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Dmi/075

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Untersuchungen zum Zusammenhang von Lungengesundheit und postmortaler Fleischreifung beim Schwein anhand der pH-Werterfassung (pH1 und pH24) und der Messung der Schinkenkerntemperatur, mit besonderer Berücksichtigung der Umgebungsvariablen Ladedichte, Äquivalenttemperatur, Fahrtdauer und Ruhezeit

von Dr. Damian Minkus

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Dmi/Fragment 075 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-08-18 17:50:27 Schumann
BauernOpfer, Bostelmann 2000, Dmi, Fragment, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 75, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Bostelmann 2000
Seite(n): 103, 104, Zeilen: 103: 38 ff. - 104: 1 ff.
[Im Rahmen dieser integrierten Qualitätssicherungssysteme kommt der Organbefundung am Schlachthof eine große Bedeutung zu, um eine präventive Bestandsbetreuung und eine] ständige Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen sowie der Tiergesundheit zu ermöglichen. Die am Schlachthof an den Organen der geschlachteten Schweine ermittelten pathologisch-anatomischen Veränderungen sind ein objektives Maß für die während des Lebens der Tiere durchgemachten Krankheiten (BLAHA u. NEUBRAND, 1994). Eine Rückmeldung dieser Befunde ermöglicht dem Erzeuger wertvolle Rückschlüsse auf die Tiergesundheit seines Bestandes, da viele chronische oder subklinische Infektionen im Stall oft unerkannt bleiben. Dadurch werden gezieltere Maßnahmen zur Steigerung der Bestandsgesundheit ermöglicht, die den Antibiotikaeinsatz in der Fütterung reduzieren und in der Folge den Verbraucherschutz sowie die Akzeptanz des Lebensmittels Fleisch verbessern können.

Bisher wird der Tierhalter vielfach nur über Schlachtkörpermasse und Magerfleischanteil als Grundlage der Vergütung unterrichtet. Eine wirtschaftlich ausgerichtete Fleischerzeugung produziert folglich hohe Gewichte in kurzer Zeit bei einem hohen Magerfleischanteil. Dabei wird eine verminderte Fleischqualität in Kauf genommen (WENZLAWOWICZ, 1994; SCHÜTTE et al., 1996a,b). Weitere Informationen über Organveränderungen oder die Fleischbeschaffenheit werden zwischen den Erzeuger- und den Fleischgewinnungsbetrieben nicht ausgetauscht. Lediglich das Verwerfen von Teilen oder des gesamten Schlachtkörpers werden begründet. Die regelmäßig durchgeführten Fleischbeschaustatistiken haben keinen Informationswert für die Primärproduktion in den landwirtschaftlichen Betrieben, da die Beanstandungen sich nicht auf die Lieferbestände zurückverfolgen lassen (SCHARNER et al., 1998). Tier- und Fleischproduktionsbereiche existieren somit isoliert voneinander.

Als Reaktion auf die beschriebenen Mißstände bildeten sich in jüngster Zeit Erzeugergemeinschaften mit Markenfleischprogrammen, welche versuchen, über ein umfassendes Qualitätsmanagement auf allen Produktionsstufen das Vertrauen des Verbrauchers zurückzugewinnen. Eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Betrieben und eine Steigerung der Fleischqualität bei gleichzeitiger Berücksichtigung ethischer Belange in der Fleischerzeugung sind dabei die vorrangigen Ziele. Zuchtplanung, Aufstellung von Haltungskriterien, regelmäßige Gesundheitskontrollen einschließlich der Überprüfung des Hygieneund Fütterungsmanagements, ein reglementierter Arzneimitteleinsatz, Definition von Transport- und Schlachtbedingungen sowie Rückmeldung der Ergebnisse aus der Organbefundung und der Fleischqualitätsbeurteilung sind die wesentlichen Werkzeuge, derer sich die Erzeugergemeinschaften bedienen. Nach KALLWEIT (1996) gibt es jedoch gegenwärtig eine Vielzahl von Qualitäts- und Markenfleischprogrammen, die nicht alle einer kritischen Prüfung standhalten.

