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Die Prävention von Gewalt: Rechtspolitische, strafrechtliche und kriminologische Ansätze im Umgang mit Gewalt

von Prof. Dr. Gerardo J. Briceño

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Gjb/Fragment 020 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-05 08:44:07 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Singelnstein Stolle 2006

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 6-25
Quelle: Singelnstein Stolle 2006
Seite(n): 26, 27, Zeilen: 26: 1, 26: 3-11, 21-24; 27: 1-6
1. Die strafende Wohlfahrt

Im Wohlfahrtstaat Verhaltensanforderungen wurden als formelle oder informelle Normen formuliert, die allgegenwärtig Gültigkeit besaßen und deren Nichteinhaltung mit Sanktionierung geahndet wurde, Vermittelt wurden die Normen vor allem im Prozess der Sozialisation, durchgesetzt dann durch weitere Mechanismen sozialer Kontrolle, die privat-informeller oder öffentlich-formeller Natur sein konnten, insgesamt jedoch auf Integration ausgerichtet waren.56 Dies ging bis hin zur strafrechtlichen Sozialkontrolle, die von Garland für den angloamerikanischen Raum treffend als „Penal-Welfarism“, als „strafende Wohlfahrt“, bezeichnet worden ist.57

Kriminelle Verhaltensweisen und Abweichungen von sozialen Normen im Allgemeinen (abweichendes Verhalten) wurden danach auf mangelnde Integrationsfähigkeiten oder –möglichkeiten der Individuen zurückgeführt, die durch persönliche oder sozialstrukturelle Defizite ausgelöst würden. Resozialisierung und individuelle Behandlung waren die maßgebenden Leitlinien; Behandlungsprogramme, Jugendgefängnisse, offener Vollzug, Bewährung und bedingte Entlassung wichtige Instrumente.58 Strafe war vor diesem Hintergrund leine [sic] Selbstzweck mehr, sondern wurde in den [Dienst gesellschaftlicher Nützlichkeit gestellt: zur Abschreckung potentieller und zur Behandlung aktueller Delinkuenten [sic], zur Stärkung des Normvertrauens oder auch zur Sicherung der Gesellschaft vor dem Täter.59]


56 Vgl. PETERS 1995, S. 136 ff. In: SINGELNSTEIN/STOLLE 2006, S. 26.

57 GARLAND 2001, 27 ff. In: SINGELNSTEIN/STOLLE 2006, S. 26.

58 GARLAND 2001, S. 27.

[Seite 26, Zeile 1]

3.1.1 Die strafende Wohlfahrt

[Seite 26, Zeilen 3-11]

Verhaltensanforderungen wurden als formelle oder informelle Normen formuliert, die allgegenwärtig Gültigkeit besaßen und deren Nichteinhaltung mit Sanktionierung geahndet wurde Vermittelt wurden die Normen vor allem im Prozess der Sozialisation, durchgesetzt dann durch weitere Mechanismen sozialer Kontrolle, die privat-informeller oder öffentlich-formeller Natur sein konnten, insgesamt jedoch auf Integration ausgerichtet waren.36 Dies ging bis hin zur strafrechtlichen Sozialkontrolle, die von Garland für den angloamerikanischen Raum treffend als „Penal-Welfarism“, als „strafende Wohlfahrt", bezeichnet worden ist. 37

[Seite 26, Zeilen 21-24]

Kriminelle Verhaltensweisen und Abweichungen von sozialen Normen im Allgemeinen (abweichendes Verhalten) wurden danach auf mangelnde Integrationsfähigkeiten oder -möglichkeiten der Individuen zurückgeführt, die durch persönliche oder sozialstrukturelle Defizite ausgelöst würden.

[Seite 27, Zeilen 1-6]

Behandlungsprogramme, Jugendgefängnisse, offener Vollzug, Bewährung und bedingte Entlassung wichtige Instrumente.44 Strafe war vor diesem Hintergrund kein Selbstzweck mehr, sondern wurde in den Dienst gesellschaftlicher Nützlichkeit gestellt: zur Abschreckung potentieller und zur Behandlung aktueller Delinquenten, zur Stärkung des Normvertrauens oder auch zur Sicherung der Gesellschaft vor dem Täter.45


36 So Peters 1995, 136 f.

37 Garland 2001. 27 ff. - Inwieweit insbesondere das Strafrecht tatsächlich wohlfahrtsstaatlich geprägt war. ist indes streitig angesichts seines trotz der Reformen der 1960er und 1970er Jah­re - überwiegend repressiven Charakters.

44 Vgl. auch Garland 2001, 27.

45 Letzteres gilt aber nur für den Fall der Freiheitsstrafe. - Vgl. insgesamt Albrecht 2005. 40 ff.

Anmerkungen

Quelle ist in Fn. 56 f., genannt. Kein Hinweis auf wörtliche oder wortlautnahe Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02), Guckar


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20131004144736

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