Auch bei Vorgängen, die während oder anschließend an einen Schlaganfall ablaufen spielen natriuretische Peptide eine Rolle, und die BNP Konzentrationen sind nach einem Schlaganfall erhöht (140.). Akdemir zeigte, dass ANP den intrakraniellen Druck nach einer zerebralen Ischämie durch Verringerung des Gehirnödems senken kann (141.). Es stellt wegen seiner zusätzlich vasodilatierenden und diuretischen Wirkung einen möglichen protektiven Wirkstoff dar (141.). In Dahl-Salz sensitiven Ratten konnte durch ANP die Mortalität auf Grund von Schlaganfall verringert werden und der Blutdruckanstieg wird verzögert (142.).

Eine Blockade der NEP führt zu einem Anstieg der natriuretischen Peptide, gleichzeitig wird dadurch aber auch der Abbau von ET-1 vermindert. Durch SLV338 wird nicht nur die NEP gehemmt, sondern auch das ECE, so dass es schon zu einer verminderten Produktion von ET-1 kommt (122).


122. Dissertation Christina Wengenmayer. Interventions- und Päventionsstudien mit kombinierten ECE/NEP-Hemmern an Schlaganfallmodellen in Ratten. 2009; FU Berlin; Journal-Nr.: 3360

136. Tremblay J, Desjardins R, Hum D, Gutkowska J, Hamet P. Biochemistry and physiology of the natriuretic peptide receptor guanylyl cyclases. Mol Cell Biochem. 2002; 230:31-47.

137. Yamada y, Goto J, Yokota M. Brain natriuretic peptide is a sensitive indicator of impaired left-ventricular function in elderly patients with cardiovascular disease. Cardiology 1997; 88:401-7.

138. Cowie MR, Mendez GF. BNP and congestive heart failure. Prog Cardiovasc Dis 2002; 44:293-321.

139. Rubattu S, Sciarretta S, Valenti V, Stanzione R, Volpe M. Natriuretic peptides: an update on bioactivity, potential therapeutic use, and implication in cardiovascular diseases. Am J Hypertens 2008; 21: 733-41.

140. Di Angelantonio E, De Castro S, Toni D, Sachhetti ML, Biraschi F, Prencipe M, Fiorelli M. Determinants of plasma levels of brain natriuretic peptide after acute ischemic stroke or TIA. J Neurol Sci 2007; 260:139-42.

141. Akdemir G. Lür MS, Dujovny M, Misra M. Intraventricular atrial natriuretic peptide for acute intracranial hypertension. Neurol Res 1997; 19:515-20.

142. Lin KF, Chao J, Chao L. Atrial natriuretic peptide gene delivery reduces stroke-induced mortality rate in Dahl salt-sensitive rats. Hypertension 1999; 33:219- 24

Es sind transmembranöse Guanylatcyclase – Rezeptoren, die bei Aktivierung durch Bindung von ANP, BNP und CNP die Synthese von cGMP steigern (Hess et al., 2005, Kolloch and Offers, 2001). [...]

Die Bindung zwischen Ligand und Rezeptor wird durch eine Dephosphorilierung des Rezeptors wieder gelöst, die einerseits durch die Bindung mit natriuretischen Peptiden selbst ausgelöst wird, aber auch durch Angiotensin II oder Endothelin-1 provoziert werden kann, was eine Wirkungsabschwächung der natriuretischen Peptide zur Folge hat (Tremblay et al., 2002). Besonders bei Krankheiten bei denen diese Substanzen erhöht sind, z.B. bei Herzinsuffizienz oder Schlaganfall, spielt dieser Vorgang eine wichtige Rolle.

[Seite 16]

Da die natriuretischen Peptide somit an der Regulierung des Blutdruckes beteiligt sind, ist es verständlich, dass sie auch bei Krankheiten, die mit erhöhtem Blutdruck einhergehen oder durch ihn bedingt sind, eine Rolle spielen. Bei Herzinsuffizienz kommt es z.B. durch die erhöhte Wandspannung zu einer deutlich vermehrten Freisetzung der natriuretischen Peptide. BNP ist einer der wichtigsten prognostischen Faktoren bei dieser Krankheit (Mair, 2008, Mair et al., 2001), da seine Plasmakonzentration mit dem Schweregrad der Erkrankung korreliert (Yamada et al., 1997, Cowie and Mendez, 2002). Hohe BNP Konzentrationen sind Anzeichen für Myokardinfarkt, linksventrikuläres Herzversagen und

[Seite 17]

sogar Mortalität (Jernberg et al., 2003, Sabatine et al., 2002, Campbell et al., 2005, Rubattu et al., 2008). Doch auch bei Vorgängen die während oder anschließend an einen Schlaganfall ablaufen spielen die natriuretischen Peptide eine Rolle, und die BNP Konzentrationen sind nach einem Schlaganfall erhöht (Di Angelantonio et al., 2007). Akdemir zeigte, dass ANP den intrakranialen Druck nach einer zerebralen Ischämie durch Verringerung des Gehirnödems senken kann (Akdemir et al., 1997) und es wegen seiner zusätzlich vasodilatierenden und diuretischen Wirkung einen möglichen protektiven Wirkstoff darstellt. In Dahl – Salz sensitiven Ratten konnte durch ANP die Mortalität auf Grund von Schlaganfall verringert und der Anstieg des Blutdruckes verzögert werden (Lin et al., 1999).

Eine Blockade der neutralen Endopeptidase führt zu einem Anstieg der natriuretischen Peptide, gleichzeitig wird dadurch aber auch der Abbau von Endothelin vermindert. Durch SLV338 wird jedoch nicht nur die NEP gehemmt, sondern auch das ECE, so dass es schon zu einer verminderten Produktion von Endothelin-1 kommt.

Anmerkungen

Die Quelle ist am Ende des Fragments genannt als eine von vielen (zumeist übernommenen) Literaturverweisen.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[17.] Ctr/Fragment 017 28 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:19 Singulus
Erstellt: 4. September 2014, 07:03 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 28-34
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 87, Zeilen: 9-16
Dass Antibiotika in der Lage sind, die Mortalität nach einem Schlaganfall zu senken, ist aus tierexperimentellen Untersuchungen und aus der klinischen Praxis bekannt. So ist beschrieben, dass es infolge eines Schlaganfalls zu einem als „stroke induced immunosuppression syndrome (SIDS)“ bekannten Phänomen der schnellen und langwirksamen Suppression der zellulären Immunantwort kommen kann (143.; 144.), die für das Auftreten lebensbedrohlicher Infektionen wie Pneumonien in der akuten Phase nach Schlaganfall verantwortlich ist.

143. Meisel C, Schwab JM, Prass K, Meisel A, Dirnagl U. Central nervous system injury-induced immune deficiency syndrome. Nat Rev Neurosci. 2005 Oct;6(10):775- 86. Review.

