Fandom

VroniPlag Wiki

Gjb/157

< Gjb

31.373Seiten in
diesem Wiki
Seite hinzufügen
Diskussion0 Teilen

Störung durch Adblocker erkannt!


Wikia ist eine gebührenfreie Seite, die sich durch Werbung finanziert. Benutzer, die Adblocker einsetzen, haben eine modifizierte Ansicht der Seite.

Wikia ist nicht verfügbar, wenn du weitere Modifikationen in dem Adblocker-Programm gemacht hast. Wenn du sie entfernst, dann wird die Seite ohne Probleme geladen.

Die Prävention von Gewalt: Rechtspolitische, strafrechtliche und kriminologische Ansätze im Umgang mit Gewalt

von Prof. Dr. Gerardo J. Briceño

vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Gjb/Fragment 157 06 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2013-10-06 07:00:15 Guckar
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gjb, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Von Trotha 2005

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 157, Zeilen: 6-21
Quelle: von Trotha 2005
Seite(n): 42, Zeilen: 16-31
Gewalt ist eine Form der Macht, des „Vermögens“ des Menschen, „sich gegen fremde Kräfte durchzusetzen“365. Sie ist Aktionsmacht, ein Tun, ein Antun, gegründet auf die körperliche und materielle Verletzungsmacht und Verletzungsoffenheit des Menschen. Dieses Vermögen des Menschen zeigt [sic] sich durch vier Entgrenzungen aus: Die Motivationen zur Gewalt sind so unterschiedlich und so vielfältig, dass sie sich einer überschaubaren Liste entziehen. Sie ist ebenso eine Ausdruckform [sic] unserer Leidenschaften wie ein Handwerkszeug für „alle denkbaren Zwecke“.366 Kein genetisches Programm schränkt die Gewalttätigkeit des Menschen auf bestimmte Situationen ein. Der Mensch muss nie, aber er kann immer gewaltsam handeln, in alle [sic] Situationen, Feste feiernd oder im routinierten Vollzug von Befehlen zu töten.367

Unter Bezugnahme auf Konrad Lorenz, verweist Popitz zu Recht auf die scheinbare „Anlasslosigkeit“ vieler aggresiver [sic] Akte hin,368 was nicht heißt, dass sie keinen „Anlass“ haben, sondern nur, dass die [Suche nach objektiven Situationsmerkmalen als Auslöser von Gewalt lediglich begrenzte Erfolgschancen hat – um es zurückhaltend auszudrücken.]


365 POPITZ 1986, S. 22.

366 POPITZ a.a.O., S. 50.

367 von TROTHA 2006, S. 42.

368 POPITZ 1986, S. 49.

Gewalt ist eine Form der Macht, des „Vermögens“ des Menschen, „sich gegen fremde Kräfte durchzusetzen“ (Popitz 1999: 22). Sie ist Aktionsmacht, ein Tun, ein Antun, gegründet auf die körperliche und materielle Verletzungsmacht und Verletzungsoffenheit des Menschen. Dieses Vermögen des Menschen zeichnet sich durch vier Entgrenzungen aus: Die Motivationen zur Gewalt sind so unterschiedlich und vielfältig, dass sie sich einer überschaubaren Liste entziehen. Sie ist ebenso eine Ausdrucksform unserer Leidenschaften wie ein Handwerkszeug für „alle denkbren [sic] Zwecke“ (S. 50). Kein genetisches Programm schränkt die Gewalttätigkeit des Menschen auf bestimmte Situationen ein. Der Mensch muss nie, aber er kann immer gewaltsam handeln, in allen Situationen, Feste feiernd oder im routinierten Vollzug von Befehlen zu töten.

Unter Bezugnahme auf Konrad Lorenz verweist Popitz zu Recht auf die scheinbare „Anlasslosigkeit“ vieler aggressiver Akte hin (S. 49), was nicht heißt, dass sie keinen ‚Anlass’ haben, sondern nur, dass die Suche nach objektiven Situationsmerkmalen als Auslöser von Gewalt lediglich begrenzte Erfolgschancen hat − um es zurückhaltend auszudrücken.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann


vorherige Seite | zur Übersichtsseite | folgende Seite
Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Guckar, Zeitstempel: 20131006070051

Auch bei Fandom

Zufälliges Wiki