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[1.] Dcl/Fragment 039 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 09:48:47 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 1-4
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 21, Zeilen: 10 ff.
[Es handelt sich hierbei um einen Raum gesellschaftlicher Selbstorganisation zwischen Staat, Markt und] Privatsphäre mit Vereinen, Zirkeln, Netzwerken und Nichtregierungsorganisationen, von dem angenommen und erwartet wird, dass er ein Raum öffentlicher Diskussion, Konflikte und Verständigung und der Selbständigkeit von Individuen und Gruppen sowie der Dynamik und Innovation und ein Ort der Anstrengung für das Gemeinwohl sein kann (Kocka 2000).

Kocka, Jürgen, 2000: Zivilgesellschaft als historisches Problem und Versprechen. In: Hildermeier, Manfred / Kocka, Jürgen / Conrad, Christoph (Hrsg.): Europäische Zivilgesellschaft in Ost und West. Begriff, Geschichte, Chancen. Frankfurt / Main, New York: Campus Verlag.

Im Zentrum der neueren Diskussion über »Zivilgesellschaft« steht der Raum gesellschaftlicher Selbstorganisation zwischen Staat, Markt und Privatsphäre, ein Bereich der Vereine, Zirkel, Netzwerke und Non-Governmental-Organizations [sic] (NGOs), von dem angenommen und erwartet wird, daß er ein Raum öffentlicher Diskussion, Konflikte und Verständigung, eine Sphäre der Selbständigkeit von Individuen und Gruppen, ein Bereich der Dynamik und Innovation und ein Ort der Anstrengung für das Gemeinwohl sein kann, so unterschiedlich dieses in einer pluralen Gesellschaft auch verstanden wird.
Anmerkungen

Die Quelle wird genannt, aber die Wörtlichkeit der Wiedergabe nicht kenntlich gemacht.

Es werden jeweils 8, 15, 6 und 14 aufeinanderfolgende Wörter bei nichttrivialem Inhalt der Aussage übernommen.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[2.] Dcl/Fragment 039 28 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 09:50:50 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, Kocka 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 28-34
Quelle: Kocka 2000
Seite(n): 22, 23, 24, Zeilen: 22: 23 ff.; 23: 31 f.; 24: 1 ff.
Die Ökonomie wird oftmals deshalb als zentrale Dimension der Zivilgesellschaft betrachtet, weil sie in dem Maß, wie sie gesellschaftlich organisierte Arbeit fordert und fördert, den Wohlstand mehrt und Wachstum ermöglicht, Triebkraft einer sich entwickelnden Zivilgesellschaft ist (Cohen / Arato 1992; Habermas 1992; Gray 1999). Die Auffassung über eine enge Verknüpfung von Zivilgesellschaft und Staat bezieht sich auf die Ausrichtung zivilgesellschaftlicher Aktivität auf das Gemeinwesen, die Politik, das Allgemeine und dessen Institutionen mit dem Ziel der [Veränderung der staatlichen Sphäre (Schmalz-Bruns 1995).]

Cohen, Jean L. / Arato, Andrew, 1992: Civil Society and Political Theory. Cambridge, MA: MIT Press.

Habermas, Jürgen, 1992: Faktizität und Geltung. Beiträge zur Diskurstheorie des Rechts und des demokratischen Rechtsstaates [sic]. Frankfurt/Main: Suhrkamp.

Gray, John, 1999: Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen. Berlin: Alexander Fest Verlag.

Schmalz-Bruns, Rainer, 1995: Reflexive Demokratie. Die demokratische Transformation moderner Politik. Baden-Baden: Nomos Verlagsgesellschaft.

[Seite 22]

Andererseits haben die klassischen Autoren von Locke und Hume über Ferguson und Kant bis zu Hegel und Marx die Ökonomie mit guten Gründen als zentrale Dimension der Zivilgesellschaft betrachtet. In dem Maße, in dem das Wirtschaften über den Rahmen der Hauswirtschaft hinauswuchs, Tausch und Handel in immer größeren Verkehrskreisen hervorbrachte, gesellschaftlich organisierte Arbeit forderte und förderte, den Wohlstand mehrte und Wachstum ermöglichte, war sie ja von Anfang an eine Triebkraft und ein Moment der sich entwickelnden Zivilgesellschaft gewesen.

[Seite 23]

Aber andererseits waren Zivilgesellschaft und Staat immer eng aufeinander verwiesen. Im aufklärerischen Entwurf der Zivilgesellschaft ging es nie

[Seite 24]

nur um private und partikulare Interessen, vielmehr im Gegenteil: um das Gemeinwesen, die Politik, das Allgemeine und dessen Institutionen. So scharf der zivilgesellschaftliche Entwurf gegen den absolutistischen, den diktatorischen und den fürsorglich-gängelnden Untertanenstaat stand und steht, so sehr ging (und geht) es ihm um die grundsätzliche Veränderung der staatlichen Sphäre.


Cohen,Jean [sic] L./Arato, Andrew (1992), Civil Society and Political Theory, Cambridge, Mass.

Gray, John (1999), Die falsche Verheißung. Der globale Kapitalismus und seine Folgen, Berlin.

[Habermas, Jürgen (1982), Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 2, Frankfurt/Main.]

ders. (1992), Faktizität und Geltung, Frankfurt/Main.

Anmerkungen

Kocka (2000) wird im folgenden Satz angeführt. Es ist schwer verständlich, warum die Verf.in hier statt ihrer tatsächlichen Quelle vier andere Titel, von denen sich drei auch im Literaturverzeichnis Kockas finden, nennt.

Den fehlerhaften Untertitel bei Habermas (1992) – richtig wäre "Rechtsstaats" – scheint die Verf.in aus der Wikipedia zu übernehmen, siehe Fragment 037 24 bzw. Fragment 066 24.

Bei Schmalz-Bruns (1995) findet sich die referenzierte Aussage in dieser Form nicht.

Gray (1999) und Schmalz-Bruns (1995) werden in der untersuchten Arbeit – jeweils abgesehen vom Literaturverzeichnis – ausschließlich an dieser Stelle erwähnt, Cohen / Arato (1992) – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch einmal auf S. 38 in einem ebenfalls als Plagiat eingestuften Kontext, siehe Fragment 038 16.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


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