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Db/Fragment 013 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 13, Zeilen: 1-24
Quelle: Kündig-Steiner 1977
Seite(n): 336, 337, 338, 344, 345, Zeilen: 336:36-38; 337:2-6.13-16; 338:21-24; 344:8-9.24-25; 345:13-19.31-33; 346:1-5
[Er selber ging unter dem] Namen Sultan Osman I. (1289-1326) in die Geschichte ein.38 Bei jeder neuen bedeutsamen Eroberung wurde die Hauptstadt in die jeweils neu eroberte Stadt verlegt. Dies war nicht nur ein Zeichen für künftige Expansionen, sondern gleichzeitig ein Merkmal der Osmanisierungs- bzw. Integrations- und Assimilationspolitik der

Osmanen.39 Schon in den Gründungsjahren bestand das Staatsvolk aus einem Völkergemisch, dessen Verwaltung auf lange Sicht nur auf der Basis der Gleichberechtigung möglich war. Sie haben Sultan Osman und seine Nachfolger anerkannt40. Unter Sultan Orhan - dem ältesten Sohn Osmans - wurde die neue Armee der aus Kriegsgefangenen rekrutierten Janitscharen (Yeniceri) gebildet (1329), die von Sultan Murat I, dem Sohn Orhans, zu einem tragenden Machtfaktor im Reiche institutionalisiert wurde. Mit der Eroberung Istanbuls durch Fatih Sultan Mehmet II. (1451-1481) ging die tausendjährige Geschichte von Byzanz zu Ende und wurde das Reich auch und vor allem in Europa zu einer politischen und militärischen Macht.41

Unter Sultan Beyazit gelangten ganz Syrien, Palästina, Jerusalem und Ägypten unter seine Herrschaft (1517). Er brachte dem Perserkönig Schah Ismail eine vernichtende Niederlage bei und eroberte Mekka. Indem er das Kalifat von Ägypten nach Istanbul brachte, wurde er als erster osmanischer Sultan Kalif, damit das geistliche Oberhaupt aller Muslime in der Welt. Diesen Titel erbten seine Nachfolger, bis schließlich das Kalifat durch Atatürk abgeschafft wurde (1924).42 Während der 46 jährigen Herrschaftszeit von Sultan Süleyman dem Prächtigen erlangt das Reich seinen Höhepunkt (1520-1566). Das Reich erreichte seine weitesten Grenzen: vom Jemen bis zu den Toren Wiens, vom Kaspischen Meer bis zur Atlantikküste Nordafrikas, von Ägypten bis zur Krim. Es wurde zum mächtigsten Staat Europas. Das östliche Mittelmeer und das Schwarze Meer wurden zu osmanischen Binnenmeeren.43.


38 Vgl. Kündig-Steiner Werner (Hrsg.): Die Türkei – Raum und Mensch, Kultur und Wirtschaft in Gegenwart und Vergangenheit, Tübingen 1977, S. 320 ff.

39 Vgl. ebd., S. 321

40 Vgl. ebd., S. 321 ff.

41 Vgl. ebd., S. 322

42 Vgl. ebd., S. 329

43 Vgl. ebd., S. 330

[Seite 336]

Er selber ging unter dem Namen Sultan Osman I. (1289-1326) als erster osmanischer Herrscher in die Geschichte ein.

[Seite 337]

Die Frage der Residenz wurde gleich am Anfang der osmanischen Geschichte zu einer Konstante ihrer Politik: Bei jeder neuen bedeutsamen Eroberung wurde die Hauptstadt in die neu eroberte Stadt verlegt. Dies war nicht nur ein Zeichen für künftige Expansionen, sondern gleichzeitig ein Merkmal der Osmanisierungs- bzw. Integrations- und Assimilationspolitik der Osmanen. [...] Schon in den Gründungsjahren bestand das Staatsvolk aus einem Völkergemisch, dessen Verwaltung auf lange Sicht nur auf der Basis der Gleichberechtigung möglich war. Dies haben Sultan Osman und seine Nachfolger erkannt.

[Seite 338]

Unter Sultan Orhan wurden auch die ersten Janitscharen (Yeniçeri) zunächst aus den Kriegsgefangenen rekrutiert (1329), die von Sultan Murat I., dem Sohn Orhans, zu einem tragenden Machtfaktor im Reiche institutionalisiert wurden. [...]

[Seite 344]

Mit der Eroberung Istanbuls ging nicht nur die tausendjährige Geschichte von Byzanz zu Ende, sondern eine neue Epoche begann in der Geschichte des Osmanischen Reiches, [...]

[...]

Mit der Eroberung Istanbuls wurde das Osmanische Reich auch und vor allem in Europa zu einer politischen und militärischen Macht.

[Seite 345]

Sultan Beyazit II. (1481-1512) wurde zum Nachfolger des Eroberers von Istanbul. [...] Nicht von ihm wurden jedoch die großen Eroberungszüge fortgeführt, sondern von seinem feurigen, unbändigen Sohn Yavuz Sultan Selim (1512-1520), der die macht seinem Vater vor dessen Tod entriß. Ganz Syrien, Palästina, Jerusalem und Ägypten unterwarf er seiner Herrschaft (1517), brachte dem Perserkönig Schah Ismail eine vernichtende Niederlage bei und eroberte Mekka. Er brachte das Kalifat von Ägypten nach Istanbul und wurde er als erster osmanischer Sultan Kalif, das geistliche Oberhaupt aller Muslime in der Welt. Diesen Titel erbten seine Nachfolger, bis schließlich das Kalifat durch Atatürk abgeschafft wurde (1924).

[...]

Während der 46jährigen Herrschaftszeit von Sultan Süleyman dem Prächtigen, den die Türken Kanuni Sultan Süleyman (1520-1566) nennen, erreicht das Reich seinen Höhepunkt.

[Seite 346]

Das Reich erreichte seine weitesten Grenzen vom Jemen bis vor die Tore Wiens, vom Kaspischen Meer bis zur Atlantikküste in Nordafrika, von Ägypten bis zur Krim und wurde zum mächtigsten Staat Europas. Das östliche Mittelmeer und das Schwarze Meer wurden zu osmanischen Binnenseen.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. (Die Seitenangabe der Quelle erfolgt gemäß der ersten Auflage - Db benutzt die zweite, ohne dies an irgendeiner Stelle ihrer Arbeit explizit zu machen.)

Bei der Übernahme der Informationen unterläuft Db ein gravierender Fehler: die Sultan Beyazit zugeschriebenen Eroberungen (insb. Mekka) und das erste Kalifat erfolgten unter seinem Sohn Selim. Dies wird in Kündig-Steiner (1977) auch explizit betont.

Sichter
(Graf Isolan)

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