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Wirkung von nichtliquorgängigem Naloxon-Methiodid auf myokardiales Stunning im chronisch instrumentierten, wachen Hund

von Dr. Frank Strothmann

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Fs/Fragment 004 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2014-05-01 20:02:28 Singulus
Fragment, Fs, Gesichtet, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Witte 2003

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 4, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Witte 2003
Seite(n): 3, 4, Zeilen: 3: 14ff - 4: 1ff
[Es gibt noch weitere Hypothesen, die u. a. von einer gestörten Produktion energiereicher Phosphate der Mitochondrien, einer Störung der] sympathischen Erregbarkeit durch das vegetative Nervensystem oder einer Beeinträchtigung der extrazellulären Kollagenmatrix ausgehen. Da myokardiales Stunning aber einen multifaktorellen Prozess mit verschiedenen pathogenetischen Mechanismen darstellt, ist keine dieser Hypothesen allein ausreichend, dass gesamte Geschehen umfassend zu erläutern (Bolli, 1990).

Eine Myokardischämie und myokardiales Stunning kann in vielen Situationen entstehen, wie z.B. bei instabiler Angina pectoris, beim akuten Myokardinfarkt, bei belastungsinduzierten Ischämien und bei operativen, bzw. interventionellen Eingriffen am Herzen, zu denen neben der koronaren Revaskularisationsoperation auch die perkutane transluminale Coronarangioplastie (PTCA) zählt (Ambrosio et al., 1996; Kloner und Jennings, 2001). Allerdings ist die Diagnose Stunning klinisch schwer zu stellen, da es keine ausschließende Methode gibt, die sicher differentialdiagnostisch myokardiales Stunning von anderen kontraktilen myokardialen Funktionsstörungen unterscheidet. Als Einflussfaktoren können sich hier beispielsweise positiv inotrope Substanzen auswirken, die die postischämische Funktion modulieren und dadurch eine eindeutige Unterscheidung zwischen myokardialen Stunning und einer anderen kontraktilen Dysfunktion wie dem sogenannten "hibernating myocardium" erschweren. Das Phänomen "Hibernation" stellt sich funktionell ähnlich dem Stunning dar, unterscheidet sich aber grundlegend vom myokardialen Stunning (Bolli, 1992, 1998; Nixon et at., 1982).

Der Begriff "Hibernation" (engl. für "Winterschlaf") wurde erstmals von Rahimtoola benutzt. Er beschreibt bei Patienten mit chronischen Durchblutungsstörungen der Koronararterien einen dauerhaften Zustand kontraktiler Dysfunktion (Rahimtoola, 1985). Dieses Phänomen wurde bei Patienten nach chirurgischer Revaskularisationstherapie, d.h. Bypassimplantation beobachtet, bei denen sich postoperativ die Funktion des Myokards normalisierte (Rahimtoola, 1985; Flameng et al., 1981). Es handelt sich dabei wahrscheinlich um einen Mechanismus des Herzmuskels, sich dem reduzierten koronaren Blutfluss und dem damit verminderten Sauerstoff- [und Nährstoffangebot durch eine reaktive Verminderung des myokardialen Sauerstoffverbrauchs durch Senkung der Kontraktionskraft anzupassen.]


3. Ambrosio G, Betocchi S, Pace L, Losi MA, Perrone-Filardi P, Sorichelli A, Piscione F, Taube J, Squame F, Salvatore M, Weiss JL, Chiariello M (1996) Prolonged impairment of regional contractile function after resolution of exercise-induced angina. Evidence of myocardial stunning in patients with coronary artery disease. Circulation 94:2455-64

8. Bolli R (1990) Mechanism of myocardial stunning. Circulation 82:723-38

9. Bolli R (1992) Myocardial Stunning in Man. Circulation 86:1671-91

11. Bolli R (1998) Why myocardial stunning is clinically important. Basic Res Cardiol 93:169-72

37. Flameng W, Suy R, Schwarz F, Borgers M, Piessens J, Thone F, Van Ermen H, De Geest H (1981) Ultrastructural correlates of left ventricular contraction abnormalities in patients with chronic ischemic heart disease: Determinants of reversible segmental asynergy postrevascularization surgery. Am Heart J 102:846-57

63. Kloner RA, Jennings RB (2001) Consequences of brief ischemia: Stunning, Preconditioning, and their clinical implications, part 1. Circulation 104:2981-9

76. Nixon JV, Brown CN, Smitherman TC (1982) Identification of transient and persistent segmental wall motion abnormalities in patients with unstable angina by two-dimensional echocardiography. Circulation 65:1497-502

85. Rahimtoola SH (1985) A perspective on the three large multicenter randomized clinical trials of coronary bypass surgery for chronic stable angina. Circulation 72:V123-35

Weitere Hypothesen postulieren u. a. eine gestörte Produktion energiereicher Phosphate der Mitochondrien, eine Störung der sympathischen Erregbarkeit oder eine Beschädigung der extrazellulären Kollagenmatrix. Es ist jedoch zu beachten, dass keine dieser Hypothesen ausreicht, um das Geschehen allein und umfassend zu erklären. Myokardiales Stunning ist ein multifaktorieller Prozess, der verschiedene pathogenetische Mechanismen umfasst [7].

