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Die außenpolitische Stellung der Türkei im Nahen und Mittleren Osten, besonders nach dem Kalten Krieg bis Ende 1999, Kontinuität oder Wandel?

von Dr. Derya Biyikli

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Db/Fragment 019 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:27:04 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1-16
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 4-5, Zeilen: 4:27-30.33-40 - 5:1-9
[Zur Legitimierung der] Auflehnung gegen den Sultan bediente sich die Widerstandsbewegung auch des religiösen Arguments, das Kalifat und den Kalifen von den feindlichen Mächten befreien zu wollen.71 Mit der Propagierung der Befreiung des Kalifen konnte die Religion als einigendes Element zwischen den verschiedenen muslimischen Ethnien Anatoliens eingesetzt werden. Auf diese Weise gelang es, Kurden, Tscherkessen und Türken als eine Solidargemeinschaft zum Widerstandskampf gegen fremde Mächte zu mobilisieren.72

Die Regierung des Sultans dagegen amtierte isoliert vom Land in Istanbul: Die Hohe Pforte trat im Friedensvertrag von Sévres vom 10. August 1920 Ostanatolien an einen unabhängigen Staat Armenien, sowie Südostanatolien an einen autonomen Staat Kurdistan, schließlich Thrakien und den Großteil Westanatoliens an Griechenland ab. Weiterhin verzichtete sie auf Mossul, nahm die Entmilitarisierung der Meeresengen hin und gestand Italien sowie Frankreich in den verbleibenden Gebieten in Kleinasien weitreichenden Einfluss zu. Vom Osmanischen Reich sollte nur noch ein Reststaat ohne eigene Souveränität übrigbleiben. Für die Nationalversammlung in Ankara war der Vertrag von Sévres inakzeptabel.73


71 Vgl. Ebd., S. 4. f

72 Vgl. Ebd., S. 4. f

73 Vgl. Ebd., S. 4. f

[Seite 4]

Zur Legitimierung der Auflehnung gegen den Sultan bediente sich die Widerstandsbewegung auch des religiösen Arguments, das Kalifat und den Kalifen von den feindlichen Mächten befreien zu wollen.3 [...] Mit der Propagierung der Befreiung des Kalifen konnte die Religion als einigendes Element zwischen den verschiedenen muslimischen Ethnien Anatoliens eingesetzt werden. Auf diese Weise gelang es, Kurden, Tscherkessen und Türken als eine Solidargemeinschaft Widerstandskampf gegen die fremden Mächte zu mobilisieren.

In einem krassen Gegensatz zu der von Ankara aus agierenden Nationalversammlung stand die Regierung des Sultans in Istanbul: Die Hohe Pforte trat im Friedensvertrag von Sèvres vom 10. August 1920 Ostanato-

[Seite 5]

lien an einen unabhängigen Staat Armenien, Südostanatolien an einen autonomen Staat Kurdistan sowie Thrakien und den Großteil Westanatoliens an Griechenland ab. Weiterhin verzichtete sie auf Mossul, nahm die Entmilitarisierung der Meerengen hin und gestand Italien sowie Frankreich in den verbleibenden Gebieten in Kleinasien weitreichenden Einfluß zu.4 Vom Osmanischen Reich sollte nur noch ein Reststaat ohne eigene Souveränität übrigbleiben.

Für die Nationalversammlung in Ankara war der Vertrag von Sèvres inakzeptabel.


3 Adanır 1995, S. 26f.

4 Adanır 1995, S. 27.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben trotz weitgehender wörtlicher Übereinstimmung ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Db/Fragment 019 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:32:47 Guckar
BauernOpfer, Buhbe 1996, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 17-19, 23-25, 26-41
Quelle: Buhbe 1996
Seite(n): 32, 33, 34-35, Zeilen: 32:11-13; 33:25-27; 34:32-34.35-36 - 35:1-4.10-20
So kam es zum griechisch-türkischen Krieg, dem Befreiungskrieg (Kurtulus Savasi). Am 9. September 1922 erreichten die ersten türkischen Soldaten Izmir. Die griechischen Verbände zogen sich über das Meer zurück.74 [...]

