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Die außenpolitische Stellung der Türkei im Nahen und Mittleren Osten, besonders nach dem Kalten Krieg bis Ende 1999, Kontinuität oder Wandel?

von Dr. Derya Biyikli

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Db/Fragment 152 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-11-25 22:10:10 Guckar
BauernOpfer, Db, Fragment, Gesichtet, Gürbey 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 13-34
Quelle: Gürbey 1998
Seite(n): 39, Zeilen: li. Sp. 16-37 - re. Sp. 3-38
Die Einbettung des gesamten Konflikts in das regionale und internationale System beeinflusst einerseits die Interessen- und Machtkonstellationen der regionalen Akteure in dieser Frage und andererseits die Aussichten auf eine politische Lösung. Der Konflikt hat weitreichende Rückwirkungen auf die innenpolitische Stabilität und die außenpolitischen Beziehungen der Türkei. 868

Eine Besonderheit des Kurdenkonflikts liegt vor allem darin, dass es hierbei um einen transnationalen, grenzüberschreitenden und friedensgefährdeten [sic] Konflikt handelt. Vor allem die Massaker von Halabdja im März 1988 im irakischen Kurdistan, die Bagdad unter Einsatz von Giftgasen an den Kurden verübte und bei denen mehrere Tausend Zivilisten ermordet wurden, sowie das Flüchtlingsdrama infolge des zweiten Golf-Krieges 1991 hatten eine „Internationalisierung des Kurdenkonflikts“ zur Folge, der bisher als eine innerstaatliche Angelegenheit der betroffenen Staaten betrachtet worden war. 869 Der friedensgefährdende und grenzüberschreitende Charakter des Kurdenkonfliktes im Nahen Osten wurde somit zum ersten Mal international anerkannt. Die zwischenstaatlichen Beziehungen der beteiligten Länder (Türkei, Iran, Irak und Syrien) sind von grundlegenden Konkurrenzverhältnissen und Interessensdivergenzen gekennzeichnet. Eine Zusammenarbeit in der Kurdenfrage, um zur Destabilisierung der kurdischen Situation beizutragen, die Kontrolle über die Kurden zu erlangen und die Entstehung eines kurdischen Staates zu verhindern, ist jedoch nicht gefährdet.870 Dieser Umstand wird zusätzlich durch den Faktor der innerkurdischen Konflikte begünstigt, die auf vielfältiger politischer Konkurrenz und Machtansprüchen beruhen. Die innere [Zerrissenheit erschwert allerdings die Zusammenarbeit der kurdischen Akteure untereinander, die jedoch für eine effektive Durchsetzung kurdischer Interessen von essentieller Bedeutung ist.]


868 Vgl. Gülistan Gürbey: Wandel in der Kurdenpolitik? Die Türkei zwischen Dogma und Liberalisierung, in: Internationale Politik, 1/1998, S. 39

869 Vgl. ebenda, S. 39

870 Als regionale Politik führte die Etablierung der kurdischen Nationalbewegung zunächst im Iran (1943), dann im Irak (1946) und in Syrien (1957) zum Abschluss regionaler Bündnisverträge zwischen der Türkei, Iran und Irak, um gemeinsam gegen die bewaffneten kurdischen Bewegungen vorzugehen. Zu den bekanntesten regionalen Bündnisverträgen sind der Saadabad-Pakt (1936), der Bagdad-Pakt (1955), der Algier-Vertrag zwischen Irak und Iran (1975) und der türkisch-irakische Vertrag (1979) zu zählen, in: Askim Bozkurt: S. 64

Die Einbettung des gesamten Konflikts in das regionale und internationale System beeinflußt einerseits die Interessen- und Machtkonstellationen der regionalen Akteure in dieser Frage und andererseits die Aussichten auf eine politische Lösung. Der Konflikt hat weitreichende Rückwirkungen auf die innenpolitische Stabilität und die außenpolitischen Beziehungen der Türkei. Davon sind nicht nur die türkisch-europäischen Beziehungen betroffen.2

Eine Besonderheit des Kurdenkonflikts liegt vor allem darin, daß es sich hierbei um einen transnationalen, grenzüberschreitenden und friedensgefährdenden Konflikt handelt. Vor allem die Massaker von Halabdja im März 1988 in Irakisch-Kurdistan, die Bagdad unter Einsatz von Giftgasen an den Kurden verübte und bei denen mehrere Tausend Zivilisten ermordet wurden, sowie das Flüchtlingsdrama infolge des zweiten Golf-Krieges 1991 hatten eine „Internationalisierung des Kurdenkonflikts“ zur Folge, der bisher primär als eine innerstaatliche Angelegenheit der betroffenen Staaten betrachtet worden war. Der friedensgefährdende und grenzüberschreitende Charakter des Kurdenkonflikts im Nahen Osten wurde somit zum ersten Mal international anerkannt.

Zwar sind die zwischenstaatlichen Beziehungen der beteiligten Länder (Türkei, Iran, Irak und Syrien) von grundlegenden Konkurrenzverhältnissen und Interessendivergenzen gekennzeichnet. Eine Zusammenarbeit in der Kurdenfrage, um zur Destabilisierung der kurdischen Situation beizutragen, die Kontrolle über die Kurden zu erlangen und die Entstehung eines kurdischen Nationalstaats zu verhindern, ist jedoch dadurch nicht gefährdet. Dieser Umstand wird zusätzlich durch den Faktor der innerkurdischen Konflikte3 begünstigt, die auf vielfältiger politischer Konkurrenz und Machtansprüchen beruhen. Die innere Zerrissenheit erschwert allerdings die Zusammenarbeit der kurdischen Akteure untereinander, die jedoch für eine effektive Durchsetzung kurdischer Interessen von essentieller Bedeutung ist.


2 Zur regionalen und internationalen Dimension siehe Henri J. Barkey/Graham E. Fuller, Turkey's Kurdish Question. Executive Summary, New York 1997; Robert Olson (Hrsg.), The Kurdish Nationalist Movement in Turkey since the 1980s, Lexington 1996.

3 Vgl. ausführlicher die Beiträge in: Carsten Borck/Eva Savelsberg/Siamend Hajo (Hrsg.), Ethnizität, Nationalismus, Religion und Politik in Kurdistan, Band 1, Münster 1997.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Der Text des ersten Absatzes findet sich (als Komplettplagiat) bereits im Einleitungsteil der Arbeit: siehe Db/Fragment_003_11.

Sichter
(Schumann) Klgn


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