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Gjb/Fragment 137 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 1 ff. (kpl.)
Quelle: Gewalt und Gesundheit 2003
Seite(n): 13, Zeilen: 2ff
[Weshalb ein Mensch gewalttätig wird, ein anderer dagegen nicht, das lässt sich nicht monokausal erklären, ebenso wenig wie die Frage, warum das soziale Gefüge einer Gemeinschaft durch die unter ihren Mitgliedern herrschende Gewaltkultur zerfällt, während eine] benachbarte Bevölkerungsgruppe in Frieden lebt. Gewalt ist ein außerordentlich komplexes Phänomen, das in der Wechselwirkung zahlreicher biologischer, sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Faktoren wurzelt.

Einige Risikofaktoren mögen sich konkret einer bestimmten Form von Gewalt zuordnen lassen, häufiger haben unterschiedliche Erscheinungsformen der Gewalt jedoch eine Reihe von Risikofaktoren gemeinsam. Die Aufsplitterung in unterschiedliche fachliche Interessenbereiche stellt sich dieser Erkenntnis allerdings häufig hinderlich in den Weg und fördert das konzeptionell unzusammenhängende Herangehen an die Prävention von Gewalt. Dies widerspricht wiederum den Anforderungen der öffentlichen Gesundheit, die die unterschiedlichen Formen der Gewalt in ihrem breiteren Kontext erfassen und sich der ihnen zugrunde liegenden gemeinsamen Strukturen bewusst sein muss.

Der World report on violence and health versucht den vielschichtigen Charakter der Gewalt anhand eines ökologischen Modells zu erklären. Das Modell fand zunächst Ende der 1970er Jahre Eingang in die Forschung zum Thema Kindesmissbrauch, wurde danach von anderen Bereichen der Gewaltforschung übernommen und wird als konzeptionelles Instrument ständig weiterentwickelt. Seine Stärke liegt in der Trennschärfe, die es ermöglicht, die Unzahl der die Entstehung von Gewalt bestimmenden Einflussfaktoren zu unterscheiden, wobei es zugleich einen Verständnisrahmen für die Wechselwirkung dieser Faktoren liefert (s. Abb. unten).322


Ökologisches Erklärungsmodell der Entstehung von Gewalt

[Abbildung: gescannte Abbildung aus dem WHO-Bericht. Einfache Graphik mit den vier Begriffen:]

Societal Community Relationship Individual


322 WHO 2002, S. 12.

Weshalb ein Mensch gewalttätig wird, ein anderer dagegen nicht, das lässt sich nicht monokausal erklären, ebenso wenig wie die Frage, warum das soziale Gefüge einer Gemeinschaft durch die unter ihren Mitgliedern herrschende Gewaltkultur zerfällt, während eine benachbarte Bevölkerungsgruppe in Frieden lebt. Gewalt ist ein außerordentlich komplexes Phänomen, das in der Wechselwirkung zahlreicher biologischer, sozialer, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Faktoren wurzelt.

Einige Risikofaktoren mögen sich konkret einer bestimmten Form von Gewalt zuordnen lassen, häufiger sind den unterschiedlichen Erscheinungsformen der Gewalt jedoch eine Reihe von Risikofaktoren gemeinsam. Die Aufsplitterung in unterschiedliche fachliche Interessenbereiche stellt sich dieser Erkenntnis allerdings häufig hinderlich in den Weg und fördert das konzeptionell unzusammenhängende Herangehen an die Prävention von Gewalt. Dies widerspricht wiederum den Anforderungen der öffentlichen Gesundheit, die die unterschiedlichen Formen der Gewalt in ihrem breiteren Kontext erfassen und sich der ihnen zugrunde liegenden gemeinsamen Strukturen bewusst sein muss.

Der World report on violence and health versucht den vielschichtigen Charakter der Gewalt anhand eines ökologischen Modells zu erklären. Das Modell fand zunächst Ende der 1970er Jahre Eingang in die Forschung zum Thema Kindesmissbrauch (26, 27), wurde danach von anderen Bereichen der Gewaltforschung übernommen (28–32) und wird als konzeptionelles Instrument ständig weiterentwickelt. Seine Stärke liegt in der Trennschärfe, die es ermöglicht, die Unzahl der die Entstehung von Gewalt bestimmenden Einflussfaktoren zu unterscheiden, wobei es zugleich einen Verständnisrahmen für die Wechselwirkung dieser Faktoren liefert (s. Abb. 3).

Abb.3


Ökologisches Erklärungsmodell der Entstehung von Gewalt

[Abbildung: einfache Graphik mit den vier Begriffen:]

Societal Community Relationship Individual

Anmerkungen

Wortlautnah.

Sichter
(SleepyHollow02) Singulus

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