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Db/Fragment 273 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 1-11
Quelle: Gürbey 1991
Seite(n): 211, 212, 213, 214, Zeilen: 211:42-44, 212:1, 14-16, 27-29, 213:27-32, 214:27-29
Die türkische Nah- und Mittelostpolitik stand nicht grundsätzlich im Widerspruch zur atlantischen Ausrichtung, aber das türkisch-amerikanischen [sic] Sonderverhältnis geriet damit in einigen Punkten in Spannung. Die Türkei versuchte, ihre Verpflichtungen innerhalb der westlichen Allianz mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-islamischen Welt in Einklang zu bringen.

Das Prinzip der grundlegenden politischen Neutralität gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten dieser Region fand Anwendung. So verfolgte die Türkei im irakisch-iranischen Krieg eine Neutralitätspolitik. Sie zeigte besondere Vorsicht gegenüber den Konfliktparteien, da wirtschaftliche Verbindungen zu beiden bestanden. Als wichtiger Handels- und Transitpartner sowohl für den Irak als auch für den Iran profitierte die Türkei zugleich von der Kriegswirtschaft.

[Seite 211]

Dagegen versuchte die Türkei ihre Mitgliedschaft in der NATO und ihr Schutzbedürfnis gegenüber der Sowjetunion in Einklang zu bringen mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-

[Seite 212]

islamischen Welt. [...]

[...]

Die türkische Nah- und Mittelostpolitik stand nicht grundsätzlich im Widerspruch zur atlantischen Ausrichtung, geriet aber in einigen Punkten in eine Spannung zu dem türkisch-amerikanischen Sonderverhältnis.

[...]

Das Prinzip der grundlegenden politischen Neutralität der türkischen Nah- und Mittelostpolitik gegenüber zwischenstaatlichen Konflikten dieser Region fand eine konsequente Anwendung.

[Seite 213]

Im irakisch-iranischen Krieg verfolgte die Türkei konsequent eine Neutralitätspolitik. Sie zeigte besondere Vorsicht gegenüber den Konfliktparteien, da wirtschaftliche Verbindungen zu beiden bestanden, aber auch weil der Konflikt indirekte Rückwirkungen auf die innere Sicherheit (Kurdenproblem) hatte. Als wichtiger Handels- und Transitpartner sowohl für den Irak als auch für den Iran profitierte die Türkei zugleich von der Kriegswirtschaft.

[Seite 214]

Sie versuchte, ihre Verpflichtungen innerhalb der westlichen Sphäre in Einklang zu bringen mit ihren Interessen gegenüber der arabisch-islamischen Welt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Teile des Fragmentinhalts finden sich bereits im zwischenbilanzierenden Unterkapitel 3.9 (Kurzes Resümee: [...], S. 119-120), vgl. den unteren Teil von Fragment 120 15.

Sichter
(Schumann), Stratumlucidum

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