Bei den Friedensverhandlungen in Lausanne waren Großbritannien, Frankreich, Italien und Griechenland die Gastgeber. Neben Ankara luden sie auch die Istanbuler Regierung ein, damit sie die Türken spalten konnten. Dies gab dem Parlament von Ankara den Anlass, das Sultanat abzuschaffen.75 Entschlossen verfügte Ankara die Abschaffung des Sultans zum 1. November 1922 und schon am 4. November übergab Großwesir Ahmet Tevfik Pasa seine Amtsgeschäfte an General Refet (Bele), den Vertreter Ankaras in Istanbul. Am 17. November reiste der letzte Sultan Mehmet Vahdettin IV. auf einem britischen Schiff ins Exil. Die osmanische Epoche, die über 700 Jahre gedauert hatte, war zu Ende gegangen.76

Am 24. Juli 1923 wurde der Lausanner Vertrag unterzeichnet, bei dem die unbeschränkte Souveränität über das türkische Staatsgebiet erreicht worden war. Bis auf Mossul (britisches Mandat), Hatay (französisches Mandat) und die ägäischen Inseln (griechisch und italienisch) wurde das anatolische Kernland mit Ostthrakien als souveräner Staat bestätigt. Weder Armenien noch Kurdistan wurden erwähnt. Istanbul und die Meeresengen unterlagen nicht internationaler Kontrolle, als die Meeresengen den Status einer entmilitarisierten internationalen Seefahrtstraße mit freier Durchfahrt für Handelsschiffe erhielten. Die Abschaffung der Kapitulationen wurde wenig später bestätigt allerdings blieben die Vorkriegsschulden rückzahlungspflichtig, und die bestehenden Zollbestimmungen (Niedrigzölle) wurden bis 1929 festgeschrieben.


74 Vgl. Buhbe Matthes: Die Türkei - Politik und Zeitgeschichte, Studien zu Politik und Gesellschaft des Vorderen Orients, Opladen 1996, S. 30

75 Vgl. Feroz Ahmet: The Making of Modern Turkey, (Modern Türkiyenin Olusumu), Istanbul 1999, S. 66

76 Vgl. Buhbe Matthes: Die Türkei, S. 35

[Seite 32]

So kam es zum griechisch-türkischen Krieg, dem Befreiungskrieg (Kurtuluş Savaşı), an dessen Ende die Gründung der Republik Türkei stand.

[Seite 33]

[...]; am 9. September 1922 erreichten die ersten türkischen Soldaten Izmir. Die griechischen Verbände zogen sich über das Meer zurück.

[Seite 34]

III.4. Der Friedensvertrag von Lausanne 1923

Bei den Friedensverhandlungen in Lausanne waren Großbritannien, Frankreich, Italien und Griechenland die Gastgeber. Neben Ankara luden sie auch die Istanbuler Regierung ein. Doch Inönüs Truppen standen schon am südlichen Marmarameer. Entschlossen verfügte Ankara die Abschaffung des Sultanats zum 1. November 1922, und schon am 4. November übergab

[Seite 35]

Großwesir Ahmet Tevfik Paşa seine Amtsgeschäfte an General Refet (Bele), den Vertreter Ankaras in Istanbul. Am 17. November reiste der letzte Sultan auf einem britischen Schiff ins Exil. Die osmanische Epoche war zu Ende.

[...]

Am 24. Juli 1923 wurde ein Vertrag unterzeichnet, der zum guten Teil der Zielrichtung des Nationalen Paktes entsprach. Bis auf Mosul (britisch), Alexandrette (französisch) und die ägäischen Inseln (griechisch und italienisch) wurden das anatolische Kernland und Ostthrakien als souveräner Staat bestätigt; weder Armenien noch Kurdistan fanden Erwähnung. Istanbul und die Meerengen unterlagen nicht internationaler Kontrolle, wenn die Meerengen auch den Status einer entmilitarisierten internationalen Seefahrtstraße mit freier Durchfahrt für Handelsschiffe erhielten. Die Abschaffung der Kapitulationen wurde wenig später bestätigt; allerdings blieben die Vorkriegsschulden rückzahlungspflichtig, und die bestehenden Zollbestimmungen (Niedrigzölle) wurden bis 1929 festgeschrieben.

Anmerkungen

Art und Umfang der weitgehend wörtlichen Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20140121231504

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