Fandom

VroniPlag Wiki

Gc/Fragment 146 01

< Gc

31.371Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.


Typus
VerschärftesBauernOpfer
Bearbeiter
Marcusb, Nerd wp, Hindemith
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 1-37
Quelle: Efinger Rittberger Wolf Zürn 1990
Seite(n): 269ff, Zeilen:
2. Spieltheoretische Erklärungsansätze: Spieltheoretische Modelle wurden zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime vor allem von einigen amerikanischen Autoren favorisiert. Mit Hilfe dieser Modelle wird versucht, Bearbeitungsmöglichkeiten von Konflikten in der internationalen Politik in Form von Auszahlungsmatrizen abzubilden. Auf der Grundlage einer solchen Auszahlungsmatrix werden Annahmen über das wahrscheinliche Akteursverhalten und Politikergebnis formuliert. [FN 346]

3. Funktionale Erklärungsansätze: In funktionalen Erklärungsansätzen wird von den erwarteten Folgen eines Regimes auf die Bedingungen seiner Entstehung geschlossen. Ausgangspunkt der funktionalen Erklärungsansätze ist das Theorem des Marktversagens, das auf die internationalen Beziehungen übertragen wird. Es gilt für Situationen, in denen die Ergebnisse der durch Marktmechanismus geleiteten Interaktionen suboptimal sind [FN 347]. Die Folgeprobleme des Marktversagens lassen sich, wie Coase [FN 348] gezeigt hat, ohne die Etablierung einer zentralen Entscheidungsinstanz überwinden. Dies setzt jedoch drei Bedingungen (Rechtssicherheit, Kommunikation zwischen den Akteuren, geringe Transaktionskosten) voraus. Aus diesen drei Bedingungen für die kollektive Bearbeitung von Marktversagen gewinnt Keohane [FN 349] die zentralen Funktionen von internationalen Regimen:

- sie etablieren Verhaltenserwartungen durch die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln;

- sie produzieren Informationen, die wiederum zu einer Verstärkung der Verhaltenserwartung führen;

- sie reduzieren Transaktionskosten, das heißt Versicherungskosten und Kosten für die Aufrechterhaltung von Kommunikationskanälen.

4. Normativ-institutionelle Erklärungen: Normativ-institutionelle Erklärungen thematisieren im Unterschied zu den funktionalen Erklärungsansätzen nicht die antizipierten Folgen, sondern die tatsächlichen Wirkungen von Normen und Kooperationsstrukturen in den internationalen Beziehungen als Einflußfaktoren. Im einzelnen werden drei Arten positiver Einflüsse normativ-institutioneller Faktoren genannt: [FN 350]

- Bei manchen Regimen kann eine unmittelbare normative Förderung der Regimeentstehung durch existierende Institutionen und parallele Abkommen ausgemacht werden. Dies geschieht insbesondere in der Form eines direkten Transfers von Normen und Regeln.

- Die KSZE-Konferenzen bildeten einen wichtigen Verhandlungsrahmen für eine Reihe von "Ost-West-Regimen" (etwa "Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten"). Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommu-[nikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern es werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt.]

346 Stein (1983), Oye (1986).

347 Keohane (1984), S. 82.

348 Coase (1960).

349 Keohane (1984).

350 Hierzu: Kohler-Koch (1989), S. 32 - 35 sowie Efinger / Rittberger / Wolf / Zürn (1990), S. 271.

Spieltheoretische Erklärungsansätze

Spieltheoretische Modelle wurden zur Erklärung der Entstehung, der Struktur und des Wandels internationaler Regime v.a. von einigen amerikanischen Autoren favorisiert (vgl. Stein 1983; Oye 1986). Mit Hilfe dieser Modelle wird versucht, Bearbeitungsmöglichkeiten von Konflikten in der internationalen Politik in Form von Auszahlungsmatrizen abzubilden. Auf der Grundlage einer solchen Auszahlungsmatrix werden Annahmen über das wahrscheinliche Akteursverhalten und Politikergebnis formuliert.

[...]

Funktionale Erklärungsansätze

In funktionalen Erklärungsansätzen wird von den erwarteten Folgen eines Regimes auf die Bedingungen seiner Entstehung geschlossen. Ausgangspunkt der funktionalen Erklärungsansätze ist das Theorem des Marktversagens, das auf die internationalen Beziehungen übertragen wird. Es gilt für "Situationen, in denen die Ergebnisse der durch Marktmechanismus geleiteten Interaktionen suboptimal sind..." (Keohane 1984: 82).

Die Folgeprobleme des Marktversagens lassen sich, wie Coase (1960) gezeigt hat, ohne die Etablierung einer zentralen Entscheidungsinstanz überwinden. Dies setzt jedoch drei Bedingungen (Rechtssicherheit, Kommunikation zwischen den Akteuren, geringe Transaktionskosten) voraus. Aus diesen drei aus dem "Coase-Theorem" abgeleiteten Bedingungen für die kollektive Bearbeitung von Marktversagen gewinnt Keohane die zentralen Funktionen von internationalen Regimen:

(1) Sie etablieren Verhaltenserwartungen durch die Einhaltung gemeinsam vereinbarter Regeln;

(2) Sie produzieren Informationen, die wiederum zu einer Verstärkung der Verhaltenserwartung führen;

(3) Sie reduzieren Transaktionskosten, d. h. Versicherungskosten und Kosten für die Aufrechterhaltung von Kommunikationskanälen.

[...]

Normativ-institutionelle Erklärungen

Normativ-institutionelle Erklärungen, die im Unterschied zu den funktionalen Erklärungsansätzen nicht die antizipierten Folgen, sondern die tatsächlichen Wirkungen von Normen und Kooperationsstrukturen in den internationalen Beziehungen als Einflußfaktoren thematisieren, [...].

[...] Im einzelnen lassen sich drei Arten positiver Einflüsse normativ-institutioneller Faktoren aufzeigen. Erstens kann bei manchen Regimen eine unmittelbare normative Förderung der Regimeentstehung durch existierende Institutionen und parallele Abkommen ausgemacht werden. Dies geschieht insbesondere in der Form eines direkten Transfers von Normen und Regeln. Zweitens bildeten die KSZE-Konferenzen einen wichtigen Verhandlungsrahmen für eine Reihe von "Ost-West-Regimen" ("VSBM", "Arbeitsbedingungen für ausländische Journalisten"). Durch einen solchen Verhandlungsrahmen wird nicht nur die Kommunikation zwischen den potentiellen Regimeteilnehmern verbessert, sondern werden auch die Transaktionskosten für weitere Kooperation gesenkt.

Anmerkungen

Quelle ist erwaehnt in einer FN, allerdings mit "Hierzu" und neben anderer Quelle, so dass suggeriert wird, dass keine woertliche Uebernahme stattgefunden hat. FN mit Quellenangaben sind auch z.T. aus der Quelle uebernommen.

Sichter

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki