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Gjb/Fragment 119 06

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 119, Zeilen: 6-21
Quelle: Imbusch Bonacker 2006
Seite(n): 89, Zeilen: 4-16
Der Begriff der kulturellen Gewalt wurde von Galtung definiert.289 Er definierte kulturelle Gewalt in Verlängerung seines Konzepts der strukturellen Gewalt als jene Aspekte von Kultur, die zur Rechtfertigung oder zur Legitimierung direkter, illegitimer institutioneller oder struktureller Gewalt benutzt werden können. Kulturelle Gewalt zielt darauf, andere Formen der Gewalt als rechtmäßig oder zumindest nicht als Unrecht erscheinen zu lassen und sie so für die Gesellschaft akzeptabel zu machen. Kulturelle Gewalt funktioniert und wirkt in der [sic] Maße, wie es ihr gelingt, die moralische Färbung einer Handlung von falsch auf richtig bzw. akzeptabel oder bedenkenlos umzuschalten und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Handlungen oder Tatsachen als Gewalt zu verschleiern.290 Als Medien kommen dafür insbesondere die Religion, Ideologien, Sprache sowie Kunst und Wissenschaft in Frage. 291 Die tatsächliche oder potenzielle Legitimation von Gewalt ist damit das Erkennungszeichen

für kulturelle Gewalt.


289 Siehe GALTUNG 1990.

290 GALTUNG 1998, S. 341 ff.

291 Siehe IMBUSCH/BONACKER 2006, S. 89, insb. FN Nr. 40 „Bereits zuvor hatte Pierre Bordieu [sic] mit seinem Begriff der symbolischen Gewalt in eine ähnliche Richtung argumentiert. Bordieu [sic] nannte symbolischer [sic] Gewalt jene in Begriffen, Sprache und Symbolsystemen eingelagerte Gewalt, die darauf abzielt, nicht offen eingenstandene [sic] Herrschaftverhältnisse zu „verlarven“, zu verklären und zu beschönigen. Macht [sic] und Herrschaftsverhältnisse, Diskriminierung und Betrug und die in ihnen eingelagerten Gewaltstrukturen würden in dem Maße unkenntlich, wie sie nicht mehr hinterfragbar erscheinen und damit verkannt, aber zugleich auch anerkannt werden“.

Galtung definierte kulturelle Gewalt in Verlängerung seines Konzepts der strukturellen Gewalt als jene Aspekte von Kultur, die zur Rechtfertigung oder zur Legitimierung direkter, illegitimer institutioneller oder struktureller Gewalt benutzt werden können. Kulturelle Gewalt zielt darauf, andere Formen der Gewalt als rechtmäßig oder zumindest nicht als Unrecht erscheinen zu lassen und sie so für die Gesellschaft akzeptabel zu machen. Kulturelle Gewalt funktioniert und wirkt in dem Maße, wie es ihr gelingt, die moralische Färbung einer Handlung von falsch auf richtig bzw. akzeptabel oder bedenkenlos umzuschalten und die gesellschaftliche Wahrnehmung von Handlungen oder Tatsachen als Gewalt zu verschleiern.40 Als Medien kommen dafür insbesondere die Religion, Ideologien, Sprache sowie Kunst und Wissenschaft in Frage. Die tatsächliche oder potenzielle Legitimation von Gewalt ist damit das Erkennungszeichen für kulturelle Gewalt.41

40 Galtung, Johan: Frieden mit friedlichen Mitteln. Friede und Konflikt, Entwicklung und Kultur, Opladen 1998. S. 341 ff

41 Bereits zuvor hatte Pierre Bourdieu mit seinem Begriff der symbolischen Gewalt in eine ähnliche Richtung argumentiert. Bourdieu nannte symbolische Gewalt jene in Begriffen, Sprache und Symbolsystemen eingelagerte Gewalt, die darauf abzielt, nicht offen eingestandene Herrschaftsverhältnisse zu ‘verlarven’, zu verklären und zu beschönigen. Macht- und Herrschaftsverhältnisse, Diskriminierung und Betrug und die in ihnen eingelagerten Gewaltstrukturen würden in dem Maße unkenntlich, wie sie nicht mehr hinterfragbar erscheinen und damit verkannt, aber zugleich auch anerkannt werden. Siehe Bourdieu. Pierre: Sozialer Sinn, Frankfurt/M. 1993; Bourdieu. Pierre und Jean-Claude Passcron: Grundlagen einer Theorie der symbolischen Gewalt, Frankfurt/M. 1973.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar in Fn. 291 genannt, Art und Umfang der Übernahme bleiben jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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