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Db/Fragment 040 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 1-29
Quelle: Adanir 1995
Seite(n): 59-60, Zeilen: 59:20-40 - 60:1-3.9-24
Im Frühjahr 1939 überstürzten sich die Ereignisse: Am 15. März 1939 erfolgte der deutsche Einmarsch in die Tschechoslowakei; am 28. März 1939 zog General Franco in Madrid ein, womit der spanische Bürgerkrieg mit dem Sieg der Faschisten beendet war. Am selben Tag kündigte Hitler den Nichtangriffspakt von 1934 mit Polen, worauf England und Frankreich sich genötigt sahen, Garantieerklärungen zugunsten Polens auszusprechen. Auch als Italien am 7./8. April 1939 Albanien annektierte, waren die Westmächte gezwungen, Garantieerklärungen, diesmal an Griechenland und Rumänien zu geben. Diese letzten Verpflichtungen konnten sie aber unmöglich einhalten, solange die Türkei ungebunden blieb. Vor allem England drängte deshalb auf einen beschleunigten Abschluss der Bündnisverhandlungen mit Ankara. Dagegen machte die Türkei ihre Einwilligung von der endgültigen Lösung der Alexandrette-Frage abhängig. Hitler entsandte am 28. April 1939 den ehemaligen Reichskanzler von Papen als Botschafter in die Türkei. Dieser hatte im Ersten Weltkrieg in der osmanischen Armee gedient und traf daher jetzt als „alter Kamerad“ in Ankara ein. Die Briten befürchteten, dass wieder eine deutsch-türkische Allianz wie im Ersten Weltkrieg entstehen würde. Doch es kam zu der britisch-türkischen Beistandserklärung vom 12. Mai 1939. Beide Staaten verpflichteten sich darin zur Verhütung der Hegemonie einer dritten Macht im Mittelmeerraum. Frankreich blieb von dieser Annäherung ausgeschlossen. Es musste noch der deutsch-italienische Stahlpakt vom 22. Mai hinzukommen, bevor Frankreich und die Türkei eine Einigung in der Alexandrette-Frage erzielen konnten. Mit dem Vertrag vom 23. Mai 1939 akzeptierte Frankreich den Anschluss des Sandschaks an die Türkei. Am selben Tag wurde bekannt gegeben, dass Paris sich der britisch-türkischen Beistandserklärung vom 12. Mai anschloss.164 Aus der innenpolitischen Mobilisierung im Zuge des diplomatischen Kampfes um Alexandrette ging das türkische Nationalbewusstsein gestärkt hervor. Schon die Umbenennung der neugewonnene [sic] Provinz in „Hatay“ (der Name wurde 1936 von Atatürk verliehen) war bemerkenswert, sollte doch damit an die „hethitische“ Vergangenheit der Region erinnert werden und daran, dass die Hethiter – gemäß der türkischen Geschichtsthese – zu den Stammvätern der Türken gehörten.165

164 Vgl. Adanir Fikret: S. 60

165 Vgl. Adanir Fikret: S. 60

[Seite 59]

Im Frühjahr 1939 überstürzten sich dann die Ereignisse: Am 15. März erfolgte der deutsche Einmarsch in die Tschechoslowakei; am 28. März zog General Franco in Madrid ein, womit der spanische Bürgerkrieg mit dem Sieg der Faschisten beendet war. Am selben Tag kündigte Hitler den Nichtangriffspakt von 1934 mit Polen, worauf England und Frankreich sich genötigt sahen, Garantieerklärungen zugunsten Polens auszusprechen. Auch als Italien am 7./8. April 1939 Albanien annektierte, waren die Westmächte gezwungen, Garantieerklärungen, diesmal an Griechenland und Rumänien, zu geben. Diese letzten Verpflichtungen konnten sie aber unmöglich einhalten, solange die Türkei ungebunden blieb. Deshalb drängte vor allem England auf einen beschleunigten Abschluß der Bündnisverhandlungen mit Ankara. Die Türkei dagegen machte ihre Einwilligung von der endgültigen Lösung der Alexandrette-Frage abhängig.

Am 28. April 1939 entsandte Hitler den ehemaligen Reichskanzler von Papen als Botschafter in die Türkei. Dieser hatte im Ersten Weltkrieg in der osmanischen Armee gedient und traf daher jetzt als >alter Kamerad< in Ankara ein. Die Briten mußten befürchten, daß wieder eine deutsch-türkische Allianz wie im Ersten Weltkrieg entstand. Unter diesen Bedingungen kam es zu der

[Seite 60]

britisch-türkischen Beistandserklärung vom 12. Mai 1939. Darin verpflichteten sich die beiden Staaten zur Verhütung der Hegemonie einer dritten Macht im Mittelmeerraum. [...]

Frankreich blieb von dieser türkisch-englischen Annäherung ausgeschlossen, wenn auch die diesbezüglichen Verhandlungen andauerten. Es mußte noch der deutsch-italienische >Stahlpakt< vom 22. Mai 1939 dazukommen, bevor Frankreich und die Türkei Einigung in der Alexandrette-Frage erzielen konnten: Mit dem Vertrag vom 23. Juni 1939 akzeptierte Frankreich den Anschluß des Sandschaks an die Türkei. Am selben Tag wurde bekanntgegeben, daß Paris sich der britisch-türkischen Beistandserklärung vom 12. Mai anschloß.

Aus der innenpolitischen Mobilisierung im Zuge des diplomatischen Kampfes um Alexandrette ging das türkische Nationalbewußtsein gestärkt hervor. Schon die Umbenennung der neugewonnenen Provinz in >Hatay< war bemerkenswert, sollte doch damit an die >hethitische< Vergangenheit der Region erinnert werden und daran, daß die Hethiter — gemäß der türkischen Geschichtsthese - zu den Stammvätern der Türken gehörten.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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