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Informationeller Globalismus

von Georgios Chatzimarkakis

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Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
79.203.236.192, KayH, Schuju, Nerd wp, Frangge
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 2-11
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 197, Zeilen:
Exeplarisch für den Postinternationalismus soll hier der Globalismus dargestellt werden, der am radikalsten von der postinternationalen These ausgeht. Demzufolge lasse sich internationale Politik gerade nicht mehr als internationale Politik verstehen, also als Politik zwischen formal gleichberechtigten Aktionssystemen, sondern nur noch als globaler Wirkungszusammenhang, bei dem sich Prozesse auf verschiedenen Systemebenen stets von neuem wechselseitig überlagern. Postinternationale Politik ist also dauerhaften Turbulenzen ausgesetzt.[Fn 375] Der Globalismus ist das deutlichste theoretische Resultat der post-bipolaren Welt, sieht sich als diametrale Gegenkonzeption zum realistischen Paradigma und tritt für eine völlig neuartige Heuristik der Disziplin Internationale Politik unter Rückgriff auf Konzepte der neueren Systemtheorie.[Fn 376]

---

Fußnote 375: Diese Bedeutung und den Begriff der Postinternationalen Politik selbst hat Rosenau (1990), S. 3 - 20 eingeführt.

Fußnote 376: Vgl. Siedschlag (1997), S. 197.

Der Globalismus[Fn 45] geht am radikalsten von der postinternationalen These aus: Institutionelle Politik lasse sich gerade nicht mehr als internationale Politik verstehen, also als Politik zwischen formal gleichberechtigten Aktionssystemen, sondern nur noch als globaler Wirkungszusammenhang, bei dem sich Prozesse auf verschiedenen Systemebenen [...] stets von neuem wechselseitig überlagern - "postinternationale Politik" ist also dauernden Turbulenzen ausgesetzt.[Fn 46]

[...] Außerdem verfährt er [der Globalismus] theoriegetrieben, wenn er für eine völlig neuartige Heuristik der Disziplin Internationale Politik unter Rückgriff auf Konzepte der neueren Systemtheorie eintritt.

---

Fußnote 46: Diese Bedeutung und den Begriff der "postinternationalen Politik" selbst hat J.N. Rosenau (1990:3 - 20) eingeführt.

Anmerkungen

Obwohl es sich in weiten Teilen um ein wörtliches Zitat handelt und sogar die Fußnote 46 als Fußnote 375 bis auf die Anpassung an den eigenen Zitierstil wörtlich übernommen wurde, wird Siedschlag (1997) in Fußnote 376 nur mit "Vgl." referenziert. Schreibfehler in der Diss.: "Exeplarisch"

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Marcusb, KayH, Schuju, Nerd wp, 92.72.89.62, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 152, Zeilen: 12-33
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 198, Zeilen:
Theoretisch geht es um die Ergänzung der drei klassischen images im Fach Internationale Politik:

1. das Individuum, 2. den Staat und 3. das internationale System. Dem wird ein postinternationales viertes image hinzugefügt, das des globalen Systems.[FN 377] Diese vierte Systemebene darf für den Globalismus aber gerade nicht ausschließlich betrachtet werden. Auch der Neoliberalismus versucht ja letztlich, ein postinternationales Strukturelement in die Theorie der internationalen Beziehungen einzuführen, seien es transnationale Interdependenzen, Regime oder allgemeine internationale Verrechtlichung. Damit einher geht allerdings die übermäßige Ausblendung der anderen internationalen Systemebenen, so daß die Konstitutivfaktoren und Kodeterminanten derartiger globaler Ebenen internationaler Beziehungen weithin im Dunkeln bleiben.[FN 378]

Der Globalismus will nun einerseits ein viertes image einführen, das aber eben gerade nicht methodisch und inhaltlich in der Luft hängt, sondern zusammen mit den Wechselwirkungsprozessen zwischen allen vier images untersucht werden soll. Mit Ausnahme der strikt anti-nationalen Vorgehensweise bei Rosenau bleibt - wie im Realismus - die international-staatliche Ebene der Ausgangspunkt. Nur wird hier nicht stehengeblieben, sondern der Analysefokus sozusagen von hier nach "oben" und "unten" ausgedehnt.[FN 379] Der Globalismus interessiert sich weniger für globale Strukturbilder internationaler Beziehungen als vielmehr für den Prozeß der Globalisierung: Globalisie-[...]

[FN 377: North (1990), S. 19 - 25.]

[FN 378: Siedschlag (1997), S. 198.]

[FN 379: McGrew (1992), S. 3.]

Theoretisch geht es um die Ergänzung der drei klassischen images im Fach Internationale Politik, also das Individuum, den Staat und das internationale System oder eigentlich im Sinn von Waltz nur die internationale Positionsstruktur der units. Dem wild ein postinternationales viertes image hinzugefügt, das des "globalen Systems".[FN 47] Diese vierte Systemebene darf für den Globalismus aber gerade nicht ausschließlich betrachtet werden. Auch der Institutionalismus, der Internationalismus, das Global-Governance-Paradigma und der Neoliberalismus versuchen ja letztlich, ein postinternationales Struklurelement in die Theorie der internationalen Beziehungen einzuführen, seien es transnationale Interdependenzen, Regime, die Erfordernisse und Zivilisierungsprozesse innerhalb einer angenommenen Weltgesellschaft, allgemeine internationale Verrechtlichung oder eine regelrechte Weltinnenpolitik.

Damit einher geht allerdings die übermäßige Ausblendung der anderen internationalen Systemebenen, so daß die Konstitutivfaktoren und Kodeterminanten derartiger globaler Ebenen internationaler Beziehungen weithin im dunkeln bleiben. Der Globalismus will nun einerseits ein viertes image einführen, das aber eben gerade nicht methodisch und inhaltlich in der Luft hängt, sondern zusammen mit den Wechselwirkungsprozessen zwischen allen vier images untersucht werden soll. Mit Ausnahme der strikt anti-nationalen Vorgehensweise bei Rosenau bleibt - wie im Realismus - die international-staatliche Ebene der Ausgangspunkt. Nur wird hier eben nicht stehengeblieben, sondern der Analysefokus sozusagen von hier nach 'oben' und 'unten' ausgedehnt.[FN 48] Der Globalismus interessiert sich weniger für globale Strukturbilder internationaler Beziehungen als vielmehr für den Prozeß der Globalisierung: "Globalisierung [...]

[FN 47: North (1990): 19-25 u. 183-211; s. dazu auch McOcw (1992).]

[FN 48: McCrcw (1992): 3. Das war im übrigen schon das methodische Postulat von Bull (1977): 276.]

Anmerkungen

Fortsetzung in Gc/Fragment 153 03 – Quelle ist in FN 378 genannt. Dass wörtlich übernommen wurde und die übernommene Passage nach der Fußnote fortgesetzt wird, ist nicht ersichtlich.

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