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Db/Fragment 019 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 19, Zeilen: 1-16
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 4-5, Zeilen: 4:27-30.33-40 - 5:1-9
[Zur Legitimierung der] Auflehnung gegen den Sultan bediente sich die Widerstandsbewegung auch des religiösen Arguments, das Kalifat und den Kalifen von den feindlichen Mächten befreien zu wollen.71 Mit der Propagierung der Befreiung des Kalifen konnte die Religion als einigendes Element zwischen den verschiedenen muslimischen Ethnien Anatoliens eingesetzt werden. Auf diese Weise gelang es, Kurden, Tscherkessen und Türken als eine Solidargemeinschaft zum Widerstandskampf gegen fremde Mächte zu mobilisieren.72

Die Regierung des Sultans dagegen amtierte isoliert vom Land in Istanbul: Die Hohe Pforte trat im Friedensvertrag von Sévres vom 10. August 1920 Ostanatolien an einen unabhängigen Staat Armenien, sowie Südostanatolien an einen autonomen Staat Kurdistan, schließlich Thrakien und den Großteil Westanatoliens an Griechenland ab. Weiterhin verzichtete sie auf Mossul, nahm die Entmilitarisierung der Meeresengen hin und gestand Italien sowie Frankreich in den verbleibenden Gebieten in Kleinasien weitreichenden Einfluss zu. Vom Osmanischen Reich sollte nur noch ein Reststaat ohne eigene Souveränität übrigbleiben. Für die Nationalversammlung in Ankara war der Vertrag von Sévres inakzeptabel.73


71 Vgl. Ebd., S. 4. f

72 Vgl. Ebd., S. 4. f

73 Vgl. Ebd., S. 4. f

[Seite 4]

Zur Legitimierung der Auflehnung gegen den Sultan bediente sich die Widerstandsbewegung auch des religiösen Arguments, das Kalifat und den Kalifen von den feindlichen Mächten befreien zu wollen.3 [...] Mit der Propagierung der Befreiung des Kalifen konnte die Religion als einigendes Element zwischen den verschiedenen muslimischen Ethnien Anatoliens eingesetzt werden. Auf diese Weise gelang es, Kurden, Tscherkessen und Türken als eine Solidargemeinschaft Widerstandskampf gegen die fremden Mächte zu mobilisieren.

In einem krassen Gegensatz zu der von Ankara aus agierenden Nationalversammlung stand die Regierung des Sultans in Istanbul: Die Hohe Pforte trat im Friedensvertrag von Sèvres vom 10. August 1920 Ostanato-

[Seite 5]

lien an einen unabhängigen Staat Armenien, Südostanatolien an einen autonomen Staat Kurdistan sowie Thrakien und den Großteil Westanatoliens an Griechenland ab. Weiterhin verzichtete sie auf Mossul, nahm die Entmilitarisierung der Meerengen hin und gestand Italien sowie Frankreich in den verbleibenden Gebieten in Kleinasien weitreichenden Einfluß zu.4 Vom Osmanischen Reich sollte nur noch ein Reststaat ohne eigene Souveränität übrigbleiben.

Für die Nationalversammlung in Ankara war der Vertrag von Sèvres inakzeptabel.


3 Adanır 1995, S. 26f.

4 Adanır 1995, S. 27.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben trotz weitgehender wörtlicher Übereinstimmung ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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