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Db/Fragment 031 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Akkaya et al. 1998
Seite(n): 12-13, 20, 21, Zeilen: 12:22-25.27-40 - 13:1-3.6-16.31-34; 20:34-40; 21-6-11
[Das Reformverständnis der Kemalisten verlangte auch, sich nicht mit den] durchgeführten Reformen zu begnügen, sondern diese kontinuierlich fortzusetzen und weiterzuentwickeln. So diente der Propagierung das Prinzip des Reformismus vorrangig dazu, den Fortschrittswillen der Bürger zu fördern.123

6. Etatismus (Devletcilik): Allgemein umfasst Etatismus den Eingriff des Staates in die sozialen, ökonomischen, kulturellen und bildungspolitischen Angelegenheiten. Für Atatürk bedeutete Etatismus zwar auch, das Privatunternehmertum zu fördern, aber – unter Berücksichtigung der Interessen der gesamten Nation – vor allem die Wirtschaft des Landes in staatliche Hand zu nehmen. Für die Türkei bedeutete das Prinzip Etatismus vorrangig die vom Staat bestimmte Organisation der Wirtschaft.124

Nach der Ausrufung der Republik 1923 hatte die Regierung versucht, durch staatliche Förderung der Privatwirtschaft die ökonomische Entwicklung voranzutreiben. Die zahlenmäßig wenigen kleinen Unternehmen konnten jedoch aufgrund ihrer geringen wirtschaftlichen Erfahrung, Fähigkeit und Ausstattung mit Kapital nicht bedeutsam zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes beitragen. Die vorhandenen Betriebe hatten mehr Werkstatt- als Fabrikcharakter und waren für eine Industrialisierung wenig geeignet. Die Kemalisten sahen in der Übernahme der unternehmerischen Initiative und Verantwortung durch den Staat eine Möglichkeit, die ökonomische Entwicklung zu fördern. So führten sie im Jahre 1932 eine Politik der vom Staat gelenkten Wirtschaft ein. Diese zielte insbesondere auf eine Entfaltung des Industriesektors und eine Beschleunigung des Industrialisierungsprozesses ab. Staatliche Investitionen wurden vorwiegend für die Gründung von Unternehmen und für den Aufbau der Infrastruktur (Eisenbahnnetz) verwendet. Die Regierung unterstützte auch die private unternehmerische Initiative und das Privateigentum. Gleichzeitig betrieb sie eine Kontingentierung von Importwaren.

Diese sechs Prinzipien werden als „Kemalismus/Atatürkismus“ bezeichnet und wurden 1931 auf dem Parteitag der Republikanischen Volkspartei (CHP) verabschiedet. Sie wurden im Jahre 1937 in die Verfassung aufgenommen und waren seitdem offizielle Staatsdoktrin der Türkischen Republik.125

Faruk Sen behauptet, dass die von der Republikanischen Volkspartei durchgeführten Reformen Zuspruch in den Reihen der Intellektuellen, der Armee, unter national denkenden Städtern, Regierungsbeamten, Ärzten, Professoren und Großhändlern usw. fanden. Der Sozialstatus gerade dieser Personenkreise wurde, sagt er, durch die Kemalistischen Erneuerungen aufgewertet, und es war ihnen möglich, die Vorteile der Modernisierung auszuschöpfen. Gegen das neue Staatsystem waren, stellt Sen fest, die Großgrundbesitzer, Dorfbewohner, Handwerker und Händler, die entfernt von den Zentren der Kemalistischen Umgestaltung in ihren traditionellen Netzwerken lebten und bei denen die alten Werte weiterhin das soziale Handeln regelte. Sie konnten keinen Nutzen aus den [sic] von Atatürk eingeführtem [sic] Reformwerk ziehen.126


123 Vgl. Ebenda, S. 10

124 Vgl. Ebenda, S. 9 ff

125 Vgl. Ebenda, S. 9 ff.

126 Vgl. Ebenda, S.20 f.

[Seite 12]

Das Reformverständnis der Kemalisten verlangte auch, sich nicht mit den in verschiedenen Bereichen durchgeführten Reformen zu begnügen, sondern diese kontinuierlich fortzusetzen und weiterzuentwickeln.10 Auf welche Weise und in welchen Bereichen dies geschehen sollte, wurde indes nicht ausführlich dargestellt. So diente die Propagierung des Prinzip des Reformismus vorrangig dazu, den Fortschrittswillen der Bürger zu fördern.

