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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
HWI999, Fiesh, Drhchc, Goalgetter, Senzahl
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 21-37
Quelle: Siedschlag 1997
Seite(n): 169-170, Zeilen:
Die Variante des internationalistischen Institutionalismus stellt eine tatsachengetriebene Gegenposition zum Realismus dar: Zugleich feststellbare weltpolitische Globalisierungs- und Fragmentierungstendenzen werden zum Anlaß genommen, ausgehend von einer Methodenkritik des Realismus zu adäquaten theoretischen Modellen zu gelangen. Dabei macht der insbesondere von Charles Kegley vertretene internationalistische Institutionalismus mehrere theoretische Rahmenannahmen[FN 324]:

Ausgangspunkt ist die Annahme eines weltpolitischen und transnationalen Vormarschs der Demokratie, die einerseits den Staat als dominanten Analysegegenstand des Realismus zunehmend irrelevant erscheinen lasse und andererseits dazu führe, daß gerade internationale Sicherheitspolitik nicht ohne eine genaue Berücksichtigung innenpolitischer Faktoren verstanden und erklärt werden könne.[FN 325] Theoretisch und empirisch würden zudem internationale Organisationen und internationale Verrechtlichung immer wichtiger als eigenständige Größen in den internationalen Beziehungen oder zumindest doch als virulenter Bezugsrahmen staatlichen Handelns. Beide Dimensionen gewinnen zusehends eine Qualität sui generis.[FN 326] So entsteht ein internationaler Multilateralismus, der nicht mehr streng problemgebunden und von sehr begrenzter Dauer sei, sondern mehr und mehr ein dauerhaftes Orga-[nisationselement internationaler Politik darstellt.]

[FN 324] Hierzu insbesondere Kegley (1995). [FN 325] Vgl. Kegley (1995), S. 10 f. [FN 326] Vgl. Kegley (1995), S. 13 f.

Im Sinne der Klassifikation von Holsti stellt der internationalistische Institutionalismus eine tatsachengetriebene Gegenposition zum Realismus dar: Zugleich feststellbare weltpolitische Globalisierungs- und Fragmentierungstendenzen werden zum Anlasß genommen, ausgehend von einer Methodenkritik des Realismus zu gegenstandsadäquaten theoretischen Modellen zu gelangen.

Auf dieser pauschalen Herausforderung aufbauend, entwickelt der internationalistische Neoliberalismus eine Reihe theoretischer Rahmenannahmen {--> hier in Fußnote Verweis auf Kegley}: Ausgangspunkt ist die Annahme eines weltpolitischen und transnationalen "[Vor]marschs der Demokratie", die sowohl den Staat als dominanten Analysegegenstand des Realismus zunehmend irrelevant erscheinen lasse als auch dazu führe, daß gerade internationale Sicherheitspolitik nicht ohne eine genaue Berücksichtigung innenpolitischer Faktoren verstanden und erklärt werden könne.[FN 87] [...]

theoretisch und empirisch würden zudem internationale Organisationen und internationale Verflechtung immer wichtiger als eigenständige Größe in den internationalen Beziehungen oder zumindest doch als virulenter Bezugsrahmen staatlichen Handelns.[FN 89] Beides [...] gewinne zusehends eine Qualität sui generis.[FN 90]

So entstehe ein internationaler Multilateralsismus, der nicht mehr streng problemgebunden und von sehr begrenzter Dauer sei, sondern mehr und mehr ein dauerhaftes Organisationselement internationaler Politik darstelle, weil in seinem quasipermanenten Rahmen allgemeine Probleme behandelt würden.[FN 91]

Anmerkungen
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