Neuere Untersuchungen im Rahmen eines Entwicklungsvorhaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (FuE-Vorhaben 96UM007), in denen die Tiergesundheit anhand von Organbefunden und die Fleischqualität anhand von pH-Werterfassung 35 Minuten post mortem untersucht wurden, konnten [zeigen, dass nur geringfügige Unterschiede zwischen Markenfleischprogrammen und „freiem Markt“ bestehen (BOSTELMANN, 2000).]

Im Rahmen dieser integrierten Qualitätssicherungssysteme kommt der Organbefundung am Schlachthof eine große Bedeutung zu, um eine präventive Bestandsbetreuung und eine ständige Verbesserung der Tierhaltungsbedingungen sowie der Tiergesundheit zu er-

[Seite 104]

möglichen. Die am Schlachthof an den Organen der geschlachteten Schweine ermittelten pathologisch-anatomischen Veränderungen sind ein objektives Maß für die während des Lebens der Tiere durchgemachten Krankheiten (BLAHA u. NEUBRAND, 1994). Eine Rückmeldung dieser Befunde ermöglicht dem Erzeuger wertvolle Rückschlüsse auf die Tiergesundheit seines Bestandes, da viele chronische oder subklinische Infektionen im Stall oft unerkannt bleiben. Dadurch werden gezieltere Maßnahmen zur Steigerung der Bestandsgesundheit ermöglicht, die den Antibiotikaeinsatz in der Fütterung reduzieren und in der Folge den Verbraucherschutz sowie die Akzeptanz des Lebensmittels Fleisch verbessern können.

Bisher wird der Tierhalter vielfach nur über Schlachtkörpergewicht und Magerfleischanteil als Grundlage der Vergütung unterrichtet. Eine wirtschaftlich ausgerichtete Fleischerzeugung produziert folglich hohe Gewichte in kurzer Zeit bei einem hohen Magerfleischanteil. Dabei wird eine verminderte Fleischqualität in Kauf genommen (V. WENZLAWOWICZ, 1994; SCHÜTTE et al., 1996ab). Weitere Informationen über Organveränderungen oder die Fleischbeschaffenheit werden zwischen den Erzeuger- und den Fleischgewinnungsbetrieben nicht ausgetauscht. Lediglich das Verwerfen von Teilen oder des gesamten Schlachtkörpers werden begründet. Die regelmäßig durchgeführten Fleischbeschaustatistiken haben keinen Informationswert für die Primärproduktion in den landwirtschaftlichen Betrieben, da die Beanstandungen sich nicht auf die Lieferbestände zurückverfolgen lassen (SCHARNER et al., 1998). Tier- und Fleischproduktionsbereiche existieren somit isoliert voneinander.

Als Reaktion auf die beschriebenen Mißstände bildeten sich in jüngster Zeit Erzeugergemeinschaften mit Markenfleischprogrammen, welche versuchen, über ein umfassendes Qualitätsmanagement auf allen Produktionsstufen das Vertrauen des Verbrauchers zurückzugewinnen. Eine Verbesserung der Tiergesundheit in den Betrieben und eine Steigerung der Fleischqualität bei gleichzeitiger Berücksichtigung ethischer Belange in der Fleischerzeugung sind dabei die vorrangigen Ziele. Zuchtplanung, Aufstellung von Haltungskriterien, regelmäßige Gesundheitskontrollen einschließlich der Überprüfung des Hygieneund Fütterungsmanagements, ein reglementierter Arzneimitteleinsatz, Definition von Transport- und Schlachtbedingungen sowie Rückmeldung der Ergebnisse aus der Organbefundung und der Fleischqualitätsbeurteilung sind die wesentlichen Werkzeuge, derer sich die Erzeugergemeinschaften bedienen. Nach KALLWEIT (1996) gibt es jedoch gegenwärtig eine Vielzahl von Qualitäts- und Markenfleischprogrammen, die nicht alle einer kritischen Prüfung standhalten.

Anmerkungen

Der letzte Absatz, der mit einer Referenz auf die Quelle versehen ist, ist der einzige nicht wörtliche übernommene.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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