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[1.] Dcl/Fragment 050 20 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2019-02-01 09:00:27 Stratumlucidum
Dcl, Fragment, Gesichtet, Kersting 2008, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 20-29
Quelle: Kersting 2008
Seite(n): 21, 22, Zeilen: 21: 1 ff.; 22: 1 f.
Grundsätzlich ist politische Beteiligung am Entscheidungsfindungsprozess von bloßem bürgerschaftlichen Engagement zu unterscheiden. Das bürgerschaftliche Engagement impliziert die Beteiligung als Gemeinwohl orientierte Selbsthilfe in privatisierten, selbstverantwortlichen Organisationen wie Vereinen oder Nutzerbeiräten, die nicht staatlich organisiert sind (Holtkamp u.a. 2006).

Des Weiteren kann zwischen indirekter und direkter Partizipation unterschieden werden. Der größte Teil der Beteiligungsinstrumente am politischen Prozess ist indirekt und Personen orientiert. Gewählte Repräsentanten vertreten hierbei die Bürgermeinung, wobei der Einfluss der Bürger auf diese Repräsentanten nach der Wahl weitgehend verloren geht (Lipset 1960).


Holtkamp, Lars et. [sic] al., 2006: Kooperative Demokratie. Frankfurt/Main: Campus.

Lipset, Seymor M., 1960: Political Man. The Social Bases of Politics. New York: [sic] Doubleday, Garden City.

Im Folgenden soll anhand von Gegensatzpaaren die Spannbreite politischer Partizipation beschrieben werden.

Politische Partizipation – Bürgerschaftliches Engagement

Politische Partizipation beinhaltet die Beteiligung an der Entscheidungsfindung. Seit dem Ende der neunziger Jahre wird im Reformdiskurs unter dem Sammelbegriff „Bürgerschaftliches Engagement“ hierunter weniger die Beteiligung an der Entscheidungsfindung [sic] sondern eher gemeinwohlorientierte Selbsthilfe verstanden (Holtkamp u.a. 2006). Bestenfalls handelt es sich um Beteiligung in Nutzerbeiräten ausgelagerter, d.h. im weiteren Sinne privatisierter, selbstverantwortlicher Organisationen, wie z.B. Schwimmvereinen etc. [Selbsthilfe beschreibt somit Aktivitäten, die bei begrenzter staatlicher Fremdhilfe, [sic] auf der Basis eigenen Engagements gemeinwohlorientiert und nicht primär individuell ausgerichtet sind.]

Indirekt, repräsentativ – Direkt, themenorientiert

Indirekte, personenorientierte Beteiligung am politischen Prozess macht den Hauptanteil der Partizipationsformen aus. Zumeist sind es „Advokaten“, die die Bürgermeinung repräsentieren sollen. Dabei geht bei der indirekten Beteiligung der Einfluss auf den Repräsentanten nach dessen Wahl weitestgehend verloren.

[Seite 22]

Dieser wird nur durch die Möglichkeit der Abwahl nach der Amtsperiode kontrolliert (s. Lipset 1960).


Holtkamp, Lars et al.: Kooperative Demokratie. Frankfurt: Campus. 2006

Lipset, Seymor M.: Political Man. The Social Base [sic] of Politics. Garden City. 1960.

Anmerkungen

Kersting (2008) dient hier als Vorlage – von der sie im Wortlaut auch abweicht – für die Ausführungen der Verf.in.

Weiterhin korrigiert sie zwar bei dem Titel Lipset (1960) [1] "Base" richtigerweise zu "Bases", erschienen ist das Buch aber nicht bei Doubleday in (der Stadt) New York, vielmehr befand sich der Verlag in Garden City (im US-Bundesstaat New York) – was so aus ihrer bibliografischen Angabe nicht hervorgeht. Bei Holtkamp et al. (2006) [2] fehlt wiederum New York als zweiter Verlagsort sowohl in der Quelle als auch bei der Verf.in.

Fortsetzung auf der nächsten Seite.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


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