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Fws/285

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Bürger ohne Obdach. Zwischen Pflicht zur Unterkunft und Recht auf Wohnraum

von Dr. Frank-Walter Steinmeier

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Fws/Fragment 285 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-09 07:51:28 Hindemith
BauernOpfer, Fragment, Fws, Gesichtet, SMWFragment, Sachße Tennstedt 1988, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Yacay
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 285, Zeilen: 1-23
Quelle: Sachße Tennstedt 1988
Seite(n): 27, 28, 36, Zeilen: 27: 22ff; 28: 29ff; 36: 15ff
[Gemeint ist der Prozeß] einer zunehmenden Ausdifferenzierung spezifischer Armutsrisiken aus der bislang als Universalfürsorge verstandenen Arbeit der nach Reichsrecht zuständigen Ortsarmenverbände,83 dessen Bedeutung für die Entwicklung staatlicher und kommunaler Sozialpolitik nicht gering geschätzt werden darf. In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstand die Herausbildung besonderer Zweige der Gesundheits-, Jugend-, Wohnungs- und Erwerbslosenfürsorge neben und außerhalb der klassischen Armenfürsorge, die man zeitgenössisch die "sociale Ausgestaltung" der Fürsorge nannte.84 Dieser Ausdifferenzierungsprozeß zielte auf die planmäßige, öffentliche Gestaltung der Lebensbedingungen der städtischen Unterschichten und war Bestandteil eines umfassenderen Prozesses des Ausbaus kommunaler Leistungsverwaltung in der Folge von Industrialisierung und Verstädterung, indem sich die "Trennung der Menschen von den Lebensgütern" spiegelt.85

Die für den Ausbau und die Weiterentwicklung der kommunalen Fürsorge in den folgenden Jahrzehnten bedeutendsten Innovationspotentiale kamen aus dem Bereich der Gesundheitsfürsorge,86 die seit den 90er Jahren in den deutschen Großstädten als eigenständiger, vom Odium der Armenfürsorge befreiter Bereich ausgebaut wurde.87 Im engen Zusammenhang mit ihr, aber schwächer in der Konturierung einer eigenen sozialen Programmatik, läßt sich die Ausdifferenzierung kommunaler Wohnungsfürsorge aus der herkömmlichen Armenfürsorge beschreiben. Gegenüber weitgehend erfolglosen Versuchen kommunaler Bodenreform lassen sich hier durchaus nachhaltig wirksame Instrumente der Wohnungsreform ausmachen. Die Wohnungsreform erstreckte sich von einer zunehmenden [öffentlichen Förderung des (Klein-) Wohnungsbaues, vor allem der gemeinnützigen Baugesellschaften und Baugenossenschaften, bis zum Erlaß von Wohnungsordnungen und der geregelten Durchführung einer Wohnungsaufsicht.88]


83 Sachße, Chr./Tennstedt, F., Geschichte der Armenfürsorge in Deutschland, Bd. 2, Fürsorge und Wohlfahrtspflege 1871-1929, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1988, S. 27.

84 Die weitgespannten Hoffnungen, die zu Beginn der Weimarer Republik auf das Siedlungswesen als Beitrag zur Verminderung des Wohnungs- und des Erwerbslosigkeitsproblems gesetzt wurden,erfüllten sich allerdings nicht; vgl. Preller, L., Sozialpolitik in der Weimarer Republik, Düsseldorf 1949 (Neudruck 1978), S. 288, 387.

85 Sachße, Chr./Tennstedt, F., Geschichte der Armenfürsorge in Deutschland, Bd. 2, Fürsorge und Wohlfahrtspflege 1871-1929, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1988, S. 27;

86 Göckenjan, G., Kurieren und Staat machen. Gesundheit und Medizin in der bürgerlichen Welt, Frankfurt a. M. 1985, S. 327 ff., dort auch interessante historische Hinweise zur Entwicklung und Etablierung des Kassenarztwesens. Zugespitzt ist die dort aufgearbeitete Historie in dem Beitrag Göckenjan, G., Medizin und Ärzte als Faktor der Disziplinierung der Unterschichten: Der Kassenarzt, in: Sachße Ch./Tennstedt, F. (Hrsg.), Soziale Sicherheit und soziale Disziplinierung, Frankfurt a. M. 1986, S. 286 f. enthalten.

87 Sachße, Chr./Tennstedt, F., Geschichte der Armenfürsorge in Deutschland, Bd. 2, Fürsorge und Wohlfahrtspflege 1871-1929, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz 1988, S. 28.

88 Ebenda, S. 36; vgl. allgemeiner Labisch, A., Hygiene ist Moral - Moral ist Hygiene, in: Sachße, Chr./Tennstedt, F. (Hrsg.), Soziale Sicherheit und soziale Disziplinierung, Frankfurt a. M. 1986, s. 265 ff.

