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Kapitelübersicht

  • Die Dissertation enthält zahlreiche wörtliche und sinngemäße Textübernahmen, die nicht als solche kenntlich gemacht sind. Als betroffen festgestellt wurden bisher (Stand: 16. März 2018) folgende Kapitel, die sich teilweise als vollständig oder nahezu vollständig übernommen erwiesen haben – siehe Klammervermerke:
  • EINLEITUNG
  • Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich (HNSCC)
  • Prognose (S. 7-8): Seite 8
  • Antigen präsentierende Zellen (S. 15-20): Seiten 15, 16, 17, 18, 19, 20 – [nahezu vollständig (exkl. 4 Sätze auf S. 19)]
  • MATERIAL UND METHODEN
  • Techniken
  • Zellkultur (S. 31-35): Seiten 31, 32, 33, 34, 35 – [vollständig]
  • Durchflußzytometrische Analysen (S. 35-37): Seiten 35, 36
  • Transfektion von DCs mit DOTAp (S. 38-39): Seiten 38, 39 – [vollständig]
  • Herstellung EBV-transformierter B-Zell-Linien (LCL) (S. 39): Seite 39 – [vollständig]
  • Assays (S. 39-44): Seiten 39, 40, 41, 42, 43, 44 – [nahezu vollständig (exkl. 2 Sätze)]
  • Statistische Auswertung der beobachteten Ergebnisse
  • Berechnung der arithmetischen Mittelwerte (S. 45): Seite 45 – [vollständig (wörtlich)]
  • Berechnung der Standardabweichung (S. 45): Seite 45 – [vollständig (wörtlich)]
  • Evaluierung des Signifikanzniveaus und Berechnung der P-Werte (S. 45): Seite 45 – [vollständig (wörtlich)]
  • ERGEBNISSE
  • ζ-Ketten Bestimmung bei HNO-Tumorpatienten
  • Induktion tumorspezifischer zytotoxischer T-Lymphozyten unter Verwendung von Tumor-RNA-transfizierten dendritischen Zellen (DCs) als Stimulatoren
  • Dendritische Zellen (S. 52-55): Seiten 52, 53, 54, 55 – [nahezu vollständig (exkl. erste 2 Sätze)]
  • Testsysteme zur Überprüfung der Funktionalität von DCs
  • Untersuchung der Aufnahmekapazität von FITC-Dextran über den Mannoserezeptor (S. 55-56): Seiten 55, 56 – [vollständig (wörtlich)]
  • T-Zellstimulierung durch RNA-transfizierte dendritische Zellen im allogenen System (S. 56-58): Seiten 57, 58
  • Nachweis der Tumorspezifität der generierten T-Zellen
  • Einführung in den chromfreisetzungs Test [sic] (S. 63-65): Seite 64
  • DISKUSSION (S. 71-79): Seite 75
  • ZUSAMMENFASSUNG
  • Dendritische Zellen als Stimulatoren für T-Zellen in vitro (S. 81): Seite 81.

Herausragende Fundstellen

  • Fragment 052 09: In der Quelle findet sich in einer Abbildung ein Copyright-Hinweis, in der untersuchten Arbeit dann nicht mehr.
  • Fragment 054 01: Die in der Abbildung veranschaulichten Daten sind identisch inklusive Fehlerbalken. Dies ist verwunderlich, da diesen Daten bei der Quelle sechs repräsentative Experimente zu Grunde liegen, bei der untersuchten Arbeit aber acht.

Herausragende Quellen

  • Regn (2002): Eine zwei Jahre zuvor an der TU München eingereichte Dissertation ist die Quelle sehr umfangreicher Übernahmen, wird aber nur zweimal im Text erwähnt (an Stellen, an denen kein Text übernommen wurde); im Literaturverzeichnis fehlt ein Eintrag. Die Autorin wird allerdings in der Danksagung erwähnt:
    "Ein weiterer Dank gilt Frau Dr. Sybille Regn, die mich mit viel Geduld in die verwendeten Techniken einarbeitete. Die langen Abende und Nächte [sic] in denen wir Ansätze planten und Ergebnisse diskutierten [sic] waren eine unbezahlbare Bereicherung."
    In der Danksagung der Quelle wird wiederum der Autor der untersuchten Arbeit erwähnt.