6. Etatismus: Allgemein beinhaltet Etatismus (Devletçilik) den Eingriff des Staates in die sozialen, ökonomischen, kulturellen und bildungspolitischen Angelegenheiten. Für Atatürk bedeutete Etatismus: „das Privatunternehmertum zwar zu fördern, aber - unter Berücksichtigung der Interessen der gesamten Nation - vor allem die Wirtschaft des Landes in staatliche Hand zu nehmen“11; d.h., daß sich in der Türkei das Prinzip des Etatismus vorrangig auf die Organisierung der Wirtschaft bezieht.

Nach Ausrufung der Republik 1923 hatte die Regierung versucht, durch staatliche Förderung der Privatwirtschaft die ökonomische Entwicklung voranzutreiben. Jedoch konnte die zahlenmäßig kleine Unternehmerschicht aufgrund ihrer geringen wirtschaftlichen Erfahrung, Fähigkeit und Ausstattung mit Kapital wie auch Gerätschaft keinen bedeutsamen Bei-

[Seite 13]

trag zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes leisten. Die vorhandenen Betriebe hatten mehr Werkstatt- als Fabrikcharakter und waren als Ausgangsbasis für eine Industrialisierung wenig geeignet. [...] Die Kemalisten sahen in der Übernahme der unternehmerischen Initiative und Verantwortung durch den Staat eine Möglichkeit, die ökonomische Entwicklung zu fördern. So führten sie im Jahre 1932 eine vom Staat gelenkte Wirtschaftspolitik ein. Diese zielte insbesondere auf eine Entfaltung des Industriesektors und eine Beschleunigung des Industrialisierungsprozesses ab: Staatliche Investitionen wurden vorwiegend für die Gründung von Unternehmen und für den Aufbau der Infrastruktur (Eisenbahnnetz) verwendet. Neben der Errichtung eines staatlichen Industriesektors unterstützte die Regierung auch die private unternehmerische Initiative und das Privateigentum. Gleichzeitig schrieb sie die Kontingentierung von Importwaren vor.

[...]

1931 auf dem Parteitag der Republikanischen Volkspartei verabschiedet, wurden die sechs Prinzipien im Jahre 1937 in die Verfassung aufgenommen und waren fortan offizielle Staatsdoktrin der Türkischen Republik.

[Seite 20]

Die zum Teil unter dem Druck der Republikanischen Volkspartei kompromißlos durchgeführten Reformen fanden Zuspruch in den Reihen der Intellektuellen, der Armee, unter national denkenden Städtern. Regierungsbeamten, Lehrern, Rechtsanwälten, Ärzten, Professoren und Großhändlern. Der Sozialstatus gerade dieser Personenkreise wurde durch die kemalistischen Erneuerungen aufgewertet, und es war ihnen möglich, die Vorteile der Modernisierung auszuschöpfen.

[Seite 21]

Gegen das neue Staatssystem opponierende Großgrundbesitzer, Dorfbewohner, Handwerker und Händler, die, entfernt von den Zentren der kemalistischen Umgestaltung, in ihren tradierten Netzwerken lebten und bei denen die alten Werte weiterhin das soziale Handeln regelten, konnten keinen Nutzen aus dem von Mustafa Kemal initiierten Reformwerk ziehen.


10 Kili 1982, S. 187.

11 Atatürk Araştırma Merkezi 1995, S. 324.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Auch die Verweise auf Akkaya et al. (1998) im letzten Absatz machen nicht deutlich, dass es sich um unveränderte, weitgehend wörtliche Übernahmen handelt.

Durch den alleinigen Verweis auf Faruk Şen gelingt es Db übrigens, durchgängig die weiblichen Koautoren von Şen zu ignorieren.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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