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Gma/178

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Die vergleichende Analyse der gleichen Quiz-Formate im deutschen und russischen Fernsehen

von Dr. Galina Mavricheva

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Gma/Fragment 178 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-09-16 09:10:14 Klgn
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gma, Prokop 1998, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 178, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Prokop 1998
Seite(n): 958; 959, Zeilen: 958: 5 ff.; 959: 8 ff.
Alle haben nur ein Interesse: den Werbeagenturen die gewünschten Zuschauergruppen zu verkaufen.

Die Preise für die Sendung eines Werbespots sind unterschiedlich. Ein 30-Sekunden-Werbespot im deutschen Abendprogramm kostet Ende der 90er Jahre circa 80.000 bis 100.000 DM, in den USA kostet ein 30-Sekunden-Spot in einer erfolgreichen Primetime-Fernsehserie bis zu 600.000 Dollar, in einer „Superbowl“-Übertragung eine Million Dollar.72

Entscheidende Größe ist der Tausender-Kontakt-Preis. Das ist der Preis, den die Werbeagenturen für 1.000 Personen zahlen müssen, die zur Sendezeit ihrer Werbung fernsehen. Der Preis hängt allein davon ab, wieviele Zuschauer zur jeweiligen Sendezeit zu erwarten sind. Je mehr Kontakte, desto niedriger kann der Preis für jeweils 1.000 Kontakte sein. Allerdings ist der Tausender-Kontakt-Preis nicht alles. Ist eine spezielle Zielgruppe gewünscht, hängt der Preis vom Anteil der speziellen Zielgruppe ab, zum Beispiel der Traumzielgruppe der Werbung: Männer bis 25 Jahren und einem Monatseinkommen über 12.500 €. Oft nimmt ein Mediaplaner einen höheren Tausender-Kontakt-Preis in Kauf, wenn die Zielgruppe, die er erreicht, optimal für sein Produkt ist. Wirbt er zum Beispiel für turbogestylte Turnschuhe, ist ein Werbespot in einem Musik-Spartenkanal mit speziell jugendlichem Publikum sinnvoller als in einem „normalen“ Kanal, selbst wenn im Spartenkanal die Einschaltquote niedriger ist.

Trotz aller kommerziellen Interessen werden die Einschaltquoten immer ignoriert, wenn mit einem besonders kaufkräftigen Publikum argumentiert werden kann. Dann wird nicht mehr mit der Menge, sondern mit der „Qualität“ der Zuschauer argumentiert, dass zum Beispiel eine Sendung vor allem von Jugendlichen gesehen wird, die frühzeitig zum richtigen Markenbewußtsein erzogen werden müssen, oder dass einige der Zuschauer zur großartigsten aller Zielgruppen gehören, den bereits erwähnten Jung-[Dynamikern mit einem Monatseinkommen über 12.500 €, deren Leben angeblich ein einziges Konsumziel ist.]


72 Warum Einschaltquoten und Hitlisten kein demokratisches Bild der Publikumswünsche ergeben, Dieter Prokop

Alle haben nur ein Interesse: den Werbeagenturen die gewünschten Zuschauergruppen zu verkaufen.

Die Preise für die Sendung eines Werbespots sind unterschiedlich. Ein 30-Sekunden-Werbespot im deutschen Abendprogramm kostet Ende der 90er Jahre circa 80.000 bis 100.000 DM, in den USA kostet ein 30-Sekunden-Spot in einer erfolgreichen Primetime-Fernsehserie bis zu 600.000 Dollar, in einer „Superbowl“-Übertragung eine Million Dollar.

Entscheidende Größe ist der Tausender-Kontakt-Preis. Das ist der Preis, den die Werbeagenturen für 1.000 Personen zahlen müssen, die zur Sendezeit ihrer Werbung fernsehen. Der Preis hängt allein davon ab, wieviele Zuschauer zur jeweiligen Sendezeit zu erwarten sind. Je mehr Kontakte, desto niedriger kann der Preis für jeweils 1.000 Kontakte sein.

Allerdings ist der Tausender-Kontakt-Preis nicht alles. Ist eine spezielle Zielgruppe gewünscht, hängt der Preis vom Anteil der speziellen Zielgruppe ab, zum Beispiel der Traumzielgruppe der Werbung: Männer bis 25 Jahren und einem Monatseinkommen über 25.000 DM. Oft nimmt ein Mediaplaner einen höheren Tausender-Kontakt-Preis in Kauf, wenn die Zielgruppe, die er erreicht, optimal für sein Produkt ist. Wirbt er zum Beispiel für turbogestylte Turnschuhe, ist ein Werbespot in einem Musik-Spartenkanal mit speziell jugendlichem Publikum sinnvoller als in einem „normalen“ Kanal, selbst wenn im Spartenkanal die Einschaltquote niedriger ist. [...]

[S. 959]

[...]

Wer die Einschaltquoten als zulässiges Alibi für jedes Übel hält, sollte wissen, daß trotz aller kommerzieller Interessen die Einschaltquoten immer ignoriert werden, wenn mit einem besonders kaufkräftigen Publikum argumentiert werden kann. Dann wird nicht mehr mit der Menge, sondern mit der „Qualität“ der Zuschauer argumentiert, daß zum Beispiel eine Sendung vor allem von Jugendlichen gesehen wird, die frühzeitig zum richtigen Markenbewußtsein erzogen werden müssen -, oder daß einige der Zuschauer zur großartigsten aller Zielgruppen gehören, den bereits erwähnten Jung-Dynamikern mit einem Monatseinkommen über 25.000 DM, deren Leben angeblich ein einziges Konsumziel ist.

Anmerkungen

Die Quelle wird wieder angegeben, aber Art und Umfang der Übernahme sind nicht klar dargestellt. Immerhin wird hier auf Euro umgerechnet.

Sichter
(WiseWoman), SleepyHollow02


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Klgn, Zeitstempel: 20160916091105

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