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BefundeBearbeiten

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Als betroffen festgestellt wurden bisher (Stand: 8. August 2014) folgende Kapitel, die sich teilweise als vollständig oder nahezu vollständig übernommen erwiesen haben (siehe Klammervermerke):
  • 1. Einleitung [Anf.] (S. 1-6): Seiten 3, 4, 5
  • 1.1 Forschungsfrage (S. 6-7): Seiten 6, 7
  • 2. Das Ende des Osmanischen Reiches, die Gründung der türkischen Republik und die kemalistischen Reformen
  • 2.1. Die grundlegenden Aspekte der Außenpolitik in der Osmanischen Geschichte (S. 12-17): Seiten 12, 13, 14, 15, 16
  • 2.2. Die Gründung der türkischen Republik am 29. Oktober 1923 (S. 17-21): Seiten 17, 18, 19
  • 2.3. Die wichtigsten Reformen des Kemal Atatürks (S. 21-26): Seiten 21, 22, 23, 24
  • 2.4. Die Partei Atatürks und die oppositionellen Bewegungen (S. 26-29): Seiten 26, 27, 28, 29
  • 2.5. Die Kemalistischen Staatsprinzipien (S. 29-31): Seiten 29, 30, 31 – [nahezu vollständig]
  • 2.6. Die wirtschaftliche Entwicklung von 1923-1945 unter Kemal Atatürk (S. 32-35): Seiten 32, 33, 34, 35
  • 3. Die außenpolitischen Grundlinien von der Gründung der Türkei bis zum Ende des Kalten Krieges im Nahen und Mittleren Osten
  • 3.1. Die Außen- und Sicherheitspolitik der türkischen Republik unter Kemal Atatürk (S. 36-42): Seiten 36, 37, 38, 39, 40, 42
  • 3.2. Die türkische Integration in das westliche Bündnis und ihre Folgen auf die Türkei [Anf.] (S. 42-46): Seiten 43, 44
  • 3.2.2. Die innerpolitischen und wirtschaftlichen Folgen der Westbindung in der Türkei und die Demokratische Partei (S. 50-55): Seiten 50, 51, 52, 53, 54
  • 3.2.3. Die Übernahme der Macht durch das Militärs in den Jahren 1960, 1971 und 1980, in der Türkei (S. 55-60): Seiten 55, 56, 57, 58, 59, 60
  • 3.2.4. Die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei bis zum Ende des Kalten Krieges und die Gesellschaft (S. 60-66): Seiten 61, 62, 63, 64, 65
  • 3.4. Die Auswirkungen des Zypern-Konfliktes auf das türkische Verhältnis zu den USA und zur NATO (S. 89-94): Seiten 90, 91
  • 3.5. Die Annäherung der Türkei an die Sowjetunion (S. 94-98): Seiten 94, 95, 97, 98
  • 3.6. Die Annäherung und Neuorientierung der türkischen Außenpolitik im Nahen und Mittleren Osten
  • 3.6.3. Die wirtschaftliche und politische Zusammenarbeit im Nahen Osten in den 70er und 80er Jahren (S. 105-107): Seiten 106, 107
  • 3.8. Die türkische Politik gegenüber den Kurden – Bergtürken oder anerkannte Minderheit? [Anf.] (S. 109): Seite 109
  • 3.8.1. Kemalistisches Nationenverständnis versus ethnische Minderheiten (S. 109-110): Seiten 109, 110
  • 3.8.2. Konstanten, Optionen und Folgen der türkischen Kurdenpolitik (S. 111-114): Seiten 111, 112, 113, 114
  • 3.8.4. Kurdischer Widerstand im Untergrund – Ziele und Mittel der PKK (Arbeiterpartei Kurdistan) (S. 116-119): Seite 117
  • 3.9. Kurzes Resümee: Die türkische Nah- und Mittelostpolitik bis zum Ende des Kalten Krieges: Konstanten und Wandel (S. 119-120): Seiten 119, 120 – [nahezu vollständig]
  • 4. Die Ziele und Orientierungen der türkischen Außenpolitik nach dem Ende des Ost-West-Konfliktes im Nahen und Mittleren Osten bis 1999 [Anf.] (S. 121-124): Seiten 121, 123, 124
