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Gjb/Fragment 158 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 1-7, (8-22), 23-28
Quelle: von Trotha 2005
Seite(n): 42, Zeilen: 42:27-32.39-40 - (43:1-12); 46:11-16
[Unter Bezugnahme auf Konrad Lorenz, verweist Popitz zu Recht auf die scheinbare „Anlasslosigkeit“ vieler aggresiver [sic] Akte hin,368 was nicht heißt, dass sie keinen „Anlass“ haben, sondern nur, dass die] Suche nach objektiven Situationsmerkmalen als Auslöser von Gewalt lediglich begrenzte Erfolgschancen hat – um es zurückhaltend auszudrücken. Gewalt ist eine „Jedermannsressource“ und zum Täter kann jeder werden.369

Fraglich ist, worauf diese vierfache Entgrenzung des menschlichen Gewaltverhältnisses unter dem Gesichtspunkt der Unvorhersehbarkeit der Gewalt verweisen. [sic] Laut von Trotha:

“Im Einklang mit den Ausführungen von Grönemeyer zeigt die Entgrenzung des menschlichen Gewaltverhältnisses die Grenzen einer kausalanalytischen und methodisch in korrelationsstatistische Wahrscheinlichkeiten übersetzten Suche nach den Ursachen von Gewalt. Sie deckt die Grenzen der Möglichkeit auf, Gewalt vorherzusagen. Weder bestimmte Motivationen und bestimmte Zwecke, weder bestimmte objektive Situationsmerkmale noch bestimmte Täter- und Opferkategorien geben uns eine sichere Grundlage für die Erklärung von Gewalt. Hinzu kommt, dass Gewalt typischerweise ein dynamischer Prozess ist. Diese Dynamik lässt sich einerseits als Konfliktdynamik von Eskalationsprozessen der Gewalt, als „Gewaltspirale“, andererseits als Gewaltdynamik im engen Sinne, als Prozess einer Gewalt analysieren, die sich selbst entgrenzt.”370

2. 3 Die eingeschränkte Voraussehbarkeit des Handelns und Gewalt

Im Sinne von Trothas, Unvorhersehbarkeit ist nicht nur ein Signum der Gewalt.371 Reduzierte Voraussehbarkeit fungiert gleichfalls als ein Schlüssel für die Wirklichkeiten der Prekarität und ein Bindeglied zwischen der Welt der Prekarität und den [Erscheinungsformen der Gewalt.]


[368 POPITZ 1986, S. 49.]

369 von TROTHA 2006, S. 42.

370 von TROTHA a.a.O., S. 43.

371 von TROTHA a.a.O., S. 46.

[Seite 42]

Unter Bezugnahme auf Konrad Lorenz verweist Popitz zu Recht auf die scheinbare „Anlasslosigkeit“ vieler aggressiver Akte hin (S. 49), was nicht heißt, dass sie keinen ‚Anlass’ haben, sondern nur, dass die Suche nach objektiven Situationsmerkmalen als Auslöser von Gewalt lediglich begrenzte Erfolgschancen hat − um es zurückhaltend auszudrücken. Gewalt ist eine ‚Jedermannsressource’ und zum Täter kann jeder werden − als eingebildeter Befehlsempfänger nach den experimentellen Arrangements des Milgram-Experiments (Milgram 1974), als betrunkener Ehemann, Amok laufender Gymnasiast, Kick suchender Fußballfan oder verärgerter Parkplatzsucher. [...]

Worauf verweist diese vierfache Entgrenzung des menschlichen Gewaltverhältnisses unter dem Gesichtspunkt der Unvorhersehbarkeit der Gewalt?

[Seite 43]

Im Einklang mit den Ausführungen von Axel Groenemeyer zeigt die Entgrenzung des menschlichen Gewaltverhältnisses die Grenzen einer kausalanalytischen und methodisch in korrelationsstatistische Wahrscheinlichkeiten übersetzten Suche nach den ‚Ursachen’ von Gewalt. Sie deckt die Grenzen der Möglichkeit auf, Gewalt vorherzusagen. Weder bestimmte Motivationen und bestimmte Zwecke, weder bestimmte objektive Situationsmerkmale noch bestimmte Täter- und Opferkategorien − und schon gar nicht im kausalanalytischen Sinne beanspruchte Bedingungen ‚makrostruktureller’ Art – geben uns eine sichere Grundlage für die Erklärung von Gewalt. Hinzu kommt, dass Gewalt typischerweise ein dynamischer Prozeß ist. Diese Dynamik läßt sich einerseits als Konfliktdynamik von Eskalationsprozessen der Gewalt, als ‚Gewaltspirale’, andererseits als Gewaltdynamik im engen Sinne, als Prozeß einer Gewalt analysieren, die sich selbst entgrenzt.

[Seite 46]

3. Prekarität, die eingeschränkte Voraussehbarkeit des Handelns und Gewalt

Unvorhersehbarkeit ist nicht nur ein Signum der Gewalt. Reduzierte Voraussehbarkeit ist gleichfalls ein Schlüssel für die Wirklichkeiten der Prekarität und ein Bindeglied zwischen der Welt der Prekarität und den Erscheinungsformen der Gewalt.

Anmerkungen

Art und Umfang der Übernahme bleiben ungekennzeichnet. Zwischen zwei nicht als Zitat gekennzeichneten Abschnitten platziert Gjb ein ordentlich gekennzeichnetes - wenn auch nicht 100% korrektes - Zitat aus derselben Quelle.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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