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Fws/Fragment 017 02

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 17, Zeilen: 2-31
Quelle: Koch 1984
Seite(n): 9-10, Zeilen: 9:4-11.14-16.20-38 - 10:1-4
Den mitgeteilten Defiziten bisheriger Definitionsversuche trägt allein ein Obdachlosenbegriff ausreichend Rechnung, der zur Abgrenzung des obdachlosen Personenkreises als maßgebendes Kriterium den eingetretenen und drohenden Wohnungsverlust in Verbindung mit dem Bedarf der Betroffenen an öffentlichen Hilfen zum Wohnungserhalt und zur Wohnungsbeschaffung als Definitionsmerkmal miteinbezieht. Diesen Bedürfnissen Rechnung tragend, haben zuletzt Schuler/Sautter in Anlehnung an die erwähnten Landesvorschriften einen Definitionsvorschlag für die behördliche Praxis gemacht, der nicht mehr den juristischen Status der Unterbringung (Miete oder Einweisung) zum Definitionskriterium macht, sondern sich an der Notwendigkeit behördlicher Maßnahmen orientiert. Schuler/Sautter unterscheiden

- aktuell bestehende Obdachlosigkeit,

- unmittelbar drohende Obdachlosigkeit und

- potentielle Obdachlosigkeit.

Aktuell von Obdachlosigkeit betroffen sind nach Schuler/Sautter Personen, denen aufgrund ihrer Wohungslosigkeit [sic] von der Behörde Wohnraum zugewiesen wurde; dazu gehören ordnungsrechtlich eingewiesene Bewohner von Unterkünften und Normalwohnungen (Nutzungsberechtigte), ehemals eingewiesene Bewohner (heutige Mieter) von Unterkünften, die eine endgültige und ausreichende Unterbringung nicht gewährleisten und nicht auf dem Weg der Einweisung in Unterkünfte untergebrachte Bewohner (Mieter, die vom Wohnungsverlust betroffen waren und ohne Einweisungsverfügung eine Unterkunft zugeteilt bekamen).

Unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht sind nach Schuler/Sautter Personen, denen der Verlust ihrer derzeitigen Wohnung droht und die dabei ohne behördliche Hilfe nicht in der Lage sind, ihren Wohnraum auf Dauer zu erhalten oder sich Ersatzwohnraum zu beschaffen.

Potentiell von Obdachlosigkeit bedroht sind nach Schuler/Sautter Personen, bei denen der Wohnungsverlust zeitlich zwar noch nicht absehbar ist, bei denen die Möglichkeit jedoch aufgrund ihrer unzureichenden Wohn- und Einkommenssituation nicht ausgeschlossen werden kann.19


19 Schuler, G./Sautter, H., Obdachlosigkeit und soziale Brennpunkte in Hessen, Umfang, Struktur und Entwicklung der Obdachlosigkeit, Darmstadt 1983, S. 39 f.

[Seite 9]

Am überzeugendsten ist der bereits empirisch bewährte Definitionsvorschlag SCHULER's. In SCHULER's Studie zu Umfang und Struktur der Obdachlosigkeit in Hessen werden

"zur Abgrenzung des Obdachlosenpersonenkreises als maßgebende Kriterien der eingetretene oder der drohende Wohnungsverlust in Verbindung mit der Notwendigkeit behördlicher Maßnahmen zur Beseitigung oder Vermeidung der nach ordnungsrechtlichen Kategorien bestimmten Situation der Obdachlosigkeit zugrunde gelegt. Aufgrund dieser erweiterten Abgrenzung soll auch der Kreis der obdachlosen Menschen, die als Mieter untergebracht sind, miterfaßt werden" (SCHULER 1983:6 f.).

Es wird also nicht mehr der juristische Status der Unterbringung (Miete oder Einweisung) zum Definitionskriterium gemacht, sondern die Notwendigkeit behördlicher Maßnahmen. [...]

SCHULER unterscheidet:

(1) aktuell bestehende Obdachlosigkeit;

(2) unmittelbar drohende Obdachlosigkeit und

(3) potentielle Obdachlosigkeit.

(1) Aktuell von Obdachlosigkeit betroffen sind gemäß SCHULER Personen,

"denen aufgrund ihrer Wohnungslosigkeit von der Behörde Wohnraum zugewiesen wurde; dazu gehören

- ordnungsrechtlich eingewiesene Bewohner von Unterkünften und Normalwohnungen (Nutzungsberechtigte),

- ehemals eingewiesene Bewohner (heutige Mieter) von Unterkünften, die eine endgültige und ausreichende Unterbringung nicht gewährleisten und

- nicht auf dem Weg der Einweisung in Unterkünfte untergebrachte Bewohner (Mieter, die vom Wohnungsverlust betroffen waren und ohne Einweisungsverfügung eine Unterkunft zugeteilt bekamen)."

(2) Unmittelbar von Obdachlosigkeit bedroht sind gemäß SCHULER Personen,

"denen der Verlust ihrer derzeitigen Wohnung droht und die dabei ohne behördliche Hilfe nicht in der Lage sind, ihren Wohnraum auf Dauer zu erhalten oder sich Ersatzwohnraum zu beschaffen."

[Seite 10]

(3) Potentiell von Obdachlosigkeit bedroht sind gemäß SCHULER Personen,

"bei denen der Wohnungsverlust zeitlich zwar noch nicht absehbar ist, bei denen die Möglichkeit jedoch aufgrund ihrer unzureichenden Wohn- und Einkommenssituation nicht ausgeschlossen werden kann." (SCHULER 1983:7 f.).


SCHULER, G.
1981 Obdachlosigkeit und soziale Brennpunkte in Hessen. In: INSTITUT WOHNEN UND UMWELT (Hrsg.), Wohnungspolitik am Ende?
Opladen. S. 39-59

SCHULER, G.
1983 Obdachlosigkeit und soziale Brennpunkte in Hessen. Umfang, Struktur und Entwicklung der Obdachlosigkeit. Institut Wohnen und Unweit.
Darmstadt.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Koch (1984) demonstriert i.ü. wie man Definitionen korrekt zitieren kann.

Obwohl Fws hier auch Formulierungen von Koch übernimmt, wird dieser hier nicht als Quelle erwähnt.

Sichter
(Graf Isolan)

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