Es gibt viele Situationen, in denen vorübergehende myokardiale Ischämien und auch Stunning entstehen können, z. B. bei instabiler Angina pectoris, beim akuten Myokardinfarkt mit früher Reperfusion, bei einer durch Belastung induzierten Ischämie, bei Herztransplantationen und nach interventionellen kardiologischen Maßnahmen wie beispielsweise der perkutanen transluminalen Coronarangioplastie (PTCA) [3, 53]. Klinisch ist die Diagnose aber nur schwer zu stellen, da es keine genaue Methode gibt, die myokardiales Stunning erfasst und die exakte Differenzierung von anderen myokardialen kontraktilen Dysfunktionen erlaubt. Viele Einflussfaktoren, wie beispielsweise positiv oder negativ

[Seite 4]

inotrop wirkende Medikamente, haben Einfluss auf die postischämische Funktion und erschweren dadurch die eindeutige Differenzierung zwischen myokardialem Stunning und dem sogenannten „hibernating myocardium“, welches ebenfalls eine Form kontraktiler Dysfunktion vitalen Herzmuskelgewebes ist, die sich aber grundlegend von myokardialem Stunning unterscheidet [8, 10, 61].

Der Begriff Hibernation (engl. für „Winterschlaf“) wurde erstmals 1985 von S. H. RAHIMTOOLA benutzt und bezeichnet einen dauerhaften Zustand kontraktiler Dysfunktion bei Patienten mit chronischen koronaren Durchblutungsstörungen [71]. Es wurde erstmals bei Patienten nach chirurgischer Revaskularisationstherapie, d.h. Bypassimplantation beobachtet, die postoperativ eine Normalisierung der Funktion des Myokards zeigten [34, 71]. Daher handelt es sich wahrscheinlich um einen Mechanismus des Herzens, sich dem reduzierten koronaren Blutfluss und damit vermindertem Sauerstoff- und Nährstoffangebot durch eine reaktive Verminderung des myokardialen Sauerstoffverbrauchs durch Senkung der Kontraktionskraft anzupassen.


[3] Ambrosio G, Betocchi S, Pace L, Losi MA, Perrone-Filardi P, Sorichelli A, Piscione F, Taube J, Squame F, Salvatore M, Weiss JL, Chiariello M (1996) Prolonged Impairment of Regional Contractile Function After Resolution of Exercise-Induced Angina. Evidence of Myocardial Stunning in Patients With Coronary Artery Disease. Circulation 94:2455-64

[7] Bolli R (1990) Mechanism of Myocardial “Stunning”. Circulation 82:723-38

[8] Bolli R (1992) Myocardial ‘Stunning’ in Man. Circulation 86:1671-91

[10] Bolli R (1998) Why myocardial stunning is clinically important. Basic Res Cardiol 93:169-72

[34] Flameng W, Suy R, Schwarz F, Borgers M, Piessens J, Thone F, Van Ermen H, De Geest H (1981) Ultrastructural correlates of left ventricular contraction abnormalities in patients with chronic ischemic heart disease: Determinants of reversible segmental asynergy postrevascularization surgery. Am Heart J 102:846-57

[53] Kloner RA, Jennings RB (2001) Consequences of Brief Ischemia: Stunning, Preconditioning, and Their Clinical Implications, part 1. Circulation 104:2981-9

[61] Nixon JV, Brown CN, Smitherman TC (1982) Identification of Transient and Persistent Segmental Wall Motion Abnormalities in Patients with Unstable Angina by Two-dimensional Echocardiography. Circulation 65:1497-502

[71] Rahimtoola SH (1985) A perspective on the three large multicenter randomized clinical trials of coronary bypass surgery for chronic stable angina. Circulation 72:V123-35

Anmerkungen

Ein Verweis auf die Quelle fehlt, obwohl beide Texte inhaltlich identisch sind, auf die gleiche Literatur, in der gleichen Reihenfolge verweisen, und auch einige Formulierungen parallel sind.

Sichter
(Hindemith) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Singulus, Zeitstempel: 20140501200317

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