Fandom

VroniPlag Wiki

Df/Fragment 128 01

< Df

31.377Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 1-3, 4-31
Quelle: CSS Analysen 20 2007
Seite(n): 1-2, Zeilen: 1: 1.Sp. 17-19, 2.Sp. 7-13, 3.Sp. 28-39; 2: 2.Sp. 15-19.41-60 - 3.Sp.1-2.13-19
[Im europäischen Gleichgewichtssystem des 19. und frühen 20. Jahrhunderts] wurde sie denn auch von den Grossmächten als Stabilitätsfaktor anerkannt. Nicht zuletzt deshalb blieb die Schweiz von beiden Weltkriegen verschont. Diese Argumentation wird noch heute von klassischen Neutralitätsbefürwortern argumentativ ins Feld geführt. Während des Kalten Kriegs verlor die Schutzfunktion der Neutralität jedoch an Bedeutung. Die Schweiz positionierte sich im Ost-West-Antagonismus ideell klar auf Seiten der westlichen Wertegemeinschaft. So beliebt die Neutralität in der Schweiz nach wie vor sein mag, so umstritten ist heute ihre konkrete inhaltliche Bedeutung, denn gegensätzliche Konzepte von „aktiver“ und „integraler“ Neutralität prallen aufeinander und machen deutlich, dass Neutralität losgelöst von ihrem völkerrechtlich definierten militärischen Kern zu einem politischen Kampfbegriff geworden ist.

Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat sich die bereits in den 1990er Jahren erkennbare Asymmetrie als Wesensmerkmal des Bedrohungsbildes akzentuiert. Angesichts der fortschreitenden Entstaatlichung und Entterritorialisierung aktueller Gefahren und Risiken hat die Bedeutung der Neutralität als Sicherheitsstrategie weiter abgenommen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Neutralität vor islamistischem Terrorismus schützt, der gegen westliche Werte ebenso wie gegen muslimische Andersgläubige gerichtet ist. Dieser Meinung ist auch eine Mehrheit der Bevölkerung. Gemäss der Jahresstudie „Sicherheit 2007“ gehen 66 % der Befragten davon aus, dass die Neutralität eines Landes für Terroristen bei der Beurteilung möglicher Anschlagsziele kein relevanter Faktor ist. Die auf zwischenstaatliche Kriege ausgerichtete Neutralität kann aber auch auf andere aktuelle Bedrohungen wie die Proliferation von Massenvernichtungswaffen, das Scheitern von Staaten mit entsprechenden Flüchtlingswellen oder die organisierte Kriminalität keine Antworten liefern. Dass die Neutralität trotzdem populärer denn je ist, hat offenbar mit der anhaltenden Identifikationsfunktion der Neutralität zu tun. 80 % der Bevölkerung hält die Neutralität als untrennbar mit dem helvetischen Staatsgedanken [verbunden.]

[Seite 1]

So beliebt die Neutralität in der Schweiz nach wie vor ist, so umstritten ist heute ihre konkrete inhaltliche Bedeutung. [...]

Gegensätzliche Konzepte von «aktiver» und «integraler» Neutralität prallten aufeinander und machten deutlich, dass Neutralität losgelöst von ihrem völkerrechtlich definierten militärischen Kern zu einem politischen Kampfbegriff geworden ist. [...]

Im europäischen Gleichgewichtssystem des 19. und frühen 20. Jahrhunderts wurde sie denn auch von den Grossmächten als Stabilitätsfaktor anerkannt. Nicht zuletzt deshalb blieb die Schweiz von beiden Weltkriegen verschont.

Während des Kalten Kriegs verlor die Schutzfunktion der Neutralität jedoch an Bedeutung. Die Schweiz positionierte sich im Ost-West-Antagonismus ideell klar auf Seiten der westlichen Wertegemeinschaft.

[Seite 2]

[...] Seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 hat sich die bereits in den 1990er Jahren erkennbare Asymmetrie als Wesensmerkmal des Bedrohungsbilds akzentuiert. [...]

Angesichts der fortschreitenden Entstaatlichung und Entterritorialisierung aktueller Gefahren und Risiken hat die Bedeutung der Neutralität als Sicherheitsstrategie weiter abgenommen. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass Neutralität vor islamistischem Terrorismus schützt, der gegen westliche Werte ebenso wie gegen muslimische Andersgläubige gerichtet ist. Dieser Meinung ist auch eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung. Gemäss der Jahresstudie «Sicherheit 2007» gehen 66% der Befragten davon aus, dass die Neutralität eines Landes für Terroristen bei der Beurteilung möglicher Anschlagsziele kein relevanter Faktor ist. Die auf zwischenstaatliche Kriege ausgerichtete Neutralität kann aber auch auf andere aktuelle Bedrohungen wie die Proliferation von Massenvernichtungswaffen, das Scheitern von Staaten oder die organisierte Kriminalität keine Antworten liefern. [...]

Dass die Neutralität trotzdem populärer denn je ist, hat einerseits mit der anhaltenden Identitätsfunktion der Neutralität zu tun. 80% der Schweizer erachten heute die Neutralität als untrennbar mit dem helvetischen Staatsgedanken verbunden.

Anmerkungen

Patchwork aus weitgehend wortwörtlich mit der Vorlage übereinstimmenden Passagen. Übernahmen sind als solche nicht mehr erkennbar, da nicht gekennzeichnet; die Quelle wurde auf Seite 127 genannt (vgl. Df/Fragment_127_17).

Sichter
(Graf Isolan) KayH

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki