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Gjb/142

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Die Prävention von Gewalt: Rechtspolitische, strafrechtliche und kriminologische Ansätze im Umgang mit Gewalt

von Prof. Dr. Gerardo J. Briceño

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Gjb/Fragment 142 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-09 16:59:31 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wimmer et al 1996

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 1-5, 27-28
Quelle: Wimmer et al 1996
Seite(n): 7, 8, Zeilen: 7: 9-31 ; 8: 1-4
[Doch kaum versucht man, das Problem der Gewalt allgemein zu definieren, verliert sich die Klarheit des Gewaltbegriffs, und er zerfällt in sehr unterschiedliche und sich zum Teil widersprechende Bestimmungen] und Theorien. 324 Dabei kommt ein Dilemma zum Vorschein, das dem Diskurs über Gewalt eigentümlich zu sein scheint und in nicht unerheblichem Maß für die Schwierigkeiten verantwortlich ist, in die sich eine Rede über Gewalt leicht verstrickt: Das Problem der Gewalt scheint sowohl als ein universelles als auch als ein negative. [sic]

“Der Gewaltbegriff setzt seiner kritischen Bestimmung durch Ein- und Abgrenzung Widerstand entgegen, weil alle Begriffe, die sich zunächst als Gegensatz zur Gewalt anbieten (z.B. Vernunft, Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit, usw.) mit dem Problem der Gewalt verstrickt sind, so dass als Opposition nur die negative Bestimmung der Gewaltlosigkeit bleibt, deren Fassung ebenso große Probleme bereitet. Zugleich wird Gewalt als etwas Negatives und Anormales bewertet, etwas, das vermieden, verhindert, aufgehoben werden muss und kann. Weil es kaum noch ein [sic] Lebensbereich gibt, in dem das Gewalt Problem [sic] nicht vorkommt, und weil sich gewaltfreie Zonen und Verhältnisse gar nicht mehr zweifelsfrei identifizieren lassen, ist man kaum noch in der Lage zu definieren, was Gewalt ihrem Wesen nach ist bzw. was in den verschiedenen konkreten Situationen als ihr allgemeines Merkmal identifizieren [sic] werden kann.” 325

In diesem Sinne, Kaufmann redet sogar über einer [sic] „Vergeistigung“ des Gewaltbegriffs, wonach es nicht auf die Betätigungsweise des Gewalttäters, sonder [sic] auf die Wirkung auf das Opfer ankommen soll, die in der Tat weitere Kreise gezogen hat.326 Dennoch, die Entgrenzung des Gewaltbegriffs zeigt sich in einer zunehmenden Sensibilisierung für Gewaltphänomene, was sich [eigentlich in einer weiter [sic] Ausdifferenzierung und Ausdehnung des Gewaltbegriffs manifestiert.]


324 WIMMER et al., 1996, S. 7.

325 WIMMER et al., 1996, S. 7-8.

326 KAUFMANN 1986, S. 88 ff.

Doch kaum versucht man, das Problem der Gewalt allgemein zu definieren, verliert sich die Klarheit des Gewaltbegriffs, und er zerfällt in sehr unterschiedliche und sich z.T. widersprechende Bestimmungen und Theorien. Dabei kommt ein Dilemma zum Vorschein, das dem Diskurs über Gewalt eigentümlich zu sein scheint und in nicht unerheblichem Maß für die Schwierigkeiten verantwortlich ist, in die sich eine Rede über Gewalt leicht verstrickt: Das Problem der Gewalt erscheint sowohl als ein universelles als auch als ein negatives. Der Gewaltbegriff setzt seiner kritischen Bestimmung durch Ein- und Abgrenzung Widerstand entgegen, weil alle Begriffe, die sich zunächst als Gegensatz zur Gewalt anbieten (z.B. Vernunft, Wahrheit, Gerechtigkeit, Freiheit etc.), mit dem Problem der Gewalt verstrickt sind, so daß als Opposition nur die negative Bestimmung der Gewaltlosigkeit bleibt, deren Fassung ebenso große Probleme bereitet. Zugleich wird Gewalt als etwas Negatives und Anormales bewertet, etwas, das vermieden, verhindert, aufgehoben werden muß und kann. Weil es kaum noch einen Lebensbereich gibt, in dem das Gewaltproblem nicht vorkommt, und weil sich gewaltfreie Zonen und Verhältnisse gar nicht mehr zweifelsfrei identifizieren lassen, ist man kaum noch in der Lage zu definieren, was Gewalt ihrem Wesen nach ist bzw. was in den verschiedenen konkreten Situationen als ihr allgemeines Merkmal identifiziert werden kann. Diese

[Seite 8]

Entgrenzung des Gewaltbegriffs zeigt sich in einer zunehmenden Sensibilisierung für Gewaltphänomene und manifestiert sich in einer weiten Ausdifferenzierung und Ausdehnung des Gewaltbegriffs.

Anmerkungen

Der Verfasser zeigt mit einem langen Zitat, dass ihm sehr wohl bewusst ist, dass wörtliche Übernahmen gekennzeichnet werden müssen (Fn. 325). Bemerkenswerter- wie bezeichnenderweise finden sich aber auch in diesem Direktzitat kosmetische Umformulierungen ("usw." statt "etc.").

Abgesehen davon wird der Leser trotz zweimaliger Nennung der Quelle (Fn. 324 und 325) im Unklaren darüber gelassen, dass sowohl der Text vor als auch der nach dem Zitat fast wörtlich weiter aus der Quelle übernommen ist.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20131009170240

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