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Die außenpolitische Stellung der Türkei im Nahen und Mittleren Osten, besonders nach dem Kalten Krieg bis Ende 1999, Kontinuität oder Wandel?

von Dr. Derya Biyikli

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Db/Fragment 029 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:32:26 Guckar
Akkaya et al. 1998, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 1-10
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 19, Zeilen: 28-38
Lange unterdrückte Ressentiments gegen die Regierung machten sich Luft; islamische Fahnen und Slogans wurden wieder hervorgeholt, wenn auch gegen den Willen des Oppositionschefs. Im Oktober 1930 wurden Gemeindewahlen abgehalten. Die junge Partei konnte in 30 von 512 Gemeinden gewinnen. Entgegen den ursprünglichen Absichten Atatürks schien sie sich in der Nationalversammlung zu einer politischen Bedrohung für die Kemalisten zu entwickeln. Der Vorsitzende der Oppositionspartei Fethi Okyar (Fethi Bey) war so sehr unter Druck geraten, dass er beschloss, das Experiment abzubrechen. Somit wurde die Partei am 17. November 1930 aufgelöst.119 Erneut hatte die Republikanische Partei (CHP) das Machtmonopol.

119 Vgl. Buhbe Matthes: Türkei, S. 46

Gegen den Willen Ali Fethis sympathisierten die Kritiker Atatürks, darunter auch islamistische Kräfte, mit der Freien Republikanischen Partei. Bei den Gemeindewahlen im Oktober 1930 gewann die junge Partei die Mehrheit in 30 von 512 Gemeinderäten.26 Entgegen den ursprünglichen Absichten Atatürks schien sie sich in der Nationalversammlung zu einer politischen Bedrohung für die Kemalisten zu entwickeln. Durch diese, aus der Sicht der Volkspartei beunruhigende Entwicklung geriet Ali Fethi zunehmend unter Druck, was ihn veranlaßte, am 17. November 1930 die Auflösung seiner Partei zu verkünden.

Erneut hatte die Republikanische Volkspartei (CHP) das Machtmonopol im Staat inne:


26 Zürcher 1993, S. 187.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die Quelle Akkaya et al. (1998) trotz inhaltlicher und wörtlicher Übereinstimmungen.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Db/Fragment 029 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 21:55:17 Guckar
Akkaya et al. 1998, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 29, Zeilen: 17-44
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 9-10, Zeilen: 9:34-38 - 10:1-24.26-30
Die Kemalistische Ideologie, die bis heute als dominierende Doktrin des türkischen Staates gilt, entstand aus der Notwendigkeit, die Probleme nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches zu lösen. Der Niedergang des ehemaligen Großreiches wurde vorrangig auf die Rückständigkeit des Osmanischen Reiches und auf fehlendes Nationalbewusstsein der Bevölkerung zurückgeführt. Deshalb sah man die Lösung in einer umfassenden Erneuerung von Staat und Gesellschaft, die sich auf folgende Prinzipien stützte (alti ok genannt – „sechs Pfeile“):

1. Nationalismus (Milliyetcilik): Die Religion war das integrative Element zwischen den verschiedenen islamischen Völkern innerhalb des Osmanischen Reiches gewesen. Die Kemalisten bemängelten, dass aufgrund der Betonung der Religion die Bevölkerung ihres Nationalbewusstseins sowie ihrer nationalen Identität entfremdet worden sei. Einer durch verschiedene Klassen und vielseitige Partikularinteressen gespaltene [sic] Nation mangele es an Solidarität, um geschlossen gegen Probleme vorzugehen. Das Nationalismusprinzip solle dazu dienen, das Gemeinschaftsgefühl unter den Angehörigen der Republik zu festigen. Nach dem Verständnis der Republikanischen Volkspartei und nach der türkischen Verfassung war jeder, der innerhalb der Grenzen der Türkischen Republik lebte, die türkische Sprache beherrschte, mit der türkischen Kultur aufgewachsen war und die Ideale der Türken teilte, ein Türke, ungeachtet seiner ethnischen Herkunft oder seiner Religion. Mit dieser relativ liberalen Definition des Begriffs „Nation“ beabsichtigten die Kemalisten, separatistischen Bestrebungen, welche die Einheit des Nationalstaates gefährden würden, vorzubeugen. Dabei wollte man religiöse und ethnische Frage [sic] umgehen, die Gemeinsamkeiten in der Sprache und Kultur aber dann mehr betonen. Nur so konnten die Kemalisten hoffen, trotz der Nationalismen der einzelnen Völker des Landes, das Zusammengehörigkeitsgefühl aller türkischen Staatsbürger zu fördern.120

2. Laizismus/Säkularismus (Laiklik): Nach Ansicht Atatürks und seiner Anhänger konnte ein moderner Staat nur mit den Gesetzen und Verordnungen regiert werden, [die den weltlichen Bedürfnissen, den wissenschaftlichen Erkenntnissen und Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprachen.]


120 Vgl. Sen Faruk, Akkaya Cigdem, Özbek Yasemin: Länderbericht Türkei, S. 10

[Seite 9]

Die kemalistische Ideologie, die bis heute die dominierende Doktrin des türkischen Staates ist, entwickelte sich aus der Notwendigkeit, die Probleme, welche nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches entstanden waren, bewältigen zu müssen. Da der Niedergang des ehemaligen Großreiches vorrangig auf die Rückständigkeit des Osmanischen Reiches

[Seite 10]

und auf das fehlende Nationalbewußtsein der Bevölkerung zurückgeführt wurde, sah man die Lösung in einer umfassenden Erneuerung von Staat und Gesellschaft, die sich auf folgende Prinzipien stützte:

1. Nationalismus: Im Osmanischen Staat war die Religion das integrative Element zwischen den verschiedenen islamischen Völkern innerhalb des Reiches gewesen. Die Kemalisten bemängelten, daß aufgrund der Betonung der Religion die Bevölkerung ihres Nationalbewußtseins sowie ihrer nationalen Identität entfremdet worden sei. Einer durch verschiedene Klassen und vielseitige Partikularinteressen gespaltenen Nation mangele es an Solidarität, um geschlossen gegen Probleme vorzugehen. Das Prinzip des Nationalismus solle dazu dienen, das Gemeinschaftsgefühl unter den Angehörigen der Republik zu festigen. Nach dem Verständnis der Republikanischen Volkspartei und nach der Verfassung war jeder, der innerhalb der Grenzen der Türkischen Republik lebte, die türkische Sprache beherrschte, mit der türkischen Kultur aufgewachsen war und die Ideale der Türken teilte, ein Türke, ungeachtet seiner ethnischen Herkunft oder seiner Religion.6 Mit dieser relativ liberalen Definition des Begriffes „Nation" beabsichtigten die Kemalisten, separatistischen Bestrebungen, welche die Einheit des Nationalstaates gefährden würden, vorzubeugen. Man umging religiöse und ethnische Fragen und betonte die Gemeinsamkeiten in der Sprache und Kultur. Nur so konnten die Kemalisten hoffen, trotz der Nationalismen der einzelnen Völker des Landes das Zusammengehörigkeitsgefühl aller türkischen Staatsbürger zu fördern.

2. Laizismus: [...] Nach Ansicht Atatürks und seiner Anhänger konnte ein moderner Staat nur mit den Gesetzen und Verordnungen regiert werden, die den weltlichen Bedürfnissen, den wissenschaftlichen Erkenntnissen und den Anforderungen einer modernen Gesellschaft entsprachen.


6 Landau 1984, S.29.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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