Andere Beobachtungen

  • Auch die Materialliste auf den Seiten 25-30 ist weitgehend identisch zu entsprechenden Passagen der Quelle Regn (2002). Da es sich hier aber um Text ohne nennenswerte Schöpfungshöhe handelt, wurden keine Plagiate dokumentiert.
  • Es gibt umfangreiche Textparallelen zu einer Vorveröffentlichung des Verfassers (Erstautor) aus dem Jahr 2002. Müller et al. (2002), dazu ist anzumerken:
    • Müller et al. (2002) ist in der Dissertation nicht erwähnt.
    • In Müller et al. (2002) wird aber angemerkt:
      "Die in der Arbeit dargestellten Daten entstammen zum Teil der Promotion von Herrn D.M[..] an der Ludwig-Maximilians-Universität München"
    • Die Textparallelen finden sich im Wesentlichen auf den Seiten: 37, 46-51, 72-74, 80; sie wurden nicht dokumentiert.
    • Ein Vergleich der Abbildung 6 (Seite 48) der Dissertation mit der Abbildung 1 in Müller et al. (2002) zeigt, dass es gewisse Abweichungen bei den erzielten Ergebnissen gibt, die aber weder in der Dissertation noch in Müller et al. (2002) thematisiert werden.
  • Die Dissertation enthält inhaltliche Fehler auf den Seiten 6 und 8.
    • Auf Seite 6 heißt es:
      "Mit einer Inzidenz von 80.000 Neuerkrankungen in den westlichen [...]", wobei "(Parker et al. 1996)" als Quelle angegeben ist.
      Dort heißt es hingegen:
      "Basal and squamous cell skin cancers account for more than 800,000 new cases annually".
    • Auf Seite 8 heißt es:
      "Die aktuelle Standardtherapie der Plattenepithelkarzinome im Kopf-Hals-Bereich ermöglicht bei fortgeschrittenen Tumorstadien (Stadium III und IV) eine 2-Jahresüberlebensrate von nur 30% (Vokes et al. 1993)."
      Die angegebene Quelle, (Vokes et al. 1993), sagt nichts über eine "2-Jahresüberlebensrate".
  • Die zum Zeitpunkt der Einreichung der untersuchten Dissertation gültige Promotionsordnung für die Medizinische Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München vom 1. Juni 1983 (PDF dieser Ordnung in der Fassung der achten Änderungssatzung vom 1. April 2009) enthält u.a. folgende Aussagen und Bestimmungen:
  • § 1 Doktorgrade
    „(1) Die Promotion dient dem förmlichen Nachweis der Befähigung zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit.“
  • § 2 Zulassungsvoraussetzungen und Antragsverfahren
    „(1) [...] Folgende Unterlagen sind im Original oder in Form amtlich beglaubigter Abschriften beizufügen: [...]
    2. eine Erklärung darüber, dass der Bewerber die Dissertation selbständig angefertigt hat, sich außer der angegebenen keiner weiteren Hilfsmittel bedient und alle Erkenntnisse, die aus dem Schrifttum ganz oder annähernd übernommen sind, als solche kenntlich gemacht und nach ihrer Herkunft unter Bezeichnung der Fundstelle einzeln nachgewiesen hat;“
  • § 11 Entzug des Doktorgrades
    „(1) Die Entziehung des Doktorgrades kann auf Antrag von zwei Dritteln der Mitglieder des Fakultätsrats durch Beschluss des Fakultätsrats erfolgen, wenn
    1. sich nachträglich herausstellt, dass er durch Täuschung erworben ist, [...]“
  • Die Doktorarbeit wurde an der Ludwigs-Maximilian-Universität eingereicht, obwohl der Autor laut Lebenslauf (S. 95) dort nie studiert oder gearbeitet hat.

Statistik

  • Es sind bislang 31 gesichtete Fragmente dokumentiert, die als Plagiat eingestuft wurden. Bei diesen handelt es sich um Übernahmen ohne Verweis auf die Quelle („Verschleierungen“ oder „Komplettplagiate“).
  • Die untersuchte Arbeit hat 76 Seiten im Hauptteil. Auf 31 dieser Seiten wurden bislang Plagiate dokumentiert, was einem Anteil von 40.8% entspricht.
    Die 76 Seiten lassen sich bezüglich des Textanteils, der als Plagiat eingestuft ist, wie folgt einordnen:
Plagiatsanteil Anzahl Seiten
keine Plagiate dokumentiert 45
0%-50% Plagiatsanteil 4
50%-75% Plagiatsanteil 6
75%-100% Plagiatsanteil 21
Ausgehend von dieser Aufstellung lässt sich abschätzen, wieviel Text der untersuchten Arbeit gegenwärtig als plagiiert dokumentiert ist: es sind, konservativ geschätzt, rund 27% des Textes im Hauptteil der Arbeit.


Illustration

Folgende Grafik illustriert das Ausmaß und die Verteilung der dokumentierten Fundstellen. Die Farben bezeichnen den diagnostizierten Plagiatstyp:
(grau=Komplettplagiat, rot=Verschleierung, )

Dml col

Die Nichtlesbarkeit des Textes ist aus urheberrechtlichen Gründen beabsichtigt.

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken.


Anmerkung: Die Grafik repräsentiert den Analysestand vom 20. März 2018.