144. Prass K, Meisel C, Höflich C, Braun J, Halle E, Wolf T, Ruscher K, Victorov IV, Priller J, Dirnagl U, Volk HD, Meisel A. Stroke-induced immunodeficiency promotes spontaneous bacterial infections and is mediated by sympathetic activation reversal by poststroke T helper cell type 1-like immunostimulation. J Exp Med. 2003 Sep 1;198(5):725-36.

Dass Antibiotika in der Lage sind, die Mortalität nach einem Schlaganfall zu senken, ist aus tierexperimentellen Untersuchungen und aus der klinischen Praxis bekannt. So ist beschrieben, dass es infolge eines Schlaganfalls zu einem als „stroke induced immunosuppression syndrome (SIDS)“ bekannten Phänomen der schnellen und langwirksamen Suppression der zellulären Immunantwort kommen kann (Meisel 2005; Prass 2003), die für das Auftreten lebensbedrohlicher Infektionen wie Pneumonien in der akuten Phase nach Schlaganfall verantwortlich ist.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[18.] Ctr/Fragment 018 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:21 Singulus
Erstellt: 4. September 2014, 07:13 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, KomplettPlagiat, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 18, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 82, 83, 87, Zeilen: 82: 2ff - 83: 1-4; 87: 16-18
[Tierexperimentelle Untersuchungen konnten beispielsweise] einen protektiven Effekt von Moxifloxacin in der Dosis von 600 mg/kg KG in einem Modell des induzierten Schlaganfalls in der Maus zeigen (145.).

Betrachtet man die Möglichkeiten einer pharmakologischen Intervention nach einem Schlaganfall, so muss man konstatieren, dass sich diese zur heutigen Zeit auf die Option einer raschen medikamentösen Revaskularisierung mittels Fibrinolytika beschränken (146.). Trotz vieler Jahre intensiver Forschung ist man einem Wirkstoff, der in der Akutphase nach einem Schlaganfall gegeben werden kann und der die Mortalität, das Ausmaß des neurologischen Schadens oder die Größe des geschädigten Areals positiv im Sinne des Patienten beeinflussen kann, noch nicht näher gekommen. Zwar verbesserte eine Vielzahl von Stoffen die neurologische Situation im Tierversuch, doch erwiesen sich diese potentiellen Medikamente letztendlich nicht als effektiv im klinischen Test (145.; 147.; 148) oder vermochten die akute Mortalität im Tierversuch beziehungsweise in einer klinischen Studie nicht zu verbessern (145.; 148.).

Bei der Überlegung, wie eine Substanz wirken muss, damit sie die Mortalität, das Ausmaß des neurologischen Schadens oder die Größe des durch den Schlaganfall geschädigten Areals positiv beeinflussen kann, kommt man grundsätzlich auf zwei verschiedene, mögliche Strategien. Während die erste Strategie über eine schnelle Wiederherstellung der Perfusion nach einem ischämischen Verschluss auf eine Reduktion des neurologischen Schadens und die Größe der infarzierten Areals zielt (149.), hat die zweite Strategie weniger die Ursache des ischämischen Infarkts, sondern vielmehr die biochemischen und metabolischen Veränderungen, die in Folge des sistierten Blutflusses im Schadensgebiet auftreten, im Visier (150.).

Bei diesen biochemischen und metabolischen Veränderungen handelt es sich um eine Vielzahl komplexer und miteinander verknüpfter Prozesse der Apoptose, der Inflammation, des oxidativen Stresses, der neurovaskulären Schädigung, der Genese elektrophysiologischer Abnormitäten sowie der durch Glutamat vermittelten Exzitotoxizität (24.; 150.). Über eine exogen vermittelte Beeinflussung dieser Prozesse müsste den Neuronen die Möglichkeit gegeben werden, eine ischämische Phase und deren Folgen besser zu tolerieren, so dass sich auf diesem als Neuroprotektion bezeichneten Wege die Schäden nach einem Schlaganfall reduzieren lassen.

Eine weitere Möglichkeit, die zwar weniger Einfluss auf das Ausmaß des neurologischen Schadens und die Größe des Infarktvolumens hat, dafür aber bei der Mortalität infolge von Begleitinfektionen nach einem Schlaganfall eine umso bedeutendere Rolle spielt, ist eine effektive antibiotische Wirkung der potentiellen Substanz, welche die klinischen Folgen einer durch den Schlaganfall induzierten Immunsuppression senken kann (145.).

Gerade der an erster Stelle genannte Mechanismus der Neuroprotektion ist über die Jahre durch eine Vielzahl von Untersuchungen genauer beleuchtet worden (150.).


24. Dirnagl U, Iadecola C, Moskowitz MA. Pathobiology of ischemic stroke: an integrated view. Trends Neurosci. 1999;22(9):391-397

145. Meisel C, Prass K, Braun J, Victorov I, Wolf T, Megow D, Halle E, Volk HD, Dirnagl U, Meisel A. Preventive antibacterial treatment improves the general medical and neurological outcome in a mouse model of stroke. Stroke. 2004 Jan;35(1):2-6.

146. Stingele R, Eschenfelder ChC Zeller J. [Therapy of acute stroke]. Hamostaseologie. 2006 Nov;26(4):316-25.

147. Cheng YD, Al-Khoury L, Zivin JA. Neuroprotection for ischemic stroke: two decades of success and failure. NeuroRx. 2004 Jan;1(1):36-45. Review.

148. Onal MZ, Fisher M.Acute ischemic stroke therapy. A clinical overview. Eur Neurol. 1997;38(3):141-54. Review.

149. Schaller B, Graf R. Cerebral ischemia and reperfusion: the pathophysiologic concept as a basis for clinical therapy. J Cereb Blood Flow Metab. 2004 Apr;24(4):351-71. Review. Erratum in: J Cereb Blood Flow Metab. 2007 Jun;27(6):1095.

150. Mehta SL, Manhas N, Raghubir R. Molecular targets in cerebral ischemia for developing novel therapeutics. Brain Res Rev. 2007 Apr;54(1):34-66. Epub 2007 Jan 12. Review.

Betrachtet man die Möglichkeiten einer pharmakologischen Intervention nach einem Schlaganfall, so muss man konstatieren, dass sich diese zur heutigen Zeit auf die Option einer raschen medikamentösen Revaskularisierung mittels Fibrinolytika beschränken (Stingele 2006). Trotz vieler Jahre intensiver Forschung ist man einem Wirkstoff, der in der Akutphase nach einem Schlaganfall gegeben werden kann und der die Mortalität, das Ausmaß des neurologischen Schadens oder die Größe des geschädigten Areals positiv im Sinne des Patienten beeinflussen kann, noch nicht näher gekommen. Zwar verbesserte eine Vielzahl von Stoffen die neurologische Situation im Tierversuch, doch erwiesen sich diese potentiellen Medikamente letztendlich nicht als effektiv im klinischen Test (Cheng 2004; Meisel 2004; Onal 1997) oder vermochten die akute Mortalität im Tierversuch beziehungsweise in einer klinischen Studie nicht zu verbessern (Meisel 2004; Onal 1997).

