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Db/Fragment 272 13

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 272, Zeilen: 13-29, 33-37
Quelle: Gürbey 1997
Seite(n): 126, Zeilen: 4-8, 15-31, 101-102
Die Außenpolitik der Türkei nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch den Eintritt der Türkei in die NATO sowie durch die politische, militärische und ökonomische Ausrichtung auf Europa und die USA bestimmt. Die atlantische Orientierung führte zu einem eindimensionalen außenpolitischen Verhalten unter Vernachlässigung der regionalen Komponente in der außenpolitischen Interessenwahrnehmung des Landes. Bis in die Mitte der 60er Jahre wurden die Beziehungen der Türkei zu dieser Region in erster Linie durch die US-Nahostpolitik und deren Interessen, welche sich die Türkei zu eigen gemacht hatte, bestimmt. Dies zeigte sich auch an der Reaktion des Landes auf Krisen in der Region, wie z. B. in der Rückhaltsgewährung der US-Politik in der Suez-Krise 1956. Eine starke Isolation der Türkei in der Region war die Folge dieser Politik. Erst in der ersten Hälfte der 60er Jahre setzte unter veränderten internationalen und regionalen Bedingungen (Entspannung im Ost-West Verhältnis, Zypernkrise) und nach einem innenpolitischen Wandlungsprozess (Entstehung eines ideologisch-politischen Pluralismus, Auswirkungen der liberalen Verfassung von 1961) eine Entwicklung zur Multidimensionalität in der Außenpolitik ein. Dies bedeutete eine stärkere regionale Interessenwahrnehmung unter strikter Beibehaltung der Westbindung und Bündnisverpflichtungen. [...]

Die wichtigsten Schritte auf dem Gebiet einer multidimensionalen Außenpolitik waren unter Beibehaltung der Westbindung die Aufnahme gutnachbarschaftlicher Beziehungen zur Sowjetunion und die Entwicklung einer aktiven türkischen Nah- und Mittelostpolitik, was eine Erweiterung der außenwirtschaftlichen Möglichkeiten bedeutete.

Die Außen- und Sicherheitspolitik der Türkei nach dem Zweiten Weltkrieg wurde durch den Eintritt der Türkei in die NATO sowie durch die politische und ökonomische Ausrichtung auf Europa und die USA bestimmt. Die atlantische Orientierung führte zu einem eindimensionalen außenpolitischen Verhalten unter Vernachlässigung der regionalen Komponente in der außenpolitischen Interessenwahrnehmung des Landes. [...] Bis in die Mitte der 60er Jahre wurde die eindimensionale türkische Außenpolitik durch das Primat der USA-Türkei-Beziehungen und Bündnisinteressen bestimmt. Bündnisinteressen- und verpflichtungen wurden mit den nationalen Interessen des Landes gleichgesetzt.3 Eine starke Isolation der Türkei in der Region war u.a. die Folge dieser Politik.

Erst in der ersten Hälfte der 60er Jahre setzte unter veränderten internationalen und regionalen Bedingungen (Entspannung im Ost-West-Verhältnis, Zypernkrise [...]) und nach einem innenpolitischen Wandlungsprozeß (Entstehung eines ideologisch-politischen Pluralismus [...], Auswirkungen der liberalen Verfassung von 1961) eine allmähliche Entwicklung zur Multidimensionalität in der Außenpolitik ein. Dies bedeutete eine stärkere regionale Interessenwahrnehmung unter strikter Beibehaltung der Westbindung und Bündnisverpflichtungen. Die wichtigsten Schritte auf dem Gebiet einer multidimensionalen Außenpolitik waren unter Beibehaltung der Westbindung die Aufnahme gutnachbarschaftlicher Beziehungen zur Sowjetunion und die Entwicklung einer aktiven Nah- und Mittelostpolitik, was eine Erweiterung der außenwirtschaftlichen Möglichkeiten bedeutete.


3 Dies zeigte sich auch an der Reaktion der Türkei auf Krisen in der Region, wie z.B. in der Rückhaltsgewährung der US-Politik in der Suez-Krise 1956 [...].

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Der bereits im Kapitel 3.9 (Kurzes Resümee: [...], S. 119 f.) übernommene Inhalt – siehe Fragment 120 01 – findet auch im zusammenfassenden Kapitel 8 vollumfänglich wieder.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

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