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Gc/Fragment 140 14

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Fiesh, Schuju, Marcusb, KayH, Nerd wp
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 140, Zeilen: 14-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 168, Zeilen:
Der rationalistische Institutionalismus läßt sich sehr gut mit dem Realismus vergleichen; denn er vertritt sehr eindeutige Hypothesen, denen realistische Annahmen strikt entgegenstehen. Grieco[FN 320] hat drei solcher Hypothesen prototypisch herausgestellt:

1. Der rationalistische Institutionalismus nimmt stets an, daß kooperationswillige Staaten ein institutionelles Rahmenwerk bevorzugen, das durch einen Interessenmix und zugleich relativ gut abgesicherte Dauerhaftigkeit (etwa in Form hoher Austrittskosten) gekennzeichnet ist. So nämlich werden für jeden einzelnen Staat die jeweils anderen besser kontrollierbar und in ihrer allgemeinen Politik beeinflußbar Der Realismus hingegen würde immer vermuten, daß Staaten bewußt wenig dauerhafte Kooperationsformen anstreben, weil sie die Kooperation dann gemäß ihrem Selbstinteresse leichter aufgeben können und nicht Gefahr laufen, in ihren Entscheidungsprozessen durch andere Staaten maßgeblich beeinflußt oder gehemmt zu werden.

2. Außerdem unterstellt der rationalistische Institutionalismus, daß Staaten eher kooperative Arrangements mit wenigen Mitgliedern bevorzugen, weil nur so die Transaktionskosten gering gehalten werden können. Der Realismus würde demgegenüber vermuten, daß Staaten typischerweise ein Interesse an Kooperationsformen mit möglichst vielen Teilnehmern haben, weil so interne Balancierungsmechanismen entstehender Verlierer gegen sich abzeichnende Gewinner möglich sind.

3. Schließlich differieren auch die Aussagen über den Effekt von Problemverknüpfungen (issue linkages) auf die Kooperation. Der rationalistische Institutionalismus vermutet, daß dichte Problemverknüpfungen zukünftige Kooperation fördern, weil die beteiligten Staaten öfter miteinander in Kontakt treten müssen, was langfristig [...]

[FN 320: Grieco (1993), S. 133 f.]

Der rationalistische Institutionalismus läßt sich sich sehr gut mit dem Realismus vergleichen; denn er vertritt sehr eindeutige Hypothesen, denen realistische Annahmen strikt entgegenstehen. Grieco hat drei solcher Hypothesen prototypisch herausgestellt.[FN 82] Der rationalistische Institutionalismus nimmt stets an, daß kooperationswillige Staaten ein institutionelles Rahmenwerk bevorzugen, das durch einen Interessenmix und zugleich relativ gut abgesicherte Dauerhaftigkeit (z.B. in Form hoher Austrittskosten) gekennzeichnet ist. So nämlich werden für jeden einzelnen Staat die jeweils anderen besser kontrollierbar und in ihrer allgemeinen Politik beeinflußbar. Der Realismus hingegen würde immer vermuten, daß Staaten bewußt wenig dauerhafte Kooperationsformen anstreben, weil sie die Kooperation dann gemäß ihrem Selbstinteresse leichter aufgeben können und nicht Gefahr laufen, in ihren Entscheidungsprozessen durch andere Staaten maßgeblich beeinflußt oder gehemmt zu werden.

Außerdem unterstellt der rationalistische Institutionalismus, daß Staaten eher kooperative Arrangements mit wenigen Mitgliedern bevorzugen, weil nur so die Transaktionskosten gering gehalten werden können.[FN 83] Der Realismus würde demgegenüber vermuten, daß Staaten typischerweise ein Interesse an Kooperationsformen mit möglichst vielen Teilnehmern haben, weil so interne Balancierungsmechanismen entstehender Verlierer gegen sich abzeichnende Gewinner möglich sind.

Schließlich differieren auch die Aussagen über den Effekt von Problemverknüpfungen (issue linkages) auf die Kooperation. Der rationalistische Institutionalismus vermutet, daß dichte Problemverknüpfungen zukünftige Kooperation fördern, weil die beteiligten Staaten öfter miteinander in Kontakt treten müssen, was langfristig [...]

[FN 82 Zum Folgenden: Griceo (1993a): 133f.]

[FN 83 Darauf weist auch Milner (1992: 473f.) hin.]

Anmerkungen

Leider hat GC den Punkt nach "beeinflussbar" beim Abschreiben uebersehen... Fortsetzung in Gc/Fragment 141 01. Einstufung in NichtBelegt meiner Meinung nach plausibel, da naechster Verweis auf Siedschlag auf der nächsten Seite mitten im Absatz steht. Der Leser kann UNMOEGLICH merken, dass auf einer anderen Seite der Quelle dies hier stand.

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