Bei der Überlegung, wie eine Substanz wirken muss, damit sie die Mortalität, das Ausmaß des neurologischen Schadens oder die Größe des durch den Schlaganfall geschädigten Areals positiv beeinflussen kann, kommt man grundsätzlich auf zwei verschiedene, mögliche Strategien. Während die erste Strategie über eine schnelle Wiederherstellung der Perfusion nach einem ischämischen Verschluss auf eine Reduktion des neurologischen Schadens und die Größe der infarzierten Areals zielt (Schaller 2004), hat die zweite Strategie weniger die Ursache des ischämischen Infarkts, sondern vielmehr die biochemischen und metabolischen Veränderungen, die in Folge des sistierten Blutflusses im Schadensgebiet auftreten, im Visier (Mehta 2007).

Bei diesen biochemischen und metabolischen Veränderungen handelt es sich um eine Vielzahl komplexer und miteinander verknüpfter Prozesse der Apoptose, der Inflammation, des oxidativen Stresses, der neurovaskulären Schädigung, der Genese elektrophysiologischer Abnormitäten sowie der durch Glutamat vermittelten Exzitotoxizität (Mehta 2007; Dirnagl 1999). Über eine exogen vermittelte Beeinflussung dieser Prozesse müsste den Neuronen die Möglichkeit gegeben werden, eine ischämische Phase und deren Folgen besser zu tolerieren, so dass sich auf diesem als Neuroprotektion bezeichneten Wege die Schäden nach einem Schlaganfall reduzieren lassen.

Eine weitere Möglichkeit, die zwar weniger Einfluss auf das Ausmaß des neurologischen Schadens und die Größe des Infarktvolumens hat, dafür aber bei der Mortalität infolge von Begleitinfektionen nach einem Schlaganfall eine umso bedeutendere Rolle spielt, ist eine

[Seite 83]

effektive antibiotische Wirkung der potentiellen Substanz, welche die klinischen Folgen einer durch den Schlaganfall induzierten Immunsuppression senken kann (Meisel 2004).

Gerade der an zweiter Stelle genannte Mechanismus der Neuroprotektion ist über die Jahre durch eine Vielzahl von Untersuchungen genauer beleuchtet worden (Mehta 2007).

[Seite 87]

Tierexperimentelle Untersuchungen konnten beispielsweise einen protektiven Effekt von Moxifloxacin in der Dosis von 600 mg/kg KG in einem Modell des induzierten Schlaganfalls in der Maus zeigen (Meisel 2004).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[19.] Ctr/Fragment 019 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:22 Singulus
Erstellt: 4. September 2014, 07:17 (Hindemith)
BauernOpfer, Ctr, Fragment, Gesichtet, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1-8
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 83, Zeilen: 4-12
[Eine wichtige] Komponente im Konzept der Neuroprotektion ist dabei die Prävention oder Reduktion exzitotoxischer Effekte, die durch erhöhte extrazelluläre Konzentrationen des exzitatorisch wirkenden Glutamats bedingt sind (151.; 152.).

Da sich durch einige Veröffentlichungen in der letzten Zeit die Hinweise gemehrt haben, dass Ceftriaxon über eine Modulation des GLT-1-Systems im Gehirn eine potentielle Neuroprotektion vermitteln kann (153.; 154.), wurde in dieser Arbeit unter anderem untersucht, welchen Einfluss Ceftriaxon auf die Akutmortalität, die neurologische Situation und die Größe des infarzierten Areals nach einem Schlaganfall in vivo hat.


151. Hazell AS. Excitotoxic mechanisms in stroke: an update of concepts and treatment strategies. Neurochem Int. 2007 Jun;50(7-8):941-53. Epub 2007 May 10. Review.

152. Dissertation Christian Neumann

153. Rothstein JD, Patel S, Regan MR, Haenggeli C, Huang YH, Bergles DE, Jin L, Dykes Hoberg M, Vidensky S, Chung DS, Toan SV, Bruijn LI, Su ZZ, Gupta P, Fisher PB. Beta-lactam antibiotics offer neuroprotection by increasing glutamate transporter expression. Nature. 2005 Jan 6;433(7021):73-7.

154. Chu K, Lee ST, Sinn DI, Ko SY, Kim EH, Kim JM, Kim SJ, Park DK, Jung KH, Song EC, Lee SK, Kim M, Roh JK. Pharmacological Induction of Ischemic Tolerance by Glutamate Transporter-1 (EAAT2) Upregulation. Stroke. 2007 Jan;38(1):177-82. Epub 2006 Nov 22.

Eine wichtige Komponente im Konzept der Neuroprotektion ist dabei die Prävention oder Reduktion exzitotoxischer Effekte, die durch erhöhte extrazelluläre Konzentrationen des exzitatorisch wirkenden Glutamats bedingt sind (Hazell 2007).

Da sich durch einige Veröffentlichungen in der letzten Zeit die Hinweise gemehrt haben, dass Ceftriaxon über eine Modulation des GLT-1-Systems im Gehirn eine potentielle Neuroprotektion vermitteln kann (Rothstein 2005; Chu 2007), wurde in dieser Arbeit unter anderem untersucht, welchen Einfluss Ceftriaxon auf die Akutmortalität, die neurologische Situation und die Größe des infarzierten Areals nach einem Schlaganfall in vivo hat.

Anmerkungen

Die Übernahme beginnt schon auf den Vorseiten.

Die Quelle ist hier einmalig als eine von vielen Literaturverweisen genannt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[20.] Ctr/Fragment 019 30 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:12 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 06:05 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 30-34
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 17, Zeilen: letzter Absatz
Es sind verschiedenen [sic!] Methoden bekannt, um einen Hirninfarkt im Tier zu induzieren(155.; 156.), die alle folgende Bedingungen erfüllen müssen: die Methode muss reproduzierbar sein; d.h. bei gleicher Operation soll der Infarkt eine ähnliche Größe und Lokalisation im Gehirn haben, zwischen den einzelnen Tieren und mit der Situation im Menschen vergleichbar und dabei möglichst schonend für das Tier sein.

155. Koizumi J, Yoshida Y, Nakazawa T, Ooneda G. Experimental studies of ischemic brain edema I: a new experimental model of cerebral embolism in rats in which recirculation can be introduced in the ischaemic area. Jpn J Stroke 1986; 8:1-8.

156. Overgaard K, Sereghy T, Boysen G, Pedersen H, Høyer S, Diemer NH. A rat model of reproducible cerebral infarction using thrombotic blood clot emboli. J Cereb Blood Flow Metab. 1992 May;12(3):484-90.

