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Neue Ansätze zur Knorpelgeweberestitution durch selektiven Wärmeeintrag mittels Laserstrahlung

von Dr. Eike Eric Scheller

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Ees/Fragment 181 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-04-25 17:05:33 Hindemith
Ees, Fragment, Gesichtet, Grifka et al 2000, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 181, Zeilen: 1-45
Quelle: Grifka et al 2000
Seite(n): 115-116, 117, Zeilen: 115: 3.Sp., 28-53; 116: 1.Sp.,1-47.55-59 - 2.Sp.,1-4; 117: 3.Sp.,16-30 - 118: 1.Sp.,1-12
Die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) ist ein Verfahren zur Induktion der Knorpelregeneration, das in vivo hyalinähnlichen Gelenkknorpel erzeugt. Arthroskopisch wird dem Patienten eine reiskorngroße Probe gesunden Gelenkknorpels bioptisch entnommen. Bei der Herstellung der Transplantate werden die Knorpelzellen enzymatisch aus der Knorpelmatrix herausgelöst, da diese die Zellteilung im Gewebe inhibiert (Sokoloff 1982). Die Zellen erden für 2-3 Wochen unter dem Zusatz von patienteneigenem Serum unter standardisierten Bedingungen vermehrt. Vor der Transplantation wird der Knorpeldefekt präpariert, mit einem Periostlappen (knochenseitige Matrix auf den Defekt) bedeckt, vernäht und anschließend die Chondrozytensuspension in den Defekt injiziert. Der Periostlappen enthält Wachstumsfaktoren, die den Prozess der Redifferenzierung der transplantierten Chondrozyten und den erneuten Matrixaufbau regulieren [Bonaventure 1994]. Die initiale Auffüllung des Defekts mit Knorpel erfolgt bereits 6-8 Wochen nach der ACT [Erggelet 1999]. Nach etwa einem Jahr hat der hyalinähnliche Knorpel an Festigkeit zugenommen. Die Chondrozyten sind säulenartig in der extrazellulären Matrix organisiert. Langzeituntersuchungen (bis zu 10 Jahre) zeigten viel versprechende Ergebnisse. Peterson stellte 2- bis 10-Jahres-Ergebnisse einer Studie mit 219 ACT-behandelten Patienten im Alter bis 50 Jahre vor [Peterson 1998]. Exzellente bis gute Ergebnisse zeigten 92% der Patienten mit durchschnittlich 4,4 cm2 großen isolierten Gelenkknorpeldefekten am Femurcondylus und 86% der Patienten mit Osteochondrosis dissecans (OD). Die histologischen und immunhistologischen Ergebnisse der Regenerate zeigten einen hyalinähnlichen Knorpel in 74% der Behandlungsfälle. Es konnte eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den Ergebnissen der klinischen Scores, den mechanischen Eigenschaften und der histologischen Qualität des Regenerats und der Zufriedenheit der Patienten nachgewiesen werden.

Minas beobachtete zwei Jahre nach ACT-Behandlung eine Erfolgsquote von 70% bei 70 Patienten. Interessanterweise wurde die ACT hier sowohl zur Behandlung von isolierten chondralen und multifokalen Läsionen als auch zur Behandlung bei Patienten mit früher Osteoarthrose, generalisierter Chondromalazie und zur Behandlung von Defekten an korrespondierenden Gelenkflächen (kissing lesions) eingesetzt. Die durchschnittliche Defektgröße betrug 5,5 cm2. Die dauerhafte Regeneration des hyalinen Knorpels in den isolierten und multifokalen Defekten wurde mit sehr gut bis gut bewertet [Minas 1998]. Schneider zeigte in einer einjährigen Studie bei 79% bis 96% der Patienten sehr gute bis gute Ergebnisse nach dem Larson- und dem Cincinatti-Score [Schneider 1999].

