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Gc/Fragment 123 01

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Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
134.102.198.105, 79.203.236.192, KayH, Schuju, Nerd wp, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 123, Zeilen: 1-23
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 49f., Zeilen:
2. Weil die Konstante Macht Grundlage jeder politischen Aktion ist, besteht die einzig legitime Betrachtungsweise darin, beobachtbare Tatsache so zu untersuchen, wie sie sind (nicht etwa wie sie sein sollten) und ihre Bedeutung in Bezug auf die konkrete Handhabung der Macht zu erschließen.

3. Staatsmänner bedienen sich ihrer Macht, um ihre Interessen durchzusetzen. Sie haben eine rationale Zielvorgabe und wollen durch ihr Handeln dieses Ziel erreichen. 4. Aufgrund der Situationsspezifität des internationalen Gefüges einerseits und der elementaren Machtgebundenheit andererseits gibt es für den klassischen Realismus auch keine konstanten Staatsinteressen. Die Annahme schlechthin "guter" Staatsinteressen wird abgelehnt, da es letztlich immer nur um die Aktualisierung moralisch bestenfalls ambivalenter Machttriebe geht. 5. Macht und Interesse sind die grundlegenden Motive staatlichen Handelns und unabdingbare Kategorien zu dessen Erfassung. Für die Analysepraxis bedeutet dies, daß der klassische Realismus diese empirische Politiklinie mit zweckrationalen Handlungslinien kontrastiert, die sich aufgrund historischer Erfahrungen idealtypisch ergeben. 6. Politischer Realismus ist keineswegs gleichzusetzen mit "Macht-Monismus". Macht und Interesse sind vielmehr zu verstehen als analytische Leitkonzepte, die den Untersuchungsgegenstand überhaupt erst sinnvoll abgrenzbar machen. Der Ökonom fragt: 'Wie wirkt diese Politik auf den Wohlstand der Gesellschaft oder eines Teils davon?" Der politische Realist aber fragt: 'Welche Wirkungen hat diese Politik auf die Macht des Staates?'[Fn 259]

[Fn 259] Vgl. Siedschlag, S. 49 f.

Weil die Konstante Macht Grundlage jeder politischen Aktion ist, besteht die einzig legitime Betrachtungsweise darin, beobachtbare Tatsachen so zu untersuchen, wie sie sind (nicht etwa wie sie sein sollten) und ihre Bedeutung in Bezug auf die konkrete Handhabung der Macht zu erschließen [...]

Die einzelnen Staatsmänner bedienen sich ihrer Macht, um ihre Interessen durchzusetzen, d.h. Sie haben eine rationale Zielvorgabe und wollen durch ihr Handeln dieses Ziel erreichen [...] Aufgrund der Situationsspezifität einerseits und der elementaren Machtgebundenheit andererseits gibt es für den klassischen Realismus auch keine konstanten Staatsinteressen [...] Auch wird die Annahme schlechthin "guter" Staatsinteressen abgelehnt, da es letztlich immer nur um die Aktualisierung moralisch bestenfalls ambivalenter Machttriebe geht. Macht und Interesse sind die grundlegenden Motive staatlichen Handelns und unabdingbare Kategorien zu dessen Erfassung. [...] Für die Analysepraxis bedeutet dies, daß der klassische Realismus [...] diese empirische Politiklinie mit aufgrund historischer Erfahrung konstruierten idealtypischen, zweckrationalen Handlungslinien kontrastieren würde. Politischer Realismus ist indes keineswegs gleichzusetzen mit einem stumpfen "Politismus" oder "Macht-Monismus". Macht und Interesse sind vielmehr als idealtypische analytische Leitkonzepte zu verstehen, die den Untersuchungsgegenstand überhaupt erst sinnvoll abgrenzbar machen: "Der Ökonom fragt: "Wie wirkt diese Politik auf den Wohlstand der Gesellschaft oder eines Teils davon?" [...] Der politische Realist aber fragt: "Welche Wirkungen hat diese Politik auf die Macht des Staates?"

Anmerkungen

In der Fußnote 259 setzt GC ein "Vgl. Siedschlag, S. 49 f." obwohl es sich um ein nahezu wörtliches Zitat (mit Auslassungen) handelt.

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