Es sind verschiedene Methoden bekannt, um einen Hirninfarkt im Tier zu induzieren (Kogure et al., 1974, Koizumi et al., 1986, Overgaard et al., 1992, Robinson et al., 1975), die alle folgende Bedingungen erfüllen müssen: die Methode muss reproduzierbar sein, d.h. bei gleicher Operation sollte der Infarkt eine ähnliche Größe haben und im gleichen Hirngebiet liegen, zwischen den einzelnen Tieren und mit der Situation im Menschen vergleichbar und dabei möglichst schonend für das Tier sein.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[21.] Ctr/Fragment 020 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:14 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 06:17 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-24
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 17, 18, Zeilen: 17: letzte Zeile; 18: 1 ff.
[Nach Berücksichtigung dieser] Faktoren hat sich der intraluminale Verschluss der mittleren Zerebralarterie (intraluminal middle cererbral artery occlusion MCAO) durchgesetzt und ist heute die am häufigsten angewendete Methode bei Untersuchungen zur fokalen zerebralen Ischämie (157.). Die MCAO ist leicht durchführbar, das Gewebe außerhalb des Infarkts wird relativ wenig geschädigt und die Tiere entwickeln ausreichend große, vergleichbare Infarkte mit deutlicher Penumbra, was diese Methode besonders für Wirksamkeitsstudien neuer Substanzen bedeutsam macht (158.). Die MCAO wurde erstmals 1986 von Koizumi et al. beschrieben und ist inzwischen häufig modifiziert und verbessert worden(155.; 159.). Grundprinzip dieser Operationsmethode ist es, durch einen in der A. carotis interna vorgeschobenen monofilen Nylonfaden den Abgang der A. cerebri media zu verschließen, so dass es in deren Versorgungsgebiet zu einer Ischämie kommt. Die Dicke des Fadens, wie weit er vorgeschoben wird, ob eine Reperfusion stattfindet, indem man nach einem definierten Zeitraum den Faden wieder entfernt, wie lange diese Zeitspanne ist oder ob es ein permanenter Verschluss der Arterie ist, sind die Parameter, die die Größe und Lage des Schlaganfalls beeinflussen (160.) und in verschiedenen Studien unterschiedlich gewählt werden. Neben der gewählten Operationsmethode, konnte auch ein Einfluss der Anästhesie (161.; 162.) und des gewählten Rattenstammes (163.) auf die experimentellen Ergebnisse nachgewiesen werden. In den hier vorliegenden Interventionsstudien wurde ein 4-0 monofiler Nylonfaden gewählt, dessen Spitze abgerundet und mit Kunststoff umhüllt und 18 mm weit distal der Bifurcation der A. carotis communis in die A. carotis interna vorgeschoben wurde. Nach 90 min. wurde der Faden herausgezogen und es fand eine Reperfusion des geschädigten Gebiets statt (84.). Durch diese Reperfusion kommt es zu ähnlichen Vorgängen im Rattengehirn, wie sie im Menschen nach einem vorübergehenden Media-Infarkt ablaufen.

84. Groth W, Blume A, Gohlke P, Unger T, Culman J. Chronic pretreatment with candesartan improves recovery from focal cerebral ischemia in rats. J Hypertens 2003; 21: 2175-2182.

155. Koizumi J, Yoshida Y, Nakazawa T, Ooneda G. Experimental studies of ischemic brain edema I: a new experimental model of cerebral embolism in rats in which recirculation can be introduced in the ischaemic area. Jpn J Stroke 1986; 8:1-8.

157. Bardutzky J, Shen Q, Henninger N, Bouley J, Duong TQ, Fisher M. Differences in ischemic lesion evolution in different rat strains using diffusion and perfusion imaging. Stroke. 2005 Sep;36(9):2000-5. Epub 2005 Jul 21.

158. Cam E. Occlusion of the Middle Cerebral Artery: A new method of focal cerebral ischaemia in rats. 2004; Pferdeklinik und Veterinär-Anatomisches Institut. Zürich, Vetsuisse-Fakultät Universität Zürich.

159. Takano K, Tatlisumak T, Bergmann AG, Gibson DG 3rd, Fisher M. Reproducibility and reliability of middle cerebral artery occlusion using a siliconecoated suture (Koizumi) in rats. J Neurol Sci. 1997 Dec 9;153(1):8-11.

160. Bouley J, Fisher M, Henninger N. Comparison between coated vs. uncoated suture middle cerebral artery occlusion in the rat as assessed by perfusion/diffusion weighted imaging. Neurosci Lett. 2007 Feb 2;412(3):185-90. Epub 2006 Nov 22

161. Baughman VL, Hoffman WE, Miletich DJ, Albrecht RF, Thomas C.Neurologic outcome in rats following incomplete cerebral ischemia during halothane, isoflurane, or N2O. Anesthesiology. 1988 Aug;69(2):192-8.

162. Soonthon-Brant V, Patel PM, Drummond JC, Cole DJ, Kelly PJ, Watson M. Fentanyl does not increase brain injury after focal cerebral ischemia in rats. Anesth Analg. 1999 Jan;88(1):49-55.

163. Walberer M, Stolz E, Müller C, Friedrich C, Rottger C, Blaes F, Kaps M, Fisher M, Bachmann G, Gerriets T. Experimental stroke: ischaemic lesion volume and oedema formation differ among rat strains (a comparison between Wistar and Sprague-Dawley rats using MRI). Lab Anim. 2006 Jan;40(1):1-8.

Nach Berücksichtigung dieser Faktoren hat sich

[Seite 18]

der intraluminale Verschluss der mittleren Zerebralarterie (intraluminal middle cerebral artery occlusion, MCAO) durchgesetzt und ist heute die am häufigsten angewendete Methode bei Untersuchungen zur fokalen zerebralen Ischämie (Bardutzky et al., 2005). Die MCAO ist leicht durchführbar, das Gewebe außerhalb des Infarkts wird relativ wenig geschädigt und die Tiere entwickeln ausreichend große, vergleichbare Infarkte mit deutlicher Penumbra, was diese Methode besonders für Wirksamkeitsstudien neuer Substanzen bedeutsam macht (Cam, 2004).

Die middle cerebral artery occlusion wurde erstmals 1986 beschrieben (Koizumi et al., 1986) und ist inzwischen häufig modifiziert und verbessert worden (Longa et al., 1989, Takano et al., 1997, Belayev et al., 1995). Grundprinzip dieser Operation ist es, durch einen in der A. carotis interna vorgeschobenen, monofilen Nylonfaden den Abgang der A. cerebri media zu verschließen, so dass es in deren Versorgungsgebiet zu einer Ischämie und damit zu einem Schlaganfall kommt. Die Dicke des Fadens, wie weit er vorgeschoben wird, ob eine Reperfusion stattfindet, indem man nach einer bestimmten Zeit den Faden wieder heraus zieht, wie lange diese Zeitspanne ist oder ob es ein permanenter Verschluss der Arterie ist, dies sind Parameter, die die Größe und Lage des Schlaganfalls beeinflussen (Li et al., 1999, Lipton, 1999, Zhang et al., 2004, Bouley et al., 2007) und in verschiedenen Studien unterschiedlich gewählt werden. Neben den erwähnten verschiedenen Operationsmethoden, konnte auch ein Einfluss der Anästhesie (Baughman et al., 1988, Soonthon-Brant et al., 1999) und des Rattenstammes (Duverger and MacKenzie, 1988, Walberer et al., 2006) auf die experimentellen Ergebnisse nachgewiesen werden..

In der hier vorliegenden Untersuchung wurde ein 4-0 monofiler Nylonfaden gewählt, dessen Spitze mit Kunststoff umhüllt und 18 mm weit distal der Bifurcation der A. carotis communis in die A. carotis interna vorgeschoben wurde. Nach 90 min wurde der Faden heraus gezogen und es fand eine Reperfusion des geschädigten Gebiets statt (Groth et al., 2003, Krikov et al., 2008, Schmerbach et al., 2008). Durch diese Reperfusion kommt es zu ähnlichen Vorgängen in der Ratte wie sie im Menschen nach einem vorübergehenden “Media-Infarkt“ ablaufen (Dai et al., 1999, Groth et al., 2003, Li et al., 2005b).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[22.] Ctr/Fragment 021 27 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:23 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 06:23 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 27-35
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 19, Zeilen: 2 ff.
Bei den SHR-SP handelt es sich um einen Inzuchtstamm mit genetisch fixiertem Bluthochdruck und einer Salzsensitivität, die gehäuft zu Schlaganfällen führt (170.; 171). Dieser Stamm wurde aus spontan hypertensiven Ratten in Kyoto ab 1970 von Yomori und Okamoto als SHR-SP-Ratten herausgezüchtet. Hierbei wurde eine selektive Inzucht von SHR-Nachkommen vorgenommen, deren Eltern an einem Schlaganfall verstorben waren (171.). Die SHR wiederum stammen ursprünglich von spontan hypertensiven Wistar Kyoto Ratten ab (172.). Die Ratten entwickeln schrittweise im jungen erwachsenen Alter von 12-15 Wochen eine arterielle Hypertonie, die bis zu 220- 240 mmHg in der 20 Lebenswoche erreichen kann. Daraus resultiert schließlich ein Multisystemendorganschaden mit vaskulärer [und kardialer Hypertrophie, Myokardfibrose, Glomerulosklerose und Schlaganfall, an denen sie versterben (173.).]

170. Nagaoka A, Iwatsuka H, Suzuoki Z, Okamoto K. Genetic predisposition to stroke in spontaneously hypertensive rats. Am J Physiol. 1976 May;230(5):1354-9.

171. Okamoto K, Yamori Y, Nagaoka A. Establishment of the stroke-prone spontaneously hypertensive Rats (SHR). Circ Res 1974; 34/35:143-153.

172. Okamoto K and Aoki K. Development of a strain of spontaneously hypertensive rats. Jpn Circ 1963; 27:282-93.

173. Kashgarian M. Pathology of small blood vessel disease in hypertension. Am J Kidney Dis. 1985 Apr;5(4):A104-10. Review.

Bei den SHR-SP handelt es sich um einen Inzuchtrattenstamm mit genetisch fixiertem Bluthochdruck und einer Salzsensitivität, die gehäuft zu Schlaganfällen führt (Nagaoka et al., 1976, Okamoto et al., 1974, Rothermund et al., 2001). Dieser Stamm wurde aus spontanhypertensiven Ratten in Kyoto ab 1970 von Yamori und Okamoto als SHR-SP-Ratte herausgezüchtet. Hierbei wurde eine selektive Inzucht von SHR- Nachkommen vorgenommen, deren Eltern an einem Schlaganfall verstorben waren (Okamoto et al., 1974). Die SHR wiederum stammen ursprünglich von spontan hypertensiven Wistar Kyoto Ratten ab (Okamoto and Aoki, 1963).

Die Ratten entwickeln im Alter von 12 bis 15 Wochen eine spontane Hypertonie bis zu 240 mmHg und erkranken in den folgenden Monaten an Endorganschäden, insbesondere vaskulärer und kardialer Hypertrophie, Myokardfibrose und Glomerulosklerose, an denen sie versterben (Devlin et al., 1995, Kashgarian, 1985).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[23.] Ctr/Fragment 022 01 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:25 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 06:28 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 1-15
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 19, Zeilen: 10 ff.
[Daraus resultiert schließlich ein Multisystemendorganschaden mit vaskulärer] und kardialer Hypertrophie, Myokardfibrose, Glomerulosklerose und Schlaganfall, an denen sie versterben (173.). Durch eine Salzdiät mit 4% NaCl und 0,75% Kalium im Futter und 1% NaCl im Trinkwasser wird die Manifestation zerebraler Infarkte auf über 80% forciert (170.; 171.). Histologische Untersuchungen von Gehirnen der SHR-SP zeigten Veränderungen in den zerebralen Gefäßen, die als fibrinoide Nekrose bezeichnet und wahrscheinlich durch eine vermehrte Aktivität von Makrophagen ausgelöst werden (174.; 175.). Die gleichen Veränderungen konnten auch beim Schlaganfall im Menschen nachgewiesen werden (176.). Genauere Untersuchungen zur Pathologie des Schlaganfalls in SHR-SP zeigten, dass es zu einer deutlichen Reduzierung des zerebralen Blutflusses kommt, sogar noch bevor erste neurologische Störungen auftreten (177.). Später kommt es weiterhin zu einer gestörten Permeabilität der Gefäße durch Anschwellen der Perizyten (178), ebenso wie endotheliale Dysfunktion, z.B. einer verminderten Antwort der Gefäße auf vasodilatatorische Substanzen (179.). Durch diese pathogenetische Ähnlichkeit zwischen der Entwicklung eines Schlaganfalls und dessen späterem Verlauf in SHR-SP und Mensch eignet sich dieses Tiermodell gut für Studien zur Schlaganfall Prävention [sic!].

170. Nagaoka A, Iwatsuka H, Suzuoki Z, Okamoto K. Genetic predisposition to stroke in spontaneously hypertensive rats. Am J Physiol. 1976 May;230(5):1354-9.

171. Okamoto K, Yamori Y, Nagaoka A. Establishment of the stroke-prone spontaneously hypertensive Rats (SHR). Circ Res 1974; 34/35:143-153.

173. Kashgarian M. Pathology of small blood vessel disease in hypertension. Am J Kidney Dis. 1985 Apr;5(4):A104-10. Review.

174. Nagaoka A, Shino A, Shibota M, Fujita T, Iwatsuka H. Pathogenesis of cerebral stroke in stroke-prone spontaneously hypertensive rats; importance of renal perfusion pressure [proceedings]. Jpn Heart J. 1979 Sep;20(5):712. No abstract available

175. Ogata J, Fujishima M, Tamaki K, Nakatomi Y, Ishitsuka T, Omae T.Strokeprone spontaneously hypertensive rats as an experimental model of malignant hypertension. A pathological study. Virchows Arch A Pathol Anat Histol. 1982;394(3):185-94.

176. Tournier-Lasserve E, Joutel A, Melki J, Weissenbach J, Lathrop GM, Chabriat H, Mas JL, Cabanis EA, Baudrimont M, Maciazek J, et al. Cerebral autosomal dominant arteriopathy with subcortical infarcts and leukoencephalopathy maps to chromosome 19q12. Nat Genet. 1993 Mar;3(3):256-9.

