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Gc/151
< Gc
von Georgios Chatzimarkakis
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| Untersuchte Arbeit: Seite: 151, Zeilen: 1-6 | Quelle: Siedschlag 1997 Seite(n): 189, Zeilen: |
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| • die Zersplitterung der Kooperation zwischen den Großmächten durch die störende Mitgliedschaft kleiner Staaten.[FN 371]
Das wichtigste Hindernis bei der Übersetzung des Theoriekonzepts des Multilateralismus in ein politisches Handlungsmuster ist, daß es gerade wegen seiner Flexibilität von den beteiligten Akteuren je nach Eigeninteresse durchaus unterschiedlich aufgefaßt werden und damit gerade konfliktstimulierend wirken kann.[FN 372] [FN 371: Ruggie (1993), S. 23, zitiert nach Siedschlag (1997), S. 189.] [FN 372: Vgl. Siedschlag (1997), S. 189.] | [...] der Zersplitterung der Kooperation zwischen den Großmächten durch die störende Mitgliedschaft kleiner Staaten.[FN 197] [...]
Das wichtigste Hindernis bei der Übersetzung des Theoriekonzepts des Multilateralismus in ein politisches Handlungsmuster ist, daß es gerade wegen seiner Flexibilität von den beteiligten Akteuren je nach Eigeninteresse durchaus unterschiedlich aufgefaßt werden und damit gerade konfliktstimulierend wirken kann [...].[FN 199] [FN 197: Ruggie (1993): 23.] [FN 199: Vgl. die Multilateralismus-Kritik von P. Williams (1995).] |
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| Untersuchte Arbeit: Seite: 151, Zeilen: 7 | Quelle: Siedschlag 1997 Seite(n): 1, Zeilen: |
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| Der Postinternationalismus ist entstanden aus einer radikaleren Realismus-Kritik als
beim Neoliberalismus, die letzteren auch teilweise kritisiert. Kennzeichnend für dieses Paradigma ist, daß er das staatenweltliche Bild des Gegenstandsbereichs internationaler Beziehungen strikt ablehnt. Allerdings ist er in seiner Stoßkraft gegen den Realismus dadurch eingeschränkt, daß er in zahlreiche einzelne Ansätze zerfällt, die keineswegs alle in dieselbe Richtung zielen oder von ähnlichen Leitannahmen ausgehen. So sind unter anderem postmoderne, kritische, soziologische und normative Theoriebildungstendenzen zu unterscheiden. Allerdings läßt sich durch die zusammenfassende Formel des Postinternationalismus auch die wesentliche Hauptstoßrichtung dieser neuen Ansätze kennzeichnen: Letztlich die Negierung des Ausgangspunktes des Realismus und in der Folge die zumeist pauschale Absprache seiner Angemessenheit. 373 Vgl. Siedschlag (1997), S 154 f. Der Postinternationalismus geht davon aus, daß in der Post-Jalta-Welt "international virulenten Aktionseinheiten" verschwunden sind oder zumindest keine sinnvollen analytischen Ausgangspunkte mehr darstellen. Weltpolitik sei nicht mehr international und auch nicht mehr transnational, weil sich die zur Definition derartiger Politikbegriffe immer notwendigen nationalen, regionalen oder wenigstens politikfeldbezogenen Grenzen nicht länger aufrechterhalten ließen. Infolgedessen sei der analytische Ausgangspunkt von vornherein auf globaler Ebene zu wählen, sei es bei der Vision eines Welt-Menschenrechts, weltweiter Phänomene und Prozesse des sozialen Wandels oder steten Wechselwirkungen zwischen den einstigen subnationalen, nationalen und über- beziehungsweise transnationalen Ebenen des Weltsystems. 374 Z. B. Rosenau (1990). | Der Postinternationalismus setzt demgegenüber mit einer originäreren und radikaleren Realismuskritik an, die teils auch den Institutionalismus mit trifft. Er lehnt das staatenweltliche Bild des Gegenstandsbereiches internationaler Beziehungen strikt ab. Allerdings ist er in seiner Stoßkraft gegen den Realismus
dadurch eingeschränkt, daß er in zahlreiche einzelne Ansätze zerfällt, die keineswegs alle in dieselbe Richtung zielen oder von ähnlichen Leitannahmen ausgehen. So sind unter anderem postmoderne, kritische, soziologische und normative Theoriebildungstendenzen zu unterscheiden. Allerdings läßt sich durch die zusammenfassende Formel des Postinternationalismus auch die wesentliche Hauptstoßrichtung dieser neuen Ansätze kennzeichnen: letztlich die Negierung des Ausgangspunktes des Realismus und in der Folge die zumeist pauschale Absprache seiner Angemessenheit. Der Postinternationalismus hält nun dagegen, daß gerade diese beiden Konstitutivkomponoenten des Realismus in der Post-Jalta-Welt verschwunden oder zumindest keine sinnvollen analytischen Ausgangspunkte mehr sind. Weltpolitik sei nicht mehr international und auch nicht mehr transnational, weil sich die zur Definition derartiger Politikbegriffe immer notwendigen nationalen, regionalen oder wenigstens politikfeldbezogenen Grenzen nicht länger aufrechterhalten ließen. Infolgedessen sei der analytische Ausgangspunkt von vornherein auf globaler Ebene zu wählen, sei es bei der Vision eines Welt-Menschenrechts, weltweiter Phänomene und Prozesse des sozialen Wandels oder steten Wechselwirkungen zwischen den einstigen subnationalen, nationalen und über- beziehungsweise transnationalen Ebenen des Weltsystems. |
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