Bei den autologen Knorpelzelltransplantaten handelt es sich um ein Arzneimittel, dessen Herstellung und dessen In-Verkehr-Bringen der Genehmigung nach dem Arzneimittelgesetz durch die jeweilige Landesgesundheitsbehörde am Herstellungssitz des pharmazeutischen Unternehmens unterliegen. Das autologe Knorpelzelltransplantat wird jeweils individuell und streng autolog für den Patienten hergestellt. Aus diesem Grund sind die In-Prozess-Kontrollen während der Herstellung entsprechend aufwendig. Ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung ist die Gewährleistung eines maximal möglichen Schutzes vor bakterieller, Pilz- und Kreuzkontamination. Die Herstellung, Prüfung und Verpackung erfolgen nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft und Technik in einer reinraumtechnischen Anlage im Isolator, der die Anforderungen der Reinraumklasse A erfüllt. Jeder Isolator bildet ein gasdichtes, geschlossenes System, in dem das Personal nur über hochstrapazierfähige Handschuhe, nicht in direktem Kontakt mit dem Arzneimittel, arbeitet. Das Arzneimittel verbleibt während der gesamten Herstellung und Prüfung innerhalb des Isolators.


Bonaventure J, Kadhom N, Cohen-Solal L, Ng KH, Bourguignon J, Lasselin C, Freisinger P Reexpression of cartilage spezific genes by dedifferentiated human articular chondrocytes cultured in alginate beads. Exp Cell Res 1994; 212: 97-104.

Erggelet C: Perspektiven der Knorpelregeneration. Implant 1999; 2: 7-8.

Minas T: Cartilage repair techniques including chondrocyte transplantation. Their role in focal chondral damage to the Knee. Presentation abstract. Annual Meeting American Academy of Orthopedic Surgeons, New Orleans 1998.

Peterson L: Autologous chondrocyte transplantation: 2-10 year follow up in 219 patients. Annual Meeting of the American Academy of Orthopedic Surgons, New Orleans, LA, USA, 1998: 19-23.

Schneider T, Liebau C, Krämer R, Merk H: 10-Jahre-Analyse nach arthroskopischem Kniegelenkdebridement bei Gonarthrose. Arthroskopie 1999; 12: 17-21.

[Seite 115]

Die autologe Chondrozytentransplantation (ACT) ist ein Verfahren zur Induktion der Knorpelregeneration, das in vivo hyalinähnlichen Gelenkknorpel erzeugt. Arthroskopisch wird dem Patienten eine reiskorngroße Probe gesunden Gelenkknorpels bioptisch entnommen. Bei der Herstellung der Transplantate werden die Knorpelzellen enzymatisch aus der Knorpelmatrix herausgelöst, da diese die Zellteilung im Gewebe inhibiert [70, 71]. Die Zellen werden für 2-3 Wochen unter dem Zusatz von patienteneigenem Serum unter standardisierten Bedingungen vermehrt. Vor der Transplantation wird der Knorpeldefekt präpariert, mit einem Periostlappen (knochenseitige Matrix auf den Defekt) bedeckt, vernäht und anschließend die Chondrozytensuspension in den Defekt injiziert. Der Periostlappen enthält Wachstumsfaktoren, die den Prozess der Redifferenzierung der transplantierten Chondrozyten und den erneuten Matrixaufbau regulieren [6].

[Seite 116]

Die initiale Auffüllung des Defekts mit Knorpel erfolgt bereits 6-8 Wochen nach der ACT [14]. Nach etwa 1 Jahr hat der hyalinähnliche Knorpel an Festigkeit zugenommen. Die Chondrozyten sind säulenartig in der extrazelluären Matrix organisiert. Langzeituntersuchungen (bis 10 Jahre) zeigten viel versprechende Ergebnisse. Peterson [62] stellte 2- bis 10-Jahres-Ergebnisse einer Studie mit 219 ACT-behandelten Patienten im Alter bis 50 Jahre vor. Exzellente bis gute Ergebnisse zeigten 92% der Patienten mit durchschnittlich 4,4 cm2 großen isolierten Gelenkknorpeldefekten am Femurkondylus und 86% der Patienten mit Osteochondrosis dissecans. Dies wurde mit 5 verschiedenen klinischen Scores bewertet. Die histologischen und immunhistologischen Ergebnisse der Regenerate zeigten einen hyalinähnlichen Knorpel in 74% der Behandlungsfälle. Es konnte eine statistisch signifikante Korrelation zwischen den Ergebnissen der klinischen Scores, den mechanischen Eigenschaften und der histologischen Qualität des Regenerats und der Zufriedenheit der Patienten nachgewiesen werden.

