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Informationeller Globalismus

von Georgios Chatzimarkakis

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Frangge, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 1-37
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 271ff, Zeilen:
[Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommu-]nikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern es werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt.

- Die schwächste Form der normativ-institutionellen Förderung von Regimeentstehung besteht in der Aufnahme eines Problems in die internationale Agenda und des damit verbundenen Zwangs der Staaten, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Diese Rolle kann beispielsweise der Stockholmer Weltumweltkonferenz der Vereinten Nationen von 1972 für den Bereich des Meeresumweltschutzes zugeschrieben werden.

5. Problemstrukturelle Erklärungsansätze: Problemstrukturelle Erklärungen können kaum etwas über den Fortbestand über die Struktur von internationalen Regimen aussagen, wohl aber über die Wahrscheinlichkeit ihrer Herausbildung. Sie führen diese auf die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Konfliktgegenstände und Problemfelder zurück, denen eine bestimmte Bearbeitungsdisposition unterstellt wird. [FN 351]

6. Kognitive Erklärungsansätze: Kognitive Ansätze ziehen die Wahrnehmungen der politischen Entscheidungsträger zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime heran. [FN 352] Ein Bearbeitungsbedarf von Konflikten muß vorhanden sein, damit Regime gebildet werden. Ein solcher Bearbeitungsbedarf entsteht aber erst dann, wenn er von den politischen Entscheidungsträgern auch wahrgenommen wird. Nye geht davon aus, daß sich nationale Interessen durch interne Machtveränderungen und normativen Wandel, aber auch durch Lernprozesse verändern können.

Die generelle Wirksamkeit von internationalen Regimen ist relativ gut erforscht. Keohane [FN 353] zeigt in seiner "funktionalen Theorie" internationaler Regime, daß internationale Regime, wenn sie einmal errichtet worden sind, die Kooperation zwischen autonomen Akteuren auch beim Fehlen einer Zentralgewalt ermöglichen oder stabilisieren. Die Betrachtung der zentralen Weltwirtschaftsregime bestätigt tendenziell diese Auffassung. Spätestens seit Mitte der 70er Jahre mit der Herausforderung einer weltwirtschaftlichen Rezession konfrontiert, wuchs das Interesse an protektionistischen Maßnahmen auch bei den Trägern des GATT-Handelsregimes. Dies führte zwar zur verstärkten Manifestierung von Handelskonflikten und darüber hinaus zur Schwächung des Freihandelsprinzips, aber nicht zu einer Erosion oder gar einem Zusammenbruch des GATT-Regimes. Es fand eine Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen innerhalb des Regimes statt. Im Rahmen eines geregelten Konfliktaustrags wurde insbesondere die vorübergehende Aussetzung des Freihandelsprinzips für bestimmte Branchen, beispielsweise durch das Welttextilabkommen, als Mittel der Krisenbewältigung gewählt. [FN 354] In zwei anderen Problemfelden, den internationalen Währungsbe-[ziehungen [FN 355] und den internationalen Finanzbeziehungen356 sind die Veränderungen in den betreffenden Regimen, die sich seit Mitte der 70er Jahre vollzogen haben von deutlich größerem Ausmaß.]

[FN 351 Zürn / Wolf / Efinger (1990), S. 151 - 174.]

[FN 352 Insbesondere Haas (1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.]

[FN 353 Keohane (1984).]

[FN 354 Vgl. Keohane (1984), S. 182-194.]

Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommunikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt. Die dritte und schwächste Form der normativ-institutionellen Förderung von Regimeentstehung besteht in der Aufnahme eines Problems (issue) in die internationale Agenda und des damit verbundenen Zwangs der Staaten, sich damit auseinandersetzen zu müssen. Diese Rolle kann beispielsweise der Stockholmer Weltumweltkonferenz der Vereinten Nationen von 1972 für den Bereich des Meeresumweltschutzes zugeschrieben werden.