  • 4.1. Die türkisch-irakischen Beziehungen [Anf.] (S. 125-129): Seiten 125, 127, 128, 129
  • 4.2. Die Türkei und der zweite Golfkrieg
  • 4.2.1. Die türkische Haltung und Politik während der zweiten Golfkrise bzw. Golfkrieg (S. 130-141): Seite 134
  • 4.2.2. Die Ziele des Staatspräsidenten Turgut Özal beim Golfkrieg (S. 141-145): Seiten 141, 142, 145
  • 4.2.3. Die Auswirkungen des zweiten Golfkrieges auf die türkische Politik, Sicherheit und Wirtschaft (S. 145-152): Seiten 146, 148, 150
  • 4.3. Wandel in der Kurdenpolitik
  • 4.3.1. Regionale Konstellationen (S. 152-153): Seiten 152, 153 – [nahezu vollständig]
  • 4.3.2. Die türkische Kurdenpolitik nach dem zweiten Golfkrieg (S. 153-157): Seiten 153, 154, 155, 156, 157
  • 4.3.4. Strategiewandel der PKK: Bemühungen um politische Anerkennung und Legalisierung (S. 164-167): Seiten 164, 165, 166, 167 – [vollständig]
  • 4.3.5. Einwirkungsmöglichkeiten, zur Beilegung des Konfliktes, im Rahmen internationaler Organisationen: EU, OSZE, UNO, Europarat, NATO (S. 167-168): Seiten 167, 168 – [nahezu vollständig]
  • 4.4. Die türkisch-syrischen Beziehungen
  • 4.4.2. Der Euphrat und Tigris als strategisches Druckmittel gegen die Unterstützung der PKK? (S. 176-180): Seite 179, 180
  • 4.5. Die türkisch-iranischen Beziehungen (S. 180-185): Seiten 180, 181, 182, 185
  • 4.6. Das Verhältnis zwischen der Türkei und Israel: Faktor für ein neues regionales Gleichgewicht (S. 185-191): Seiten 185, 186, 188, 189, 190, 191
  • 4.7. Die türkisch-russischen Beziehungen (S. 191-194): Seiten 191, 192, 193
  • 5. Die Unabhängigkeit des Kaukasus und Zentralasiens und die Rolle der Türkei [Anf.] (S. 194-196): Seiten 195, 196
  • 5.1. Die Rolle der Türkei im armenisch-aserbaidschanischen Konflikt (S. 197-200): Seite 197
  • 5.2. Ökonomische Interessen der Türkei an Mittelasien und Aserbaidschan und die türkische Position als Transitland für aserbaidschanisches und kasachisches Öl (S. 200-206): Seite 200
  • 5.3. Die türkischen Beziehungen zu den Turkrepubliken in Zentralasien und Aserbaidschan
  • 5.3.1. Die Aktive Politik der Ära Özal (1991 - April 1993) (S. 207-216): Seiten 212, 213, 214
  • 5.3.2. Die abkühlende Politik unter der Präsidentschaft Demirel (Mai 1993-Juni 1996) (S. 217-219): Seite 218
  • 5.3.3. Die Betonung der islamischen Komponente in der Außenpolitik unter der Regierung Erbakan/Ciller (Juni 1996-Juni 1997) (S. 219-223): Seite 219, 220
  • 6. Die außenpolitische Stellung der Türkei im Bezug auf die USA, NATO und EU
  • 6.1. Die Beziehungen der Türkei zur NATO und zu USA (S. 246-250): Seiten 246, 248, 250
  • 6.2. Die Türkei – seit Jahren vor der Tür der Europäischen Union (S. 251-257): Seiten 251, 252, 253, 254
  • 6.3. Die Zollunion der Türkei mit der EU – ein Zeh in der Tür nach Europa – eine wirtschaftliche Herausforderung? (S. 257-262): Seiten 257, 258, 259, 261, 262
  • 7. Die Regionalpolitik der Türkei im "Großen Mittleren Osten"
  • 7.1. Die Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (SMWK) Karadeniz Ekonomik Isbirligi (KEI) (S. 263-269): Seiten 263, 264, 265, 266, 267, 268
  • 7.2. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (Economic Cooperation Organisation, ECO) (S. 269-270): Seite 269
  • 7.3. Ist die Türkei eine Regionalmacht? (S. 270-272): Seiten 270, 271

