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Db/Fragment 164 05

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 164, Zeilen: 5-18
Quelle: Gürbey 1998b
Seite(n): 354, Zeilen: 14-19, 21-24, 27-33
Die politische Strategie der PKK ist, zusätzlich zur Gewaltanwendung, mit politischen Mitteln den Konflikt verstärkt in die internationale Öffentlichkeit zu bringen, um so den Druck auf die Türkei zu intensivieren. Die PKK hat mittlerweile ein Netzwerk ausgebaut, das von Westeuropa über den Nahen Osten bis hin nach Russland reicht. Dass die politische Einflussnahme der PKK nicht immer unterbunden werden kann, zeigte sich insbesondere darin, dass das kurdische Exilparlament auf Einladung einiger italienischer Parlamentarier - trotz massivem Widerstand der Türkei - im September 1998 in Italien tagen durfte. Italienische Entscheidungsträger und andere Bündnispartner Ankaras forderten die Türkei auf, den Konflikt mit politischen Mitteln zu lösen. Die Tatsache, dass der Kurdenkonflikt insgesamt bereits internationalisiert ist und weit über die eigenen Grenzen hinausreichende Auswirkungen hat und die PKK nur eine - aber eine maßgebliche - Facette des Konfliktes darstellt, erschwerte es der türkischen Militär- und Saatsführung zunehmend, den erklärten Vernichtungskrieg gegen die PKK an allen Fronten gleichermaßen erfolgreich durchzuführen. Zu erwähnen ist in diesem Kontext vor allem auch die politische Strategie der PKK, zusätzlich zur Gewaltanwendung mit politischen Mitteln den Konflikt verstärkt in die internationale Öffentlichkeit zu bringen, um so den Druck auf die Türkei zu intensivieren. Gerade diese politische Strategie der PKK bedeutet für die Türkei eine zusätzliche Herausforderung, bedenkt man, daß die PKK mittlerweile ein Netzwerk aufgebaut hat, das von Westeuropa über den Nahen Osten bis hin nach Rußland reicht. [...] Daß die politische Einflußnahme der PKK nicht immer unterbunden werden kann, zeigte sich insbesondere darin, daß das kurdische Exilparlament auf Einladung einiger italienischer Parlamentarier – trotz massiven Widerstands der Türkei – im September 1998 in Italien tagen durfte.11 [Bereits im Januar 1998 war es gewissermaßen zu einer Verschlechterung der türkisch-italienischen Beziehungen gekommen, als mehrere Boote mit kurdischen Flüchtlingen in italienischen Häfen landeten und] italienische Entscheidungsträger anders als viele Bündnispartner Ankaras die Türkei deutlich dazu aufforderten, den Konflikt mit politischen Mitteln zu lösen. Die Tatsache, daß der Kurdenkonflikt insgesamt bereits internationalisiert ist und weit über die eigenen Grenzen hinaus reichende Auswirkungen hat und die PKK nur eine – aber eine maßgebliche – Facette des Konfliktes darstellt, erschwert es der türkischen Militär- und Staatsführung zunehmend, den erklärten Vernichtungskrieg gegen die PKK an allen Fronten gleichermaßen erfolgreich durchzuführen.

[11 Ausführlicher zu den scharfen türkischen Reaktionen auf die Sitzung des Kurdischen Exilparlaments in Italien Milliyet, Hürriyet und Sabah vom 30.9.–2.10. 1998.]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme. Die Konstatierung eines Gegensatzes zwischen Italien und vielen anderen Bündnispartnern der Türkei bzgl. des Kurdenkonflikts im Januar 1998 bei Gürbey wandelt die Verf. in eine andere Aussage um.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

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