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Db/Fragment 063 03

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 3-36, 40-44
Quelle: Yilmaz 1993
Seite(n): 360, 361, 362, 364, Zeilen: 360:41-42, 44-45; 361:1-2, 4-8, 9-12, 14-23, 32-38, 44-45; 362:5-8; 364:12-14, 16-19
Im folgenden [sic] soll überprüft werden, inwieweit und in welchem Maße die im ersten und zweiten Fünfjahresplan vorausgesehenen Ziele verwirklicht werden konnte [sic].

- Beide Fünfjahrespläne sahen ein Wachstum des BIP um jährlich 7 % voraus. Dieses Ziel konnte fast erreicht werden. So wuchs das BIP im ersten Fünfjahresplan um 6,7 % und in der zweiten Planperiode um 6,9%, wobei im Industriesektor die größten Zuwachsraten verzeichnet werden konnten.

- Die abweichenden Wachstumsraten der verschiedenen Sektoren der Volkswirtschaft spiegelten sich in der veränderten Zusammensetzung des BIP wider. Während die Landwirtschaft zwar größter Sektor in der Volkswirtschaft – gemessen an ihrem Anteil am BIP – blieb, sank doch ihr relatives Gewicht, wogegen das des Industriesektors anstieg. Der Anteil der Landwirtschaft konnte von 41,2 % in 1963 auf 31,5 % in 1971 herabgesetzt werden. Der Anteil der Industrie am BIP stieg aber nur von 16,8 % auf 20,6 % in 1971, anstatt auf das geplante Ziel von 25 %.

- Im Außenhandelsbereich wurden die Planziele sowohl beim Export und auch beim Import übertroffen. Das Ziel von 6,5 % für die Ausfuhren wurde tatsächlich erreicht. Demgegenüber veränderte sich die Exportstruktur mit einem Industriegüteranteil von 7,8 % kaum, zumal der Anstieg auf Kosten der Landwirtschaft erfolgte.

- Tatsächlich ist das Investitionsniveau gestiegen; die Bruttoinvestitionsquote schwankte zwischen 16 % in der ersten und 19,3 % in der zweiten Planperiode. Zum größten Teil konnte diese hohe Kapitalbildung durch die inländischen Ersparnisse erzielt werden. Der Anteil an ausländischem Kapital war kaum erwähnenswert.

In der zweiten Planperiode ab 1970 stieg die Einfuhr sehr stark an. Das Auslandsdefizit wurde immer größer. Dieses Defizit wurde aber durch die Geldüberweisungen der im Ausland beschäftigten türkischen Arbeitnehmer ausgeglichen. So leisteten die türkischen Arbeitnehmer einen großen Beitrag für diese Zeit. So konnte man mit der Strategie der Importsubstitution auch im dritten Jahresplan weitermachen. Aber die folgende Entwicklung wurde vom ersten Ölpreisschock 1973-74 und der nachfolgenden Rezession von 1975 stark beeinflusst. In dieser Zeit wurde die wirtschaftliche Entwicklung durch die lang andauernden Regierungskrisen gelähmt; sie erlitt als Folge des Zypernkonflikts mit den sich daraus ergebenden Belastungen einen dramatischen Einbruch. 308

[...] Der 24. Januar 1980 markierte einen Wendepunkt in der Wirtschaftsgeschichte der Türkei, der mit dem Namen Turgut Özal verbunden ist. Die Wirtschaft wurde von einer binnen- auf eine exportorientierte Entwicklungsstrategie geändert. Im Land sollte nun der Industrialisierungsprozess mit Hilfe einer weltmarktorientierten Wirtschaftsstrategie vorangebracht werden.


308 Vgl. Yilmaz Bahri: Die wirtschaftliche Entwicklung, S. 360

[Seite 360]

Im folgenden [sic] soll überprüft werden, inwieweit und in welchem Maße die im Ersten und Zweiten Fünfjahresplan vorausgesehenen Ziele verwirklicht werden konnten. [...]