Minas [49] zeigte 2 Jahre nach ACT-Behandlung eine Erfolgsquote von 70% bei 70 Patienten. Interessanterweise wurde die ACT hier sowohl zur Behandlung von isolierten chondralen und multifokalen Läsionen als auch zur Behandlung bei Patienten mit früher Osteoarthrose, generalisierter Chondromalazie und zur Behandlung von Defekten an korrespondierenden Gelenkflächen (kissing lesions) eingesetzt. Die durchschnittliche Defektgröße betrug 5,5 cm2 (1,5-21 cm2). Die dauerhafte Regeneration des hyalinen Knorpels in den isolierten und multifokalen Defekten wurde mit sehr gut bis gut bewertet. [...]

Schneider [67] zeigte in einer 1-Jahres-Studie bei 79% (15/19) der Patienten, die nach dem Larson-Score bewertet wurden, sehr gute bis gute Ergebnisse. In einer von Scorrano [66] vorgestellten Studie lag die nach dem modifizierten Cincinnati-Score ausgewertete Erfolgsquote der ACT-Behandlung nach 6–12 Monaten bei 96%.

[Seite 117]

Bei den autologen Knorpelzelltransplantaten handelt es sich um ein Arzneimittel, dessen Herstellung und dessen In-Verkehr-Bringen der Genehmigung nach dem Arzneimittelgesetz durch die jeweilige Landesgesundheitsbehörde am Herstellungsort des pharmazeutischen Unternehmens unterliegen.

Das autologe Knorpelzelltransplantat co.don-Chondrotransplant wird jeweils individuell und streng autolog für den Patienten hergestellt. Aus diesem Grund sind die In-Prozess-Kontrollen während der Herstellung entsprechend aufwendig. Ein wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung ist die Gewährleistung eines maximal möglichen Schutzes vor bakteriellen, Pilz- und

[Seite 118]

Kreuzkontaminationen. Die Herstellung, Prüfung und Verpackung erfolgen nach dem derzeitigen Stand von Wissenschaft und Technik in einer reinraumtechnischen Anlage im Isolator, der die Anforderungen der Reinraumklasse A erfüllt. Jeder Isolator bildet ein gasdichtes, geschlossenes System, in dem das Personal nur über hochstrapazierfähige Handschuhe, nicht in direktem Kontakt mit dem Arzneimittel, arbeitet. Das Arzneimittel co.don-Chondrotransplant verbleibt während der gesamten Herstellung und Prüfung innerhalb des Isolators (ITT: integrated isolator technology).


6. Bonaventure J, Kadhom N, Cohen-Solal L, Ng KH, Bourguignon J, Lasselin C, Freisinger P (1994) Reexpression of cartilage-specific genes by dedifferentiated human articular chondrocytes cultured in alginate beads. Exp Cell Res 212:97-104

14. Erggelet C (1999) Perspektiven der Knorpelregeneration. Implant 2:7-8

49. Minas T (1998) Cartilage repair techniques including chondrocyte transplantation. Their role in focal chondral damage to the knee. Presentation abstract. American Academy of Orthopedic Surgeons, 1998, Annual Meeting, New Orleans

62. Peterson L (1998) Autologous chondrocyte transplantation: 2-10 year follow-up in 219 patients. Proceedings of the American Academy of Orthopedic Surgeons, 1998 Annual Meeting, New Orleans

66. Scorrano A(1998) Use of resorbable pins to secure the periostal patch in autologous cultured chondrocytes implantation of the knee: initial Italien experience. 2nd Symposium of the International Cartilage Repair Society (ICRS), Boston, USA

67. Schneider U (1999) Die autologe Chondrozytentransplantation - Qualitätsanforderungen. 63. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie, Berlin

68. Schneider T, Liebau C, Krämer R, Merk H (1999) 10-Jahres-Analyse nach arthroskopischem Kniegelenkdébridement bei Gonarthrose. Arthroskopie 12:17-21

70. Sokoloff L (1982) The remodeling of articular cartilage. Rheumatology 7:11-18

71. Sokoloff L (1982) Repair mechanisms of articular cartilage. J Am Podiatr Med Assoc 72:228-232

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahmen aus Grifka et al 2000.

"Sokoloff 1982" findet sich nicht im Literaturverzeichnis von Ees; bei "Schneider 1999" wurde die falsche Literaturreferenz übernommen.

Sichter
(Graf Isolan), Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20130425170649

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