177. Mies G, Hermann D, Ganten U, Hossmann KA. Hemodynamics and metabolism in stroke-prone spontaneously hypertensive rats before manifestation of brain infarcts. J Cereb Blood Flow Metab. 1999 Nov;19(11):1238-46.

178. Tagami M, Nara Y, Kubota A, Fujino H, Yamori Y. Ultrastructural changes in cerebral pericytes and astrocytes of stroke-prone spontaneously hypertensive rats. Stroke. 1990 Jul;21(7):1064-71

179. Volpe M, Iaccarino G, Vecchione C, Rizzoni D, Russo R, Rubattu S, Condorelli G, Ganten U, Ganten D, Trimarco B, Lindpaintner K. Association and cosegregation of stroke with impaired endothelium-dependent vasorelaxation in stroke prone, spontaneously hypertensive rats. J Clin Invest. 1996 Jul 15;98(2):256- 61.

Die Ratten entwickeln im Alter von 12 bis 15 Wochen eine spontane Hypertonie bis zu 240 mmHg und erkranken in den folgenden Monaten an Endorganschäden, insbesondere vaskulärer und kardialer Hypertrophie, Myokardfibrose und Glomerulosklerose, an denen sie versterben (Devlin et al., 1995, Kashgarian, 1985). Durch eine Salzdiät mit 4% NaCl und 0,75% Kalium im Futter und 1% NaCl im Trinkwasser wird jedoch die Manifestation zerebraler Infarkte auf über 80% deutlich erhöht (Nagaoka et al., 1976, Okamoto et al., 1974, Yamori, 1991).

[...] Histologische Untersuchungen von Gehirnen der SHR-SP zeigten Veränderungen in den zerebralen Gefäßen, die als fibrinoide Nekrose bezeichnet und wahrscheinlich durch eine vermehrte Aktivität von Makrophagen ausgelöst werden (Nagaoka et al., 1979, Ogata et al., 1982, Yamori, 1989). Die gleichen Veränderungen konnten auch beim Schlaganfall im Menschen nachgewiesen werden (Tournier-Lasserve et al., 1993).

Genauere Untersuchungen zur Pathologie des Schlaganfalls in SHR-SP zeigten, dass es zu einer deutlichen Reduzierung des zerebralen Blutflusses kommt, sogar noch bevor erste neurologische Störungen auftreten (Mies et al., 1999). Später kommt es weiterhin zu einer gestörten Permeabilität der Gefäße durch Anschwellen der Perizyten (Tagami et al., 1991, Tagami et al., 1990), ebenso wie endothelialen Dysfunktionen, z.B. einer verminderten Antwort der Gefäße auf vasodilatierende Substanzen (Volpe et al., 1996).

Durch diese pathogenetische Ähnlichkeit zwischen der Entwicklung eines Schlaganfalls und dessen späterem Verlauf in SHR-SP und Mensch eignet sich dieses Tiermodell gut für Studien zur Schlaganfallprävention.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[24.] Ctr/Fragment 022 23 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:10 Singulus
Erstellt: 3. September 2014, 11:58 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 23-28
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 32, Zeilen: 24-29
Viele Studien belegen, dass mit Hilfe der Blockierung des RAS mit ACE-Inhibitoren oder ARBs die Inzidenz von Schlaganfällen verringert werden kann (66.; 72.; 78.-81.). Darüber hinaus zeigen tierexperimentelle Untersuchungen, dass insbesondere ARBs Blutdruckunabhängige, neuroprotektive Wirkungen vermitteln, welche die Schlaganfallpathophysiologie beeinflussen können (59.; 82.-86.). Unter dieser Vorstellung könnte die Therapie mit einem ARB der Therapie mit einem ACE-Inhibitor überlegen sein.

59. Li J, Culman J, Hörtnagl H, Zaho Y, Gerova N, Timm M et al. Angiotensin AT2 recepro protects against cerebral ischemia-induced neuronal injury. FASEB J 2005, 19;617-619.

66. The Heart Outcomes Prevention Evaluation Study Investigators. Effects of ramipril on cardiovascular and microvascular outcomes in people with diabetes mellitus. Results of the HOPE study and MICRO-HOPE substudy. Lancet 2000; 355:253-259.

72. Dahlöf B, Devereux RB, Kjeldsen SE, et al. Cardiovascular morbidity and mortality in the Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002 März;359(9311):995-1003.

78. Lithell H, Ansson L, Skoog I, Elmfeldt D, Hofmann A, Olofsson B et al. for the SCOPE Study group. The Study on Cognition and Prognosis in the Elderly (SCOPE) principal results of a randomised double-blind intervention trail. J Hypertension 2003:; 21:875- 886.

79. Schrader J, Luders S, Kulschewski A, Hammersen F, Plate K, Berger J et al. for the Moses study group. Morbidity and Mortality After Stroke, Eprosartan Compared with Nitrendipine for Secondary Prevention: prinzipal results of a prospective randomised controlled study (MOSES). Stroke 2005; 36:1218-1226.

80. Schrader J, Lüders S, Kulschewski A, Berger J, Zidek W, Treib. J et al. on behalf of ACESS Study Group. The ACESS Study evaluation of Acute Candesartan Cilexetil Therapy in Stroke Surviviours. Stroke 2003, 34:1699-1703.

81. Diener HC. Prevention regimen for affectively avoiding second strokes (PRoFESS): rationale and design. Cerebrovas. Dis. 2000; 10:147-150.

82. Dai WJ, Funk A, Herdegen T, Unger T, Culman J. Blockade of central angiotensin AT1 receptors improved neurological outcome and reduces expression of AP-1 transcription factors after focal brain ischemia in rats. Stroke 1999; 30:2391-2398.

83. Lou M, Blume A, Zhao Y, Gohlke P, Deutschl G, Herdegen T, Unger T, Culman J. Sustained blockade of brain AT1 receptors before and after focal cerebral ischemia alleviates neurologic deficits and reduces neuronal injury, apoptosis, and inflammatory responses in the rat. J Cereb Blood Flow Metab. 2004; 24:536-547.

84. Groth W, Blume A, Gohlke P, Unger T, Culman J. Chronic pretreatment with candesartan improves recovery from focal cerebral ischemia in rats. J Hypertens 2003; 21: 2175-2182.

85. Lu Q, Zhu YZ, Wong PT.Angiotensin receptor gene expression in candesartan mediated neuroprotection. Neuroreport 2004; 15:2643-2646.

86. Iwai M, Liu HW, Chen R, Ide A, Okamoto S, Hata R et al. Possible inhibition of focal cerebral ischemia by angiotensin II type 2 receptor stimulation. Circulation 2004; 110:843-848.