Herausragende FundstellenBearbeiten

  • Das zusammenfassende Kapitel 8 (S. 272-277), in dem der Leser am ehesten eigene Erkenntnisse und Schlussfolgerungen erwartet – und in dem ihm angesichts von insgesamt nur vier Quellenangaben auf diesen sechs Seiten eine gewisse Eigenständigkeit und Originalität der Gedankenführung auch signalisiert wird –, enthält auf allen Seiten (insg. 23) Plagiatsfragmente unterschiedlichen Umfangs und meist vom Typ Verschleierung: Seiten 272, 273, 274, 275, 276, 277.
  • Das fußnotenfreie Kapitel 3.9 (S. 119-120), das ein Kurzes Resümee: Die türkische Nah- und Mittelostpolitik bis zum Ende des Kalten Krieges: Konstanten und Wandel der Verfasserin zu sein beansprucht, besteht (mit Ausnahme des letzten kurzen Absatzes) nahezu vollständig aus Zusammenschnitten aus zunächst Akkaya und Aver 2004 und daran anschließend aus Gürbey (1997) sowie Gürbey (1991).
  • Die Verfasserin übernimmt Forschungsfragen und daran anschließend eine historisch-politische Periodisierung aus einer sechs Jahre älteren Forschungsarbeit von Riemer (1998), wobei sie einzelne Jahreszahlen anpasst. Die Quelle bleibt hierbei ungenannt. Siehe Fragment 006 34 und Fragment 007 01.
  • Das Kapitel 2.5 (Die Kemalistischen Staatsprinzipien, S. 29-31) enthält zwar sieben Fußnoten (Nrn. 120-126), mit denen auf Akkaya et al. (1998) hingewiesen wird ("Vgl."), wobei dem Leser aber verborgen bleibt, dass das gesamte Kapitel (abgesehen von einem kurzen ersten Absatz) aus inhaltlich unveränderten und weitgehend wörtlichen Übernahmen aus dieser Quelle besteht.
  • Der gleiche Befund ergibt sich für das Kapitel 4.3.4. (Strategiewandel der PKK: Bemühungen um politische Anerkennung und Legalisierung, S. 164-167), dessen vollständiger Inhalt aus drei Aufsätzen von Gülistan Gürbey (1998b, 2000 und 2004) kompiliert wurde, was dem Leser trotz mehrerer Quellenhinweise verborgen bleibt.

Herausragende QuellenBearbeiten

  • Mit 41 Fragmenten quantitativ am stärksten plagiiert wurde der von Çiğdem Akkaya, Yasemin Özbek und Faruk Şen verfasste Länderbericht Türkei, Darmstadt 1998 (Akkaya et al. (1998)).
  • Mit 21 Plagiatsfragmenten (sowie mehreren weiteren festgestellten Übernahmen, die aufgrund ihrer relativen Kürze unter "keine Wertung" kategorisiert wurden) fällt auch die Quelle Buhbe (1996) auf.
  • Im Literaturverzeichnis der Arbeit sind insg. 15 Titel (meist Aufsätze in den Südosteuropa Mitteilungen) von Gülistan Gürbey aufgeführt (S. 301 f.); davon haben sich bisher 8 als Quellen für insgesamt 41 Plagiatsfragmente erwiesen: 1991, 1997, 1998, 1998b, 2000, 2001, 2003, 2004.

