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Db/Fragment 024 02

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 2-21
Quelle: Steinbach 1996
Seite(n): 75-76, Zeilen: 75:24-38 - 76:1-12
Bis zu dieser Reform besaß ein Türke nur einen einfachen Namen, der meist arabischen Ursprungs und mit dem Islam gekommen war: Ali, Hasan, Hüseyin, Ibrahim, Ayse, Fatma usw. Es gab auch iranische Namen, die über die persische Literatur in die Namensgebung Eingang gefunden hatten, wie etwa Ferhat, Rusen, Rüstem. Rein türkische Namen waren selten geworden: Orhan, Yasar, Dursun, Ertugrul, Demir. Ohne Nachnahmen [sic!] wäre der Aufbau der Verwaltung schwierig geworden, so im Postbetrieb, bei Behörden, in der Statistik. Daraufhin wurden Listen veröffentlich [sic] mit Familiennamen, die von turksprachigen Wurzeln abgeleitet waren, aus denen sich jeder Bürger der Türkischen Republik nach Belieben einen aussuchen konnte. Man konnte sich natürlich auch selbst einen Namen ausdenken. Weil sich viele bei der Namenswahl kein großes Kopfzerbrechen bereiteten, gibt es in türkischen Dörfern oder Provinzstädten viele gleichlautende Familiennamen, die aus der Empfehlungsliste entnommen worden waren. Öztürk (echter Türke), Kocatürk (großer Türke), Sentürk (lustiger Türke) usw. Intellektuelle oder Offiziere dachten sich schon eher neue Familiennamen aus. So nahm ein Schriftsteller z. B. den Namen Yazar (Schreibender) an, ein Arzt Cankurtaran (Lebensretter) und ein Beamter Yurdakul (Diener des Landes). Die große Türkische Nationalversammlung verlieh Mustafa Kemal nach Einführung des Familiennamens den Namen Atatürk (Vater der Türken) und würdigte damit dessen herausragende Verdienste um die türkische Nation.97

97 Vgl. Steinbach Udo: Die Türkei, …S. 76 und Vgl. Sen Faruk et all [sic], S. 9, so konnte sich jede einen Familiennamen aussuchen, es gibt lustigere Geschichten darüber wie sie diese Namen auswählten.

[Seite 75]

Bis zu dieser Reform besaß ein Türke nur einen einfachen Namen, der meist arabischen Ursprungs und mit dem Islam gekommen war: Ali, Hasan, Hüseyn, Ibrahim, [Kemal, Mustafa, Osman] usw. Es gab auch iranische, die über die persische Literatur in die türkische Namensgebung Eingang gefunden hatten, wie etwa: Ferhat, Rüstem, Ruşen usw. Rein türkische Namen waren selten geworden: Orhan, Yaşar, Dursun, Ertuğrul, Demir.

Das Fehlen von Nachnamen mußte sich beim Aufbau der Verwaltung hinderlich auswirken; so im Postbetrieb, bei Behörden oder in der Statistik. Deswegen veröffentlichte man Listen mit Familiennamen, die von turksprachigen Wurzeln abgeleitet waren und aus denen sich jeder Bürger der Türkischen Republik nach Belieben einen aussuchen konnte. Im übrigen war es auch gestattet, sich selbst einen Nachnamen auszudenken. Vielen Türken berei-

[Seite 76]

tete die Namenswahl kein großes Kopfzerbrechen, und so gibt es heute in türkischen Dörfern und Provinzstädten massenhaft gleichlautende Familiennamen, die den Empfehlungslisten entnommen waren: Öztürk (echter Türke), Kocatürk (großer Türke), Şentürk (lustiger Türke) usw. Intellektuelle wie Offiziere dachten sich da schon eher neue Familiennamen aus. So nahm ein Schriftsteller den Namen Yazar (Schreibender) an, ein Arzt nannte sich Yankurteran (Lebensretter), ein Flieger Uçanör (Fliegender) und ein Beamter Yurdakul (Diener des Landes). Ein Sondererlaß der Großen Türkischen Nationalversammlung verlieh 1934 Mustafa Kemal Pascha den Namen Atatürk (Vater der Türken) und würdigte damit dessen herausragende Verdienste um die türkische Nation.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Die inhaltliche Eigenleistung von Db besteht in der (teilweisen) Ersetzung der Vornamensbeispiele: an die Stelle von Kemal, Mustafa und Osman treten Ayse und Fatma.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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