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Db/Fragment 062 10

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 10-19, 21-23, 103-104
Quelle: Adanir 1995
Seite(n): 92, Zeilen: 92:12-27.38-40 - 93:1-4
In den 60er Jahren war die Industrialisierung wieder das oberste Ziel. Diese wurde durch eine importsubstituierende Entwicklungsstrategie versucht. Die Einfuhr von Industrieerzeugnissen sollte eingeschränkt werden, damit ein staatlich gestützter Binnenmarkt für die einheimischen Unternehmen entstand. Die Folge war eine beachtliche Industrialisierung, so dass bald Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernsehgeräte, Automobile, Traktoren aus heimischer Produktion auf den Binnenmarkt kamen. Die Produktion basierte letztlich auf fremder Technologie, auf importierten Rohstoffen und Vorprodukten. Der türkische Export bestand weiterhin aus traditionellen Agrargütern, deren Preise stagnierten. Das Zahlungsbilanzdefizit des Landes wuchs beständig.305

[1963 konnte ein Vertrag mit der EG unterzeichnet werden, der einen späteren Beitritt der Türkei zur Gemeinschaft vorsah.] Mit dem Abkommen von Ankara 1963 begann ein Export von Arbeitskräften vor allem nach Deutschland, aber auch nach den Niederlanden, Frankreich, Dänemark und Skandinavien.306


305 Vgl. Adanir, Fikret: Geschichte der Republik Türkei, S. 92

306 Die Zahl der Ausgewanderten erreichte bis zu Beginn der 90er Jahre drei Millionen, davon etwa 1,8 Mio. in Deutschland.. [sic] Vgl. Adanir, Fikret: Geschichte der Republik Türkei, S. 92

[Seite 92]

Wiederum war die umfassende Industrialisierung das oberste Ziel. Auf dem Weg dorthin erschien in den 60er Jahren eine importsubstituierende Entwicklungsstrategie als Gebot der Stunde. Die Einfuhr von Industrieerzeugnissen sollte eingeschränkt werden, damit ein geschützter Binnenmarkt für die einheimischen Unternehmer entstand, die nun praktisch Monopolprofite erzielen durften. Die Folge war in der Tat eine beachtliche Industrialisierung, so daß bald Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernsehgeräte, Automobile, Traktoren und v.a.m. aus heimischer Produktion auf den Binnenmarkt kamen. Freilich basierte diese Produktion letztlich auf fremder Technologie, auf importierten Rohstoffen und Vorprodukten, d. h., die Einsparungen an harter Währung waren gering. Da der türkische Export weiterhin aus traditionellen Agrargütern bestand, deren Preise stagnierten, wuchs das Zahlungsbilanzdefizit des Landes beständig.

[...] Mit dem Abkommen von Ankara 1963 begann ein mehr oder weniger geregelter Export von Arbeitskräften vor allem nach

[Seite 93]

Deutschland, aber auch nach den Niederlanden, Frankreich, Dänemark und Skandinavien. Die Zahl der Ausgewanderten erreichte bis zu Beginn der 90er Jahre drei Millionen, davon etwa 1,8 Millionen in Deutschland.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Der in Klammern gesetzte Satz findet sich sehr ähnlich in der Quelle Riemer 1998, S. 30.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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