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Die außenpolitische Stellung der Türkei im Nahen und Mittleren Osten, besonders nach dem Kalten Krieg bis Ende 1999, Kontinuität oder Wandel?

von Dr. Derya Biyikli

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Db/Fragment 037 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 22:33:07 Graf Isolan
Adanir 1995, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 3-12
Quelle: Adanir 1995
Seite(n): 52-53, Zeilen: 52:31-40 - 53:1-4
Trotz vieler Vorbehalte musste die Türkei - nicht zuletzt unter dem Eindruck probritischer Beschlüsse des Völkerbundes - ihre Ansprüche auf die Provinz Mossul fallen lassen. Der Vertrag von Ankara (5. Juni 1926) klärte die Frage der Grenzziehung zwischen der Türkei und dem Irak endgültig, wobei London und Bagdad sich für 25 Jahre verpflichteten, 10 % der Einkünfte aus der Erdölförderung an die Türkei zu zahlen. Auch nach diesem Arrangement waren die Beziehungen zwischen der Türkei und Großbritannien noch lange nicht freundschaftlich. Allerdings entwickelte sich das Machtverhältnis im Ostmittelmeerraum seit dem Regierungsantritt der Faschisten in Italien sowohl für London als auch für Ankara zusehends bedrohlich. Somit lag eine Annäherung Ankaras an London oder umgekehrt in beiderseitigem Interesse.152

152 Vgl. Adanir Fikret: S. 52

[Seite 52]

Trotz vieler Vorbehalte sah sich jedoch die Türkei - nicht zuletzt unter dem Eindruck probritischer Beschlüsse des Völkerbundes - gezwungen, ihre Ansprüche auf die Provinz Mosul fallen zu lassen. Der Vertrag von Ankara (5. Juni 1926) klärte die Frage der Grenzziehung zwischen der Türkei und dem Irak endgültig, wobei London und Bagdad sich für 25 Jahre verpflichteten, 10% der Einkünfte aus der Erdölförderung an die Türkei zu zahlen. Auch nach diesem Arrangement waren die Beziehungen zwischen der Türkei und Großbritannien noch lange nicht freundschaftlich. Allerdings änderte sich das Macht-

[Seite 53]

verhältnis im Ostmittelmeerraum seit dem Regierungsantritt der Faschisten in Italien sowohl für London als auch für Ankara zusehends ungünstig, und somit lag eine Annäherung Ankaras an London oder umgekehrt in beiderseitigem Interesse.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

[2.] Db/Fragment 037 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-29 22:34:36 Graf Isolan
Adanir 1995, BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 26-40
Quelle: Adanir 1995
Seite(n): 56, Zeilen: 4-8, 14-22, 24-33
Mit der Machtübernahme von Hitler 1933 änderten sich die Innen- und Außenpolitik Deutschlands. Im Rahmen des „Neuen Plans“ vom September 1934, der die wehrwirtschaftliche Mobilmachung Deutschlands zum Ziel hatte, begann eine Wirtschaftsoffensive.156 Im August 1933 wurden mit der Türkei Warenaustausch- und Kompensationsverträge unterzeichnet. In diesen Verträgen räumte Deutschland den Agrarländern (Türkei, Ungarn, Jugoslawien, Rumänien) großzügige Konditionen ein. Ihre Clearingkonten bei der deutschen Zentralbank banden sie jedoch praktisch unauflöslich an den deutschen Markt. Die Abhängigkeit vom Dritten Reich wurde unter den Bedingungen der Vorbereitungsphase des Zweiten Weltkrieges dahingehend gemindert, dass auch Deutschland beträchtliches Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Türkei bekundete. Das hing ebenso mit der geostrategischen Lage dieses Landes zusammen wie mit der Tatsache, dass Anatolien über einige kriegswichtige Rohstoffe wie Chrom, Kupfer und Baumwolle verfügte. Unter diesen Bedingungen wurde die Türkei zu einem umworbenen Land, und zwar nicht allein umworben von deutscher Seite.157

156 Vgl. Adanir Fikret: S. 56

157 Vgl. Adanir Fikret: S. 56

Unter der Regierung Hitlers erhielt diese Bewertung eine starke militärische Komponente: Im Rahmen des >Neuen Plans< vom September 1934, der die wehrwirtschaftliche Mobilmachung Deutschlands zum Ziel hatte, begann eine >Wirtschaftoffensive< zunächst gegen Jugoslawien und Ungarn. [...] Im Februar 1933 wurden mit Bulgarien und im August 1933 mit der Türkei Warenaustausch- und Kompensationsverträge unterzeichnet. Ähnliche Verträge folgten im Februar 1934 mit Ungarn, Anfang Mai 1934 mit Jugoslawien, im Jahre 1935 mit Rumänien. In diesen Verträgen räumte Deutschland den Agrarländern großzügige Konditionen ein. Ihre Clearingkonten bei der deutschen Zentralbank banden sie jedoch praktisch unauflöslich an den deutschen Markt.

Wie oben ausgeführt, geriet auch die Türkei in den 30er Jahren in den Sog des deutschen Marktes. Doch die Abhängigkeit vom Dritten Reich wurde unter den Bedingungen der Vorbereitungsphase des Zweiten Weltkrieges dahingehend gemindert, daß auch Deutschland beträchtliches Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Türkei bekundete. Das hing mit der geostrategischen Lage dieses Landes ebenso zusammen wie mit der Tatsache, daß Anatolien über einige kriegswichtige Rohstoffe wie Chrom, Kupfer und Baumwolle verfügte. Unter diesen Bedingungen wurde die Türkei zu einem umworbenen Land, und zwar umworben nicht allein von deutscher Seite.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20131129224105

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