– Beide Fünfjahrespläne sahen ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes um jährlich 7% voraus. Dieses Ziel konnte fast erreicht werden. So wuchs das BIP im Ersten Fünf-

[Seite 361]

jahresplan um 6,7% und in der zweiten Planperiode um 6,9%, wobei der Industriesektor die größten Zuwachsraten zu verzeichnen hatte. [...]

– Die abweichenden Wachstumsraten der verschiedenen Sektoren der Volkswirtschaft spiegelten sich in der veränderten Zusammensetzung des BIP wider. Während die Landwirtschaft zwar der größte Sektor in der Volkswirtschaft – gemessen an ihrem Anteil am BIP – blieb, sank doch im Beobachtungszeitraum ihr relatives Gewicht, wogegen das des Industriesektors anstieg. [...] Der Anteil der Landwirtschaft konnte – wie geplant – von 41,2% 1963 auf 31,5% 1971 herabgesetzt werden. Der Anteil der Industrie am BIP stieg aber nur von 16,8% 1963 auf 20,6% 1971, anstatt auf das geplante Ziel von 25 %.

– [...] Tatsächlich ist das Investitionsniveau in der Türkei gestiegen; die Bruttoinvestitionsquoten schwankten zwischen 16 % in der ersten und 19,3 % in der zweiten Planperiode. Diese hohe Kapitalbildung mußte allerdings in großem Maße durch inländische Ersparnisse erzielt werden. Der Anteil des ausländischen Kapitals war kaum erwähnenswert.

– Im Außenhandelsbereich wurden die Planziele sowohl beim Export und auch beim Import übertroffen. Das bescheidene Ziel für die Ausfuhren [(jahresdurchschnittliche Zunahme von 6,3 %)] wurde tatsächlich in Höhe von 6,5 % erreicht. Demgegenüber veränderte sich die Exportstruktur mit einem Industriegüteranteil von 7,8 % kaum, zumal der Anstieg auf Kosten der Landwirtschaft erfolgte.

[...]

Dementsprechend stieg in der zweiten Planperiode ab 1970 die Einfuhr sehr stark an. Das hieraus entstandene Außenhandelsdefizit wurde immer größer. [Es kam aber ein unerwartetes Phänomen in beiden Plänen hilfreich hinzu:] Dies waren die Geldüberweisungen der im Ausland beschäftigten türkischen Arbeitnehmer, die zum Abbau des türkischen Leistungsbilanzdefizits einen großen Beitrag leisteten. Deswegen konnte die Strategie der Importsubstitution im Dritten Jahresplan als eines der wichtigsten Ziele deklariert werden [und es kam kein Zweifel an der Fortsetzung der bisher eingeschlagenen Strategie auf]. [...]

Die folgende Entwicklung wurde vom ersten Ölpreisschock und der nachfolgenden Rezession von 1975 stark beeinflußt.

[Seite 362]

Darüber hinaus befand sich das Land in einer Phase, in der die wirtschaftliche Entwicklung der Türkei durch die langandauernden Regierungskrisen gelähmt [sic] und als Folge des Zypernkonflikts mit den sich daraus ergebenden Belastungen einen dramatischen Einbruch erlitten hatte.

[Seite 364]

Der 24. Januar 1980 markierte einen Wendepunkt in der Wirtschaftsgeschichte der Türkei. Die damalige Regierung, in welcher der spätere Ministerpräsident Özal Wirtschaftsminister war[, hatte aufgrund der von den internationalen Finanzorganisationen gemachten Auflagen ein umfangreiches Stabilisierungsprogramm für die schon wieder vor dem Bankrott stehende türkische Wirtschaft aufgestellt]. Infolgedessen wurde die Wirtschaft von einer binnen- auf eine exportorientierte Entwicklungsstrategie umgeschaltet.

Nun sollte der Industrialisierungsprozeß des Landes mit Hilfe einer weltmarktorientierten Wirtschaftsstrategie vorangebracht werden.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme werden durch die "Vgl."-Fußnote nicht kenntlich gemacht – auch wenn man von der ungenauen Seitenangabe einmal absieht. Für die drei letzten Sätze findet sich gar kein Beleg. (Özals Vorname kommt zwar nicht in der Quelle vor, ist aber äußerst geläufig.)

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

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