Andere BeobachtungenBearbeiten

  • Die Dissertation enthält insgesamt 1574 Fußnoten, von denen die meisten die Angabe "Vgl." enthalten; diese fehlt in der Regel nur bei den durch Anführungszeichen gekennzeichneten wörtlichen Zitaten.
  • Die Verfasserin weiß, dass wörtliche Übernahmen gekennzeichnet werden müssen; da sie selbst so verfährt, z.B. auf den Seiten 102 (Fn. 564) oder 195 (Fn. 1089). Teilweise werden aber auch mit Anführungszeichen korrekt gekennzeichnete Direktzitate dann mit einem sinnfreien "Vgl." versehen (so z.B. S. 108, Fn. 600).
  • Die Plagiatsanalyse belegt für alle Teile der Arbeit zahlreiche Textpassagen mit inhaltlich identischen und häufig ausgedehnt wörtlichen Übernahmen, die Rezipienten mangels Kennzeichnung trotz erfolgter Quellenangabe verborgen bleiben; aufgrund dieser weitgehenden Identität gibt es insofern trotz der vielen "Vgl."-Vermerke in der Regel auch nichts zu vergleichen.
  • Umformulierungen innerhalb dieser Passagen bestehen zumeist aus inhaltsgleichen Textersetzungen und anderen Variationen kosmetischer Art. Der Verfasserin unterlaufen an den Verbindungsstellen zahlreiche grammatische oder andere Anpassungsfehler.
  • Die Verfasserin verweist in ihrem Literaturbericht (Kap. 1.3: Quellen und Literatur, S. 8-12) auf zahlreiche türkischsprachige Quellen. Zuvor hatte sie ausgeführt: "Die Stärke dieser Arbeit liegt in der ausführlichen Bearbeitung der türkischen Texte, um an die Probleme heranzugehen und die Analyse der türkischen Außenpolitik durch türkische Quellen zu bestimmen." (S. 6)
    Übersetzungsplagiate konnten bei der Analyse bislang nicht nachgewiesen werden. Festgestellt wurden aber mehrere Passagen, in denen die Verfasserin eine Rezeption türkischer Publikationen vorgibt, bei denen Inhalte teils wörtlich aber tatsächlich aus deutschsprachigen Quellen übernommen wurden. Beispiele:
  • Die Arbeit weist Textwiederholungen von kurzen Passagen bis zu längeren Abschnitten auf – festgestellt wurden sowohl plagiierte wie derzeit als nichtplagiiert geltende Textteile. Einige Beispiele:
    • So findet sich eine (komplettplagiierte) Passage sowohl im Kap. 3.9. (Kurzes Resümee: Die türkische Nah- und Mittelostpolitik bis zum Ende des Kalten Krieges: Konstanten und Wandel, S. 119 f.) wie auch im dritten Absatz des zusammenfassenden Kap. 8 (S. 272); vgl. Fragment 119 32 und Fragment 272 07.
    • Ebenfalls in diesen beiden Bilanzkapiteln findet sich jeweils unmittelbar anschließend eine weitere längere Textpassage, die auch ohne Quellenangabe übernommen wurde: vgl. Fragment 120 01 und Fragment 272 13.
    • Eine auf S. 196 erstmalig zu findende und auf S. 262 f. mit gleichen Quellenangaben wiederholte (derzeit als nichtplagiiert geltende) Passage ist auch:
      • "Ministerpräsident Süleyman Demirel betonte 1992 [S. 262: hat 1992 betont], es sei naiv zu glauben, dass sich die unabhängig gewordenen Staaten nach Ende der Diktatur automatisch der Demokratie zuwenden würden; die Länder bräuchten Unterstützung und wirtschaftliche Stabilität1096. Die geographische Nähe zum Balkan, Zentralasien und dem Nahen Osten, die bereits bestehenden historischen und kulturellen Beziehungen zu diesen Regionen, sowie die Tatsache, dass die Türkei ein Modell für Demokratie und Säkularisation sei, wiesen der Türkei dabei eine zentrale Rolle zu1097. Die Regierung strebe regionale Kooperationen unter ihrer Führung an, um den benachbarten Gebieten zu helfen, in die Weltwirtschaft integriert zu werden1098. Um multilaterale Beziehungen aufzubauen, seien in erster Linie die Schwarzmeer-Kooperationszone (SMKZ) und die Economic Cooperation Organisation (ECO) von Bedeutung1099."
  • Der Verfasser der Plagiatsquellen Gumpel (1985), Gumpel (1998), Gumpel (1998b) und Gumpel (2003) ist in der Dissertation als deren "Externer Gutachter" ausgewiesen.

StatistikBearbeiten

  • Es sind bislang 293 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei 101 von diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“). Bei 192 Fragmenten ist die Quelle zwar angegeben, die Übernahme jedoch nicht ausreichend gekennzeichnet („Bauernopfer“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 277 Seiten im Hauptteil. Auf 145 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 52.3% entspricht.
    Die 277 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 132
0%-50% Plagiatsanteil 75
50%-75% Plagiatsanteil 33
75%-100% Plagiatsanteil 37
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 20% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


IllustrationBearbeiten

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, gelb=Bauernopfer)

Db col3.png

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

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Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 8. August 2014.

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