Viele Studien belegen, dass mit Hilfe der Blockierung des RAS mit ACE-Inhibitoren und ARBs die Inzidenz von Schlaganfällen verringert werden kann (70, 72, 73, 75, 146, 167, 168, 169, 170). Darüber hinaus zeigen Tiermodellstudien, dass insbesondere ARBs Blutdruckunabhängige, neuroprotektive Wirkungen vermitteln, welche die Schlaganfallpathophysiologie beeinflussen können (131, 161, 162, 163, 166). Unter dieser Vorstellung könnte die Therapie mit einem ARB der Therapie mit einem ACE-Inhibitor überlegen sein.

70. Yusuf S, Sleight P, Pogue J, Bosch J, Davies R, Dagenais G. Effects of an angiotensinconverting- enzyme inhibitor, ramipril, on cardiovascular events in high-risk patients. The Heart Outcomes Prevention Evaluation Study Investigators. N. Engl. J. Med 2000 Jan;342(3):145-153. Literaturverzeichnis 132

72. Randomised trial of a perindopril-based blood-pressure-lowering regimen among 6,105 individuals with previous stroke or transient ischaemic attack. Lancet 2001 Sep;358(9287):1033-1041.

73. Schrader J, Lüders S, Kulschewski A, et al. Morbidity and Mortality After Stroke, Eprosartan Compared with Nitrendipine for Secondary Prevention: principal results of a prospective randomized controlled study (MOSES). Stroke 2005 Juni;36(6):1218-1226.

75. Yusuf S, Diener H, Sacco RL, et al. Telmisartan to prevent recurrent stroke and cardiovascular events. N. Engl. J. Med 2008 Sep;359(12):1225-1237.

131. Li J, Culman J, Hörtnagl H, et al. Angiotensin AT2 receptor protects against cerebral ischemia-induced neuronal injury. FASEB J 2005 Apr;19(6):617-619.

146. Dahlöf B, Devereux RB, Kjeldsen SE, et al. Cardiovascular morbidity and mortality in the Losartan Intervention For Endpoint reduction in hypertension study (LIFE): a randomised trial against atenolol. Lancet 2002 März;359(9311):995-1003.

161. Walther T, Olah L, Harms C, et al. Ischemic injury in experimental stroke depends on angiotensin II. FASEB J 2002 Feb;16(2):169-176.

162. Iwai M, Liu H, Chen R, et al. Possible inhibition of focal cerebral ischemia by angiotensin II type 2 receptor stimulation. Circulation 2004 Aug;110(7):843-848.

163. Lou M, Blume A, Zhao Y, et al. Sustained blockade of brain AT1 receptors before and after focal cerebral ischemia alleviates neurologic deficits and reduces neuronal injury, apoptosis, and inflammatory responses in the rat. J. Cereb. Blood Flow Metab 2004 Mai;24(5):536-547.

166. Krikov M, Thone-Reineke C, Müller S, Villringer A, Unger T. Candesartan but not ramipril pretreatment improves outcome after stroke and stimulates neurotrophin BNDF/TrkB system in rats. J. Hypertens 2008 März;26(3):544-552.

167. Dahlöf B, Sever PS, Poulter NR, et al. Prevention of cardiovascular events with an antihypertensive regimen of amlodipine adding perindopril as required versus atenolol adding bendroflumethiazide as required, in the Anglo-Scandinavian Cardiac Outcomes Trial- Blood Pressure Lowering Arm (ASCOT-BPLA): a multicentre randomised controlled trial. Lancet 2005 Sep;366(9489):895-906.

168. Julius S, Kjeldsen SE, Weber M, et al. Outcomes in hypertensive patients at high Literaturverzeichnis cardiovascular risk treated with regimens based on valsartan or amlodipine: the VALUE randomised trial. Lancet 2004 Juni;363(9426):2022-2031.

169. Yusuf S, Teo KK, Pogue J, et al. Telmisartan, ramipril, or both in patients at high risk for vascular events. N. Engl. J. Med 2008 Apr;358(15):1547-1559.

170. Yusuf S, Teo K, Anderson C, et al. Effects of the angiotensin-receptor blocker telmisartan on cardiovascular events in high-risk patients intolerant to angiotensin-converting enzyme inhibitors: a randomised controlled trial. Lancet 2008 Sep;372(9644):1174-1183.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[25.] Ctr/Fragment 042 09 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:12 Singulus
Erstellt: 3. September 2014, 19:24 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, Rumschuessel 2011, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 9-18
Quelle: Rumschuessel 2011
Seite(n): 24, 32, 33, Zeilen: 24: 9-11; 32: 28-32 - 33: 1-2
Durch die Kombination aus ARB´s und ACE Hemmern sollen sich die Vorteile beider Substanzgruppen addieren bzw. Nachteile wie das Escape-Phänomen kompensiert werden.

Unter dieser Vorstellung könnte die Kombinationstherapie aus Telmisartan und Ramipril der jeweiligen Monotherapie überlegen sein. Hinsichtlich der Schlaganfallinzidenz konnte die ONTARGET-Studie keinen Unterschied zwischen beiden Substanzgruppen feststellen. Zudem erbrachte die Kombinationstherapie aus beiden Substanzgruppen keinen zusätzlichen Nutzen (88.). Jedoch war es anhand der Studienergebnisse nicht möglich, Aussagen über Unterschiede bezüglich der neurologischen Auswirkungen zwischen den Gruppen zu machen.


88. ONTARGET Investigators. Yusuf S, Teo KK, Pogue J, Dyal L, Copland I, Schumache H, Dagenais G, Sleight P, Anderson C. Telmisartan, ramipril, or both in patients at high risk for vascular events. N. Engl. J. Med. 358,1547-1559 (2008).

Ein weiteres Behandlungskonzept stellt die Kombination von ACE-Inhibitoren und ARBs dar. Durch die Kombination sollen sich die Vorteile beider Substanzgruppen addieren bzw. Nachteile wie das Escape-Phänomen kompensiert werden.

[Seite 32]

Unter dieser Vorstellung könnte die Therapie mit einem ARB der Therapie mit einem ACE-Inhibitor überlegen sein. Hinsichtlich der Schlaganfallinzidenz konnte die ONTARGET-Studie keinen Unterschied zwischen beiden Substanzgruppen feststellen. Zudem erbrachte die Kombinationstherapie aus beiden Substanzgruppen keinen zusätzlichen Nutzen (169). Jedoch war es anhand der Studienergebnisse nicht

[Seite 33]

möglich, Aussagen über Unterschiede bezüglich des neurologischen Schadens zwischen den Gruppen zu machen.


169. Yusuf S, Teo KK, Pogue J, et al. Telmisartan, ramipril, or both in patients at high risk for vascular events. N. Engl. J. Med 2008 Apr;358(15):1547-1559.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

[26.] Ctr/Fragment 060 08 - Diskussion
Bearbeitet: 3. October 2014, 18:35 Graf Isolan
Erstellt: 4. September 2014, 06:46 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wengenmayer 2009

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 8-22
Quelle: Wengenmayer 2009
Seite(n): 1, Zeilen: 10 ff.
Eine der Hauptursachen des Schlaganfalls und damit auch der Haupteinsatzbereich für neue Medikamente ist der Bluthochdruck (182.).