Problemstrukturelle Erklärungsansätze

Problemstrukturelle Erklärungen können kaum etwas über den Fortbestand (und im übrigen auch wenig über die Struktur) von internationalen Regimen aussagen, wohl aber über die Wahrscheinlichkeit ihrer Herausbildung. Sie führen diese auf die Beschaffenheit der zu bearbeitenden Konfliktgegenstände und Problemfelder zurück (vgl. Efinger/Zürn 1990 und den Beitrag von Zürn/Wolf/Efinger in diesem Band), denen eine bestimmte Bearbeitungsdisposition ("aus der Natur der Sache") unterstellt wird.

[...]

Kognitive Erklärungsansätze

Kognitive Ansätze ziehen die Wahrnehmungen der politischen Entscheidungsträger zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime heran.[13 Insbesondere Haas (1975, 1980, 1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.] Ein Bearbeitungsbedarf von Konflikten muß vorhanden sein, damit Regime gebildet werden. Ein solcher Bearbeitungsbedarf entsteht aber erst dann, wenn er von den politischen Entscheidungsträgern auch wahrgenommen wird. [...]

Nye (1987) geht davon aus, daß sich nationale Interessen durch interne Machtveränderungen und normativen Wandel, aber auch durch Lernprozesse verändern können. [...]

[...]

3.2 Die Analyse der Wirkung internationaler Regime

[...]

In diesem Abschnitt wollen wir zunächst die These von der generellen Wirksamkeit internationaler Regime empirisch prüfen, [...]

3.2.1 Zur generellen Wirksamkeit von internationalen Regimen

Keohane (1984) zeigt in seiner "funktionalen Theorie" internationaler Regime, daß internationale Regime, wenn sie einmal errichtet worden sind, die Kooperation zwischen autonomen Akteuren auch beim Fehlen einer Zentralgewalt ermöglichen oder stabilisieren (vgl. 3.1). [...]

[...] Auch eine Betrachtung der zentralen Weltwirtschaftsregime bestätigt tendenziell diesen Befund. Spätestens seit Mitte der 70er Jahre mit der Herausforderung einer weltwirtschaftlichen Rezession konfrontiert, stieg das Interesse an protektionistischen Maßnahmen auch bei den Trägern des GATT-Handelsregimes. Dies führte zwar zur verstärkten Manifestierung von Handelskonflikten und darüber hinaus zur Schwächung des Freihandelsprinzips, aber nicht zu einer Erosion oder gar einem Zusammenbruch des GATT-Regimes. Es fand eine Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen innerhalb des Regimes statt. Im Rahmen eines geregelten Konfliktaustrags wurde insbesondere die vorübergehende Aussetzung des Freihandelsprinzips für bestimmte Branchen, beispielsweise durch das Welttextilabkommen, als Mittel der Krisenbewältigung gewählt (vgl. etwa Lipson 1983: 258-262 oder Keohane 1984: 182-194). In zwei anderen Problemfelden, den internationalen Währungsbeziehungen (vgl. etwa Gilpin 1987: 131-170) und den internationalen Finanzbeziehungen (vgl. etwa Cohen 1983 oder Haggard 1985) sind die Veränderungen in den bearbeitenden Regimen, die sich seit Mitte der siebziger Jahre vollzogen haben, allerdings von deutlich größerem Ausmaß.

Anmerkungen

Sogar das Abschreiben fällt schwer: "über den Fortbestand über die Struktur"; Schreibfehler "Problemfelden" auch im Original.

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Marcusb, Drhchc, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 101-105
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 271ff, Zeilen:
351 Zürn / Wolf / Efinger (1990), S. 151 - 174.

352 Insbesondere Haas (1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.

353 Keohane (1984).

354 Vgl. Keohane (1984), S. 182-194.

Problemstrukturelle Erklärungsansätze

[...] (vgl. Efinger/Zürn 1990 und den Beitrag von Zürn/Wolf/Efinger in diesem Band) [...]

[Anmerkung 13: Insbesondere Haas (1975, 1980, 1983) sowie Nye (1987) haben die Bedeutung des kognitiven Faktors zur Erklärung internationaler Regime betont.]

[...]

3.2.1 Zur generellen Wirksamkeit von internationalen Regimen

Keohane (1984) [...]

[...]

[...] (vgl. etwa Lipson 1983: 258-262 oder Keohane 1984: 182-194) [...]

Anmerkungen

Die Fussnoten wurden mit dem Fliesstext kopiert.

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