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Die Prävention von Gewalt: Rechtspolitische, strafrechtliche und kriminologische Ansätze im Umgang mit Gewalt

von Prof. Dr. Gerardo J. Briceño

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Gjb/Fragment 117 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-06 17:58:06 PlagProf:-)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, Imbusch Bonacker 2006, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Imbusch Bonacker 2006
Seite(n): 88, Zeilen: 4ff
Kriterien zur Bestimmung dieser Differenz: globaler Reichtum und das entsprechende Verfügbare Wissen, ungleiche Verteilung von Ressourcen, ungleiche Machtverteilung und die dadurch sich ergebenden unterschiedlichen Lebenschancen. Man kann strukturelle Gewalt auch als „soziale Ungerechtigkeit“ bezeichnen.

Der Begriff der strukturellen Gewalt stammt von Johan Galtung.284 Er hatte ihn seinerzeit in Ergänzung zum Begriff der direkten Gewalt geprägt, um jene Arten der Gewalt zu fassen, die aus systemischen Strukturen resultieren und sich in den vielfältigen Formen anonymer Massenverelendung und weltweiten Massensterbens aufgrund ungleicher Lebenschancen niederschlagen. Diese sind zwar von Menschen zu verantworten, aber individuell nicht mehr zurechenbar, sie ergeben sich für ihn letztlich aus der gewaltförmigen Verfasstheit der Weltgesellschaft selbst. Strukturelle Gewalt sieht Galtung immer dann gegeben, wenn es keinen direkter [sic!] Täter, aber doch einen Dauerzustand von Gewalt gibt, die Gewalt also in die sozialen Strukturen einer Gesellschaft oder eines Systems eingebaut sein muss. Entsprechend liegt für Galtung strukturelle Gewalt immer dann vor, „wenn Menschen so beeinflusst werden, dass ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potentielle Verwirklichung“.285

Gewalt wird somit zur Ursache für den Unterschied zwischen dem Aktuellen und dem Potenziellen, zwischen dem, was ist, und dem, was auf einem bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungsniveau hätte sein können.

Als Kriterien zur Bestimmung dieser Differenz zieht Galtung zum einen den globalen Reichtum und das entsprechende verfügbare Wissen heran, sodann die ungleiche Verteilung von Ressourcen, ungleiche Machtverhältnisse und die daraus sich ergebenden unterschiedlichen Lebenschancen. Mit seiner Begründung der [strukturellen Gewalt nimmt er allerdings eine folgenreiche Entgrenzung des Gewaltbegriffs vor, indem er Armut, Unterdrückung und Entfremdung zu Definitionsbestandsteilen seines strukturellen Gewaltbegriffs macht]


284 GALTUNG 1975.

285 Siehe GALTUNG a.a.O., S. 9.

Der Begriff der strukturellen Gewalt stammt von Johan Galtung.36 Er hatte ihn seinerzeit in Ergänzung zum Begriff der direkten Gewalt geprägt, um jene Arten der Gewalt zu fassen, die aus systemischen Strukturen resultieren und sich in den vielfältigen Formen anonymer Massenverelendung und weltweiten Massensterbens aufgrund ungleicher Lebenschancen niederschlagen. Diese sind zwar von Menschen zu verantworten, aber individuell nicht mehr zurechenbar, sie ergeben sich für ihn letztlich aus der gewaltförmigen Verfasstheit der Weltgesellschaft selbst. Strukturelle Gewalt sieht Galtung immer dann gegeben, wenn es keinen direkten Täter, aber doch einen Dauerzustand von Gewalt gibt, die Gewalt also in die sozialen Strukturen einer Gesellschaft oder eines Systems eingebaut sein muss. Entsprechend liegt für Galtung strukturelle Gewalt immer dann vor, „wenn Menschen so beeinflusst werden, dass ihre aktuelle somatische und geistige Verwirklichung geringer ist als ihre potentielle Verwirklichung.“37 Gewalt wird somit zur Ursache für den Unterschied zwischen dem Aktuellen und dem Potenziellen, zwischen dem, was ist, und dem, was auf einem bestimmten gesellschaftlichen Entwicklungsniveau hätte sein können. Als Kriterien zur Bestimmung dieser Differenz zieht Galtung zum einen den globalen Reichtum und das entsprechende verfügbare Wissen heran, sodann die ungleiche Verteilung von Ressourcen, ungleiche Machtverhältnisse und die daraus sich ergebenden unterschiedlichen Lebenschancen. Mit seiner Begründung der strukturellen Gewalt nimmt er allerdings eine folgenreiche Entgrenzung des Gewaltbegriffs vor, indem er Armut, Unterdrückung und Entfremdung zu Definitionsbestandteilen seines strukturellen Gewaltbegriffs macht:

36 Galtung, Johan: Strukturelle Gewalt. Reinbek 1975.

37 Ebda.. S. 9.

Anmerkungen

Der Verfasser präsentiert im ersten Absatz den letzten Absatz auf dieser Seite als leicht umformulierte Zusammenfassung ("Kriterien zur Bestimmung..."). Imbusch/Bonacker werden auf der vorausgehenden Seite für einen anderen Abschnitt zitiert und erneut auf der nachfolgenden Seite als Beleg für Kritik an Galtung.

Sichter
(SleepyHollow02), PlagProf:-)


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:PlagProf:-), Zeitstempel: 20131006175854

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