Ein in die Blutdruckregulation eingreifendes System ist das Endothelin System. Endothelin-1 (ET-1) ist einer der potentesten Vasokonstriktoren und damit auch mitverantwortlich in der Entwicklung des hohen Blutdrucks und Endorganschäden (183.). Ebenfalls an der Regulierung des Blutdrucks beteiligt sind die natriuretischen Peptide: ANP, BNP und CNP. Sie wirken vasodilatativ und damit blutdrucksenkend und hemmen die Endothelinfreisetzung. In verschiedenen Studien wurden für ET-1 negative und für die natriuretischen Peptide positive Effekte bei zerebrovaskulären Erkrankungen nachgewiesen (110.; 111.; 140.-142.).

Da das Endothelin synthetisierende Enzym ECE und die natriuretische Peptide abbauende, neutrale Endopeptidase beide zu den Zink-Metalloproteasen gehören und strukturell eng miteinander verwandt sind, ist es möglich, beide mit einer Substanz zu hemmen und so die Konzentration von Endothelin1 zu senken und die der natriuretischen Peptide zu erhöhen.


110. Giuffrida R, Bellomo M, Polizzi G, Malatino LS. Ischemia-induced changes in the immunoreactivity for endothelin and other vasoactive peptides in the brain of the Mongolian gerbil. J Cardiovasc Pharmacol. 1992;20 Suppl 12:S41-4.

111. Giannopoulos S, Kosmidou M, Hatzitolios AI, Savopoulos CG, Ziakas A, Karamouzis M. Measurements of endothelin-1, C-reactive protein and fibrinogen plasma levels in patients with acute ischemic stroke. Neurol Res. 2008 Sep;30(7):727-30. Epub 2008 May 16.

140. Di Angelantonio E, De Castro S, Toni D, Sachhetti ML, Biraschi F, Prencipe M, Fiorelli M. Determinants of plasma levels of brain natriuretic peptide after acute ischemic stroke or TIA. J Neurol Sci 2007; 260:139-42.

141. Akdemir G. Lür MS, Dujovny M, Misra M. Intraventricular atrial natriuretic peptide for acute intracranial hypertension. Neurol Res 1997; 19:515-20.

142. Lin KF, Chao J, Chao L. Atrial natriuretic peptide gene delivery reduces stroke-induced mortality rate in Dahl salt-sensitive rats. Hypertension 1999; 33:219- 24.

182. Dahlöf B. Prevention of stroke in patients with hypertension. Am J Cardiol. 2007 Aug 6;100(3A):17J-24J. Epub 2007 May 25. Review.

183. Schiffrin EL. Vascular endothelin in hypertension. Vascul Pharmacol. 2005 Jun;43(1):19-29. Review.

Eine der Hauptursachen des Schlaganfalls und damit auch ein Hauptansatzbereich für neue Medikamente ist der Bluthochdruck (Dahlof, 2007, Lewington et al., 2002, MacMahon, 1996). [...] Einer dieser Mechanismen ist das Endothelin System; Endothelin –1 ist einer der potentesten bekannten Vasokonstriktoren und damit auch mitverantwortlich bei der Entstehung pathogenen Bluthochdrucks und dessen Folgen (Schiffrin, 2005).

Ebenfalls an der Regulierung des Blutdruckes beteiligt sind die natriuretischen Peptide: ANP, BNP und CNP. Sie wirken vasodilatativ und damit blutdrucksenkend (Hirata et al., 1992) und hemmen die Endothelin Freisetzung [sic!](Campbell, 2003, Hanehira et al., 1997). In verschiedenen Studien wurde die positive Wirkung natriuretischer Peptide bei zerebrovaskulären Erkrankungen bereits nachgewiesen (Akdemir et al., 1997, Lin et al., 1999). Da das endothelinsynthetisierende Enzym (Endothelin-converting enzyme) und die die natriuretischen Peptide abbauende, neutrale Endopeptidase beide zu den Zink- Metalloproteasen gehören und strukturell eng miteinander verwandt sind, ist es möglich, beide mit einer Substanz zu hemmen und so die Konzentration von Endothelin zu senken und die der natriuretischen Peptide zu erhöhen.

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith), SleepyHollow02

[27.] Ctr/Fragment 068 08 - Diskussion
Bearbeitet: 15. September 2014, 21:23 Singulus
Erstellt: 4. September 2014, 07:23 (Hindemith)
Ctr, Fragment, Gesichtet, Neumann 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 68, Zeilen: 8-15
Quelle: Neumann 2009
Seite(n): 24, Zeilen: 2ff
Eine lokale Ischämie im Gehirn führt zu einem Anstieg der extrazellulären Glutamatkonzentration (25.; 26.). Durch einen verstärkten Transport des Glutamats aus dem Extrazellulärraum kann die exzitotoxische Wirkung des Glutamats auf Neurone verringert werden. Durch Rothstein et al. ist beschrieben worden, dass Ceftriaxon neuroprotektive Eigenschaften im Gehirn entwickeln kann, welche auf eine Expressionssteigerung des astrozytären Glutamattransporters GLT-1 zurückzuführen seien (153.). Diese Untersuchungen wurden im Kontext der amyotrophen Lateralsklerose im Mausmodel durchgeführt und diskutiert.

25. Doyle EP, Simon RP, Stenzel-Poore MP. Mechanisms of ischemic brain damage. Neuropharmacology. 2008; 55:310-318.

26. Edvinsson L and Krause D. Cerebral Blood Flow and Metabolism. 2002; Lippincott Williams and Wilkins.

153. Rothstein JD, Patel S, Regan MR, Haenggeli C, Huang YH, Bergles DE, Jin L, Dykes Hoberg M, Vidensky S, Chung DS, Toan SV, Bruijn LI, Su ZZ, Gupta P, Fisher PB. Beta-lactam antibiotics offer neuroprotection by increasing glutamate transporter expression. Nature. 2005 Jan 6;433(7021):73-7.

Wie in der Einleitung beschrieben, führt eine lokale Ischämie im Gehirn zu einem Anstieg der extrazellulären Glutamatkonzentration. Durch einen verstärkten Transports des Glutamats aus dem Extrazellulärraum kann die exzitotoxische Wirkung des Glutamats auf Neurone verringert werden. Durch Rothstein et al. ist beschrieben wurden, dass Ceftriaxon neuroprotektive Eigenschaften im Gehirn entwickeln kann, welche auf eine Expressionssteigerung des astrozytären Glutamattransporters GLT-1 zurückzuführen seien Rothstein 2005). Da diese Untersuchungen jedoch im Kontext der amyotrophen Lateralsklerose durchgeführt und diskutiert wurden, soll in dieser Arbeit der Einfluss von Ceftriaxon auf den GLT-1 im Zusammenhang mit dem Schlaganfall untersucht werden.
Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt.

Sichter
(Hindemith) Schumann

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