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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Fiesh, Marcusb, Drhchc, KayH, Nerd wp, Frangge, Hansgert Ruppert
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 01-34
Quelle: Weidenfeld 1999
Seite(n): , Zeilen:
* Operierten 1968 noch 7.276 Unternehmen global, so waren es 1990 bereits 35.000. Zum Ende des Jahrhunderts werden es etwa 45.000 sein.
  • Die Anzahl der NGOs ist von 1.899 im Jahr 1968 auf 4.646 im Jahr 1990 gestiegen - mit Ablauf dieses Jahrzehnts wird sich diese Zahl noch einmal verdoppelt haben.[63 Weidenfeld (1999)]

Das Problem bei NGOs und Unternehmen ist allerdings, daß sie wirtschaftlich oder sozial nicht in übergreifender Weise gemeinwohlorientiert sind, ihre Aktivitäten auf unternehmensspezifische oder singuläre Interessen abzielen und sie deshalb staatliche Funktionen in einem demokratischen Rahmen nicht einfach ersetzen können. Auch hierdurch wächst die Gefahr eines ungelösten staatlichen oder internationalen Machtvakuums.

Darüber hinaus entsteht in der globalen Gesellschaftswelt eine Kluft zwischen den hochentwickelten Informationsgesellschaften und den Schwellenländern einerseits und den Entwicklungsländern andererseits. Bis auf weiteres wird nur ein Teil der Menschheit von den Möglichkeiten der Kommunikation profitieren. Auf der anderen Seite erlaubt globale Digitalisierung einem Teil der Schwellenwirtschaften eine Entwicklung, ohne jede der klassischen Stufen der Industrie- und Infrastrukturentwicklung durchlaufen zu müssen. Die digitale Welt verschärft nicht einfach das klassische Entwicklungsgefälle zwischen Regionen und Ländern, sondern differenziert die Entwicklungswege.

Für eine effiziente Politik im Sinne einer globalen Ordnung kommt es darauf an, die Orientierungsverluste und politischen Regelungsdefizite aufzugreifen. Es wird zunehmend wichtiger, die damit einhergehenden extremen Konfliktformationen aufzuzeigen. Auf diese Konflikte zwischen neuen Gewinnern und Verlierern bereiten die Politikkonzepte des 20. Jahrhunderts im Koordinatensystem von Nationalstaat und Nationalökonomie nicht vor. Die Anpassungsgeschwindigkeit der Internationalen Politik kann der Dynamik von Wirtschaft und Technologie nicht folgen. Globalität und technologischer Wandel eröffnen nicht nur neue Möglichkeiten des politischen Miteinanders sondern sie schließen gleichzeitig althergebrachte Formen aus. Darauf hat Politik zu reagieren, geht es doch nicht nur um eine Handvoll neuer Völkerrechtsnormen. Es geht um ganz neue politische Instrumente, neue moralische Normen und eine neue, angemessene Interpretation von Wohlstand und sozialem Zusammenhalt. Da den Staaten dabei eine immer kleiner werdende Rolle zukommt bleibt als Fazit festzuhalten: Die Akteure werden in neuen Netzwerkmodellen kooperieren müssen.[64 Weidenfeld (1999)]

Operierten 1968 7276 Unternehmen global, so waren es 1990 bereits 35 000. Zum Ende des Jahrhunderts werden es etwa 45 000 sein. Die Anzahl von Nichtregierungs-Organisationen ist von 1899 im Jahr 1968 auf 4646 im Jahr 1990 gestiegen - mit Ablauf dieses Jahrzehnts wird sie sich noch einmal verdoppelt haben.

[...]

Das Problem bei NGOs und Unternehmen ist, daß sie wirtschaftlich oder sozial nicht in übergreifender Weise wohlorientiert sind, ihre Aktivitäten auf unternehmensspezifische oder singuläre Interessen abzielen und sie deshalb staatliche Funktionen in einem demokratischen Rahmen nicht einfach ersetzen können. Auch hierdurch wächst die Gefahr des extremen gesellschaftlichen Konflikts, wenn der Verfall staatlicher Autorität in ein Vakuum ungelöster Daseinsfragen mündet.

[...]

[...] Darüber hinaus entsteht in der globalen Gesellschaftswelt eine Kluft zwischen den hochentwickelten Informationsgesellschaften und den Schwellenländern einerseits und den Entwicklungsländern andererseits. Bis auf weiteres wird nur ein Teil der Menschheit von den Möglichkeiten der Kommunikation profitieren[.] [...]

[...] Globale Digitalisierung erlaubt Schwellenwirtschaften eine Entwicklung, ohne jede der klassischen Stufen der Industrie- und Infrastrukturentwicklung durchlaufen zu müssen. Die digitale Welt verschärft nicht einfach das klassische Entwicklungsgefälle zwischen Regionen und Ländern, sondern differenziert die Entwicklungswege. Für eine effiziente Politik kommt es darauf an, die gesellschaftlichen Orientierungsverluste und politischen Regelungsdefizite wahrzunehmen, die sich aus Globalität und technologischen Innovationen ergeben. Es wird zunehmend wichtiger, die damit einhergehenden extremen Konfliktformationen aufzuzeigen. Auf diese Konflikte zwischen neuen Gewinnern und Verlierern bereiten die Politikkonzepte des 20. Jahrhunderts im Koordinatensystem von Nationalstaat und Nationalökonomie nicht vor.


[...] Die Anpassungsgeschwindigkeit der Politik kann der Dynamik von Wirtschaft und Technologie nicht folgen. [...]

Globalität und technologischer Wandel eröffnen nicht nur neue Möglichkeiten gesellschaftlichen Miteinanders, sondern sie schließen gleichzeitig althergebrachte Formen aus. Darauf hat Politik zu reagieren. Es geht nicht nur um eine Handvoll neuer Gesetze oder gesellschaftspolitischer Innovationen. Es geht um ganz neue politische Instrumente, neue moralische Normen und eine neue, angemessene Interpretation von Wohlstand und sozialem Zusammenhalt. In den industrialisierten Staaten stellt sich für die Funktionseliten immer deutlicher die Frage, wie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, knapper Ressourcenverbrauch, stabile politische Rahmenbedingungen und sozialer Frieden miteinander zu verbinden sind. Die Akteure werden in neuartigen Netzwerkmodellen kooperieren müssen:

Anmerkungen

Kommafehler in der Diss. "Da ...Rolle zukommt, bleibt..." (Komma fehlt)

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