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Gjb/Fragment 050 01

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Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 1-26 (komplett)
Quelle: Rössner 1997
Seite(n): 1 (Internetversion), Zeilen: -
Die kriminologische Theorie des “reintegrative shaming” stellt speziell auf die Bedeutung des Sanktionsprogramms bei der Kriminalitätsprophylaxe ab.136 Die drei zentralen Stützpfeiler dieser Theorie untermauern die zuvor aus der Strafrechtsdogmatik entwickelte strafrechtliche Aufgabe der konstruktiven Tatbewältigung. Danach hat das Sanktionsprogramm wie folgt [sic] wirken:

„Das Fehlverhalten muß klar abgegrenzt und mißbilligt werden; anschließend ist die Tat konstruktiv zu bewältigen, indem die Reaktion auf Selbstverantwortung und Integration in die Gemeinschaft zielt.“137

Von vornherein klar ist, daß Integration durch das Strafrecht der Gemeinschaft nicht verordnet werden kann, sondern nur prozeßfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen sind. Wenn der eigenverantwortliche Normbruch Grundvoraussetzung jeder Strafbarkeit ist, so ist die autonome Verantwortungsübernahme bei der Konfliktbewältigung ein reziproker Aspekt bei der Sinngebung für die Strafe.

Sanktionen, die die Norm verdeutlichen, müssen nicht notwendig von außen kommen, sondern können auch durch den Normbrecher selbst gesetzt werden.

Im Sinne effektiver Sozialisation des Täters und des Normvertrauens der Gemeinschaft ist die Selbstkontrolle das anzustrebende Endziel im Strafrecht ebenso wie im Gesamtsystem der sozialen Kontrolle. Wenn der Normbrecher sich mit Steinen auf den Kopf schlägt, für einige Zeit ins Exil geht oder dem Opfer Genugtuung durch Wiedergutmachung widerfahren läßt, so ist dies die [vergleichsweise friedlichste Regelung des Sanktionenkonflikts bei gleichzeitiger Erfüllung strafrechtlicher Aufgaben.138]


136 RÖSSNER a.a.O., S. 218.

137 Braithwaite, “Crime, shame und reintegration”, 1989. In RÖSSNER 1999, S. 218.

[138 Siehe dazu POPITZ 1980, S. 55 ff.]

Die neue kriminologische Theorie des “reintegrative shaming” stellt speziell auf die Bedeutung des Sanktionsprogramms bei der Kriminalitätsprophylaxe ab. Die drei zentralen Stützpfeiler dieser Theorie untermauern die zuvor aus der Strafrechtsdogmatik entwickelte strafrechtliche Aufgabe der konstruktiven Tatbewältigung. Danach hat das Sanktionsprogramm wie folgt [sic] wirken[39]: Das Fehlverhalten muß klar abgegrenzt und mißbilligt werden; anschließend ist die Tat konstruktiv zu bewältigen, indem die Reaktion auf Selbstverantwortung und Integration in die Gemeinschaft zielt. Von vornherein klar ist, daß Integration durch das Strafrecht der Gemeinschaft nicht verordnet werden kann, sondern nur prozeßfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen sind. Wenn der eigenverantwortliche Normbruch Grundvoraussetzung jeder Strafbarkeit ist, so ist die autonome Verantwortungsübernahme bei der Konfliktbewältigung ein reziproker Aspekt bei der Sinngebung für die Strafe[40]. Sanktionen, die die Norm verdeutlichen, müssen nicht notwendig von außen kommen, sondern können auch durch den Normbrecher selbst gesetzt werden. Im Sinne effektiver Sozialisation des Täters und des Normvertrauens der Gemeinschaft ist die Selbstkontrolle das anzustrebende Endziel im Strafrecht ebenso wie im Gesamtsystem der sozialen Kontrolle. Wenn der Normbrecher sich mit Steinen auf den Kopf schlägt, für einige Zeit ins Exil geht oder dem Opfer Genugtuung durch Wiedergutmachung widerfahren läßt, so ist dies die vergleichsweise friedlichste Regelung des Sanktionenkonflikts bei gleichzeitiger Erfüllung strafrechtlicher Aufgaben. [41]

[39] Braithwaite, Crime, shame und reintegration, 1989

[40] Rössner a.a.O. (Fn 37), S. 272 f.

[41] Popitz a.a.O. (Fn 1), S. 55 f.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Die Literaturquelle Braithwaite 1989 wird nicht im Literaturverzeichnis aufgeführt. Für den Leser bleibt unklar, ob es ein wörtliches Zitat von Rössner oder Braithwaite (zitiert nach Rössner) sein soll.

Sichter
(Graf Isolan), SleepyHollow02, Singulus

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