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[1.] Dcl/Fragment 045 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 09:53:01 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, Grupp 2005, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 4-8
Quelle: Grupp 2005
Seite(n): 600, Zeilen: li. Sp. 41 ff., re. Sp. 1 f.
In gesellschaftspolitischen Zusammenhängen bezeichnet Partizipation die aktive und freiwillige Teilnahme einzelner oder organisierter Bürger mit dem Ziel, Entscheidungsprozesse und Handlungsabläufe vor allem staatlicher Organe kennen zu lernen, zu beeinflussen oder daran mitzuwirken (Mickel / Bergmann 2005).

Mickel, Wolfgang W. / Bergmann, Jan (Hrsg.), 2005: Handlexikon der Europäischen Union. Stuttgart: OMNIA Verlag, 3. Auflage.

Partizipation bezeichnet in gesellschaftspolitischem Zusammenhang die aktive Teilnahme einzelner oder organisierter Bürgerinnen und Bürger mit dem Ziel, Entscheidungsprozesse und Handlungsabläufe vor allem staatlicher Organe kennen zu lernen, zu beeinflussen oder daran mitzuwirken.
Anmerkungen

19 aufeinanderfolgende Wörter werden übernommen, jedoch nicht als Zitat kenntlich gemacht.

Der eigentliche Verfasser des Artikels "Partizipation" in dem Handlexikon dürfte Grupp sein (siehe die Anm. bei der Quelle).

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[2.] Dcl/Fragment 045 14 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 09:55:00 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schultze 2005, Schutzlevel sysop, Verdacht auf willkürliche Referenzierung

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 14-17, 23-24, 25-27
Quelle: Schultze 2005
Seite(n): 675, 676, Zeilen: 675: re. Sp. 28 ff.; 676: li. Sp. 1 ff.
Alle Formen politischer Partizipation, die Bürger freiwillig, individuell oder kollektiv im Verbund mit anderen unternehmen, um politische Entscheidungen direkt oder indirekt zu ihren Gunsten zu beeinflussen, werden dabei als instrumentell oder zweckrational charakterisiert. [Bei dieser Form der Beteiligung steht die Berücksichtigung bestimmter Werte und die Durchsetzung von Interessen im Vordergrund, deren Adressaten die politischen Entscheidungsträger auf verschiedenen Ebenen des politischen Systems sind. Es handelt sich hierbei um einen Konfliktorientierten [sic] Partizipationsbegriff, der sich an rationalen Kosten-Nutzen-Erwägungen orientiert (Schultze 2005b; Kersting 2008; Trenz 2008).]

Im normativen Verständnis hingegen wird Partizipation nicht nur als Mittel zum Zweck eingestuft, sondern als Ziel [und Wert an sich, der für alle erstrebenswert ist und die Lebensqualität der Akteure erhöht (Pateman 1970).] Es geht dabei um die Selbstverwirklichung des Individuums im Prozess des direktdemokratischen gemeinsamen Handelns und um politisch-soziale Teilhabe in möglichst vielen Bereichen der Gesellschaft.


Kersting, Norbert, 2008: Innovative Partizipation: Legitimation, Machtkontrolle und Transformation. Eine Einführung. In: Kersting, Norbert (Hrsg.): Politische Beteiligung. Einführung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 1. Auflage, S. 11 - 39.

Schultze, Rainer-Olaf, 2005b: Partizipation. In: Nohlen, Dieter / Schultze, Rainer-Olaf (Hrsg.): Lexikon der Politikwissenschaft. Band 2 N – Z. Theorien. Methoden. Begriffe. München: Verlag C.H. Beck, S. 675 - 677.

Trenz, Hans-Jörg, 2008: European civil society: Between Participation, Representation and Discourse. In: Liebert, Ulrike / Trenz, Hans-Jörg (Hrsg.): Reconstituting Democracy from Below. New Approaches to Civil Society in the New Europe. ARENA Report No 6 / 08, Recon Report No 5. Oslo: ARENA Centre for European Studies, S. 53 - 76.

[Seite 675]

[Partizipation [...]]

1. Instrumentell bzw. zweckrational sind alle diejenigen Formen polit. Beteiligung, die Bürger freiwillig, individuell und/oder kollektiv im Verbund mit anderen unternehmen, um polit. Entscheidungen direkt oder indirekt zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Es geht um Teilnahme, Wertberücksichtigung und Interessendurchsetzung. Adressaten sind, zumal in den → Repräsentativen Demokratien und unter den Bedingungen der mass politics, die polit. Entscheidungsträger in Regierung/→ Bürokratie, → Parlament und → Parteien auf den verschiedenen Ebenen des → Politischen Systems. Im normativen Verständnis ist P. nicht nur Mittel zum Zweck, sondern auch Ziel und Wert an sich. Es geht nicht nur um Einflußnahme und Interessendurchsetzung, sondern um Selbst-

[Seite 676]

verwirklichung im Prozeß des direkt-demokratischen Zusammenhandelns und um polit.-soziale Teilhabe in möglichst vielen Bereichen der → Gesellschaft. Ein solcher normativer Begriff von P. ist konsensorientiert, kommunitär und expressiv, der instrumentelle Partizipationsbegriff, dem marktliberalen Rationalitätsverständnis eng verwandt, hingegen konfliktorientiert.

Anmerkungen

Der erste Satz wird größtenteils – 18 aufeinanderfolgende Wörter – wörtlich ohne Kenntlichmachung von Schultze (2005) übernommen, der als einer von drei Autoren referenziert wird. (Bzgl. der Referenzierung von Kersting (2008) könnte man an dessen Ausführungen zu den "Benefits" und Kosten von Partizipation auf S. 15 denken; ein Zusammenhang zu denjenigen von Trenz (2008) ist jedoch nicht ohne Weiteres ersichtlich, vgl. [1].)

Auch nach der Nennung von Schultze wird im nächsten Absatz weiter von diesem übernommen. Die in eckige Klammern gesetzten (Teil-)Sätze werden nicht als Plagiat gewertet. Die Pateman (1970) zugeschriebene Aussage stammt hierbei zum Teil auch aus der Quelle Kersting (2008), siehe Fragment 045 24, von dem auch in der Folge übernommen wird.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann

[3.] Dcl/Fragment 045 24 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 10:54:45 Stratumlucidum
BauernOpfer, Dcl, Fragment, Gesichtet, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 24-25, 27-31
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 14, 15, 20, Zeilen: 14: 34 ff.; 15: 1 f.; 20: 9 f.
[Im normativen Verständnis hingegen wird Partizipation nicht nur als Mittel zum Zweck eingestuft, sondern als Ziel und] Wert an sich, der für alle erstrebenswert ist und die Lebensqualität der Akteure erhöht (Pateman 1970). [...] Durch politische Partizipation kann demnach nicht nur die Verfolgung von Interessen, sondern auch Mündigkeit erreicht werden. Politische Partizipation im Sinne von Teilhabe und Teilnahme an Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen wird in diesem Verständnis als unverzichtbarer Bestandteil von Entwicklung betrachtet (Nohlen / Nuscheler 1982).

Nohlen, Dieter / Nuscheler, Franz (Hrsg.), 1995: [sic] Handbuch der Dritten Welt. Band 1: Grundprobleme - Theorien - Strategien. Bonn, [sic] 3. Auflage.

Pateman, Carole, 1970: Participation and Democratic Theory. London: [sic] Cambridge University Press.

[Seite 14]

Politische Beteiligung ist zudem ein Wert an sich, der für alle erstrebenswert ist, ebenso die Lebensqualität der Akteure erhöht (Pateman 1970).

[Seite 20]

Durch politische Partizipation gelingt nicht nur Verfolgung von Interessen, sondern auch Selbstverwirklichung und Mündigkeit.

[Seite 14]

Politische Partizipation im Sinne von Teilhabe und Teilnahme an Entwicklungs- und Entscheidungsprozessen kann als unver-

[Seite 15]

zichtbarer Bestandteil von Entwicklung betrachtet werden (vgl. z.B. das „magische Fünfeck von Entwicklung“ in Nohlen/Nuscheler 1982: 62ff.).


Nohlen, Dieter/Nuscheler, Franz (Hg.): Handbuch Dritte Welt. Bonn [sic]

Pateman, Carole: Participation and Democratic Theory. London. [sic] 1970.

Anmerkungen

Kersting (2008) wird am Ende des vorigen Absatzes genannt, daher Wertung als Bauernopfer.

Der in eckige Klammern gesetzte Satzanfang und der nach der Nennung von Pateman (1970) folgende, hier nicht wiedergegebene Satz sind der Quelle Schultze (2005) entnommen, siehe Fragment 045 14.

Auffällig ist, dass die Verf.in im Haupttext für das Handbuch von Nohlen / Nuscheler ein anderes Erscheinungsjahr als im Literaturverzeichnis und ebenso wie die Quelle in Letzterem – entgegen ihrem eigenen bibliografischen Usus – keinen Verlag nennt. Eine 1995 erschienene Ausgabe dessen ersten Bandes ist jedoch in keinem der gängigen deutschen elektronischen (Verbund-)Kataloge nachweisbar. [2] In der Deutschen Nationalbibliothek findet sich in zeitlicher Approximation lediglich eine bei Dietz in Bonn erschienene 3. Aufl. von 1992 [3] und deren Nachdruck von 1993 [4].

Weiterhin ist Pateman (1970) bei Cambridge University Press in Cambridge und nicht in London erschienen. [5]

Nohlen / Nuscheler werden – abgesehen vom Literaturverzeichnis – in der betrachteten Dissertation nur dieser Stelle, Pateman wird – wieder abgesehen vom Literaturverzeichnis – nur noch ein anderes Mal, ebenfalls in einem Plagiatskontext, erwähnt, siehe Fragment 046 02.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


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