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Informationeller Globalismus

von Georgios Chatzimarkakis

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Marcusb, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 14-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 109-110, Zeilen:
Bei seinem wandlungsorientierten Fokus setzt Gilpin die Rationalität der Akteure per Definition voraus. Damit wird Rationalität im Sinn von politischem Gewinn (oder genauer: dem Gewinn politischer Machtressourcen) zu einer ontologischen Welthypothese, aus der sich dann die übrige logische Struktur des Ansatzes ableitet. Vom strukturellen Neorealismus unterscheidet sich der Ansatz Gilpins durch das auf Dynamik gerichtete Erkenntnisinteresse. Es geht um die Analyse von Wandlungsprozessen. Die Wandlungstheorie basiert auf einem Fundament aus fünf analytischen Vorannahmen:

• Ein internationales System ist dann und nur dann stabil (das heißt: in einem Gleichgewichtszustand), wenn kein Staat den Versuch für gewinnversprechend hält, das System zu ändern oder alternativ: Ein internationales System ist in einem Gleichgewichtszustand, wenn die mächtigen Staaten im System mit den herrschenden territorialen, politischen und wirtschaftlichen Arrangements zufrieden sind.

• Ein Staat wird genau dann versuchen, das internationale System zu verändern, wenn der erwartete Nutzen die erwarteten Kosten übersteigt.

• Dieser Staat wird dann solange versuchen das internationale System durch territoriale, politische und wirtschaftliche Expansion zu verändern, bis die Grenzkosten weiteren Wandels größer oder gleich dem entsprechenden Grenznutzen sind.

• Sobald ein Gleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen weiteren Wandels erreicht ist, besteht die Tendenz, daß die wirtschaftlichen Kosten für den Erhalt des Status quo schneller ansteigen als die ökonomische Kapazität, die benötigt wird, um den Status quo zu untermauern.

• Wenn Ungleichgewicht im internationalen System nicht beseitigt wird, ändert sich das System, und ein neuer Gleichgewichtszustand pendelt sich ein, welcher der Umverteilung der Macht entspricht.

Der wandlungsorientierte Fokus macht den ökonomischen Ansatz Gilpins gut abgrenzbar von den beiden anderen großen Neorealismen, [...]. [...] setzt Gilpin die Rationalität der Akteure per Definition voraus, [...]. Damit wird Rationalität im Sinn von politischem Gewinn (oder genauer: dem Gewinn politischer Machtressourcen) - [...] - zu einer ontologischen Welthypothese, aus der sich dann die übrige logische Struktur des Ansatzes ableitet.[FN 235] Vom Waltz'schen Neorealismus unterscheidet sich der ökonomische Realismus allerdings scharf durch das auf Dynamik gerichtete Erkenntnisinteresse (Behandlung von Wandlungsprozessen), [...].

[...]

Gilpin stellt seine Wandlungstheorie auf ein Fundament, das aus fünf analytischen Vorannahmen besteht:[FN 237]

(1) Ein internationales System ist dann und nur dann stabil (d.h. in einem Gleichgewichtszustand), wenn kein (ergänze: wesentlicher) Staat den Versuch für gewinnversprechend hält, das System zu ändern oder alternativ: "Ein internationales System ist in einem Gleichgewichtszustand, wenn die mächtigeren Staaten im System mit den herrschenden territorialen, politischen und wirtschaftlichen Arrangements zufrieden sind."

(2) Ein Staat wird genau dann versuchen, das internationale System zu verändern, wenn der erwartete Nutzen die erwarteten Kosten übersteigt.

(3) Dieser Staat wird dann solange versuchen, das internationale System durch territoriale, politische und wirtschaftliche Expansion zu verändern, bis die Grenzkosten weiteren Wandels größer oder gleich dem entsprechenden Grenznutzen sind.

(4) Sobald ein Gleichgewicht zwischen Kosten und Nutzen weiteren Wandels erreicht ist, besteht die Tendenz, daß die wirtschaftlichen Kosten für den Erhalt des Status quo schneller ansteigen als die ökonomische Kapazität, die benötigt wird, um den Status quo zu untermauern.

(5) Wenn Ungleichgewicht im internationalen System nicht beseitigt wird, ändert sich das System, und ein neuer Gleichgewichtszustand pendelt sich ein, welcher der Umverteilung der Macht entspricht.

[FN 235: S. Gilpin (1981): xii.]

[FN 237: S. Gilpin (1981): 10f.]

Anmerkungen

Der Satz "Es geht um die Analyse von Wandlungsprozessen" scheint von GC zu sein! Weiter bei Gc/Fragment 132 01

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