Am bedeutsamsten für die Entwicklung kommunaler Sozialpolitik war jedoch der - in den 90er Jahren einsetzende - Prozeß einer zunehmenden Ausdifferenzierung spezifischer Armutsrisiken aus der bislang als Universalfürsorge verstandenen kommunalen Armenfürsorge; die Herausbildung besonderer Zweige der Gesundheits-, Jugend-, Wohnungs- und Erwerbslosenfürsorge neben und außerhalb der klassischen Armenfürsorge, die man zeitgenössisch die "sociale Ausgestaltung" der Fürsorge nannte.51 Dieser Ausdifferenzierungsprozeß zielte auf die planmäßige, öffentliche Gestaltung der Lebensbedingungen der städtischen Unterschichten und war Bestandteil eines umfassenderen Prozesses des Ausbaus kommunaler Leistungsverwaltung in der Folge von Industrialisierung und Verstädterung, in dem sich die "Trennung der Menschen von den Lebensgütern" spiegelt.52

[Seite 28]

Die für den Ausbau und die Weiterentwicklung der kommunalen Fürsorge in den folgenden Jahrzehnten bedeutendsten Innovationspotentiale kamen aus dem Bereich der Gesundheitsfürsorge, die seit den 90er Jahren in den deutschen Großstädten als eigenständiger, vom Odium der Armenfürsorge befreiter Bereich aufgebaut wurde.

[Seite 36]

Die Ausdifferenzierung kommunaler Wohnungs- und Erwerbslosenfürsorge aus der herkömmlichen Armenfürsorge sei abschließend nur noch angedeutet. Die Maßnahmen der kommunalen Wohnungsfürsorge lassen sich danach differenzieren, was ihr unmittelbares Objekt war: der Boden, auf dem die Wohnungen erbaut wurden (Bodenreform) oder aber die Wohnung selbst (Wohnungsreform).91 Die Wohnungsreform erstreckte sich von einer zunehmenden öffentlichen Förderung des (Klein-)Wohnungsbaues, vor allem der gemeinnützigen Baugesellschaften und Baugenossenschaften, bis zum Erlaß von Wohnungsordnungen und der geregelten Durchführung einer Wohnungsaufsicht.92


51 Vgl. die grundlegenden Referate zum Thema Flesch/Soetbeer 1901; eine detaillierte Gesamtdarstellung fehlt, eine vergleichende Untersuchung der Entwicklung in Dortmund und Münster bei Krabbe 1985 b; Quellenmaterial zur Entwicklung bieten zunächst die Verwaltungsberichte der einzelnen Städte (bibliographisch erfaßt: Stadtbibliothek Frankfurt/M. 1914) und die jeweiligen auf Umfragen beruhenden Berichte bzw. Schriften des DV, von einzelnen Magistraten herausgegebene Darstellungen anläßlich von Jahrestagungen des Deutschen Vereins für öffentliche Gesundheitspflege (z. B. Gesundheits- und Wohlfahrtspflege Breslau 1912) und des DV (z. B. Wohltätigkeits- und gemeinnützige Veranstaltungen 1889), zusammenfassend: Lindemann 1906; Wuttke 1904; Dawson 1914; Statistische Materialien unterschiedlicher Qualität bei Silbergleit 1908, im Statistischen Jahrbuch deutscher Städte 1890 ff. und im Kommunalen Jahrbuch 1908 ff.; hinzu kommen weitere, nur einzelne (Groß-)Städte umfassende Statistische Berichte, z. T. aufgeführt bei Münsterberg 1900 und Stadtbibliothek Frankfurt/M. 1914

52 Forsthoff 1938, S. 4.

[...]

91 Einführend: Most 1913, Bd.2, S. 44ff.; materialreiches Nachschlagewerk: Eberstadt 1917; eine breite Dokumentation zeitgenössischer Quellen zur Wohnungssituation vor 1914: Teuteberg/Wischermann 1985

92 Vgl. v. Kalckstein 1907

Anmerkungen

Der Verfasser weist zwar die exakten Fundstellen seiner Quelle in den Fußnoten aus, eine Kennzeichnung der erheblichen wörtlichen Übernahmen bleibt jedoch aus. Auch FN 84 ist ohne Quellenangabe übernommen: Fws/Fragment_285_103.

Sichter
(Yacay) KayH

[1.] Fws/Fragment 285 103
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-09 09:48:36 Hindemith
Fragment, Fws, Gesichtet, KomplettPlagiat, SMWFragment, Sachße Tennstedt 1988, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Yacay
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 285, Zeilen: 103-106
Quelle: Sachße Tennstedt 1988
Seite(n): 224, Zeilen: -
84 Die weitgespannten Hoffnungen, die zu Beginn der Weimarer Republik auf das Siedlungswesen als Beitrag zur Verminderung des Wohnungs- und des Erwerbslosigkeitsproblems gesetzt wurden, erfüllten sich allerdings nicht; vgl. Preller, L., Sozialpolitik in der Weimarer Republik, Düsseldorf 1949 (Neudruck 1978), S. 288, 387. 51 Vgl. Boyens 1959. Die weitgespannten Hoffnungen, die zu Beginn der Weimarer Republik auf das Siedlungswesen als Beitrag zur Verminderung des Wohnungs- und des Erwerbslosigkeitsproblems gesetzt wurden, erfüllten sich allerdings nicht (vgl. Preller 1978, S. 288, 387).
Anmerkungen

Bewertung und weiterführende Quellenangabe inkl. exakter Seitenzahlen übernommen. Kein Hinweis auf Originalquelle.

Man vergleiche Fws/Fragment 285 01. Dort wird der übernommene Fließtext der Seite 285 dokumentiert. Es fällt auf, dass hier der Autor die Endnote 51 des Kapitels 4 der Quelle übernimmt, während er im Fließtext aus Kapitel 2 der Quelle übernimmt, die übernommene Endnote deshalb thematisch auch nicht zum übernommenen Fließtext passt (Die Endnote behandelt die frühe Weimarer Republik, der Fließtext aber die "90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts").

Sichter
(Yacay), Hindemith


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