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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 24-40
Quelle: Şen 1997
Seite(n): 3, 10, 11, Zeilen: 3:li.Sp. 7-9; 10:re.Sp. 25-31 - 11:li.Sp. 1-21
Bei den Wahlen am 24. Dezember 1996 [sic] erhielt die Wohlfahrtspartei (Refah Partisi- RP) von Necmettin Erbakan, in Südostanatolien nach der pro-kurdischen Partei HADEP887, die meisten Stimmen. Die Wohlfahrtspartei erkannte zwar die Existenz der kurdischen Ethnie an, fand dies aber zweitrangig, da die Kurden als Muslime der gleichen Religionsgemeinschaft angehören würden. Erbakan zielte nach der Übernahme der Beteiligung an der Regierung auf eine politische Lösung. Sein Versuch, einen islamischen Schriftsteller als Vermittler bei der Kontaktaufnahme zu Öcalan einzusetzen, rief scharfe Reaktionen hervor. Des weiteren nahm ein Abgeordneter der Wohlfahrtspartei, Fetullah Erbas, einen Dialog mit der PKK auf und besuchte deren Lager in Syrien, um entführte Soldaten zu befreien. Damit verhandelte zum ersten Mal ein Angehöriger der Regierungspartei mit der PKK. Erbakan gewährte Erbas politischen Beistand, als dieser aufgrund seiner Aktion heftig kritisiert wurde. Erbakan bezeichnete Erbas’ Aktion als eine humanitäre Handlung. Gegen Erbas wollte der Staatsanwalt des Nationalen Sicherheitsgerichtes rechtlich vorgehen. All diese Ereignisse lösten beim Militär heftige Reaktionen aus, so dass Erbakan und seine Parteikollegen Vorstöße dieser Art aufgaben. Somit konnte man keine Veränderung in der Kurdenpolitik durch die neue Regierung feststellen888.

887 In 37 Provinzen stellte HADEP die Bürgermeister. Am 18. November 1998 wurden wieder HADEP-Funktionäre inhaftiert.

888 Vgl. Sen Faruk: Die gegenwärtige politische Lage in der Türkei unter der neuen Regierung

[Seite 3]

Erbakans Partei, die Refah Partisi (RP; Wohlfahrtspartei) erhielt bei den Wahlen am 24. Dezember 1995 21 Prozent der Stimmen.

[Seite 10]

Die Wohlfahrtspartei, die in Südostanatolien nach der prokurdischen Partei HADEP die meisten Stimmen erhalten hat, erkennt die Existenz der kurdischen Ethnie an, findet dies aber zweitrangig, da die Kurden als Muslime der gleichen Religionsgemeinschaft angehören. Erbakan zielte nach der Übernahme der

[Seite 11]

Beteiligung an der Regierung auf eine politische Lösung. Sein Versuch, einen islamischen Schriftsteller als Vermittler bei der Kontaktaufnahme zu Öcalan einzusetzen, rief scharfe Reaktionen hervor. Des weiteren nahm Fethullah Erbaş, Abgeordneter der Wohlfahrtspartei, einen Dialog mit der PKK auf und besuchte deren Lager in Syrien, um entführte türkische Soldaten zu befreien. Damit verhandelte zum ersten Mal ein Angehöriger einer Regierungspartei mit der PKK. Erbakan gewährte Erbaş politischen Beistand, als dieser aufgrund seiner Aktion heftig kritisiert wurde. Der Ministerpräsident bezeichnete dies als eine humanitäre Handlung. Gegen Erbaş will der Staatsanwalt des Nationalen Sicherheitsgerichtes gesetzlich vorgehen. All diese Ereignisse lösten heftige Reaktionen beim Militär aus, so daß Erbakan und seine Parteikollegen solche Vorstöße aufgaben. Somit kam es im Hinblick auf die Kurdenpolitik der Regierung zu keiner grundlegenden Veränderung.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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